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Zehn ultraleichte Schlafsäcke im outdoor-Test

Superleicht: Zehn Daunenschlafsäcke im Test

outdoor hat zehn superleichte Daunenschlafsäcke auf Wärmeleistung, Komfort und Handling getestet. Alle Infos, Testergebnisse und zusätzliche Bilder - jetzt online.

Daunenschlafsäcke liegen hoch im Kurs. »Wir verkaufen mittlerweile knapp 50 Pro­zent Daunenmodelle«, verrät Thomas Wagner vom Sporthaus Schuster, einem der renommiertesten Outdoor-Fachgeschäfte Münchens. »Hauptargumente für viele Käufer sind das geringe Gewicht und winzige Packmaß. Aber auch der kuschelige Schlafkomfort begeistert«, sagt Wagner. Und der hohe Preis? »Den macht die lange Haltbarkeit wieder wett«, argumentiert der ­Experte. »Ein guter Daunenschlafsack hält zehn bis fünfzehn Jahre – oder länger.«

Vor allem superleichte Schlafsäcke sind im Kommen: Dank der Entwicklung ultra­leichter Stoffe sinkt auch das Schlafsackgewicht. ­Moderne Gewebe wiegen nicht einmal 30 Gramm pro Quadratmeter, ein Drittel weniger als vor zehn Jahren. Bei sieben bis acht Quadratmeter Stoff pro Schlafsack lassen sich so 100 bis 150 Gramm sparen – für Grammzähler eine ganze Menge. Zehn ­dieser Leichtschlafsäcke hat outdoor getestet. Sie bringen zwischen 530 und 755 Gramm auf die Waage, die wärmsten sollen sich laut Hersteller sogar für leichten Frost eignen.

Das ist zwar kaum zu glauben – aber wahr. In einigen Modellen überstanden die outdoor-Tester beim Bergsteigen in den Alpen und auf Trekkingtouren in Skandinavien selbst frostige Nächte. Die Isolationsmessungen im outdoor-Labor untermauern die Praxiserfahrung. Am eindrucksvollsten zeigen die Testkandidaten von Mammut, Yeti und Western Mountaineering, was heute möglich ist: Sie wiegen unter 600 Gramm, wärmen aber bis zum ­Gefrierpunkt – das ist rekordverdächtig. Die Leistung des Mirage von Valandré, mit 755 Gramm der schwerste Testkandidat, ist jedoch kaum weniger spektakulär. Sein Einsatzbereich endet erst bei ­minus fünf Grad. Der Hydrogen von Marmot (725 g/–2°C) verpasst die Spitzen­gruppe knapp, schneidet beim Wärme-Gewichts-Verhältnis aber immer noch sehr gut ab.

Bis ins Detail durchdacht

Es gibt mehrere Gründe für diese hervorragenden Leistungen: Erstens kommt nur beste Daune zum Einsatz. Sie isoliert bei gleichem Gewicht besser als jedes andere Füllmaterial. Die wichtigste Kennzahl für die Daunenqualität ist die Cuin-Angabe. Sie zeigt, wie viel Luftvolumen eine Unze (28,35 Gramm) Daune einnimmt. Je höher der Wert, desto besser. Bei Spitzenqualitäten liegt er über 800 cuin. Ob 800, 850 oder 900 ist aber neben­sächlich – zumal die verschiedenen Messverfahren zu unterschiedlichen Werten führen.

Zweitens bestechen die Hochleistungsschlafsäcke durch ihre ausgeklügelte Bauweise. Durchdachte Kammerkonstruktionen sorgen dafür, dass die Füllung nicht verrutscht. Außer­dem lassen sich die Kapuzen sauber um das Gesicht herum verschließen und halten die warme Luft im Schlafsack. Valandré geht sogar noch einen Schritt weiter: Die stark dreidimen­sional geformte Kapuze bietet selbst im Stirnbereich eine hohe Isolation.

