Tessin: Die besten Wandertipps
Schweizer Bergidyll mit italienischem Flair
Tessin - Valle di Muggio Iris Kürschner
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Valle di Muggio im Tessin

Das vielleicht schönste Tal der Schweiz

Ganz im Süden des Tessins liegt das verwunschene Valle di Muggio im Dornröschenschlaf. Wanderer dürfen es wecken, ganz sanft und mit Gelassenheit ... Infos und Reisebericht gibt's hier – auch als PDF zum Download.

Valle di Muggio im Tessin – alle wichtigen Reiseinfos:

Als würde ein Vorhang aufgehen, den Betrachter um Jahrzehnte zurückversetzen, als noch kaum Autos auf den Straßen fuhren, die Dörfer noch ohne Neubausiedlungen auskamen und vor jedem Haus ein üppiger Bauerngarten gedieh. So wirkt es, wenn man es durch das Straßengewirr und die Einkaufszentren zwischen Mendrisio und Chiasso im südlichsten Zipfel des Tessins geschafft hat. Hinein ins Valle di Muggio.

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Tessin - Valle di Muggio
Valle di Muggio - Tessin (aus Heft 04/2020) Einsame Wanderwege im Tessin
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Selbst wenn man von Norden ins Valle di Muggio möchte, geht das mit ÖV ganz leicht: Per Zug nach Capolago nahe Mendrisio, wo man in die Zahnradbahn zum Monte Generoso umsteigt. Von Mendrisio fahren Postautobusse, umsteigen in Morbio Superiore, ins Tal. Mit dem Auto geht es ebenfalls über Mendrisio und Morbio Superiore.

Orientieren: Die Kompass-Karte Lago di Como, Lago di Lugano, 1:50000, 9,99 Euro deckt das Gebiet weiträumig ab.

Detaillierter sind die Karten von swisstopo 1:25000 Blatt 1373 Mendrisio, Blatt 1353 Lugano, für je 11,90 Euro. Ungünstiger Blattschnitt, mehrere Karten nötig.

Literatur: Wanderführer Tessin, H. Bauregger, Rother 2017, 14,90 Euro. Bergwandern im Tessin, Marco Volken, AT-Verlag 2010, 11,90 Euro.

Viele nützliche Informationen findet man auf ticino.ch. Auch turismo.valledimuggio.ch bietet eine hervorragende Übersichtskarte der Wandermöglichkeiten nebst Routenbeschreibung (auf Italienisch).

Die Top-Touren im Tessiner Valle di Muggio

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REDAKTION

Monte Generoso 11 km, 4 Std., 800 Hm, leicht
Von Scudellate dem Wegweiser »Er­bonne« folgen. Am früheren Zollhaus vorbei und an einer Trockenmauer entlang zur Kapelle S. Antonio. Am nächsten Abzweig links Richtung Al­pe di Sella, steil zum Roccolo hinauf. Bei der folgenden Gabelung rechts hinauf (kein Wegweiser!) und steil über Pianella zur Alpe di Sella. Wei­ter bergwärts zur Alpe Piana. Rechts den Kammpfad hinauf zum Monte Generoso (1701 m). Später den Glei­sen nach Richtung Bellavista, bis ein Pfad links quert. Vorbei an der Alpe Génor zur Alpe Nadigh. Rechts steil abwärts nach Roncapiano, auf der Straße nach Scudellate.

Kulturerbetour 14 km, 5 Std., 630 Hm hinauf, 890 Hm hinab, leicht
Von Scudellate zum Roccolo und auf dem Kretenweg über Sella und Piana zur Alpe Nadigh. Vorbei an der Alpe Génor nach Pianca Comune. Dort den unteren Weg nehmen, der bei der Ka­pelle von Cascinad’Armirone in die Teerstraße mündet. Auf ihr eine Vier­telstunde entlang, dann bei P. 1105 links auf dem Karrenweg nach Pian­spessa (Roccolo und Nevèra) und zur Alpe di Germania (Nevèra). Hinab nach Tur, zum Bach. Jenseits der Breggia kurzer Anstieg nach Muggio.

