Warum Belgien das wahre Paradies für deine nächste E-Bike-Tour ist

Pommes, Bier und Ladeboxen
Mit dem E-Bike durch Belgien

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.04.2026
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Warum sollte man mit dem Rad nach Belgien?

Radfahren ist dort Nationalsport – mit Klassikern wie der Flandern-Rundfahrt oder Lüttich–Bastogne–Lüttich. Oder mit Tour-de-France-Stars wie Remco Evenepoel sowie Städten, die in Rankings zur Fahrradfreundlichkeit ganz weit oben stehen: Gent, Antwerpen, Brügge – aus Radlersicht sind sie das Gegenteil von Stuttgart, Essen oder Chemnitz. Dazu kommt: Belgien ist flach – zumindest dann, wenn man die Ardennen hinter sich hat.

"Alles ist so sauber, aufgeräumt – und so still." Tatsächlich liegt kaum ein Krümel auf den Straßen, dafür gibt es für Radler aufgemalte Abbiegehinweise und eine perfekte Beschilderung. Wir kommen uns vor wie auf einem Verkehrsübungsplatz. Oder wie in einer Simulation: Die Landschaft wirkt wie am PC komponiert, mit Feldern, Weiden, Wäldern in harmonischer Ordnung, dazu wenige, gepflegte Orte – in denen wir kaum einen Menschen sehen.

10 Tages E-Bike-Tour von Karlsruhe bis an die belgische Küste

EuroVelo 5 Auf insgesamt rund 3.200 Kilometern führt dich der Weg von Canterbury (England) quer durch Europa bis nach Brindisi (Italien). Dabei durchquerst du Frankreich, Belgien, Luxemburg, Deutschland und die Schweiz. Er ist einer von 17 Fernradwegen Europas, die auf 56.000 Kilometern durch 40 Länder führen – meist abseits des Verkehrs.

Den kompletten Reisebericht als PDF zum Download

Wir rollen durch verschlafene Orte, vorbei an Rinderweiden, Pferdekoppeln und schlossähnlichen Anwesen. Die Sonne scheint, die Akkus leeren sich nur langsam, und die lückenlose Ausschilderung sorgt für ungebremsten Fahrspaß. Es war kein Fehler, bei der Planung möglichst oft auf EuroVelo-Routen zu setzen. Gerade sind wir auf dem EuroVelo 5 unterwegs, einem der 17 Fernradwege Europas, die auf 56.000 Kilometern durch 40 Länder führen – meist abseits des Verkehrs. So schroff Belgien uns an der Grenze empfangen hat, so versöhnlich zeigt es sich im weiteren Verlauf. Nicht nur, was das tolle Radwegenetz, sondern auch die Autofahrer betrifft. Aus Sicht eines Stuttgarters verhalten sich viele geradezu verstörend rücksichtsvoll, bremsen beispielsweise aus hohem Tempo ab, nur um uns über die kaum befahrene Landstraße zu lassen – in Deutschland unvorstellbar.

Top 3 Ladestationen auf der Tour

Radtour Belgien
Boris Gnielka

Völklinger Hütte – Nähe Saarbrücken

UNSECO-Weltkulturerbe. Hier gibt es nicht nur Strom, sondern auch Ladegaragen, in denen wir die Räder samt Packtaschen abschließen und ganz in Ruhe das beeindruckende ehemalige Eisenhüttenwerk besichtigen können.

Brasserie Seed – Luxemburg

verwöhnt uns mit köstlicher "Power-Bowl", Falaffel-Platte, Black Forest Cake und Hafermilch-Flat-White und die Fahrradakku-Ladegeräte mit erstklassigem Wechselstrom.

Ladgrotte – Huy

Direkt neben der Touri-Information in Huy gibt es eine nette kleine Ladegrotte. In jedem halbwegs sehenswerten Städtchen gibt es Ladeboxen – oft sogar mit passendem Stecker, sodass die Ladegeräte in den Taschen bleiben können.

Fazit