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Saisonstart: 15 Tipps für Frühlingstouren

Raus in den Frühling: Tipps zum Saisonstart

Sie haben genug Schnee gesehen und stehen in den Startlöchern für den Frühling? Mit diesen Tipps kommen Sie bestens auf Touren ...

1. Starten Sie langsam
Wenn Sie im Winter nicht so oft unterwegs sind wie im Sommer, dann fangen Sie langsam an. Weder Ihre körperliche Fitness noch Ihre Trittsicherheit sind im Frühjahr so gut wie am Ende des letzten Sommers. Und wer unüberlegt losrennt, riskiert Kopf und Kragen. Unter Umständen verdirbt man sich dadurch sogar die ganze restliche Outdoor-Saison.

2. Überprüfen Sie Ihre Ausrüstung
Ist jetzt im Frühling alles noch gut in Schuss oder wird es Zeit für ein neues Paar Schuhe, weil das alte völlig ausgelatscht ist? Und wie sieht es mit der Bekleidung aus? Vielleicht hat die Funktionsjacke auch schon einige Jahre auf dem Buckel und sollte ersetzt werden? Oft genügen aber auch ein paar Streicheleinheiten, damit Ihr Equipment wieder in Topform kommt. Welche Tricks es gibt, erfahren Sie in unserem Pflege-Guide.

3. Achten Sie auf den richtigen Schuh
Oft herrscht im Frühling Aprilwetter: Sonne, Regen, Sturm und Schnee geben sich die Klinke in die Hand. Leider kann man die Schuhe nicht so einfach wechseln wie beispielsweise die Jacke, deshalb braucht man ein Modell, das mit möglichst vielen Witterungen klar kommt. Am besten eignen sich Wanderstiefel mit einer Membran wie Gore-Tex oder Event. Sie sorgen für den nötigen Nässeschutz, lassen den Fußschweiß aber sehr gut nach außen entweichen. Der outdoor-Schuh-Ratgeber hilft weiter. Nicht vergessen: funktionelle Trekkingsocken.

4. Die ideale Funktionsjacke mitnehmen
An schönen Tagen steckt die Jacke bis auf die Pausen meist im Rucksack, an schlechten kommen Sie kaum noch aus Ihrer Regenhaut heraus. Sie brauchen also eine vielseitige Jacke, die gut vor Regen schützt, jedoch nicht zu viel wiegt. Mehr darüber erfahren Sie im Regen-Guide - auch über Regenhosen, den nächsten Tipp in unserer Liste.

5. Regenhose nicht vergessen
Keine Lust auf nasse Beine? Dann gehört eine wasserdichte Überhose zur Pflichtausstattung. Sie schützt nicht nur vor Regen, sondern auch vor kaltem Wind und nassem Gebüsch.

6. Funktionsunterwäsche anziehen
Zu den Todsünden auf Tour gehört Unterwäsche aus Baumwolle. Die speichert die vom Körper abgegebene Feuchtigkeit nämlich, anstatt sie weiterzutransportieren. Die Folge: Das nasse Hemd klebt direkt auf der Haut, bei kühler Witterung und in den Pausen droht eine Unterkühlung. Deshalb: Finger weg von Baumwolle! Nichts falsch machen Sie hingegen mit Funktionsunterwäsche. Sehr empfehlenswerte Allroundmodelle sind beispielsweise die Craft Pro Underwear und die Vaude-Seamless-Modelle.

7. Mit Trekkingstöcken auf Tour
Vier Beine gehen sicherer als zwei. Gerade im Frühjahr mit seinen rutschigen und zum Teil noch schneebedeckten Wegen erweisen sich Trekkingstöcke als nützliche Helfer – und zwar nicht nur bei Touren mit schwerem Gepäck.

8. Gehen Sie nicht so hoch hinaus
In den Hochlagen liegt im Frühjahr noch sehr viel Schnee, Wanderer haben dort deshalb nichts verloren. Dieses Terrain bleibt den Skitourengehern und versierten Schneeschuhwanderern vorbehalten.

