Saisonausklang im Herbst: Wandertipps & Ausrüstung
Herbstwandern
The Via Alta Idra hiking tour PatitucciPhoto

Neuer Höhenwanderweg im Tessin

Perfekter Saisonausklang auf der Via Idra

Eine luftige Bergwanderung in 2000 Meter Höhe: Die Via Alta Idra verbindet auf 100 Kilometern den Nufenenpass mit dem Lago Maggiore im Tessin ...

Grundsätzliches zum Weg

Die Via Alta Idra verbindet auf 100 Kilometern mit 8.700 Höhenmetern im Aufstieg und fast 11.000 im Abstieg den Nufenenpass im Nordwesten mit Tenero im Südosten. Es handelt sich um eine anspruchsvolle Höhenwanderung mit ausgesetzten Passagen, die Kondition und Schwindelfreiheit erfordert. Die Etappen 7 bis 10 sind identisch mit dem Höhenweg Via Alta della Verzasca und besitzen überwiegend die Schwierigkeitsgrade T5 und T6.

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The Via Alta Idra hiking tour
Via Alta Idra - Tessin (aus Heft 10/20) In luftigen Höhen von Hütte zu Hütte
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Via Alta Idra: Wegverlauf & Etappenübersicht

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Länge 101,88 km
Dauer 47:15 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 5656 Meter
Höhenmeter absteigend 7786 Meter
Tiefster Punkt 2325 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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  1. ZUR CRISTALLINA-HÜTTE, 10,8km, 7h: Offiziell geht es an der Corno-Gries-Hütte los, dorthin läuft man 1 Stunde von der Alpe Cruina. Eine der anspruchsvollsten Etappen (bis T6).
  2. ZUR CAPANNA GARZONERA, 15,4km, 7h: Die längste Etappe führt technisch nicht allzu schwer (T3/T4) auf einem traumhaften Höhenweg zahlreichen Gipfeln vorbei.
  3. ZUR CAPANNA LEÌT, 8,3km, 4h: Von steinigen Bergwelten geht es am dritten Tag auf eine liebliche Hochebene. Schwierigkeit T3/T4.
  4. ZUR CAPANNA CAMPO TENCIA, 4,3km, 2h: Auf dieser kurzen, einfachen Tour (T3) bietet sich Chillen am Lago Morghirolo an – oder ein Abstecher auf den Campo Tencia (3072 m).
  5. ZUR CAPANNA ALPE SPONDA, 6,5km, 4h: Geröll und glatte Felsen, der Ghiacciaione-Pass (2716 m) und schließlich der wilde Chironico-Talschluss kennzeichnen diese Etappe. T4.
  6. ZUR CAPANNA BARONE, 5,1 km, 3 h: Über Almgelände und steile Felsen vorbei am Barone-See geht es zu den Bergen über dem Verzasca-Tal. T4.
  7. ZUR CAPANNA CÒGNORA, 7,1km, 4h:Von hier an bewegt man sich auf dem Verzasca-Höhenweg – erst moderat, gen Etappenende auf schmalem Steig durch steile Flanken. T3/T4.
  8. ZUR CAPANNA EFRA, 8km, 6h: Mit luftigen Abschnitten und Handeinsatz verläuft die Route über drei Gipfel über 2700 Meter und eine sehr ausgesetzte Felsscharte. T5/ T6.
  9. ZUR CAPANNA CORNAVOSA, 13km, 8h: Interessantes Gestein und eine aussichtsreiche Passage, die wie ein versteinertes Rückgrat wirkt, beeindrucken auf Etappe 9. T5.
  10. ZUR CAPANNA BORGNA, 8,2km, 6h: Auf dem Gratfirst des Valle di Lodrino fühlt man sich fast wie ein Seiltänzer – drei Kilometer lang. T4/T6.
  11. ZUR CAPANNA MONTI MOTTI, 9,4km, 4h: Alpin und mediterran, mal dürr, mal fruchtbar: mit Kurs auf den Lago Maggiore eine kontrastreiche, technisch einfachere Etappe (T3).
  12. ZUM ZIELORT TENERO, 5,3km, 2h: Durch Wälder und vorbei an alten Trockenmauern geht es entspannt (T2) hinab in die Tenero-Ebene.

So kommt ihr auf die Via Alta Idra im Tessin

Der Ort Lavorgo ist per Bahn erreichbar, Fahrtzeit ab Zürich etwa 2:40 Stunden (sbb.ch). Wer mit dem Auto anreist, folgt von Norden kommend der Autobahn A 2 in Richtung Bellinzona bis Faido und weiter nach Lavorgo. Herumkommen Am Bahnhof Lavorgo parkt man für 5 CHF pro Tag /40 CHF pro Monat. Von dort per Bus mit Umsteigen in Airolo zur Alpe Cruina (Fahrtzeit ca. 1,5 Std.).

