Dolomiten Höhenweg Nr. 9 – 180 km von Bozen bis Santo Stefano

Dolomiten Höhenweg Nr. 9 Überblick
Transversale verbindet Schlern, Langkofel und Sella

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.08.2026
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Die Dolomiten sind ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger, die die Schönheit der Alpen in ihrer reinsten Form erleben möchten. Unter den zahlreichen Weitwanderwegen, die diese Region durchziehen, sticht der Dolomiten Höhenweg Nr. 9, auch bekannt als die Transversale, besonders hervor:

Die Route des Dolomiten Höhenwegs Nr. 9

Der Dolomiten Höhenweg Nr. 9 verläuft als Transversale von Westen nach Osten und durchquert dabei einige der bekanntesten Gebirgsgruppen der Dolomiten. Die Route beginnt in Bozen und führt über Tiers, die Schlern-Rosengarten-Gruppe, die Langkofelgruppe und die Sellagruppe bis nach Santo Stefano. Mit einer Gesamtlänge von etwa 180 Kilometern und einer Dauer von 14 Tagen ist dieser Weg eine anspruchsvolle, aber lohnende Herausforderung.

Die Etappen sind so gestaltet, dass sie für erfahrene Bergwanderer geeignet sind. Viele Abschnitte bieten alternative Routen, die je nach Wetterbedingungen oder persönlicher Fitness gewählt werden können. Besonders hervorzuheben ist die landschaftliche Vielfalt: Von schroffen Felsformationen über grüne Almen bis hin zu idyllischen Tälern bietet der Höhenweg eine beeindruckende Bandbreite an Naturerlebnissen ...

Die Highlights der Route1. Start im Westen: Von Bozen geht es hinauf in die Schlerngruppe und das Rosengarten-Massiv (oft über den Einstieg in Weisslahnbad, siehe Karte unten).
2. Die Langkofel- und Sella-Gruppe: Der Weg leitet Wanderer weiter ostwärts über die Seiser Alm, unter den senkrechten Wänden des Langkofels vorbei und hinüber zum mächtigen Sella-Stock.
3. Cortina d'Ampezzo & die Fanes: Über den bekannten Wintersportort Cortina d’Ampezzo führt die Route tiefer in die Ampezzaner Dolomiten und quert das spektakuläre Fanes-Gebiet.
4. Drei Zinnen: Vor dem Abstieg ins Zielgebiet passieren Wanderer das weltberühmte Wahrzeichen der Region – die Drei Zinnen.
5. Weiter gen Osten: Die komplette Höhenweg endet schließlich im Piavetal im beschaulichen Ort Santo Stefano di Cadore.

Auf dem Dolomiten Höhenweg Nr. 9 in Südtirol
Fabian Weiss

Der Alta Via delle Dolomiti n. 9 passiert zahlreiche Hütten und ermöglicht es Wanderern, die Etappen kürzer oder länger zu gestalten oder nur einen Teil der Weitwanderung zu machen, wie z.B. unsere Autorin Judith Beck. Sie war nur sechs Tage unterwegs und beendete die Hüttentour in den Sextener Dolomiten (siehe Karte unten), von Weißlahnbad bis zur Talschlusshütte im Gadertal:

Anforderungen

  • Technische Anforderungen: Im Vergleich zu anderen Höhenwegen gilt die Transversale als technisch moderat und weniger anspruchsvoll. Die Etappen sind meist recht kurz gehalten.
  • Klettersteige: Es gibt standardmäßig nur einen Klettersteig auf der Hauptroute, weshalb der Weg bei guter Kondition und Trittsicherheit auch für weniger erfahrene Weitwanderer machbar ist. Dies ist der Sentiero attrezzato Astaldi (auf Etappe 11, Schwierigkeit: leicht/B) zwischen Rifugio Lagazuoi und Rifugio Pomedes (oberhalb von Cortina d’Ampezzo).
  • Höhenmeter: Insgesamt müssen dennoch über 10.000 Höhenmeter im Aufstieg bewältigt werden. Der höchste Punkt der Route liegt meist knapp über 2.600 Metern (je nach genauer Hüttenvariante).
  • Infrastruktur: Entlang der Strecke gibt es ein dichtes Netz an bewirtschafteten Schutzhütten (Rifugi), die jedoch aufgrund der Beliebtheit der Region zwingend weit im Voraus gebucht werden sollten.
Auf dem Dolomiten Höhenweg Nr. 9 in Südtirol
Fabian Weiss

Ausrüstung

Die richtige Planung und Ausrüstung sind entscheidend, um den Dolomiten Höhenweg Nr. 9 sicher und erfolgreich zu bewältigen. Neben der körperlichen Vorbereitung sollten Wanderer auch die Wetterbedingungen und die Verfügbarkeit von Unterkünften berücksichtigen. Für einige Abschnitte, insbesondere den Klettersteig, ist eine vollständige Klettersteigausrüstung (Helm, Gurt, Klettersteigset) erforderlich.

Steckbrief Dolomiten-Höhenweg Nr. 9
Name: Dolomiten-Höhenweg Nr. 9 (Transversale / Alta Via 9)

Charakter: alpine Hütten-Mehrtagestour mit landschaftlicher Vielfalt, moderaten technischen Anforderungen und einem Klettersteigabschnitt

Richtung: West–Ost-Durchquerung Bozen – Santo Stefano di Cadore

Dauer: ca. 12–14 Tage, abhängig von Etappenschnitt und persönlicher Kondition (ca. 180 km)

Technik: gute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, solide Kondition, alpine Erfahrung und sichere Orientierung bei wechselnden Wetterbedingungen

Für wen? Den erfahrenen und ausdauernden Weitwanderer, der die Vielfalt der Dolomiten in einer großen West-Ost-Durchquerung erleben möchte.

Ausrüstung: stabiles Bergschuhwerk, Wetterschutz, Helm und Klettersteigset für den Klettersteigabschnitt, Wanderstöcke empfehlenswert

Praktische Hinweise: Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel in Bozen (Startpunkt) und Santo Stefano di Cadore (Endpunkt). Hüttenreservierungen sind aufgrund der Beliebtheit der Route unbedingt erforderlich.

Buchtipp: Dolomiten-Höhenwege 8–10, Rother, 19,50 €

Fazit