Die Idee dahinter ist einfach
Wandernde und Radreisende finden ausgewiesene Trekkingplätze, auf denen sie für eine Nacht ihr Zelt aufbauen dürfen, fast immer ganz ohne vorherige Anmeldung oder Absprache. Große Infrastruktur gibt es meist nicht. Man schläft draußen, oft auf Wiesen, an Waldrändern oder privaten Flächen, bleibt aber im legalen Rahmen. Das Projekt startete 2014, damals mit Robert Habeck als Schirmherr. Inzwischen gibt es rund 35 solcher Plätze. Die Regeln bleiben einfach: zu Fuß oder mit dem Rad, maximal eine Nacht, kleine Zelte, kein offenes Feuer und alles sauber hinterlassen.
Für mich war dieses Netz der Auslöser, den Schleswig-Holstein-Steig zu planen. Ich wollte wissen, ob man die legalen Wildcamping-Möglichkeiten so verbinden kann, dass daraus eine echte Mehrtagestour entsteht. Herausgekommen ist eine rund 300 Kilometer lange Route von Pinneberg bei Hamburg bis nach Flensburg. Sie führt durch Felder, Wälder, Moore, Naturschutzgebiete, an die Nordsee, zur Ostsee und kurz vor die dänische Grenze.

Das Projekt "Wildes Schleswig-Holstein"Die Idee ist so einfach wie genial: Ein Netzwerk aus kostenlosen Trekkingplätzen, die Wanderern und Radfahrern für eine Nacht zur Verfügung stehen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt bereits 2014, und inzwischen gibt es rund 35 dieser legalen Übernachtungsspots. Du findest sie an Waldrändern, auf Wiesen oder privaten Flächen.
Die Regeln sind unkompliziert und auf das Wesentliche reduziert:
Anreise: Nur zu Fuß oder mit dem Rad.
Dauer: Maximal eine Nacht am selben Ort.
Ausrüstung: Nur kleine Zelte sind erlaubt.
Regeln: Kein offenes Feuer und selbstverständlich gilt das "Leave No Trace"-Prinzip – du hinterlässt den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast.
Große Infrastruktur wie Duschen oder Toiletten suchst du hier vergebens. Es geht um das pure Naturerlebnis, legal und für jeden zugänglich.
Weitere Infos zu den Trekkingcamps hier
Ganz geschenkt ist das Abenteuer aber nicht
Die Plätze liegen weit auseinander. Auf meiner Tour bedeutete das oft 40 bis 45 Kilometer pro Tag. Das flache Land hilft, denn der höchste Punkt meiner Route lag nur bei 74 Metern. Trotzdem braucht es Ausdauer, Planung und einen Blick auf Wasserstellen.
Landschaftlich ist Schleswig-Holstein spezieller, als viele erwarten. Es geht nicht um Berge, sondern um Weite, Wind, Waldstücke, stille Moore, offene Felder, Knicklandschaften und Küstenmomente. Man sieht weit und merkt, wie wild sich auch ein dicht besiedeltes Bundesland anfühlen kann.
Der Schleswig-Holstein-Steig in 8 TagenGesamtstrecke: ca. 300 km
Dauer: 8 Tage (sportlich)
Start: Bahnhof Pinneberg
Ziel: Flensburg
Die Etappen im Überblick:
Tag 1 nach Trekkingplatz Barmstedt (32,7km)
Tag 2 nach Trekkingplatz Aukrug (40,5km)
Tag 3 nach Trekkingplatz Gieselautral (43,9km)
Tag 4 nach Trekkingplatz Drage (42,9km)
Tag 5 nach Trekkingplatz Hattstedt (40,6km)
Tag 6 nach Trekkingplatz Enge-Sande (42,9km)
Tag 7 nach Trekkingplatz Schäferhaus (40km)
Tag 8 nach Flensburg Hauptbahnhof (15,6km)
Details
Wichtiger Hinweis: Da der Weg nicht markiert ist, ist eine Navigation per GPS-Track (z.B. über eine App wie Komoot, outdooractive o.ä.) unerlässlich.












