Avalonia und weitere Bouldergebiete in Deutschland

Die besten Blöcke vor der Haustür
Boulder-Republik Deutschland

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.10.2026
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Bouldergebiet Avalonia, Ruhrtal, Deutschland
Foto: Markus Rausch

Kein Bouldergebiet in Deutschland steht so sehr mit einer Person in Verbindung wie Avalonia. In unzähligen Arbeitsstunden hat Daniel Pohl an den Hängen des Ruhrtals bei Herdecke nordwestlich von Hagen eine kleine Welt für Boulderer erschaffen. Avalonia steht für einen alten, urzeitlichen Mikrokontinent in der Erdgeschichte, und sein Pendant in Nordrhein-Westfalen besteht aus kunstvoll angelegten Terrassen, die das Absprunggelände einebnen und den Hang vor Erosion schützen. Aber auch aus der Kunst, die Daniel hier als gelernter Steinmetz installiert hat. Die vielen Dächer verlangen eher athletisches Bouldern, der Fels ist eine Mischung aus Sand-, Schluff- sowie Tonstein. Die Festigkeit sollte vor allem nach Regen immer etwas kritisch begutachtet werden – wobei das Gestein auch sehr schnell wieder trocknet.

Inzwischen haben der Boulderclub Ruhrtal und der DAV das weithin beliebte Gebiet aufgekauft, um das Klettern hier langfristig zu sichern – ein Kleinod, dass in dieser Form sonst nirgendwo zu finden ist. Die Zahl der Boulderprobleme erscheint mit 200 nicht besonders groß, aber es gibt noch extrem viele definierte Boulder oder Varianten, so dass man an die Zahl 200 beinahe noch eine weitere Null dranhängen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wandhöhen: 2 bis 8 Meter
  • Absprunggelände: Dank der angelegten Terrassen fast immer gut.
  • Lokale Regelungen: Unbedingt die Grenzen des Grundstücks des Boulderclubs beachten. Für die Blöcke, die nicht auf dem Gelände liegen, besteht Kletterverbot.
  • Erstkontakt: Kein spezieller Sektor, da sich das Gebiet an einem Tag komplett erkunden lässt.
  • Must-dos: Kleine Hexe (5A), Die fabelhafte Welt der Amelie (5C), Herbstliche Ernte (6A), Krabat (6B), Rio Reiser (7A), Korridor (7A), Scavenger (8B+)
  • Parken: Gegenüber Minigolfanlage von Herdecke. 600 Meter westlich des Minigolfplatzes sind weitere Parkmöglichkeiten.
  • Zugang: Der Weg hinauf zum Bouldergebiet beginnt gleich neben der Minigolfanlage. Ein zweiter Weg beginnt genau gegenüber vom CunoGebäude in der Wetterstraße 111. Einem der beiden Wege schräg nach oben in den Wald folgen. Wenn sich die beiden treffen, biegt ein Trampelpfad (Richtung Nordost) zum Sektor Katla-Cave ab.
  • Informationen: Boulderführer von Daniel Pohl. Künstlerisch extrem kreativ gestaltet und nur vor Ort direkt beim Autor im Gebiet zu erwerben (am Wochenende im Gebiet).
  • Infos im Netz finden sich unter boulderclub-ruhrtal.de

Ebenfalls mit in unserer Übersicht unten: Blöcke und Probleme im Nordschwarzwald, Kirkel im Saarland, Pfalz, Odenwald, Frankenjura, Harz und Eifel ...

(Den Boulder-Artikel liest du auch in der neuen Klettern-Ausgabe 06/2026 – als gedrucktes Heft oder E-Paper hier)