Der Schlafsackschnitt ist Geschmacksache. outdoor-Redakteur Boris Gnielka zum Beispiel mag körperbetonte Modelle, etwa von Western Mountaineering: »Der enge Schnitt senkt das Gewicht, im Innern gibt es kaum kalte Stellen«, argumentiert er. Andere Tester bevor­zugen – trotz ihrer zum Teil schlanken Statur – geräumigere Schlafsäcke. Auch sie werden im Testfeld fündig. Der ­Yeti Passion beispielsweise zählt trotz des großzü­gigen Platzangebots zu den leichtesten Testmodellen; der Marmot Hydrogen wiederum besitzt nicht nur viel Platz, sondern ist auch extrem kuschelig und anschmiegsam.

Testfeld mit überzeugender Performance

Unterm Strich bieten die zehn ultraleichten Schlafsäcke im outdoor-Test ein hohes Leis­tungsniveau, Western Mountaineering und Valandré schneiden sogar mit einem »überragend« ab. Bei ihnen stimmt jedes ­Detail, das Wärme-Gewichts-Verhältnis ist top. Wer dagegen einen geräumigen Schlafsack sucht, liegt mit den Modellen von Marmot und Yeti richtig.

Diese vier sind Ihnen zu teuer? Dann entscheiden Sie sich für den Mountain Equipment Helium, einen preiswerten Leichtgewichtschlafsack mit guter Performance: Er bietet viel Komfort, das Wärme-Gewichts-Verhältnis schlägt jeden Kunstfaserschlafsack.

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OD 2010 Ultraleicht Schlafsack Western Mountaineering 1 (jpg)
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OD 2010 Ultraleicht Schlafsack Yeti 1 (jpg)
Schlafsäcke

Schlafsack-Check: Darauf müssen Sie achten

Kapuze

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Eine gute Kapuze lässt sich bis auf eine kleine Öffnung verschließen, dichtet perfekt ab und verrutscht auch dann nicht, wenn man sich nachts bewegt.

Abdeckleiste

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Die Abdeckung isoliert den Zipper. Versteifungen verhindern, dass der Zip verklemmt. Sie dür­fen aber nur halb so breit sein wie die Leiste selbst, sonst zieht‘s.

Kammern

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Die Kammern fixieren die Daunenfüllung und sollten im Brustbereich nicht breiter als 15 Zentimeter sein. Besonders hochwertig: von innen vernähte Kammerstege.

Die outdoor-Temperaturangaben im Überblick

Temperaturangaben

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Die outdoor-Temperaturangaben basieren auf einem einzigartigen Testverfahren. Zuerst misst das outdoor-Labor die Wärmeleistung der Isolationsschicht und überprüft die Atmungsaktivität der Stoffe. Denn nur, wenn die vom Schläfer über Nacht abgegebene Feuchtigkeit (über ein Viertelliter) aus dem Schlafsack entweicht, behält er die volle Wärmeleistung. Deshalb muss man den Schlafsack morgens auch 30 bis 60 Minuten lüften.

Konstruktion

Im Praxiseinsatz bewertet die outdoor-Testcrew die Konstruktion. Dabei achten sie auf Schwachstellen, über die Kälte in den Schlafsack kriecht, etwa schlecht anliegende oder zu schwach dimensionierte Abdeckleisten sowie etwas zu große Kapuzen, über die Wärme entweicht – so wie bei einem gekippten Fenster. Anhand der Praxis- und Labortests wird dann mit Hilfe von Referenzmodellen der Temperaturbereich ermittelt.

Temperaturempfinden

Jeder Mensch empfindet Temperaturen anders. Daher gibt outdoor zwei Temperaturwerte an: Der Komfortwert (rot) gilt für alle, die schnell frieren; die Übergangs- oder Limitangabe (orange) für Hitzköpfe. Sie gelten aber nur, wenn eine ausreichend warme Isomatte verwendet wird (Tipp: Mammut Lite Pump Mat) und die Kapuze bei Kälte bis auf eine kleine Atemöffnung geschlossen wird.

Alternativen

Wer die Kapuze wegen Platzangst nicht schließt, wird in diesem Testfeld kaum fündig. Die richtige Wahl ist ein Dreijahreszeitenschlafsack mit Wärmekragen. Infos: Alle Schlafsacktests im Überblick

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Ein warmer, komfortabler Schlafsack schafft die Basis für eine erholsame...

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