Ultraleicht Trekking: Tipps, Ausrüstung & typische Packfehler

Mut zur Lücke
Die Kunst des Weglassens beim Ultraleicht Trekking

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.06.2026
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Wandern & Trekking mit Ultraleicht-Ausrüstung
Foto: Robert Klink

Wer sich mit Ultraleicht-Trekking beschäftigt, stößt früher oder später auf einen einfachen, aber entscheidenden Gedanken: Nicht das Gewicht der Ausrüstung ist das eigentliche Problem, sondern die Angst, dass sie nicht genügt. "Don’t pack your fears" ist einer der zentralen Leitsätze dieser Philosophie. Denn viele Dinge landen nicht im Rucksack, weil man sie wirklich braucht, sondern weil man sich bestimmte Szenarien vorstellt, die eventuell eintreten könnten.

Genau hier beginnt die Kunst des Weglassens. Es geht nicht darum, radikal zu streichen, sondern bewusst zu hinterfragen: Was wirst du auf deiner Tour auf jeden Fall benötigen, und was dagegen dient nur der Absicherung von Eventualitäten – oder folgt gar nur der Gewohnheit?

Typische Beispiele sind zu viel Ersatzkleidung, Reserve-Gegenstände oder Ausrüstung, die für Extremsituationen gedacht ist – die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht eintreten werden. Ein großes Messer oder Tool, eine Edelstahlflasche oder ein Sturmzelt mögen beruhigen, sind für viele Touren aber überflüssig oder überdimensioniert. Allerdings bedeutet Ultraleicht nicht, auf Sicherheit zu verzichten

Ultraleicht bedeutet nicht, auf Sicherheit zu verzichten!

Eine durchdachte Erste-Hilfe-Ausrüstung gehört immer in den Rucksack. Auch hier gilt es, nicht jede theoretische Eventualität abzudecken, sondern sich auf realistische Szenarien zu beschränken. Es geht hier um Balance, nicht um Verzicht um jeden Preis.

Deuter Rucksack - Deckelfach
Deuter

Ein wichtiger Teil der "Ultraleicht-Philosophie" ist Erfahrung. Niemand fängt mit einem perfekt gepackten Rucksack an. Mit jeder Tour lernst du dazu, erkennst, was du wirklich genutzt hast und was unberührt im Rucksack blieb. Genau dort liegt das größte Potenzial.

Dinge, die du mehrfach nicht gebraucht hast, fliegen beim nächsten Mal raus

Nebenbei wächst Tour für Tour auch die Fähigkeit, mit weniger auszukommen. Viele Gegenstände lassen sich für mehrere Zwecke nutzen oder clever kombinieren, sodass sie andere Produkte ersetzen können. So entwickelst du deine Packliste Schritt für Schritt weiter und wirst mit der Zeit immer leichter und effizienter auf Tour sein.

Zum Thema Rucksack packen noch ein Video

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Was genau bedeutet eigentlich "ultraleicht"?

Ultraleicht-Trekking beginnt bei einem Basisgewicht von unter fünf Kilogramm. Wer an seine letzte Tour mit 15 Kilo denkt, hält das im ersten Moment vielleicht für unrealistisch. Doch inzwischen lässt es sich ganz einfach umsetzen, hat die Industrie in den letzten Jahren doch extrem nachgezogen. Was früher eine winzige Nische für absolute Tüftler war, ist heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es gibt mittlerweile fantastische Stoffe, die extrem leicht und trotzdem robust genug für harte Touren sind. Denn Ultraleicht heißt nicht, durch den Verzicht sportliche Rekorde zu brechen oder sich zu quälen. Im Gegenteil! Durch das leichtere Setup fühlst du dich wohler, bist du doch viel leichtfüßiger unterwegs – und erreichst dein Wanderziel nicht total erschöpft, sondern gut gelaunt.

Welche Ausrüstung nehme ich mit?

Dazu noch 10 Tipps der outdoor-Redaktion:

1

Nur das Nötigste!

2

Bekleidungsschichten gut kombinieren

3

Zelt, Isomatte und Schlafsack

4

Einsparpotenzial am Fuß

5

Daunen- oder Kunstfaserjacken statt Fleece

6

Nach und nach einkaufen

7

Positive Gewichtsspirale in Schwung bringen

8

Darauf solltest du bei der Verpflegung achten

9

Unterwegs einkehren oder einkaufen

10

Achte auf ein niedriges Basisgewicht

Fazit