Dolomiten-Höhenweg 4: Drei Zinnen, Sorapis, Antelao

Auf dem Grohmann-Weg
Der Dolomiten-Höhenweg Nr. 4

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.07.2026
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 Wanderung drei Zinnen bei Toblach
Foto: Jesús Tena

Wer in den Dolomiten unterwegs ist, merkt schnell: Hier geht es nicht nur um Höhenmeter, sondern um Formen, Licht und Gestein. Die Berge stehen wie Türme in der Landschaft, die Übergänge schneiden wie Kerben durch die Wände – und hinter jeder Scharte wartet ein neues Panorama. Genau dafür ist der Dolomiten-Höhenweg Nr. 4 gemacht: eine Nord–Süd-Durchquerung von Innichen (im Südtiroler Pustertal) nach Pieve di Cadore (in der Provinz Belluno), die große Namen (Drei Zinnen, Sorapiss, Antelao) mit echtem Hochgebirgscharakter verbindet.

Zumindest einmal im Leben sollte jeder ambitionierte Bergwanderer diese steinerne Wunderwelt durchschritten haben – am besten auf einem der "Alte Vie delle Dolomiti", die das UNESCO-Weltnaturerbe durchziehen. Die meisten wählen den klassischen und vergleichsweise einfachen Dolomiten-Höhenweg Nr. 1. Doch wer es kürzer, direkter und alpiner mag, findet eine der spannendsten Linien auf dem "Grohmann-Weg".

Warum eigentlich Grohmann-Weg?

Der Name verweist auf Paul Grohmann, dem die Alta Via 4 gewidmet ist. Und das passt: Der Höhenweg gilt als alpin und verlangt Übung und Erfahrung, nicht zuletzt wegen zahlreicher Eisenpassagen/Klettersteigen.

Der besondere Reiz dieser Route: Sie verknüpft die bekanntesten Dolomiten-Kulissen mit echten, oft rauen Hochgebirgsetappen.

Die Highlights des Dolomiten Höhenweg Nr. 4

Zu den Highlights und Schlüsselstellen gehören:

  • Sextner Dolomiten und Innerfeldtal als kraftvoller Auftakt, bevor es richtig hinaufgeht.
  • Drei-Zinnen-Region mit Übergängen über Großes Wildgrabenjoch und Gwengalpenjoch zur Drei Zinnen Hütte – ein Abschnitt, der den Ton setzt: hoch, steinig, konzentriert.
  • Der markante Knotenpunkt Auronzohütte und der anschließende Sentiero Alberto Bonacossa.
  • Eine ganze Kette von Forcelle (Scharten oder Gebirgspässe) auf dem Sentiero Durissini (u.a. Forcella della Torre, Forcella Sabbiosa, Forcella Cadin Deserto, Forcella Cristina).
  • Das Sorapiss-Massiv mit Val Sorapis und Rifugio Vandelli als landschaftlicher Höhepunkt.
  • Als technische Würze: die Via Ferrata Alfonso Vandelli, anschließend über Bivacco Comici und weiter über ausgesetztere Passagen wie Cengia Colli Neri zur Forcella Grande.
  • Im Finale die wilden Übergänge Richtung Rifugio Antelao (u.a. über Forcella del Ghiacciaio) und schließlich der lange Abstieg nach Pieve di Cadore.
Sunrise on Cadini di Misurina and Antelao mountains, Dolomites, Italy
Roberto Moiola / Sysaworld / Getty Images

Mögliche Etappeneinteilung (8 Tage, kompakt)