Sasso Gordona 12 km, 4,5 Std., 800 Hm, mittel
Von Cabbio über Vallera und Croce nordöstlich nach Arla. Dem Schild »Bonello« nach steil empor und am Kamm entlang zum Rifugio Prabello, wo man essen und übernachten kann (20 Euro, prabello.it). Östlich auf den Sasso Gordona (1410 m). Vom Rifugio nordwestlich zur Alpe Bonello.Südlich auf breitem Weg durch die rechte Talseite des Val Luasca Richtung Muggio, an der Kreuzung links nach Cabbio.

Talrunde
 10 km, 3,5 Std., 400 Hm, leicht
Von Bruzella hinab zum Bach, über die Breggia und im Zickzack nach Casima. Auf einem Hangweg flach taleinwärts, dann kurz steil zu den Hütten von Tur dell’Alpe. Vorbei an der Kirche S. Giovanni in den Gra­ben der Breggia und nach Muggio. Durch die Sonnenseite nach Cabbio. Hinter dem Dorf verlässt man die Straße und steigt auf breitem Weg zur Breggia ab. Weiter zur sehens­werten Mühle, zurück zum Start.

Auf den Mte Bisbino 9 km, 3,5 Std., 730 Hm hinauf, 630 Hm hinab, leicht

Von Bruzella auf dem Kreuzweg nach Zöch zur Kapelle Madonna di Loreto, rechts durch Wald auf den Kamm. Ab der Sella Cavazza auf den Bisbino (1325 m), wieder zu­rück, auf dem Rücken nach Sagno.

Unterkünfte & Restaurants im Valle di Muggio

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Iris Kürschner
Brotzeit im B&B »In Val« im Talort Cabbio.
  • Einfache Bleibe: Unterkünfte sind rar im Valle di Muggio. In Scudellate kann man günstig im Ostello (Jugendherberge) übernachten. Es wird von der Osteria Manciana betrieben und bietet nur Massenlager, pro Person 23 CHF (21,50 Euro) zuzüglich Steuer, Tel. 00 41/91/6 84 11 36.
  • Fünf Sterne: Ein bezauberndes B&B findet sich in Cabbio in einem 150 Jahre alten Bauernhaus. Das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Auf Nachfrage kocht die herzliche Gastgeberin Marisa Viviani-Chinotti auch ein Abendessen. DZ 40 Euro pro Person mit Frühstück. B&B In Val,
Tel. 0041/91/6841823, cabbio.ch
  • Traditionelle Küche: Einheimische schwören auf das Ristorante Lattecaldo. Für die hausgemachten Tessiner Gerichte werden hauptsächlich Produkte des Muggiotals verwendet. Erfreulich auch die Lage im Grünen außerhalb von Morbio Superiore. Mittwoch Ruhetag, ristorantelattecaldo.ch
  • Charaktervoll: In die Osteria Manciana kehrt man am besten mittags ein und probiert Piera Piffarettis Ossobuchi. Raffinierte Speisen Im Dorf Sagno am Fuße des Monte Bisbino erfindet Riccardo Poggi raffinierte Kreationen wie Zucchini geräuchert im Fass auf Blumenheu, Tobinamburmus an Steinpilzen oder mit Zincarlin gratinierte Polenta. Fleischliebhaber freuen sich auf die Steaks vom Tessiner Wagyu-Rind. Lauschiger Innenhofgarten. Dienstag Ruhetag, ul-furmighin.ch

