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Die Rucksack-Newcomer des Jahres im Test

Getestet: Die Rucksäcke des Jahres 2011

Jedes Jahr gibt es Dutzende neuer Rucksäcke, die den Transport der Tourenausrüstung noch angenehmer gestalten sollen. Halten sie das Versprechen? outdoor hat die spannendsten Rucksackneuheiten des Jahres 2011 getestet – vom Tagesrucksack bis hin zum 90-Liter-Trekkingmodell.

Hinweis: Einen tagesaktuellen Preisvergleich zu den hier getesteten Rucksäcke finden Sie unten auf dieser Seite.

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outdoor-Bestenliste: Rucksäcke
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Äste brechen, Steine donnern polternd ins Tal. »Nein«, schreit outdoor-Praktikantin Katharina Bausch. Dem Rest der Testcrew gefriert das Blut in den Adern. Sie haben Katharina hinter einem Felsen aus den Augen verloren und rätseln, ob sie auf dem schmierigen Trampelpfad ausgerutscht ist und jetzt den steilen Hang hinunterstürzt. Selbst Bruchteile von Sekunden dauern ewig.

»Mir ist nichts passiert«, beruhigt sie die ihr entgegenstürmende Gruppe – im Gegensatz zu ihrem Rucksack: Nachdem Katharina ihn auf dem Boden abgestellt hatte, um eine Kleinigkeit zu essen, ist er umgekippt und gut hundert Meter den dicht bewachsenen Hang hinuntergerollt. Schnell wird er geborgen und die Tour fortgesetzt, denn in den nächsten Tagen steht ein strammes Programm auf der Agenda.

Die vielversprechendsten 2011er-Rucksäcke im Test

outdoor testet die zehn spannendsten Rucksackneuheiten des Jahres – vom Daypack über Rucksäcke für Wochenendtouren bis hin zu Trekkingrucksäcken mit 90 Liter Volumen. Das reicht sogar für lange Wildnistreks, zum Beispiel in Skandinavien, Patagonien oder Tasmanien.

Eine Vorauswahl trafen die ­outdoor-Redakteure schon im letzten Sommer: Auf der OutDoor-Messe in Friedrichshafen wurden die vielversprechendsten 2011er-Rucksäcke für den Test vorgemerkt, beispielsweise der neue Tourenrucksack vom Marktführer Deuter. Oder die Nachfolger von ­Rucksäcken, die in früheren Tests einen outdoor-Kauftipp erhielten, wie etwa der Bach Specialist oder der Tatonka Bison 75 Exp.

Erster Praxistest: Trekkingrucksäcke

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Ben Wiesenfarth
Einstellungssache: Penibel ­überprüft Testerin Karina Grammel die Passform des Rucksacks.

Für den Anmarsch zum Testcamp über die Hochfläche der Schwäbischen Alb kommen gleich die vier Trekkingrucksäcke zum Einsatz. Das Team stopft sie bis zum Anschlag voll mit Camping­ausrüstung und Verpflegung – eine echte Herausforderung für die Tragesys­teme. Doch die vier Trekkingrucksäcke meistern sie mit Bravour: Auch mit über 20 Kilo Beladung hängt die Last nicht an den Schultern, sondern wird über versteifte, gut gepolsterte Hüftgurte größtenteils auf das Becken übertragen. Die Trekkingrucksäcke von Tatonka und Lundhags gehen sogar mit 30 Kilo und mehr nicht in die Knie – ideal für mehrwöchige Touren.

Gut, dass der Weg über lange Strecken relativ eben verläuft – Steilanstiege mit schwerem Gepäck machen auch mit einem sehr komfortablen Rucksack wenig Spaß, das zeigt sich beispielsweise auf den letzten Metern hoch zum Schaufels: Die Rucksack-Tester schnaufen unter ihrer Last wie Dampflokomotiven. Doch outdoor-Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka kennt keine Gnade: »Achtet ­darauf, wie viel Bewegungsfreiheit der Rucksack-Hüftgurt lässt.«

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Viel Zeit beim Rucksack-Wechsel

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Schwertransport: Weit mehr als 20 Kilo wiegen die Trekkingrucksäcke.

