La Gomera – Trekking zwischen Urwald, Vulkanen und Ozean

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Atlantik statt Alpen
La Gomera – Trekking zwischen Urwald und Ozean

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.02.2026
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Ein Terrain wie gemacht fürs Wandern

Mehr als 600 Kilometer markierte Wege durchziehen La Gomera in alle Himmelsrichtungen. Historische Verbindungswege zwischen abgelegenen Dörfern, aussichtsreiche Höhenrücken, anspruchsvolle Durchquerungen und genussvolle Rundtouren – das Wegenetz erlaubt sowohl Halbtagestouren als auch mehrtägige Wanderaufenthalte.

Was die Insel besonders macht, ist die dramatische Abwechslung auf engstem Raum:

  • Feuchte Waldpfade unter dichtem Blätterdach
  • Vulkanische Felsgrate mit weitem Atlantikblick
  • Tiefe Barrancos (Schluchten) und traditionelle Terrassenlandschaften
  • Gepflasterte Caminos, die seit Jahrhunderten nahezu unverändert bestehen

Oft genügt ein halber Tag, um vom kühlen Waldklima in sonnenwarme Küstenregionen zu wechseln.

La Gomera
Turismo de La Gomera

Nationalpark Garajonay: Ein Urwald mitten im Atlantik

Im Herzen der Insel liegt eines der außergewöhnlichsten Naturgebiete Europas. Der Nationalpark Garajonay schützt einen der letzten großen Lorbeerwälder der Erde – ein Relikt aus der Zeit vor der letzten Eiszeit.

Die sogenannte Laurisilva, ein immergrüner Nebelwald, erzeugt eine beinahe archaische Atmosphäre: Feuchte Luft, moosüberzogene Stämme, gefiltertes Licht und eine dichte Vegetation, die Geräusche verschluckt. Selbst in den Sommermonaten bleibt es hier überraschend kühl.

Markante Felsformationen wie der Roque de Agando oder der Roque Cano setzen vulkanische Akzente in die weichen Waldlandschaften und erinnern daran, dass diese Insel aus Feuer entstanden ist.

27 ausgewählte Routen – Inselerkundung mit Tiefgang

Ergänzend zum dichten Wegenetz führen 27 besondere Routen durch unterschiedliche Naturräume. Einige durchqueren das Herz des Nationalparks, andere steigen hinab zu einsamen Stränden oder folgen alten Königswegen, die einst isolierte Siedlungen miteinander verbanden.

Typisch für La Gomera ist die Möglichkeit, an einem einzigen Wandertag drei Landschaftswelten zu verbinden: Wald, Hochgebirge und Meer. Diese Verdichtung macht die Insel zu einem außergewöhnlichen Revier für ambitionierte Wanderer ebenso wie für Genussgeher.

Nachhaltiges Outdoor-Erlebnis statt Massentourismus

Die gesamte Insel ist als Biosphärenreservat anerkannt – ein klares Bekenntnis zu Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung. La Gomera setzt bewusst auf Qualität statt Quantität.

Im Gegensatz zu vielen überlaufenen Wanderregionen Europas bleibt das Erlebnis hier ruhig und entschleunigt. Die Wege verteilen sich über die gesamte Insel, Konzentrationen an einzelnen Hotspots sind selten. Wer unterwegs ist, begegnet eher Wind und Vogelstimmen als Menschentrauben.

Nicht nur für Wanderurlauber interessant

Aktive Reisende finden auf La Gomera noch viel weitere Outdoor-Möglichkeiten:

Der Kontrast zwischen Bergwelt und Atlantik ist allgegenwärtig – morgens durch Nebelwald wandern, abends am Ozean sitzen.

Beste Reisezeit? – Kann das ganze Jahr über erlebt werden

Dank seines milden und beständigen Klimas ist La Gomera ein wahres Ganzjahresreiseziel für Outdoor-Aktivitäten. Die sonnigen Frühlingsmonate und milden Sommer, fernab der extremen Temperaturen anderer Reiseziele, ermöglichen es Besuchern, die Natur zu jeder Jahreszeit zu genießen. Zudem besticht die Insel durch ihre entspannte Atmosphäre und die wenigen überlaufenen Orte. Sie ist somit zu jeder Jahreszeit ideal für alle, die Outdoor-Aktivitäten in einer authentischen und naturnahen Umgebung suchen.

Fazit: Ein Ziel mit Haltung

La Gomera ist kein Ort für Eile. Die Insel belohnt jene, die sich Zeit nehmen – für stille Wege, weite Horizonte und ursprüngliche Landschaften. In einer Zeit, in der authentische Naturerlebnisse seltener werden, verbindet sie auf kleinstem Raum, was anderswo verloren geht: Vielfalt, Ruhe, Nachhaltigkeit und klimatische Verlässlichkeit. Ein atlantisches Trekkingerlebnis, das in Europa seinesgleichen sucht!