Tessin erleben

  • Ecomuseum: Unbedingt vor den Wandertouren einen Blick in die Casa Cantoni in Cabbio mit ihrer gut gemachten Ausstellung werfen. Danach erlebt man das Tal um einiges intensiver. Täglich außer Montag 14–17 Uhr, Eintritt 5 CHF (3,50 Euro), Tel. 0041/91/6902038, mevm.ch
  • Altes Handwerk: Die alte Mühle von Bruzella mahlt wieder und kann von April bis Oktober donnerstags und am 1. und 3. Sonntag im Monat besichtigt werden (14–16 Uhr). Sie liegt nur 15 Gehminuten von Bruzella oder von Cabbio entfernt. Das Polentamehl wird auch vor Ort verkauft.
  • Fenster in die Geschichte: Am Talausgang des Valle di Muggio hat sich die Breggia tief ins Gestein gegraben. Heute führen Lehrpfade durch die Schlucht. Im Sommer bietet der Parco delle Gole della Breggia feine Badepools, parcobreggia.ch
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Iris Kürschner
Am Talausgang des Valle di Muggio hat sich die Breggia tief ins Gestein gegraben.

Tipps unserer Autorin Iris Kürschner

Gin-Käse: Zincarlin ist ein Rohmilchkäse, der täglich mit Weißwein eingerieben wird. Jetzt gibt es den Gincarlin – er bekommt eine Behandlung aus Gin Bisbino, ebenfalls aus dem Tal. Nicht billig, aber unglaublich lecker.

Ameisen-Kraft: Sagno wäre in den 90er Jahren zum Geisterdorf mutiert, hätten nicht Bewohner die Genossenschaft Ul Furmighin gegründet – »Ameise«. In dem früheren Pfarrhaus isst man lecker, kann übernachten und anderntags den Monte Bisbino besteigen.

Nervenkitzel: Am Gipfelkamm des Monte Generoso befindet sich auch ein kleiner, aber feiner Klettersteig: Meist ist man auf der halbstündigen, mäßig schwierigen Via ferrata Angelino ganz allein.

Reisebericht Valle di Muggio

Weil jeder möglichst schnell die hässlichen Verbauungen passieren mag gen Süden oder Norden, biegt kaum jemand ab in das 37 Kilometer lange Seitental, das die Einheimischen Val da Mücc nennen. Dort,hinter dem Chaos und der Hektik, versteckt sich eine völlig andere Welt – eine stille, archaische. Es ist vielleicht der wildeste, mit Sicherheit aber der am wenigsten schweizerische Winkel des Landes. Wo man es mit der Pünktlichkeit der Postautolinien, der Ausschilderung der Wege und den Öffnungszeiten von Restaurants nicht ganz so genau nimmt. Das verschwiegene Tal gipfelt im Monte Generoso, den jeder Tessin-Fan kennt.

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Blick vom Monte Generoso zum italienischen Ort Erbonne.

Schließlich klettert eine Zahnradbahn von Capolago auf den fulminanten Aussichtsberg, seit 2017 gekrönt mit der »Steinblume« vom Tessiner Stararchitekten Mario Botta. Den Berg jedoch über seinen Sonnenhang vom Valle di Muggio hinauf zu erobern geschieht in völliger Einsamkeit. Schon der Ausgangspunkt Scudellate wirkt, als würde man am Ende der Welt stehen. Ein paar Steinhäuser klemmen am Steilhang, windschiefe Fensterläden, Rosenranken klettern über abblätternden Putz, Moos krallt sich in das Kopfsteinpflaster der engen Gassen, in die kaum ein Sonnenstrahl einzudringen vermag. An vorderster Front steht die Osteria Manciana – das Herz des 20-Seelen-Dorfes. Piera Piffaretti, die Wirtin, hat ein offenes Ohr für alle Sorgen und Freuden. Und sie kocht wunderbar.

In ihre Kochtöpfe kommt nur, was Garten und Tal hergeben. La cucina povera: einfach und bodenständig. Legendär sind ihre Ossobuchi. Sie nimmt dafür keine Kalbshaxen,wie in Italien beim Ossobuco üblich, sondern die vom Schwein. »Kühe waren, aufgrund der Milch, viel zu wichtig, um geschlachtet zu werden«, sagt die resolute 71-Jährige. Über vier Stunden lässt sie das Fleisch in seinem Saft schmoren, es fällt förmlich vom Knochen. Dazu reicht sie Polenta aus der Mühle von Bruzella. Um den Magen zu schließen, tischt Peria Käse auf, wie man ihn sonst nirgends kennt. Zu gering ist die Ausbeute, um ihn zu vermarkten. Zwischen den formaggini alti – kleinen, säuerlich schmeckenden Frischkäseleibchen von den Alpen des Monte Generoso – fällt der Zincarlin ins Auge.