9. Handschuhe und Mütze einpacken
Im Frühjahr kann es empfindlich kalt werden – vor allem, wenn Windböen übers Land fegen. Besonders sensibel reagieren Hände und Kopf auf die Kaltwindattacken. Deshalb dürfen Mütze oder Stirnband und Handschuhe auf keiner Tour fehlen. Die superwarmen Teile kann man zu Hause lassen, wichtiger ist die Winddichte.

10. Weniger ist mehr
Planen Sie auf Ihren Touren kürzere Etappen, als Sie es vom Sommer gewöhnt sind. Zum einen sind die Tage bis in den Mai hinein noch deutlich kürzer als im Sommer, zum anderen erschweren widrige Wetter- und Wegverhältnisse das Vorankommen. Gerade das macht aber auch den Reiz von Frühjahrstouren aus. Man hat das Gefühl, etwas Besonderes vollbracht zu haben; und da weniger Menschen unterwegs sind, genießt man die Natur ungestört und viel intensiver.

11. Schneefelder gekonnt queren
Steile Altschneefelder sind schon vielen Wanderern zum Verhängnis geworden. Mit Trekkingstöcken kann man sie halbwegs sicher queren – wenn der Schnee weich genug ist, um mit der Schuhkante Stufen hineinzutreten. Bei Hartschnee oder Eis helfen nur Leichtsteigeisen oder Grödel (kleines Notsteigeisen mit 4 oder 6 Zacken). Bei Frühjahrstouren in den Voralpen oder gar Alpen gehören sie wie die Trekkingstöcke zur Pflichtausrüstung. Haben Sie beides nicht dabei, sollten Sie vor prekären Stellen lieber umkehren, als einen gefährlichen Sturz riskieren!

12. Legen Sie sich eine Softshell zu
Zu den vielseitigsten Bekleidungsteilen zählt im Frühjahr eine Softshelljacke. Sie steckt nicht nur stürmisches Wetter locker weg, sondern trotzt auch Nieselregen. Erst wenn es wie aus Kübeln schüttet, muss die Funktionsjacke ran. Vorteil der Softshell: Sie trägt sich spürbar angenehmer als die wasserdichte Jacke. Unsere aktuellsten Softshelljacken-Tests gibt es hier

13. Schützen Sie ihren Rucksack
Auch wenn die Rucksackmaterialien selbst wasserdicht sind, zu den Nähten sickert bei Mistwetter die Feuchtigkeit ins Innere. Zum Schutz vor Wassereinbrüchen packen Sie Ihren Rucksack in eine passende Regenhülle, oder aber Sie packen den Inhalt in dicke Plastiksäcke. Alternativ nimmt man spezielle wasserdichte Packsäcke, wie sie beispielsweise Exped und Ortlieb im Programm haben. Extratipp: Imprägnieren Sie das Außenmaterial Ihres Rucksacks, dann nimmt es weniger Feuchtigkeit auf. Der Rucksack trocknet dann schneller und wird auch nicht ganz so schwer.

14. Verwöhnen Sie sich mit heißem Tee
Etwas Heißes wirkt an einem nasskalten Tag Wunder. Beispielsweise Ingwertee: Wasser aufkochen, Ingwerscheiben, Honig und Saft zugeben – fertig. Das richtige Behältnis für den warmen Luxus finden Sie hier.

15. Energie sparen
Führt Ihr Weg über steiles, ruppiges Gelände bergauf, wählen Sie eine schlangenförmige Route. Dadurch entlasten Sie Ihre Waden und können die Außenkanten der Schuhe effektiv in die Wiese oder ins Geröll drücken – das verbessert die Bodenhaftung. Machen Sie kurze Schritte! Wenn Sie pausieren wollen, stellen Sie sich frontal zum Hang. Machen Sie einen weiten Schritt nach vorne und stützen Sie sich mit beiden Händen auf Ihr Knie. Um die Muskeln zu entlasten, strecken Sie das hintere Bein voll durch. Im Schnee schlagen Sie vorher ebene Trittflächen. Trekkingstöcke erleichtern Abstiege ungemein. Stellen Sie sie aber nicht zu lang ein, sondern beugen Sie sich lieber etwas weiter nach vorne, um sich auf sie zu stützen, das schont die Gelenke. Wichtig: Vor allem auf weichem oder rutschigem Grund die Ferse mit Nachdruck aufsetzen.

