Dieses E-Gravelbike für knapp 4.000 € ist ein robuster Alleskönner

E-Gravelbike im Test
Wie gut ist das Bulls Grinder EVO SX?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.08.2026
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Gravelbikes mit E-Antrieb werden immer beliebter. Doch muss es immer ein teures High-End-Modell sein? Wir haben uns das Bulls Grinder EVO SX angesehen, ein robustes E-Gravelbike mit dem leichten Bosch SX-Motor, das aktuell für einen sehr attraktiven Preis zu haben ist. Ob der Allrounder im Alltag überzeugen kann, verrät dir unser Test in Kooperation mit unserem Schwestermagazin bike-x.de.

Pro und Contra zum Bulls-E-Bike

 robuster Alu-Rahmen mit vielen Anschraubpunkten

 kräftiger Motor, tadellose Zuladung

 Akku-Ausdauer völlig ausreichend

 robuste Ausstattung ...

 ... Frontlicht kostet aber extra

 Motor-Abstimmung vergleichsweise sportlich

 im Gegensatz zur Konkurrenz kein Leichtgewicht

 Alu-Rahmen mit deutlich sichtbaren Schweißnähten

Das Konzept: Tourer mit Nehmerqualitäten

Schon beim ersten Aufsitzen war klar, wohin die Reise mit dem Grinder EVO SX geht: Du sitzt eher aufrecht und komfortabel als sportlich gestreckt. Das Bulls ist kein spritziges Race-Bike für verwinkelte Trails, sondern ein stoischer und extrem fahrstabiler Begleiter für die lange Tour. Das passt perfekt zum Konzept eines vielseitigen Alltags- und Abenteuerrades.

Der Antrieb: Bosch SX will gefordert werden

Im Bulls steckt Boschs "Light"-Antrieb namens Performance Line SX. Größter Unterschied zum "großen Bruder" CX ist die Leistung: 55 Nm und 600 Watt leistet der kleine Mittelmotor in der Spitze – zuletzt steigerte sich das Drehmoment per kostenlosem Firmware-Update auf 60 Newtonmeter. 400 Wattstunden fasst der interne, per Klappe aus dem Unterrohr nach vorne entnehmbare Akku. Das klingt – verglichen mit "Full-Size"-E-Bikes nach wenig, ist es in der Klasse aber gar nicht. Denn: E-Gravelbikes verstehen sich als sportliche E-Bikes, volle Unterstützung gibt es höchstens im Turbo. Der Motor soll buchstäblich nur unterstützend wirken, ein kleiner Akku hält das Gewicht zudem gering.

Im Test hatte sich der Touren-Modus als der beste Kompromiss erwiesen: Er liefert eine angenehme Unterstützung und schont den 400-Wh-Akku. Der Turbo-Modus ist sehr kraftvoll, aber auch fordernd und nicht immer feinfühlig, besonders auf nassem Untergrund in Kombination mit den eher für Trockenheit gemachten Schwalbe G-One Reifen.

Ausstattung und Details

Der robuste Aluminiumrahmen ist für ein hohes zulässiges Gesamtgewicht von 135 kg freigegeben. Zieht man das Radgewicht von rund 19 kg ab, bleiben satte 116 kg für dich und dein Gepäck – ideal für Bikepacking-Touren. Dafür gibt es auch zahlreiche Anschraubpunkte an Gabel, Ober- und Unterrohr. Ein praktisches Plus ist der einfach nach unten entnehmbare Akku.

Die Schaltung aus einem Shimano GRX-Mix funktioniert gewohnt tadellos. Puristen freuen sich über das aufgeräumte Cockpit mit der minimalistischen LED-Anzeige im Oberrohr, wer viele Infos will, wird ein echtes Display vermissen. Ein Rücklicht ist clever integriert, ein passendes Frontlicht musst du aber leider extra kaufen.

Die wichtigsten Daten zum Bike im Überblick

  • E-Gravelbike mit Bosch-SX-Motor
  • 55 Nm stark, bis zu 600 Watt Spitzenleistung (60 Nm Upgrade seit Herbst)
  • 400-Wh-Akku integriert, optional Range-Extender (250 Wh)
  • Alu-Rahmen mit Carbon-Gabel, eher aufrecht denn sportiv
  • drei Modelle (Trail, Vollausstattung, Sportiv)
  • ab 4199 Euro (Sportiv, Testrad), derzeit auf 3799 Euro reduziert
  • Testnote: Gut

Fazit