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Marialuce Valturini vom Käsekeller Salorino weiß noch, wie man Zincarlin herstellt – Rohmilchkäse mit Weißweinhülle.

Der kegelförmige, gepfefferte Rohmilchkäse wird während seiner Reifezeit zwei Monate täglich mit Weißwein eingerieben, was ihm einen eigentümlichen, deftigen Geschmack verleiht. In Kombination mit Honig mildert sich seine Schärfe, und er beschert dem Gaumen eine Geschmacksexplosion. 2004 wurde er als erstes Slow-Food-Produkt der Schweiz ausgezeichnet. Piera und ihr Mann Guerino betreiben nicht nur die Osteria, sondern auch noch einen Krämerladen im selben Haus. Nach dem zweiten Weltkrieg, als sich Chiasso und Mendrisio zu wirtschaftlichen Zentren entwickelten, kam die große Landflucht. Die Schule von Scudellate, in der einst 40 Kinder die Schulbank drückten, gleich neben der Osteria, dient heute als Jugendherberge.

Es liegt fast auf der Hand: Piera und Guerino sind die Herbergseltern. Auch Silvia Ghirlanda kommt immer wieder gerne für einen Schwatz und ein gutes Essen in die Osteria Manciana. Manchmal wandert sie von hier ein Stück Richtung Monte Generoso: den ersten Teil des Weges ab Scudellate bis nach Erbonne. Das Dorf liegt bereits in Italien und ist nur zu Fuß erreichbar. Silvias Augenmerk liegt beim Wandern auf der Geschichte der Region. Mit ihrem Mann Paolo Crivelli zählt sie zu den Pionieren des Museo etnografico della Valle di Muggio (MEVM) mit Sitz in der Casa Cantoni, einem prächtigen Palazzo in der Ortschaft Cabbio. Besucher bekommen dort eine Idee, was für historische Schätze es im Valle di Muggio zu entdecken gibt: zum Beispiel die Graa, die Dörrhäuser, die Nevère, die Schneekeller, oder die Roc- coli, die Vogelfangtürme. Und sie können in die Landschaft ziehen und die Gebäude selber entdecken, für deren Erhalt das MEVM sich einsetzt.

Sylvia sagt: »Vor allem wollten wir auch den Einheimischen zeigen, wie wertvoll und schützenswert ihr Tal ist. Sie dafür gewinnen, traditionell zu renovieren und nicht alle möglichen Stile einzuführen, wie diese geschmacklosen Betonklötze in Morbio am Eingang des Tals.« Monte-Generoso-Wanderer stoßen kurz nach Scudellate auf eine vom MEVM restaurierte Trockenmauer, die den einsamen Pfad nach Erbonne begleitet. Im Frühsommer wachsen wilde Erdbeeren in den Ritzen. Ahnungslose Wanderer wundern sich über das steinerne »Hochhaus«, das sich auf halber Strecke im Wald versteckt. »Um das Überleben zu sichern, musste man hier in vielerlei Hinsicht erfinderisch sein«, erzählt Silvia. Ein gutes Zubrot brachte der Vogelfang. Mit Lockvögeln verführte man die Zugvögel zur Rast im Baumhain vor dem Turm und erschreckte sie dann derart, dass sie in aufgespannte Netze flogen. Wer den Roccolo, das dreistöckige Turmhaus des Vogelfängers, besichtigen möchte, kann sich den Schlüssel in der Osteria Manciana besorgen.

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Kühlschrank nach alter Väter Sitte: Der letzte Schnee des Jahres hielt in der »Nevèra« die Milch frisch.

