Fernweh hat oft klare Bilder: Savanne, Zypressenhügel, Dschungelfluss. Im österreichischen Burgenland bekommst du genau diese Gefühle – ohne Langstreckenflug. Auf kurzer Distanz wechseln die Kulissen von offenen Steppenflächen am Neusiedler See über sanfte Weinberg-Hügel bis hin zu stillen Flussauen ganz im Süden an der Raab. Die Idee dahinter heißt "So weit. So nah. So Burgenland." – drei "Weltreiseoptionen", die du an einem Wochenende (oder entspannt in ein paar Tagen) erleben kannst.
Dazu passt, wie die Region Tourismus versteht: Das Burgenland ist das einzige Bundesland Österreichs, das flächendeckend in puncto Nachhaltigkeit zertifiziert ist – und das gleich doppelt. Was das konkret bedeutet und wie nachhaltiger Urlaub hier gedacht wird, zeigt die Seite zum Thema nachhaltiger Urlaub im Burgenland.
Serengeti-Feeling im Seewinkel: Safari im Nationalpark
Im Norden des Burgenlands scheint die Sonne häufiger als irgendwo sonst in Österreich. Das Tempo wirkt langsamer, die Abende länger. Rund um den Neusiedler See, den größten Steppensee Mitteleuropas, fühlt sich Österreich an manchen Tagen fast mediterran an: Schilfgürtel, glitzernde Wasserflächen, viel Horizont.
Auf der Südostseite liegt der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Salzlacken, Schilf und offene Flächen machen das Gebiet ökologisch einzigartig in Europa; es steht deshalb auf der UNESCO-Welterbeliste. Für Naturfans ist besonders die Vogelwelt ein Highlight: Mehr als 370 der 430 Arten, die jemals in Österreich beobachtet wurden, kommen hier vor – einen guten Überblick findest du bei Wildlife im Burgenland.
In der savannenartigen Landschaft kommt dann das echte Safari-Gefühl auf – nur pannonisch: Die lokalen "Big Five" sind Wasserbüffel, seltene Przewalski-Pferde, majestätische Graugänse, Steppenrinder und weiß gefärbte Esel auf sandigen Böden. Am besten erlebst du das mit jemandem, der die besten Beobachtungsplätze kennt: Über Ranger für eine Tour findest du passende Angebote (oder Tipps fürs Selber-Entdecken). Wenn du Tierbeobachtung und Aktivprogramm verbinden willst, passt der Nationalpark-Radweg perfekt.
Toskana-Vibes: Pannonisch Wandern zwischen Reben
Südlich der Erlebnisregion Neusiedler See wird’s hügelig und "golden". In Mittelburgenland-Rosalia und im Südburgenland ziehen sich Weingärten über sanft geschwungene Hänge, das Licht wirkt wärmer, die Landschaft weit – mediterran im Gefühl, aber unverkennbar österreichisch.
Land und Leute stehen für eine moderne, nachhaltige Leichtigkeit des Genusses: Weintradition trifft auf innovative Winzer:innen, dazwischen liegen Wege, auf denen du ganz automatisch entschleunigst. Das pannonische Klima und die hervorragenden Böden bilden die Basis für charakterstarke Weine – und für Touren, bei denen nicht Höhenmeter zählen, sondern Rhythmus, Aussicht und die kleinen Pausen am Wegrand.
Zwei schöne Einstiege sind Wanderungen, die dich direkt durch die Weinlandschaft führen: der WeinSteinWeg im Blaufränkischland und der Drei Weinberge-Rundweg im Südburgenland.
Amazonas-Moment an der Raab: leise Kanufahrt im Naturpark
Ganz im Süden, nahe dem Dreiländereck Österreich–Ungarn–Slowenien, liegt der Naturpark Raab–Őrség–Goričko. Wiesen, Wälder, Weinberge und Obstgärten prägen die sanft gewellte Landschaft – und dazwischen die typische Auenlandschaft entlang der Raab. Es ist eine Region, die sich auffallend still anfühlt.
Nachdem sich die Raab rund achtzig Kilometer durch die Steiermark geschlängelt hat, fließt sie zwölf Kilometer durch das Südburgenland, bevor sie in Ungarn Richtung Donau weiterzieht. Auf dem Wasser zeigt sich, warum diese Tour nach "Amazonas" schmeckt: Du gleitest durchs Grün, hörst Vögel und Insekten – und vor allem eine wohltuende Stille, die im Alltag selten geworden ist.
Burgenland – ReiseinfosDas Burgenland liegt ganz im Osten Österreichs, nahe bei Wien, und ist mit rund 300 Sonnentagen sowie mildem pannonischem Klima eine Region mit besonders langer Outdoor-Saison. Statt alpiner Berge prägen hier Weite, Schilf, Steppe und sanfte Hügel das Bild – für viele wirkt das exotischer als das "klassische" Österreich zwischen Alpen und Großstadt. Mit dem Neusiedler See (größter See Österreichs und größter Steppensee Mitteleuropas), einem Nationalpark und sechs Naturparken findest du viel Natur auf engem Raum. Dazu kommen 3.300 Kilometer ausgebaute Radwege, Pannonisches Wandern als genussreiches Flanieren durch Weinlandschaften sowie Angebote von Thermen, Camping und "Urlaub beim Winzer" bis hin zu Burgen, Schlössern, Kulinarik und Musikfestivals. Mehr Infos: burgenland.info
So kommst du ins Burgenland
Aus Deutschland: Je nach Startpunkt führt die schnellste Route meist über Bayern Richtung Salzburg/Linz oder über München Richtung Wien. Für den Norden (Neusiedler See/Seewinkel) ist die Orientierung Richtung Wien gut, für Mittel- und Südburgenland Richtung Graz/Steiermark. Mit der Bahn kommst du in der Regel über Wien oder Graz in die Region; vor Ort bist du für Naturspots mit Auto oder einer Kombination aus Bahn/Bus am flexibelsten.
Aus Österreich: Aus Wien bist du schnell am Neusiedler See. Mittelburgenland und Südburgenland erreichst du je nach Ziel gut über die Achsen Richtung Eisenstadt/Oberpullendorf bzw. über die Südost-Steiermark.
Aus der Schweiz: Am einfachsten reist du über Zürich/Innsbruck/Salzburg weiter Richtung Linz/Wien (Norden) oder über Graz (Süden). Mit der Bahn ist Wien der zentrale Knoten, von dort geht’s weiter in Richtung Burgenland.
ÜbrigensSchon ab einer Nacht in einer Burgenland Card Partnerunterkunft bekommst du für die Dauer des Aufenthaltes die Burgenland Card gratis. Hiermit gibt es rund 380 Gratisleistungen und Ermäßigungen aus Wein & Kulinarik, Bewegung, Natur, Kultur, Wellness und öffentlichem Verkehr (wie zum Beispiel die Gratisanreise ab Wien und Graz, Gratisfahrten innerhalb des Burgenlands und Ermäßigungen für Mietwagen).