Klarer Sieger in diesem Punkt: der Bach Specialist. Sein beweglich ­gelagerter, im vorderen Bereich schön schmaler Gurt engt kaum ein. Der Trekkingrucksack Tatonka Bison hingegen fühlt sich im Hüft­bereich recht steif an – was aber nur ­Leute bemängeln, die den Hüftgurt eher tief tragen. Dafür glänzt der Tatonka Bison 75 Exp mit perfekter Lastkontrolle, wie sich bei einer steilen Hangquerung zeigt. »Sitzt wie festgeklebt«, lobt Tester Johannes Butscher. Auch die Konkurrenz schlägt sich wacker, rutscht allerdings ein ­wenig mehr auf dem Rücken herum.

Erschöpft, aber zufrieden kommt die Rucksack-Testcrew am Abend an den Lagerplatz, schließlich bieten die vier Trekkingrucksäcke unterm Strich eine sehr überzeugende Performance – vorausgesetzt, der Rucksack passt optimal. Gnielka etwa drücken die sehr breiten Hüftpolster beim The North Face etwas, während sich der Tatonka-Hüftgurt beim spindeldürren Felix Wiedmann nicht ganz schließen lässt, weil die Polster vorne zusammenstoßen. Außerdem bringen drei Rucksäcke (Ausnahme: The North Face) nur dann die volle Leistung, wenn die in die Rückenplatte integrierte Alustrebe an den Rücken angepasst wird. Die Testcrew nimmt sich dafür bei ­jedem Wechsel genug Zeit.

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Alle Rucksacktests auf einen Blick

Die getesteten Rucksäcke mit allen Testdaten im Detail:

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Trekkingrucksäcke
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Tagesrucksäcke
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Tagesrucksäcke
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Tagesrucksäcke
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Trekkingrucksäcke
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Trekkingrucksäcke
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Trekkingrucksäcke
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Trekkingrucksäcke
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Trekkingrucksäcke

Praxistest: Tourenrucksäcke

Die gute Laune am nächsten Morgen liegt nicht nur am schönen Wetter: Heute geht die Mannschaft mit den sechs kleineren Rucksäcken auf Testtour. Je nach Volumen fällt die Beladung unterschiedlich aus. Die größten Rucksäcke werden mit 15 Kilo bepackt. So viel kommt auf einer Wochenendtour zusammen, oder wenn man Seil, Karabiner, Gurt, Kletterhelm und Schuhe in den Rucksack stopft. Der kleinste Rucksack im Bunde, der Vaude Brenta, wiegt dagegen unter zehn Kilo – mehr schleppt man in einem Tagesrucksack nicht.

Die Route führt hinab zum Traumfels – ein beliebter Kletterspot in der Region. Plötzlich steht die Rucksack-Testcrew vor einer senkrechten, mehrere Meter hohen Felswand. »Hier geht‘s lang«, grinst Gnielka und deutet auf einige, etwas rostige Metallsprossen. Sie helfen beim Bezwingen der Wand, durch die großzügigen Abstände müssen sich die Tester aber mächtig strecken.

Die besten Rucksäcke 2011 im Test

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Sitz und Bewegungsfreiheit der Rucksäcke

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Ben Wiesenfarth
Wechselstimmung: Immer wieder stoppt die Testcrew zum Rucksacktausch.

Ideales Terrain, um Sitz und Bewegungsfreiheit der Rucksäcke zu überprüfen. Hier sind die Rucksäcke von Gregory und Jack Wolfskin in ihrem Element, dicht gefolgt von den Testkandidaten von Osprey und Vaude. Die Mammut-Damen- und -Herrenmodelle sitzen ebenfalls bombenfest, sind aber recht steif. Dadurch engen sie etwas ein. Beim Deuter Futura Vario wiederum befindet sich das Gewicht durch den stark konkav gewölbten Rücken weit weg vom Körper, was die Lastkontrolle verschlechtert. Auf Bergwanderwegen kommt man aber dennoch mit ihm klar.

Belüftung der Rucksäcke

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Luftig: Ein Netzrücken sorgt bei vier Rucksäcken für eine top Belüftung.

Beim anschließenden Aufstieg in der prallen Sonne zurück auf die Albhochfläche punktet er dann aber mit einer sehr guten ­Belüftung – wie drei weitere Modelle. »Kein Wunder«, sagt Tester Felix Wiedmann, »alle besitzen einen Netzrücken.« Bei dieser Konstruktion wird ein luftiges Netz mit Hilfe eines gebogenen Metallrahmens straff ­gespannt, so dass die Luft dahinter ungehindert zirkuliert. Und der Tragekomfort? Auch in diesem Punkt schneidet die Sechsergruppe gut ab. Nur die beiden Mammut-Modelle ernten leichte Kritik, weil die untere Hüftgurtnaht drücken kann. Das spürt man aber recht schnell, wenn man den Rucksack vor dem Kauf im Laden ausprobiert.

