Auf den ersten Blick sieht das Ding aus wie ein überdimensionaler Zauberwürfel – handlich, kompakt, unscheinbar. Doch unterschätz dieses kleine Trainingstool bloß nicht. Der Boulderball ist ein echtes Fingertraining-Monster, das du überall mitnehmen kannst: ins Büro, in die Bahn, auf Reisen oder einfach aufs Sofa.
So funktioniert's
Du hältst den Ball nur mit den Fingerkuppen einer Hand in der Luft und musst bestimmte Griffkombinationen absolvieren, ohne dass er runterfällt. Klingt easy? Warte mal ab.
Die Griffabfolgen entsprechen echten Kletterrouten und werden über (digitale) Karten vorgegeben – ähnlich wie bei einem Boulderproblem an der Wand. Jede Karte zeigt dir eine andere Sequenz in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. So trainierst du nicht nur deine Fingerkraft, sondern auch Präzision, Koordination und Körperspannung. Alles, was du an der Wand brauchst – nur eben im Miniformat.
Neue Perspektiven: Die Pararouten
Für den Boulderball wurden nun auch Pararouten entwickelt.
Jede dieser Routen ist nach einem echten Paraclimber benannt und so gestaltet, dass sie dessen spezifisches Handicap nachempfindet. Das Ziel? Einen Perspektivwechsel ermöglichen. Du erlebst am eigenen Finger, wie sich dieselbe Herausforderung völlig unterschiedlich anfühlen kann – je nachdem, welche körperlichen Voraussetzungen du mitbringst.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Paraclimbing zu vereinfachen oder zu bagatellisieren. Im Gegenteil: Die Pararouten schaffen Bewusstsein, fördern Empathie und zeigen, wie kreativ und athletisch Paraclimber ihre Routen meistern müssen.
Ein Projekt mit Herz – und Impact
Aber die Pararouten sind mehr als nur ein cleveres Trainingsfeature. Sie leisten echte Unterstützung: Ein Großteil des Erlöses geht direkt an Paraclimber David Kammerer und die Paraclimbing-Community, um deren Arbeit und Weiterentwicklung zu fördern.
Das Timing könnte kaum besser sein: 2028 wird Paraclimbing erstmals bei den Paralympischen Spielen in Los Angeles dabei sein. Der Sport rückt endlich in den Fokus, den er verdient – und der Boulderball mit seinen Pararouten trägt aktiv dazu bei, diese Bewegung zu unterstützen.
Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Pararouten weltweit das erste Spiel, das sich auf diese Art und Weise dem Thema Paraclimbing widmet. Ein kleiner Würfel mit großer Wirkung.

Von Brixen in die Welt: Eine Erfolgsgeschichte
Die Idee hinter dem Boulderball hat ziemlich schnell eingeschlagen. 2022 feierte das Tool sein Debüt beim Boulder-Weltcup in Brixen – und die internationale Kletterszene war sofort begeistert. Im selben Jahr gab's direkt die erste Auszeichnung: den European Product Design Award für innovatives Design und den spielerischen Trainingsansatz.
Ein Jahr später, 2023, sprachen die Zahlen für sich: 30.000 verkaufte Boulderbälle. Das kleine Würfelding hatte sich längst etabliert – nicht nur als Trainingstool für ambitionierte Kletterer, sondern auch als Konzentrationsspiel für alle Altersgruppen. Vom Wohnzimmer bis zur Boulderhalle.
2024 wurde dann richtig groß: Mit dem Launch des Boulderball TEAM Climb, einem XXL-Set für Gruppen, Schulen, Workshops und Teamevents, wuchs die Boulderball-Familie weiter. Es folgte die zweite internationale Design-Auszeichnung, der A' Design Award in Silber, und schließlich der TV-Auftritt bei "Die Höhle der Löwen" – vor einem Millionenpublikum. Seitdem sind über 100.000 Boulderbälle weltweit verkauft. Nicht schlecht für einen Würfel.












