Bouldern und Yoga: 4 Übungen für mehr Hüftflexibilität

Tipps für mehr Flexibilität
Hüftbeweglichkeit beim Klettern und Bouldern

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.06.2022
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Foto: Arc'teryx Jacob Slot

Den Körper über die Dachkante zu bewegen, scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein? Sich nah an der Wand entlang zu schieben, will einfach nicht gelingen? Das sind allzu oft Situationen, in denen uns Beweglichkeit in der Hüfte fehlt.

Topboulderin und Yoga-Lehrerin Mina Leslie-Wujastyk zeigt 4 Übungen für mehr Flexibilität in der Hüfte

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Jacob Slot Arc'teryx

Ausfallschritt

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Hocke

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Kopf-Knie-Haltung

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Jacob Slot Arc'teryx

Schustersitz

Gute Gründe für mehr Hüftbeweglichkeit

Tatsächlich hat eine Untersuchung ergeben, dass die Kletterleistung mit Hüftbeweglichkeit zusammenhängt. Bei den 60 männlichen Probanden, die ein Leistungslevel von 7b bis 9a aufwiesen, gab es belastbare Korrelationen: Je höher die Hüftbeweglichkeit der Kletterer, desto stärker kletterten sie. Ein guter Grund, die Beweglichkeit der Beine und Hüfte zu optimieren!

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Jacob Slot Arc'teryx

Besseren Spielraum beim Nutzen von Tritten beim Bouldern und Klettern bekommt man einerseits dadurch, dass man seinen Bewegungsspielraum regelmäßig nutzt, konkret an der Wand zum Beispiel. Eine sinnvolle Strategie, denn aktive Beweglichkeit hilft beim Klettern deutlich mehr als passive Dehnbarkeit. Das heißt auf deutsch: Achte darauf, gelegentlich absichtlich hoch anzutreten und bringe deinem Körper damit bei, diese ungewöhnlichen Gelenkwinkel zu belasten. Denn es ist natürlich von Vorteil, den Fuß hinsetzen zu können, wo man möchte, eben eventuell auf den hohen Tritt über der Dachkante. Oder die perfekte Froschposition einnehmen zu können, um beim Ruhen den Großteil des Körpergewichts auf den Füßen zu parken.

Natürlich ist regelmäßiges Beweglichkeitstraining durchaus sinnvoll, auch eine regelmäßige Yogapraxis hilft, die Beweglichkeit in der Hüfte zu verbessern. Besonders große Menschen sollten daran arbeiten, damit sie ihren Hebelverhältnissen nicht zum Opfer fallen, wenn die guten Tritte einmal höher liegen.

Beweglichkeit beim Bouldern

Besonders bei den kreativen Bewegungsanforderungen in der Boulderhalle hilft nicht nur Kraft, sondern auch Körpergefühl und Beweglichkeit. Der Standardfall: Heelhooks. Oft gelingen sie auch ohne Mobilität, wenn man nur mit genügend Energie arbeitet. Doch dauerhaft kann dies Knie und Hüfte strapazieren. Wer mit mehr Beweglichkeit hookt, sorgt dafür, dass weniger Spannungen im Knie auftreten.

Do: Fürs Dehnen innerhalb eines zielführenden, langfristigen Beweglichkeitstrainings sollte der Körper gut aufgewärmt sein. Grundsätzlich vorsichtig anfangen und sowohl Intensität als auch Gelenkstellung nur langsam steigern. Der sogenannte Dehnschmerz sollte gut erträglich sein, die Atmung entspannt und ruhig.

Don‘t: Um den Dehnreflex sowie inversen Dehnreflex zu vermeiden: Langsam und höchstens moderat dehnen; dabei die Aufmerksamkeit voll auf den zu dehnenden Muskel richten. Auch Aktivität im Gegenspieler, weiches Atmen und sehr langsames Dehnen verhindert, eine unbeabsichtigte oder unbewusste Aktivierung des Reflexes.

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Fazit