Kaufberatung Zelte

Zelt kaufen: Was Sie über Zelte wissen sollten

Ein gutes Trekkingzelt trotzt Wind und Wetter und bietet genügend Platz. Worauf Sie beim Zelt kaufen achten sollten und welche Zeltformen es gibt, zeigen wir hier ...

Zelten ist das Nonplusultra eines jeden Outdoor-Trips. Doch bevor Sie losziehen, sollten Sie sich genau überlegen, welche Zeltform für Sie Sinn macht bzw. für welchen Einsatzzweck Sie das Zelt brauchen. Unser Ratgeber-Video zum Thema Zelt kaufen (oben) verschafft Ihnen einen ersten Überblick.

Das sollte ein gutes Trekkingzelt in jedem Fall besitzen:

1 – Die Konstruktion
Moderne Trekkingzelte haben eine wasserdichte Außenhaut (Polyester oder Nylon) und ein atmungsaktives Innenzelt (Nylon). Moskitonetzeinsätze am Innenzelt müssen sich zusammen mit dem Innenzeltstoff verschließen lassen.

2 – Der Vorraum
Mindestens ein großer Vorraum (Apsis) ist für Trekkingzelte Pflicht. Er dient als Gepäckablage und überdachte Küche – vorausgesetzt, der Stoff hat mindestens 50cm Abstand von der Kocherflamme.

3 – Die Eingänge
Zwei Eingänge sind bequem und praktisch: Man kann im Sommer auf Durchzug stellen, bei Sturm liegt ein Eingang meist im Windschatten. Achten Sie am Innenzelt auf verschließbare Moskitonetze.

4 – Lüfter
Lüfter reduzieren die Bildung von Kondenswasser. Achten Sie auf zwei sich gegenüberliegende Hutzen. Sie müssen sich komplett verschließen lassen – im Idealfall klappt das vom Innenzelt aus!

OD Zelt-Special Trekkingzelt Ziffern

5 – Sturmleinen
Sturmabspannungen sind unabdingbar für den felsenfesten Stand eines Zeltes. Am besten funktionieren sie, wenn sie mit dem Gestänge verbunden sind und ein Abspannpunkt am unteren Drittel des Gestänges ansetzt.

6 – Zeltboden
Der Zeltboden sollte aus einem etwas dickeren, robusten Nylon bestehen. Die Seiten sollten ringsherum mindestens acht Zentimeter hochgezogen sein, damit auch in Pfützen kein Wasser hereinläuft.

7 – Gestänge
Gute Zeltgestänge bestehen aus Aluminium, die Segmente sind durch einen Gummizug miteinander verbunden. Die Teilstücke aber nicht zusammenschnappen lassen! Dabei können sie brechen. Noch besser und vor allem leichter: Zeltgestänge aus Carbon. Diese sind aber meist erheblich teurer.

8 – Längs oder quer
Liegt man quer zu den Eingängen, spricht man von einem Querlieger. Dieser Zelttyp bietet den meisten Komfort, Längslieger sind dafür meist ein bisschen leichter.

Welches Zelt passt zu mir? – Diese Zelttypen gibt es:

Kuppelzelte
Kuppelzelte eignen sich für Treks und Bergtouren: Sie stehen schon mit wenigen Heringen und sind windstabil. Das Exped Orion 2 UL 750 Euro) bspw. bietet zwei Personen mehr als genug Platz und wiegt dabei nur 2,4 Kilo. Das Slingfin Crossbow 2P wiegt sogar nur 2,1 Kilo und überzeugte in unserem Test 2018 als komfortabler Allrounder, auch im Winter. Preis: ca. 700 Euro.

Tunnelzelte
Tunnelzelte bieten am meisten Platz fürs Gewicht und trotzen gründlich abgespannt auch Stürmen. Einsatz: Treks, wo jedes Gramm zählt. Hilleberg hat den besten Leichtgewichtstunnel, das Nallo 2 (rund 600 Euro) – günstiger: das Rejka Antao 2 Light XL UL. Preis: 500 Euro, Gewicht: 2,4 kg (Kauftipp 2018). Preistipp: das Vango Meteor Pro 200 für nur ca. 230 Euro (2,5 kg)

Geodätische Zelte
Geodätische Zelte sind am stabilsten, da sich die Gestänge durch viele Kreuzungspunkte gegenseitig stützen. Nachteil: das recht hohe Gewicht. Geodäten setzt man auf Expeditionen oder in sturmumtosten Gebieten ein. Tipp: Vaude Power Sphaerio.

Familienzelte bzw. Komfortzelte
Wenn es tagsüber zum Biken, Paddeln oder Klettern geht, bietet sich ein großes Komfortzelt als Basislager an. Ideal dafür: ein Zelt, das groß genug ist für eine Kleinfamilie mit Klapptisch, Koch- und Freizeitausrüstung – ein paar Kauftipps hier.

Tipizelte
Ebenfalls gut als Basislager-Zelte, aber relativ teuer: Tipi-Zelte. Der größte Nachteil von Tipis war bisher ihr hohes Gewicht. Die Firma Tentipi bietet mit ihrem Tipi Safir Light ein Zelt für fünf Personen, das unter fünf Kilo wiegt und mit sieben Quadratmetern über reichlich Platz verfügt. Aufgrund ihrer Konstruktion kommen Tipizelte auch mit Schneelasten klar und eignen sich mit eingebautem Ofen auch sehr gut als Winterzelte.

Was macht ein gutes Trekkingzelt aus?

Der Großteil der Zelte in unseren Tests bietet zwei Personen auch bei Schmuddelwetter einen komfortablen Unterschlupf. Außerdem bieten die Vorräume (Apsiden) moderner Trekingzelte genügend Stauraum für große Trekkingrucksäcke. Mit der nötigen Vorsicht (Abstand der Kocherflamme zur Zeltwand mindestens 50 Zentimeter sowie halb bis ganz geöffnete Außenzelttüren) kann man in den Apsiden sogar regen- und windgeschützt kochen.

»Bei klassischen Trekkingzelten gibt es zwei Konstruktionsarten«, sagt Zeltexperte Boris Gnielka. Beim einen Typ wird zuerst das Innenzelt aufgestellt und nur bei Bedarf die Außenhaut darüber gelegt – praktisch bei schönem Wetter. Regnet und stürmt es, erfordert der Aufbau aber Geduld und Erfahrung, oft durchnässt dabei auch der Innenraum. Hier sind Zelte mit gekoppeltem Innen- und Außenzelt klar im Vorteil. Sie lassen sich selbst unter solch widrigen Bedingungen mit ein wenig Übung gut aufstellen. Eines sollte man aber beachten: Trieft die Innenseite des Außenzeltes vor Kondenswasser, sollte man sie vor dem Abbau mit einem Tuch abtrocknen – sonst ist das Innenzelt abends ebenfalls nass.

outdoor-Kauftipps:

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Zelte

Wie wir testen und weitere Zelte im Test:

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2-Personen-Zelt Test OD 0816 Zelttest Nässeprüfung Beregnung 2-Personen-Zelt Test 2-Personen-Zelt Test 19 Bilder

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