Hoch oben auf dem Barrhorn im Wallis

Das Barrhorn im Wallis
Der höchste Wandergipfel der Alpen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.12.2024
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Lage & Charakter der Tour

Anspruchsvolle Viertagestour, die eine stabile Wetterlage, alpine Erfahrung, absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit voraussetzt. Streng gibt sich vor allem die Etappe auf die Barrhörner mit steilem Schuttgelände und dem Übergang des Schöllijochs: mit Klettersteig und Gletscher die Schlüsselstelle. Wer sich dies nicht zutraut, dreht am Barrhorn-Gipfel wieder um und wandert über Turtmannhütte und Gruben zurück zum Ausgangsort Ergisch (schon bei der Tourplanung berücksichtigen!). Über die Verhältnisse am Gletscher sollte man sich vorher bei der Topalihütte erkundigen, eventuell sind Steigeisen nötig. Aufgrund des häufigen Steinschlags im Klettersteig kann neben einem Set auch ein Helm sinnvoll sein.

Tourenkarte und weitere Infos

  1. Etappe: Ergisch – Gruben (11 km, 3,5 h, 770 Hm, 40 Hm im Abstieg)
  2. Etappe: Gruben – Turtmannhütte (11 km, 4 h, 880 Hm, 230 Hm)
  3. Etappe: Turtmannhütte – Topalihütte (9 km, 5,5 h, 1000 Hm, 860 Hm)
  4. Etappe: Topalihütte – St. Niklaus (8 km, 3,5 h, 0 Hm, 1520 Hm)

Wie komme ich ins Wallis?

Mit dem Zug ins Wallis bis zum Bahnhof Turtmann (ab München Hbf je nach Verbindung ab sechs Stunden). Weiter per Postauto nach Ergisch.

Wann ist die beste Reisezeit?

Aufgrund der Höhenlage ist das Zeitfenster für eine Wanderung recht kurz: je nach Schneeverhältnissen von Juli bis September.

Wie kann ich mich auf der Tour orientieren?

Die Wanderwege sind alle bestens beschildert und markiert. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich natürlich, eine Wanderkarte im Gepäck zu haben.

Der komplette Reisebericht zum Download

Wir hätten mit dem Postauto weiter hinauf fahren können, um höher zu starten, doch wir wollten uns angemessen akklimatisieren: für den höchsten Wandergipfel Europas, das 3610 Meter hohe Barrhorn zwischen Turtmanntal im Westen und Mattertal im Osten. Nirgends führt ein Wanderpfad in den Alpen höher hinauf. Zweieinhalb Tage haben wir für den Weg hinauf angesetzt, anderthalb für den fordernden Abstieg ins Mattertal mit Übernachtung auf der Topalihütte. Also eine Überschreitung ...

oder hier:

Wo kann ich auf der Tour gut übernachten?

Auf der ersten Etappe nächtigt man im historischen Hotel Schwarzhorn in Gruben. Der Klassiker beim Abendessen sind Rösti und Fondue, Fleischliebhaber freuen sich auf eine Hot-Stone-Zubereitung.

Etappe zwei endet an der Turtmannhütte, bewirtschaftet Anfang Juni bis Ende September. Einen sehr guten Ruf genießt hier die Schwarzwälder Kirschtorte.

Auf der Topalihütte nächtigt ihr nach Etappe drei. Es gibt auch ein vegetarisches Menü und hausgemachtes Brot.

In der Augstbordkäserei in Turt- mann gibt es wunderbare Spezialitäten zu kaufen
Iris Kürschner

Wo kann ich gut einkehren?

Neben den genannten Unterkünften gibt es unterwegs keine Einkehrmöglichkeiten: Nehmt für unterwegs ausreichend Wasser, Energieriegel und Brotzeit mit. In der Sennerei Blüomatt im Turtmanntal nicht weit von Gruben kann Käse fürs Picknick gekauft werden.

Wo kann ich mich noch informieren?

Jede Menge nützliche Informationen hält valais.ch bereit. Eine genaue Wegbeschreibung mit Verlängerung der vorgestellten Tour aufs Barrhorn, dazu jede Menge Hintergrundgeschichten findet man in dem Buch "Oberwalliser Südtäler" von Autorin Iris Kürschner.