Wenn man alle zwölf Etappen der Via Idra von Cruina bis Tenero wandert, ist es angenehm, das Auto am Zielort zu haben: in Tenero parken, mit dem Zug über Bellinzona nach Airolo fahren und von dort mit dem Bus nach Cruina zum Start der Tour (Fahrtzeit ab 3 Std.). Fahrpläne und Kartenverkauf: sbb.ch

Karten und Infos

  • SwissTopo Landeskarte Nufenenpass 265 T und SwissTopo Landeskarte Valle Leventina 266 T.
  • Für die letzten fünf Etappen: SwissTopo Landeskarte Val Verzasca 276 T. Jeweils 1:50.000, 19 Euro. Erhältlich etwa über das-landkartenhaus.de
  • Genaue Infos zum Weg, GPX-Daten, Höhenprofile und Links zu den Hütten finden sich unter viaidra.ch
  • Beste Zeit: Je nach Schneeverhältnissen ist die Via Alta Idra von Ende Juni bis Mitte Oktober wanderbar.

Berghütten und Unterkünfte auf der Via Alta Idra

Übernachtet wird in Berghütten – teils bewirtschaftet, teils unbewartet. Die Kosten reichen von 13 CHF (12 Euro) in unbewarteten bis 80 CHF (74 Euro) in bewirtschafteten Hütten mit Halbpension. Reservierungen sind meist online möglich. Die Hütten im Überblick:

  1. Capanna Corno Gries (2338 m), 46 Schlafplätze, bewirtschaftet, corno-gries.ch;
  2. Capanna Cristallina (2572m), 120 Schlafplätze, capannacristallina.casticino.ch
  3. Rifugio Garzonera (1973 m), 20 Schlafplätze, unbewartet, satritom.ch;
  4. Capanna Leìt (2257m), 64 Schlafplätze, bewirtschaftet, capanna-leit.ch;
  5. Campo Tencia Hütte (2140 m), 39 Schlafplätze, bewirtschaftet, campotencia.casti cino.ch/de;
  6. Capanna Alpe Sponda (1997m), 46 Schlafplätze, bewirtschaftet, satchiasso.ch/capanna;
  7. Capanna Barone (2172 m), 35 Schlafplätze, unbewartet, sev-verzasca.ch/barone;
  8. Capanna Cògnora (1938 m), 20 Schlafplätze, unbewartet, sev-verzasca.ch/cognora;
  9. Capanna Efra (2039 m), 25 Schlafplätze, unbewartet, sev-verzasca.ch/efra;
  10. Capanna Cornavosa (1991m), 25 Schlafplätze, unbewartet, sev-verzasca.ch/cornavosa;
  11. Capanna Borgna (1912 m), 18 Schlafplätze, unbewartet, sev-verzasca.ch/borgna;
  12. Osteria Monti Motti (1072m), 12 Zimmer, Tel. 0041/(0)91/7450196

Unterwegs essen: Auf den bewirtschafteten Hütten gibt es Essen, auf den anderen meist Speisekammern, an denen man sich frei bedient (bitte ehrlich bezahlen!). Zudem empfiehlt sich ein Grundproviant.

The Via Alta Idra hiking tour
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Die Capanna Barone, eine urige Selbstversorgerhütte, erreicht man an Tag sechs. Hier ist auch der Abstieg ins Tal möglich.

Keine Frage: Neben der spektakulären Hochgebirgsnatur, den steilen Flanken, grünen Almen und zahlreichen Bergseen sind es nicht zuletzt die unterschiedlichen Unterkünfte, die den Charme der Via Alta Idra ausmachen. Der Bergführer Giovanni Galli, Präsident des SAC Tessin, konzipierte die Wanderroute bewusst so, dass sie ansprechende Hütten und abwechslungsreiche Wege kombiniert. Überwiegen auf der ersten Hälfte noch die bewirteten Schutzhäuser, wandert man ab Etappe sechs – wenn der Idra-Höhenweg sich mit der Via Alta delle Verzasca vereint – bis Etappe elf von einer Selbstversorgerunterkunft zur nächsten ... den kompletten Reisebericht lest ihr in OUTDOOR-Ausgabe 10/2020, ab 15.9. am Kiosk:

OUTDOOR-Heft 10/2020
OUTDOOR / Maren Krings

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