Weitere Tipps:

Unsere App mit wertvollen Praxistipps für Bergtouren und Trekking hier

Tourentipps: Die schönsten Frühlingsziele für Outdoorer

Getriebe ölen und Gelenke schmieren

Ihr Körper verbrachte die letzten Monate im Winterschlaf? Dann sollten Sie ihn jetzt wecken. Das geht auch im Alltag: Nutzen Sie die Mittagspause für flotte Spaziergänge, gönnen Sie sich ein striktes Lift- und Rolltreppenverbot und machen Sie Ihre Einkäufe mit dem Rad oder zu Fuß. Sie können auf Auto, Bus oder Bahn nicht verzichten? Dann steigen Sie einen Parkplatz respektive eine Haltestelle früher aus und legen die Reststrecke zu Fuß zurück.

Tourenequipment überprüfen

Ob Mittagspausenspaziergang oder Einkaufstour: Beides sind gute Gelegenheiten, neue Wanderstiefel einzulaufen, die Schultern wieder an die Rucksacklast zu gewöhnen und die wetterschützende Wirkung von Schuhen, Funktionsjacke und Softshellhose zu prüfen. Perlt Regen nicht mehr sauber ab, benötigt Ihre Ausrüstung eine Frischzellenkur. Wie die funktioniert, steht hier.

Frühjahrsfallen gekonnt umgehen

Nicht nur in den Alpen, auch im Mittelgebirge liegt auf manchen Wegen noch Schnee. Hütten und Wanderheime haben noch geschlossen oder verkürzte Öffnungszeiten, Sommerbrücken müssen noch errichtet, Drahtseilversicherungen gelegt werden. Informieren Sie sich bei der Tourenplanung über die Verhältnisse vor Ort – dann sind Sie vor Überraschungen gefeit. Auskunft geben die Tourismusämter sowie Bergbahnbetreiber. Im Internet zeigen Webcams die (Schnee-)Lage vor Ort, auf www.lawinen.org gibt es Infos über Lawinensituation und Schneehöhen in ganz Europa.

Das Kreuz entlasten

Ein Rucksack kann nur dann sein ganzes Komfortpotenzial ausspielen, wenn er zum Träger passt. Deshalb werden viele Modelle in unterschiedlichen Größen angeboten, bei anderen lassen sich Rücken- oder Schulterträgerlängen individuell einstellen. Wie Sie die richtige Länge finden? Die Lastkontrollriemen müssen von oben schräg nach vorne auf den Schultergurt herablaufen. Bei kleinen Daypacks reicht es, wenn sie waagerecht nach vorne laufen. Bevor Sie den Rucksack aufsetzen, lockern Sie alle Träger. Dann den Rucksack aufsetzen, den Oberkörper nach vorne beugen und den Hüftgurt so positionieren, dass er mittig oder minimal oberhalb des Hüftknochens sitzt – dort festziehen. Anschließend straffen Sie die Schulter- und danach die Lastkontrollriemen. Ändern Sie auf Tour ruhig öfter mal die Lastverteilung. So entlastet das Lockern der Schulter- und Straffen der Lastkontrollriemen die Schultern, umgekehrt hingegen die Hüfte.

Den inneren Pfadfinder aktivieren

Wer sich bei der Tourenplanung grob den Wegverlauf merkt, muss unterwegs seltener auf die Karte schauen. Ebenfalls hilfreich: ein Smartphone mit Navigationssoftware und der fertigen Tour.

Eine gute Grundlage schaffen

»Mit einem üppigen, kohlenhydratreichen Frühstück bereiten Sie Ihren Körper am besten auf die Belastungen der Tour vor«, erklärt Ernährungsexperte Dr. Karsten Köhler von der Sport­hochschule Köln. Zwar ist Müsli mit frischen Früchten unschlagbar, doch wer das nicht mag, darf auch Marmeladenbrote futtern.

