OD Hohe Tauern Fuscher Berglandschaft pixelio © Joachim Berga / PIXELIO

Die schönsten Nationalparks in Europa - Bilder, Infos und Tipps

Quer durch Europa: Faszinierende Nationalparks

Um den Wert der Wildnis zu erkennen, muss man sie mit eigenen Sinnen erleben – das ist die Idee, aus der Nationalparks entstanden sind. Hier erfahren Sie, welche Reviere in Europa Sie gesehen haben sollten.

"Tausende von erschöpften, zivilisationsmüden Menschen beginnen zu entdecken, dass der Gang in die Berge einer Heimkehr gleicht, dass Wildnis eine Notwendigkeit ist", schrieb John Muir Anfang des 20. Jahrhunderts.

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Schweden - Wildnistrekking - Sarek
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John Muir: Vater der Nationalparks

Der schottisch-amerikanische Naturschützer gilt als "Vater der Nationalparks", dessen Einsatz es zu verdanken ist, dass 1864 weltweit erstmalig eine Naturlandschaft unter staatlichen Schutz gestellt wurde: das Yosemite Valley in Kalifornien. Nur acht Jahre später entstand im Herzen des Yellowstone-Ökosystems in Wyoming der erste Nationalpark der Welt. Heute wäre John Muir sicher stolz auf die große Schar seiner geistigen Kinder. Denn der Nationalpark-Gedanke, oft auch als "America´s Greatest Idea" bezeichnet, verbreitete sich rasch um den ganzen Globus.

Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 2200 Nationalparks in rund 120 Ländern, die Palette reicht dabei vom gerade mal 0,28 Quadratkilometer großen Hamra in Zentralschweden bis zum rund 972.000 Quadratkilometer umfassenden Nordost-Grönland-Nationalpark.

Bei allen Unterschieden ist ihnen eins gemeinsam: das Ziel, herausragend schöne oder ökologisch besonders wertvolle Naturregionen vor fremden Einflüssen zu schützen, sie aber gleichzeitig durch kontrollierten Zugang für jetzige und künftige Generationen erlebbar zu machen.

Über 300 Nationalparks in Europa

Sie beweisen eindrucksvoll, dass es auch im Kontinent mit der höchsten Besiedlungsdichte und dem engmaschigsten Straßennetz noch viele Oasen ursprünglicher Wildnis gibt.

Auch wenn sie es in puncto Popularität nicht mit den weltberühmten Nationalparks jenseits des großen Teichs aufnehmen können: Hinsichtlich ihrer Schönheit und Vielfalt brauchen sie den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Von märchenhaften Wäldern über spektakuläre Gebirgsregionen bis zu dramatischen Küstenstreifen reicht die Bandbreite ihrer Landschaften.

Welche zu den eindrucksvollsten gehören und welche Möglichkeiten es gibt, sie zu entdecken, stellt outdoor Ihnen vor: Jasmund, Hohe Tauern, Sarek, Kolovesi, Durmitor, Bialowieza und die Sierra Nevada.

Deutschland: Jasmund

Im Nordosten von Rügen erstreckt sich ein einzigartiges Stück Deutschland: die Halbinsel Jasmund mit ihren berühmten Kreidefelsen.

Der mit ursprünglichem Buchenwald bestandene Küstenstreifen beheimatet viele seltene Pflanzen wie etwa den Gelben Frauenschuh, zur Tierwelt gehören zum Beispiel Kreuzottern, Kraniche und Seeadler. 1990 wurde Jasmund zum Nationalpark ernannt.

Viele Wanderwege durchziehen Jasmund. Pflicht ist der Hochuferweg von Sassnitz nach Lohme.

Mehr Infos:
www.nationalpark-jasmund.de

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Lück / TVB Mecklenburg-Vorpommern
Kreideküste im Nationalpark Jasmund.


Nationalpark Jasmund auf einer größeren Karte anzeigen

Deutschlands Traumpfade: Rügen

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Österreich: Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern im Herzen der Ostalpen lockt gleich mit einer Reihe an Superlativen: Mit dem Großglockner (3798 m) und der rund neun Kilometer langen Pasterze befinden sich dort der höchste Gipfel und der größte Gletscher Österreichs.

Auch die Krimmler Wasserfälle halten mit einer Höhe von 380 Metern den Landesrekord. Diese und weitere Besonderheiten des Nationalparks entdeckt man am besten zu Fuß, etwa auf einem der rund 50 angelegten Lehrwege.

Die Hohen Tauern liegen in den österreichischen Bundesländern Salzburg, Kärnten und Tirol (Osttirol).

Mehr Infos:
www.hohetauern.at

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Nationalpark Hohe Tauern
Krimmler Wasserfälle.


