Der wichtigste Schritt beginnt direkt nach der Rückkehr
Der Rucksack sollte nicht tagelang gepackt in der Ecke stehen bleiben. Schlafsäcke, Quilts, Isolationsjacken, Zelte und Kleidung waren unterwegs oft komprimiert, feucht oder verschmutzt. Alles sollte deshalb zuerst raus, gelüftet und vollständig getrocknet werden. Ich habe dafür zu Hause eine Art "Gear-Quarantäne": Ein fester Platz, an dem die Ausrüstung mindestens 24 Stunden ausgebreitet liegt. So trocknet Restfeuchtigkeit, und manchmal krabbelt auch noch ein Insekt heraus, das man lieber nicht in der Ausrüstungskiste haben möchte.
Danach hilft ein klares System. Große transparente Kisten funktionieren dafür sehr gut. Eine Kiste für Schlafsäcke und Quilts, eine für Zelte und Tarps, eine für Rucksäcke, eine für Kocher und Zubehör, eine für Trekkingnahrung. So bleibt alles auffindbar, staubgeschützt und trotzdem schnell griffbereit. Kleinteile wie Ladekabel, Adapter, Feuerzeug oder Stirnlampe lagere ich gern gesammelt, weil genau diese Dinge sonst im Alltag verschwinden.

Besonders empfindlich sind Schlafsäcke, Quilts und Isolationsjacken. Sie wärmen nicht nur durch das Material selbst, sondern vor allem durch ihren Loft, also die Bauschkraft. Im Kompressionssack dürfen sie nur während der Tour stecken.
So lagerst du dein Camping-Equipment
Zu Hause gehören Schlafsäcke, Daunenjacken & Co. locker in einen großen Lagersack, einen Baumwollbeutel oder notfalls in einen Kissenbezug. Wer genug Platz hat, kann Schlafsäcke oder Isolationsjacken auch locker aufhängen. Wichtig ist nur: Nicht dauerhaft stopfen, drücken oder zusammenquetschen.
Auch Zelte, Tarps und Biwaksäcke müssen komplett trocken sein, bevor sie eingepackt werden. Sonst drohen Stockflecken, Schimmel oder unangenehme Gerüche. Am besten trocknet man sie draußen, auf dem Balkon oder in einem warmen Raum. Das Ultraleicht-Material Dyneema sollte möglichst locker gerollt und nicht ständig hart geknickt werden. Silnylon und Silpoly sollten lichtgeschützt lagern, weil UV-Strahlung dem Material schadet.
Bei Isomatten kommt es auf die Bauart an. Schaumstoffmatten sind unkompliziert. Luftmatten können locker gerollt und mit offenem Ventil gelagert werden. Selbstaufblasende Matten sollte man dagegen nicht dauerhaft eng zusammenrollen, weil der Schaum sonst seine Rückstellkraft verliert. Besser ist es, sie offen oder nur locker zusammengerollt unter dem Bett, im Schrank oder hinter einer Tür zu lagern.
Wasserfilter, Flaschen und Trinkblasen brauchen ebenfalls Aufmerksamkeit. Filter sollten nach der Tour gespült und getrocknet werden. Trinkblasen trocknen besser, wenn sie offen über eine Flasche gestülpt werden. Wer ganz sicher gehen will, kann sie anschließend in einem Beutel einfrieren.
Elektronik wie Powerbanks, Stirnlampen oder Kameraakkus sollte man nicht komplett leer wegpacken. Ein mittlerer Ladezustand schont den Akku deutlich.