Auf Alt­bewährtes vertrauen

Verzichten Sie auf Experimente! Das gilt vor allem für die Schuhe. Falls Sie die alten durch neue ersetzt haben, laufen Sie sie gründlich, über mehrere Tage ein, das geht auch im Alltag (s. Tipp 2). Vom Experimentierverbot ausgenommen sind Einlegesohlen, etwa von Conform‘able, Spenco oder Superfeet. Damit steigern Sie den Gehkomfort auf ein ganz neues Niveau! Welches Modell für Sie ideal ist, können Sie beim Fachhändler checken lassen.

Für jede Situation bestens gewappnet

Klar: Ihnen passiert nichts. Dennoch darf ein Erste-Hilfe-Set im Rucksack nicht fehlen. Wann haben Sie es eigentlich zum letzten Mal kontrolliert? Jetzt ist eine gute Gelegenheit, Tabletten und sterile Verbände auf ihr Haltbarkeitsdatum sowie die Rolle Tape auf ihre Klebkraft zu prüfen – und gegebenenfalls auszutauschen. Haben Sie alle Notrufnummern notiert? Unter www.outdoor-magazin.com/notrufkarte gibt‘s eine Liste zum Ausdrucken. Wichtig sind auch frische Batterien in der Stirnlampe – die wegen der kurzen Tage mit muss. Ebenfalls nicht fehlen dürfen Topokarte, Proviant und genug zu trinken (s. Tipp 14).

Langsam starten und öfter pausieren

Auch wenn Sie noch so mit den Hufen scharren, drosseln Sie Ihr Tempo! Am wichtigsten ist das in der Warmlaufphase, also in den ersten 15 bis 30 Minuten. Wählen Sie ein Tempo, das es Ihnen ermög­licht, gelassen durch die Nase zu atmen oder sich locker zu unterhalten. Fangen Sie an zu schwitzen, legen Sie eine Kleidungsschicht ab und/oder schalten Sie einen Gang runter. Gönnen Sie sich ruhig ein paar Pausen – nicht nur, um einen Snack zu futtern oder zu trinken, sondern auch, um den Frühling mit all seinen Facetten richtig in sich aufzusaugen. Praktisch: ein aufblasbares Sitzkissen, das auf Bänken den Hosenboden trocken und warm hält.

Immer schön auf Kurs bleiben

Checken Sie regelmäßig das Gelände auf markante Punkte wie Hütten, Brücken, Burgen oder Wegkreuzungen, die Sie sich bei der Routenplanung gemerkt haben. Im Zweifel verrät ein Blick in die Topokarte oder aufs GPS-Gerät, ob Sie noch richtig sind. Prüfen Sie lieber einmal zu oft, das ist völlig normal und bewahrt vor längeren Verzögerungen oder riskanten Abkürzungen. Übrigens: Auch als versierter GPS-Nutzer sollten Sie immer eine aussagekräftige Topokarte im Maßstab von 1:50000 oder 1:25000 dabeihaben. Sie gibt Aufschluss über das umliegende Gelände und dient als Backup bei GPS-Ausfall oder Batterieermüdung.

Wildtieren richtig begegnen

Die größte Gefahr lauert im Gebüsch und ist winzig: Zecken. Dagegen hilft ein Abwehrspray aus der Apotheke und abendliches Absuchen. Wildschweine sind leichter zu erkennen. Treffen Sie eins, womöglich mit Frischlingen, gehen Sie bitte langsam und ruhig zurück.

Frische Quellen anzapfen

Ohne ausreichende Flüssigkeitsversorgung geht Ihnen fix die Puste aus. Zwei bis drei Liter Wasser oder Schorle sollten es über den Wandertag verteilt schon sein. Wer nicht alles tragen möchte, nutzt Quellen am Wegesrand, Trinkwasserbrunnen oder Gasthäuser zum Auftanken.

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Wenn der Hund mit in den Urlaub soll, darf nichts vergessen werden.

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