Auch auf dem weiteren Weg bleibt es spannend. Die Route führt über kahle Hänge, die den Weitblick bis zur grünen Poebene öffnen. Im Südosten stechen Sasso Gordano und Monte Bisbino ins Auge, auch diese beiden Berge mit ihren Kämmen und Panoramen seien dringend als Wanderziele empfohlen. Zum Sasso Gordano startet man im Talort Cabbio, zum Monte Bisbino in Bruzella und streift unterwegs archaische Alpsiedlungen. Am Weg zum Monte Generoso fallen kreisrunde Gebäude auf. Wer hineinlugt, sieht, dass sie zu drei Vierteln in den Unter- grund gebaut sind, kunstvoll in Trockenmauermanier, also ganz ohne Mörtel. In diese Nevère schaufelten die Bergbauern einst den letzten Frühjahrsschnee. Gepresst und verdichtet diente er bis in den Herbst zum Kühlen der Milch.

Eine geniale Lösung für das Karstgebirge, in dem kühlendes Quellwasser fehlt. »Kreisrunde Schneehäuser – und dann noch so dicht beieinander – gibt es sonst nirgends in der Schweiz«, betont Silvia. Das MEVM inventarisierte rund 70 solcher Nevère, manche an die 200 Jahre alt. Schon frühzeitig im Jahr lassen sich hier Bergtouren angehen. Die schönste Zeit zum Wandern an den Sonnenhängen des Monte Generoso, schwärmt Silvia, sei jedoch Ende Mai, Anfang Juni. Dann leuchten die weißen Blütenkerzen des Affodill aus den artenreichen Trockenwiesen heraus, und die in dieser Höhe so seltenen wilden Pfingstrosen bilden rosafarbene Meere. Den außergewöhnlichen floralen Reichtum des Monte Generoso begründen Geologen mit seiner Inselfunktion während der Eiszeiten.

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Höhenweg zwischen den Alpen Génor und Nadigh.

Weil den Voralpenberg kein Gletscher bedeckte, konnten auch diverse rare Arten überleben. So gestaltet sich der schweißtreibende Weg zum 1701 Meter hohen Gipfel ungemein abwechslungsreich. Rund um die Bergstation bleibt der übliche Rummel nicht aus, doch es gibt auch stille Aussichtsplätze entlang des bizarr modellierten Gipfelkammes, sobald der eine oder andere Pfad einen sicheren Tritt voraussetzt. Der Blick nach Westen steht ganz im Kontrast zur Sonnenseite. In senkrechten Felsfluchten stürzen zerklüftete Kalkwände in die Tiefe, wie ein Krake gräbt der Lago di Lugano seine stahlblauen Wasserarme ins Vorgebirge ein. Jenseits drapieren sich die Walliser Viertausender, das Monte-Rosa-Massiv sticht als weiße Torte heraus. Bei dieser Rundumschau hat man den Monte Generoso selten für sich allein.

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Vom Monte Bisbino sieht man sogar die Walliser 4000er.

Aber schon ein paar Minuten unterhalb der Bergstation auf dem Weg zur Alpe Nadigh dünnen sich die Ausflüglermassen im- mer mehr aus – es herrschen wieder Stille und Frieden. Gelber Ginster säumt den Weg. Spitze Steinplatten ragen senkrecht aus dem Boden. »Damit trennte man das Vieh von den Weiden, die für das Abmähen bestimmt waren«, weiß Silvia, die sich mit ihrem Paolo auf der Alpe Génor eine Oase für den Lebensabend aufbaut. Einen Kühlschrank hat die Alpe von Haus aus schon fest installiert, denn gleich zwei Nevère gehören zum Grundstück. Ist man nach Scudellate zurückgekehrt, würde man vielleicht gerne ein Bierchen trinken. Aber die Osteria Manciana kann sich verschlossen zeigen. Piera und Guerino kennen da kein Pardon. Sie gönnen sich ihre wohlverdiente Siesta. Und öffnen dann, wann es ihnen beliebt. Zeit genießt hier eben einfach eine andere Dimension – und das ist auch gut so.

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