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Empfehlenswerte Trekkingzelte, aktuelle Zelt-Tests und mehr ...

Zelte im Outdoor-Test 07/2021
Foto: Getty Images

Unsere Tester nehmen die Test-Zelte vier Wochen lang in die Mangel, wiegen sie mit einer Digitalwaage, messen mit ­einem Soutertester die Wasserdichtigkeit der B­odenwannen, bauen sie auf, kartografieren mit einem Laser-Entfernungsmesser die Apsiden und Innenräume, leben, kochen, essen und schlafen in ihnen.

Wieviel kostet ein gutes Trekkingzelt ?

Die Preise für gute Zweipersonenzelte können schon mal bei 1000 Euro und mehr liegen. Andere wiederum sind für unter 250 Euro zu haben – bei gleicher Ausstattung und Größe. Das liegt zum einen an unterschiedlichen Außenzeltmaterialien: Bei preisgünstigen Zelten kommt eher Polyester, bei teureren reißfesteres Polyamid zum Einsatz. Zum anderen an unterschiedlichen Beschichtungen: Während günstige Überzelte mit Polyurethan (PU) wasserdicht versiegelt werden, kommt bei teureren Silikon (SI) zum Einsatz. Anders als PU klebt das extrem wasserabstoßende Silikon nicht nur innen auf dem Zeltstoff, sondern auch außen. Mehr noch: Es umschließt jede einzelne Faser und erhöht damit – im Gegensatz zu PU – die Robustheit des Gewebes signifikant: Wird es etwa durch windgepeitschte Steine beschädigt, reißt das Loch selbst bei starkem Winddruck nicht weiter. Besonders hochwertigen Zelten verpassen die Hersteller deshalb gleich mehrere Lagen Silikon – in den letzten Tests zum Beispiel bei Hilleberg, Tatonka oder Wechsel. Das steigert die Robustheit wie Lebenserwartung. Weiterer Vorteil von Silikon: Es erhöht die UV-Beständigkeit und lässt Regen abperlen, sodass sich der Stoff gar nicht erst vollsaugt.

PU-Gewebe haben aber einen Vorteil: Ihre Nähte sind ab Werk mit Nahtbändern, sogenannten Tapes, wasserdicht verklebt. Silikonbeschichtete Stoffe verzichten in der Regel auf Tapes – die hier aufgrund der glatten Oberfläche nur mit teuren Tricks haften bleiben. Stattdessen verschließt ein spezielles Garn, das bei Feuchtigkeit aufquillt, die Nahtlöcher. Nach unseren Erfahrungen funktioniert das zu 99 Prozent zuverlässig. Willst du hundertprozentig sichergehen, kannst du die Nähte nachträglich mit einem speziellen Zeltkleber versiegeln. Bei der Bodenwanne hält hingegen ein fast immer PU-beschichtetes, meist kräftiges Polyamidgewebe Nässe draußen – und den höheren mechanischen Beanspruchungen durch beispielsweise steinige Böden stand. Eine Silikonbeschichtung findest du hier nur bei sehr wenigen Ultraleichtzelten – denen dann oft eine zusätzliche, PU-beschichtete Unterlage beiliegt. Diese schützt den oft hauchdünnen Boden vor Löchern und unterstützt zusätzlich die Nässeabwehr, schließlich wirken durch Aufstützen oder Hinknien Drücke von bis zu einem halben Bar auf die Bodenwanne, was einer Wassersäule (siehe unten) von 5000 Millimetern entspricht. Für PU-Beschichtungen kein Problem, sie vertragen oft deutlich mehr. Silikonfilme erreichen dagegen nur 1500–3000 Millimeter – für den Boden grenzwertig.

Und beim Innenzelt? Da gibt es keine großen Unterschiede zwischen günstigen und teuren Zelten: Beide sorgen mit einem Mix aus Mesh und festem Stoff für ein trockenes Schlafklima – und eine gute Nacht.

Ziehst du öfter allein los, dann solltest du dir auch Einbogenzelte ansehen. Wie Tunnelzelte müssen die oft sehr kompakten Behausungen gründlich abgespannt werden, sind dafür aber relativ günstig und wiegen dank der meist dünnen Materialien wenig.

Wichtige Zeltbegriffe schnell erklärt

  • Apsis Zwischen Innenzelt- und Außenzelteingang lassen viele Zelte Platz zum Abstellen des Rucksacks und der Schuhe. Gibt es statt nur einer Apsis zwei Apsiden, kann bei Wind zumindest eine geöffnet bleiben.
  • Eloxierung Die elektrolytische Oxidation verleiht Aluminiumgestängen und -heringen eine farbige, sehr glatte, harte und korrosionsbeständige Oberfläche.
  • Dyneema Eine reißfeste, leichte und farblose Polyethylenfaser aus dem Bergsport. Sie macht Sturmleinen stabiler und wird bei Ultraleichtzelten (etwa von Big Agnes oder Samaya) auch als Außenzeltstoff eingesetzt.
  • Gestänge Die Zeltstangen bestehen nur bei Billigmodellen aus schwerem Fiberglas, sonst aus Alu (selten Carbon). Je dicker die Stangen, desto stabiler steht das Zelt. Top Qualitäten liefern DAC, Easton Alloy und Yunan.
  • Kondenswasser Es entsteht durch das Temperaturgefälle zwischen Innenzelt und Außenluft und schlägt sich innen am Überzelt nieder: vor allem bei Flaute, vielen Personen im Zelt und wenig effektiven Lüftern. Besteht die Schlafkabine nur aus Mesh, tropft es bis auf die Schlafsäcke. Manche Hersteller legen einen Schwamm bei, damit man die Nässe vor dem Zeltabbau abwischen kann.
  • Wassersäule Sie gibt den maximalen Wasserdruck in Millimeter an, dem ein Gewebe standhält. Wichtig ist die Wassersäule nur bei der Bodenwanne, die mindestens 3000 mm aushalten sollte. Beim Außenzeltstoff hat die Wassersäule keine Relevanz.

Welche Zelte wir in der letzten Zeit getestet haben, viele nützliche Tipps und mehr zu Camping- und Trekkingzelten findet ihr hier auf der Seite:

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