Nationalpark Hohe Tauern, Österreich auf einer größeren Karte anzeigen

Wandern in Tirol - die schönsten Impressionen

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Schweden: Sarek

Weites Hochfjell und enge Schluchten, reißende Flüsse und stille Seen, dazu ein majestätisches Bergpanorama mit über 100 Gletschern – der Sarek-Nationalpark in Schwedisch-Lappland ist ein Paradies für Outdoorer.

Wer die ungezähmte Natur durchwandern möchte, braucht Erfahrung und die richtige Ausrüstung: Eingerichtete Wanderwege und Hütten fehlen hier.

Die wichtigsten Infos zur Hauptroute von Ritsem nach Kvikkjok: www.bewaehrungsprobe.de

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Daniel Schneller / Wikimedia Commons
Der Sarek-Nationalpark: Blick zum Ålgatj vom Snávvávágge.


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Nordeuropa: Wildnis-Trekking im Sarek-Nationalpark

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Wildnis-Trekking im Sarek 4 Wildnis-Trekking im Sarek 5 Wildnis-Trekking im Sarek 6 Wildnis-Trekking im Sarek 7 63 Bilder

Finnland: Kolovesi

Der Kolovesi-Nationalpark im Südosten Finnlands besteht fast vollständig aus Seen und Inseln – eine Landschaft wie geschaffen für ausgedehnte Paddeltouren.

Da die schmalen Buchten der Inseln zu den letzten Rückzugsgebieten der Saimaa-Ringelrobbe gehören, sind Motorboote streng verboten. Ein ungestörter Naturgenuss ist also garantiert, besonders außerhalb der Hauptbesuchszeit von Juli bis August.

Für eine rund 40 Kilometer lange Kanu-Rundtour durch den Nationalpark braucht man zwei bis drei Tage.

Mehr Infos:
www.luontoon.fi

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Paul Lenz / Wikimedia Commons
Felsufer im Kolovesi Nationalpark.


Kolovesi-Nationalpark, Südsavo, Finnland auf einer größeren Karte anzeigen

Montenegro: Durmitor

Der Durmitor-Nationalpark im Nordwesten Montenegros begeistert mit einer der einsamsten und wildesten Gebirgslandschaften Europas. 1952 wurde dieser zum Nationalpark erklärt und gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Stolze 48 Gipfel über 2000 Meter bieten ein enormes Potenzial für Bergtouren, auf Genusswanderer warten traumhafte Ziele wie der Jablan Jezero, einer der 18 Gletscherseen des Massivs. Und Adrenalinjunkies holen sich auf der Tara ihren Kick, beim Rafting durch die tiefste Schlucht Europas.

Mehr Infos:
www.visit-montenegro.com/tourism/national-parks/durmitor-np/

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Levente koltai / Wikimedia Commons
Durmitor-Massiv in Montenegro.


Nationalpark Durmitor Montenegro auf einer größeren Karte anzeigen

Polen: Bialowieza

Im Jahr 1927 wurde im Kaukasus der damals letzte frei lebende Wisent erschossen. Eine erneute Auswilderung gelang ab 1952 im Bialowieza-Nationalpark an der polnisch-weißrussischen Grenze.

Heute leben dort, im letzten Flachland-Urwald Europas, wieder rund 450 der gewaltigen Tiere. Erkundungen auf eigene Faust sind möglich, am eindrucksvollsten aber ist eine Tour ins "Strenge Schutzgebiet", das nur mit Führer betreten werden darf.

Mehr Infos:
www.bialowieza-info.eu

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Henryk Kotowski / Wikimedia Commons
Wisente - die Bisons Europas.


Nationalpark Bialowieza auf einer größeren Karte anzeigen

Spanien: Sierra Nevada

In Andalusien ragt das nach Kaukasus und Alpen dritthöchste Gebirge Kontinentaleuropas auf: die Sierra Nevada mit dem 3482 Meter hohen Mulhacén. Die Sierra Nevada zieht sich in westöstlicher Richtung an einem Teil der südlichen Mittelmeerküste Spaniens entlang. Wie in Almería reichen die Steilhänge teils bis direkt an das Mittelmeer heran.

Wanderer erleben im Nationalpark eine einzigartige Pflanzenwelt mit rund 2000 Arten – und dazu Gipfelblicke, die bis nach Afrika reichen. Wem der Sinn nach Kultur steht, besucht in Granada die Alhambra, das faszinierendste maurische Baudenkmal.

Mehr Infos:
www.wandern-in-andalusien.de

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Emijrp / Wikimedia Commons
Blick auf das südliche Küstenvorland der Sierra Nevada.


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