  1. Tag: Innichen – Sextental – Innerfeldtal – Dreischusterhütte
  2. Tag: Dreischusterhütte – Großes Wildgrabenjoch – Gwengalpenjoch – Drei Zinnen Hütte
  3. Tag: Drei Zinnen Hütte – Lange Alpe – Forcella Col de Mezo – Auronzohütte – Sentiero Alberto Bonacossa – Forcella di Rinbianco – Fonda Savio Hütte
  4. Tag: Fonda Savio Hütte – Sentiero Durissini – Forcella della Torre – Forcella Sabbiosa – Forcella Cadin Deserto – Forcella Cristina – Città di Carpi Hütte
  5. Tag: Città di Carpi Hütte – Maraia Alta – Federavecchia (Rifugio Cristallo) – Val Sorapis – Rifugio Vandelli
  6. Tag: Rifugio Vandelli – Via Ferrata Alfonso Vandelli – Bivacco Comici – Sentiero Carlo Minazio – Forcella Alta del Banco – Cengia Colli Neri – Forcella Grande – Rifugio San Marco
  7. Tag: Rifugio San Marco – Forcella Piccola – Rifugio Galassi – Forcella del Ghiacciaio – Forcella Piria – Sella di Pradonego – Rifugio Antelao
  8. Tag: Rifugio Antelao – Forcella Antracisa – M. Tranego – Pozzale – Pieve di Cadore

Weitere Infos zum Weg hier.

Steckbrief Dolomiten-Höhenweg Nr. 4 (kurz & klar)Name: Dolomiten-Höhenweg Nr. 4 (Grohmann-Weg / Alta Via 4)

Charakter: alpine Hütten-Mehrtagestour mit vielen Passübergängen (Joche/Forcelle), teils drahtseilversichert

Richtung: Nord–Süd-Durchquerung Innichen – Pieve di Cadore

Dauer: je nach Etappenschnitt mehrere Tage; häufig werden 6 Etappen genannt, in Wanderführern oft feiner unterteilt (z.B. 8 Tage, s.o., ca. 66 km)

Voraussetzungen: sehr gute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, solide Kondition, sichere Orientierung bei Nebel sowie Erfahrung im steilen, schottrigen und felsigen Gelände

Ausrüstung: stabiles Bergschuhwerk, Wetterschutz; Helm ist auf solchen Routen sinnvoll, Klettersteigset je nach Komfortzone und Tagesabschnitt

Praktische Hinweise: Von Pieve di Cadore kommst du mit dem Autobus zurück nach Innichen entweder über Santo Stefano, den Kreuzbergpass und Sexten, oder über Cortina nach Toblach und weiter nach Innichen.

Buchtipp: Dolomiten-Höhenwege 4–7, Rother.

Die Dolomiten-Höhenwege – Bergwandern deluxe!

Habt ihr gewusst, dass es insgesamt 10 Dolomiten-Höhenwege gibt? – Wir stellen sie euch hier im Kurz-Porträt vor:

1
OD 0414 Südtirol Sextener Dolomiten Pragser Wildsee Südufer
Ralf Bücheler

Dolomitenhöhenweg Nr. 1: Pragser Wildsee - Belluno

2
Advertorial Brixen
Manuel Kottersteger

Dolomitenhöhenweg Nr. 2: Brixen - Feltre

3
Südtirol Gsiesertal
TV Gsieser Tal/ Kamilla Photography

Dolomitenhöhenweg Nr. 3: Niederdorf - Longarone

4
Sorapissee - Belluno - Dolomiten - Italien
Francesco Vaninetti Photo via Getty Images

Dolomitenhöhenweg Nr. 4: Innichen - Pieve di Cadore

5
San Martino Kirche, Valle di Cadore, Italien, Dolomiten
deimagine via Getty Images

Dolomitenhöhenweg Nr. 5: Sexten - Pieve di Cadore

6
Outdoor-Destination Dolomiten
IDM Südtirol

Dolomitenhöhenweg Nr. 6: Sappada - Vittorio Veneto

7
Cimolais, Pordenone, Italien, Dolomiten
Sandro Fabris via Getty Images

Dolomitenhöhenweg Nr. 7: Pieve d'Alpago - Segusino

8
Mountain Days Südtirol
TV Brixen / Kottersteger

Dolomitenhöhenweg Nr. 8: Brixen - Salurn

9
Saisonstart auf dem Dolomiten-Höhenweg 9
Fabian Weiss

Dolomitenhöhenweg Nr. 9: Bozen - Santo Stefano

10
Wandern am Gardasee
Jens Klatt

Dolomitenhöhenweg Nr. 10: Bozen - Gardasee

Weitere Alpendurchquerungen im PDF

Fazit