Tessin

Acht Tage lang Gipfel, Pässe, Täler und Flüsse: Folgen Sie outdoor auf eine Tour der Gegensätze, die von den Gletschern des Alpenhauptkamms zu den Palmen am Lago Maggiore führt, und die anstrengender und vielseitiger kaum sein könnte.

Schweiz Schweiz

Wasserfälle sind typisch fürs Tessin. Auch Altschneefelder findet man selbst im Juli noch häufig.

Die Tour der fünf Täler

Anreise

http://Bequem und umweltfreundlich fährt man mit Bus und Bahn: Über Schaffhausen und Arth-Goldau erreicht man Airolo. Von dort fährt jede Stunde ein Postbus bis nach Bodio. Besonders die Strecke Arth-Goldau– Göschenen–Airolo bietet beste Aussichten auf die Bergwelt.

Beste Reisezeit

Je nach Schneelage von Mitte Juni bis Ende Oktober. Ab August sind die meisten Pässe und Gipfel schneefrei. Im Juni liegt noch viel Schnee in den Hochlagen.

Ausrüstung

Feste Bergschuhe sind obligatorisch. Alles andere richtet sich nach Art der Tour und Jahreszeit: Ist man mit Zelt, Kocher und Schlafsack unterwegs, sollte man auch Trekkingstöcke mitnehmen. Leichtgewichtige Ausrüstung hilft, die vielen Höhenmeter zu überwinden. Übernachtet man in Berghütten und Pensionen, reicht ein Tourenrucksack mit Regenschutzkleidung, Fleece und Verpflegung sowie Hüttenschlafsack. Für Touren vor Juli leichte Steigeisen und Eispickel empfehlenswert.

Geld/Telefon

Von Deutschland in die Schweiz: 0041, aus der Schweiz nach Deutschland: 0049. Für öffentliche Zellen benötigt man Telefonkarten.
Für die gesamte Wanderstrecke Schweizer Franken (SFr) mitnehmen, da Geldautomaten selten sind.

Sprache

m Tessin spricht man Italienisch. In größeren Städten kommt man mit Englisch zurecht, in kleineren mit Französisch.

Übernachtung

Wildes Zelten ist im Tessin offiziell verboten. Ab einer bestimmten Entfernung zur nächsten Straße oder Ortschaft ist es jedoch in hohen Lagen – bei rücksichtsvollem Benehmen – problemlos, es gilt dann als Biwakieren. Das heißt: Ein kleines Zelt oder Tarp spät aufbauen, früh abbauen, keinen Müll zurücklassen, weder Feuer noch Lärm machen.
Aufgrund der vielen Höhenmeter bietet sich jedoch leichtes Gepäck und daher eine Hüttentour an (siehe »Routenverlauf«)

Karten

Tessin, Hans-Peter Koch und Margit Zepf, 1999, Michael-Müller Verlag, 31,10 Mark. Handlicher Führer, zum Teil witzig und mit vielen Infos sowie Wanderroutenvorschlägen.

essin, Barbara Schaefer, 1999, DuMont Verlag, 19,80. Auf 213 Seiten gibt’s alles Wissenswerte über Land, Leute, Hotels und Ausflüge.

Wanderführer Tessin, Heinrich Bauregger, 2000, Rother Verlag, 22,80 DM. Handlich kleiner Wanderführer mit 50 Top-Touren unterschiedlichen Anspruchs.

Tessin Sopraceneri, Blatt Nord, 1:60000, Kümmerly + Frey, 26,80 DM, ISBN 3259008314. Die detaillierte Karte deckt den gesamten Routenverlauf ab.

weitere Infos

Tessin Tourismus
Via Lugano 12
Casella postale 1441
6501 Bellinzona
091/8257056
www.tourism-ticino.ch

Schweiz Tourismus, Rossmarkt 23, 60311 Frankfurt am Main, Tel. 00800/10020030 oder unter www.MySwitzerland.com

Routenverlauf mit Hütten-/Pensionsübernachtungen

1. Tag: Bodio–Passo di Gagnone (2217 m)–Capanna d’Efra. (14 km, 1800 Hm Auf-/ 200 Hm Abstieg).

2. Tag: Cap. d’Efra–Frasco–Lavertezzo (Pension Posse, Tel. 091/7461796). (19 km, 0/1500 Hm).

3. Tag: Lavertezzo–Passo di Orgnana–Pizzo di Orgnana–Aiarlo–Maggia (Poncini Ristorante, Tel. 091/7609070).
(16 km, 1700/1900 Hm).

4. Tag: Maggia–Passo del Bassa –Gresso (Locada ai Zott Tel. 091/ 7971098). (12 km, 1500/ 900 Hm).

5. Tag: Gresso–Alpe di Porcaresc –Capanna Alpe Salei.
(17 Km, 1000/100 Hm).

6. Tag: Capanna Alpe Salei–Spruga (4 km, 0/800 Hm).
Von Spruga nimmt man den Postbus nach Locarno oder verlängert die Tour bis ins Centovalli-Tal um einen Tag und fährt von dort mit der Bahn nach Locarno.

Hund:

Die Schweiz ist ein hundefreundliches Land. Futter gibt’s auch in kleinen Läden. Hunde dürfen öffentliche Verkehrsmittel benutzen, kosten aber extra. Hotel- und Pensionsübernachtung meist kein Problem. Auf dem Campingplatz in Locarno – der extrem reglementiert ist – sind Hunde verboten.

Der Ort Spruga im Onsernonetal liegt idyllisch zwischen hohen Bergen nahe der italienischen Grenze.

25.03.2002
© outdoor
Ausgabe 10/2001