Ausstattung der Rucksäcke

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Ben Wiesenfarth
Heimarbeit: Abends im Camp diskutiert das Team die Testergebnisse.

Beim Ausstattungs-Check fallen vor allem zwei Modelle auf. Der Jack Wolfskin Mountaineer bietet spezielle Staumöglichkeiten für Eisgeräte, Kletterhelm, Steigeisen und Ski – der richtige Begleiter für Bergsteiger und Skitourengeher. Beim Osprey Farpoint wiederum lässt sich das Tragesystem abdecken, und er besitzt einen abnehmbaren Tagesrucksack. Beides ist auf Reisen sehr praktisch. Die anderen vier Rucksäcke haben alles, was Wan­derer brauchen, etwa Kompressionsriemen und eine Deckeltasche.

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Testfazit und Ergebnisse

Fazit des outdoor-Rucksacktests:

Der 2011er Rucksackjahrgang hat viel zu bieten. Die vier Trekkingrucksäcke sind rundum empfehlenswert, wobei sich die beiden Schwerlastmodelle (Lundhags, Tatonka) vor allem für Treks von über einer Woche eignen. Globetrotter probieren den Osprey Farpoint.

Wer ­einen vielseitigen Tages- und Tourenrucksack sucht, greift am besten zu den Modellen von Gregory. Für Tageswanderer ist der günstige Vaude Brenta eine gute Wahl.

Die besten Rucksäcke 2011 im Test

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Die Ergebnisse des Rucksacktests im Überblick:

Rucksack / Link zum Testbericht Gewicht Preis Testurteil
Bach Specialist FA (Kauftipp) 2450 g 240 Euro Überragend
Gregory Z40/Jade 38 (Kauftipp) 1500 g 130 Euro Überragend
Jack Wolfskin Mountaineer 46 1900 g 150 Euro Sehr gut
Osprey Farpoint 70 1750 g 170 Euro Sehr gut
Vaude Brenta 30 1170 g 80 Euro Sehr gut
Deuter Futura Vario 2140 g 140 Euro Sehr gut
Lundhags V8 75 + 10 3260 g 290 Euro Sehr gut
Tatonka Bison 75 Exp 3300 g 300 Euro Sehr gut
The North Face Zealot 70 2490 g 260 Euro Sehr gut
Mammut Creon Light 45 1060 g 130 Euro Gut

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Die Details der Testrucksäcke

1. Deckeltasche
Die Deckeltasche empfiehlt sich für Kleinteile, die stets griffbereit sein müssen. Mit Hilfe eines ­höhenverstellbaren, abnehm­baren Deckels lässt sich das Rucksackvolumen erweitern.

2. Einschubtaschen
Seitliche Einschubtaschen eignen sich fürs Zeltgestänge oder als Flaschenhalter. Achten Sie aber darauf, dass sich Trinkflaschen auch bei aufgesetztem Rucksack greifen und verstauen lassen.

3. Kompressionsriemen
Kompressionsriemen zählen zu den wenigen Features, die ein Rucksack haben muss! Zieht man sie an, verbessern sich Lastüber­tra­gung und Last­kontrolle. Schwinden im Verlauf von Mehrtagestouren die Vorräte, können Kompressions­riemen das Rucksackvolumen bedarfs­gerecht schrumpfen.

4. Bodenfach
Rucksackneulinge möchten
ein Bodenfach, erfahrene Mehrtageswanderer können ­darauf verzichten. Stattdessen öffnen sie die Abtrennung zwischen Haupt- und Bodenfach und stopfen Letzteres prall aus. Das erhöht die Last­übertragung, weil das Lendenpolster dadurch besser am Rücken anliegt.

5. Frontzugriff
Viele Rucksäcke besitzen einen Frontzugriff zum Hauptfach. Profis brauchen ihn aber selten: Sie ­packen so klug, dass Ausrüs­tung, die man schnell benötigt, oben im Hauptfach liegt. Dann leidet die Lastverteilung nicht, wenn man ­auf Tour etwas aus dem Rucksack holt.

6. Befestigungen
Außen am Rucksack sollten nur leichte Sachen angebracht werden, zum Beispiel nasse Bekleidung oder eine Isomatte.

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outdoor Rucksacktest Rucksackdetails

Die besten Rucksäcke 2011 im Test

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