Rucksacktest 2020 - Fjällräven Abisko Friluft 35 Fjällräven
Rucksacktest 2020
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Rucksacktest 2020 21 Bilder

Test: Tourenrucksäcke 35-50 L

Die besten Rucksäcke für Hüttentouren

Noch nie waren Tourenrucksäcke so leistungsfähig! Sie eignen sich besonders für Kurztrips von Hütte zu Hütte sowie für Berg- und Hochtouren ohne Zeltübernachtung. Volumen der getesteten Rucksäcke: 35 bis 50 Liter.

Diese Rucksäcke haben wir 2020 getestet

Produkt/Link zum Bericht Preis Testbericht Hier können Sie die Rucksäcke kaufen
BACH PACKMANN 44 (OUTDOOR Kauftipp) 230/230 € Überragend Preisvergleich
FJÄLLRÄVEN ABISKO FRILUFT 35 (OUTDOOR Kauftipp) 190/190 € Überragend Preisvergleich
MYSTERY RANCH SCREE 32 (OUTDOOR Kauftipp) 210/210 € Überragend Preisvergleich
MACPAC PURSUIT 40 170 € Überragend Preisvergleich
DEUTER GUIDE 44+/GUIDE 42+ SL (OUTDOOR Kauftipp) 180/180 € Überragend Preisvergleich
ORTLIEB ATRACK 35/ATRACK ST 34 190/190 € Sehr gut Preisvergleich
EXPED MOUNTAIN PRO 40 240/240 € Sehr gut Preisvergleich
MONTANE TRAILBLAZER 44 120 € Sehr gut Preisvergleich
TATONKA CIMA DI BASSO 40 UND 38 160/160 € Sehr gut Preisvergleich
LOWE ALPINE AIRZONE TREK 35:45/ND33:40 160/160 € Gut Preisvergleich
OSPREY ARCHEON 45 MEN/WOMEN 260/260 € Gut Preisvergleich
GREGORY ALPINISTO 35 200 € Gut Preisvergleich

Im Sonnenuntergang vor der Hütte sitzen, über den Himmel voller Sterne staunen oder unbekannten Tiergeräuschen lauschen: Wer Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte unternimmt, am Wochenende mit dem Zelt loszieht oder für eine Nacht biwakiert, kann auch in der näheren Umgebung seinen Erlebnistank auffüllen. Damit die gute Laune tagsüber anhält, braucht es für solche Micro Adventures einen Rucksack, der genügend Stauraum für das Übernachtungsgepäck bietet. »Ideal sind Modelle mit 35 bis 50 Liter Volumen, im Fachjargon auch Tourenrucksäcke genannt«, sagt Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka. Ihre stabilen Tragesysteme mit gepolsterten, etwas versteiften Hüftgurten verkraften mehr Gewicht als Daypacks, müssen aber auch nicht so steif und wuchtig ausfallen wie bei den noch größeren Trekkingmodellen. Deshalb tragen sie sich meist komfortabler als ihre großen Brüder und wiegen weniger.

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Rucksacktest 2020
Tourenrucksack-Test (aus Heft 07/2020) Die besten Rucksäcke für Berg- und Hüttentouren
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Die Tourenrucksäcke in unserem Vergleich kosten zwischen 100 und 300 Euro. Mit von der Partie sind heiße Neuigkeiten wie der überarbeitete Deuter Guide 44+ (Damenversion Guide 42+ SL), Deutschlands meistverkauftes Alpinmodell in dieser Klasse. Osprey, nach Platzhirsch Deuter das stärkste Label, verspricht mit dem Archeon 45 einen extra nachhaltigen Kandidaten, und Lowe Alpine frischte seine Airzone-Netzrücken auf. Gespannt waren die Tester auch auf den Scree 32 von Mystery Ranch. Bei uns ist das amerikanische Label noch weitgehend unbekannt, doch Firmenchef Dana Gleason baut seit Mitte der 80er Jahre Rucksäcke, die immer wieder Maßstäbe gesetzt haben. Ebenfalls außergewöhnlich: der in Deutschland produzierte Ortlieb Atrack 35 (Damenvariante: Atrack ST 34), eine wasserdichte Duffle Bag mit vollwertigem Tragesystem.

»Wie viel Stauraum die Testrucksäcke in etwa bieten, sieht man schon an der Zahl in ihrem Namen – sie steht für das Volumen«, erklärt Boris Gnielka. Zur exakten Inhaltsbestimmung litert outdoor alle Kandidaten aus. Ergebnis: Die meisten schlucken mehr als angegeben – von 35 (Mystery Ranch Scree 32) bis über 50 Liter (Bach und Deuter). Welches Volumen man braucht, hängt vom Einsatzbereich ab.

Für Hüttentreks reichen 35 bis 40 Liter, für Zelttouren müssen es gut 50 sein. Mittels der Kompressionsriemen auf der Außenseite lässt sich der Stauraum für Tagestouren schrumpfen. Gibt es 10 bis 15 Zentimeter unterhalb der Packsacköffnung noch einen weiteren Zug – wie bei Deuter und Lowe Alpine –, klappt es noch effektiver. »Zieht man den unteren zu, reduziert sich das Fassungsvermögen um rund zehn Liter«, sagt Boris Gnielka. Ähnlich gut: ein Rollverschluss (Montane, Bach, Exped). Je weiter man ihn einrollt, desto kleiner das Volumen.

Komfort, starke Belüftung und einen sicheren Sitz vereinten die Allroundrucksäcke im Test – und das mit unterschiedlichen Tragesystemen: Fjällräven und Lowe Alpine verwenden luftige Netzrücken, wobei Ersterer die Nase vorn hat. Er liegt geschmeidig und kontrolliert an, geht bei üppiger Beladung (Lastgrenze: 14 Kilo) nicht in die Knie und zählt zu den besten Netzrückenmodellen, die wir bis dato getestet hatten – zumal auch die Ausstattung für Wanderungen und Hüttentreks perfekt ist.

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Vorderlader: In die Fächer auf der Rucksackvorderseite gehören nur leichte Sachen, weil die Last hier sehr weit vom Körper weg liegt.

Zweites Allround-Highlight 2020: der Bach Packman, mit 55 Litern das größte Testmodell. Er besitzt einen dick gepolsterten Körperkontaktrücken mit Ventilationskanal und stabilem, aber flexiblem Hüftgurt. Dadurch trägt er sich mit 20 Kilo Beladung komfortabler als manchanderer Testkandidat mit 12 Kilo. Mit gut zwei Kilo Eigengewicht gehört er zu den schwersten Kandidaten – was in Anbetracht des Volumens und zäher, langlebiger Materialien voll in Ordnung geht. Auch besitzt er einen wasserdichten Innensack, der das Gepäck hundertprozentig trocken hält. »Dritter Überflieger unter den Allroundern ist der Scree von Mystery Ranch, ein echter Multisportler«, so Gnielka. Durch seinen hochflexiblen Körperkontaktrücken mit eher schmalem, nicht zu festem Hüftgurt begeistert er durch sehr kontrollierten, nicht einengenden Sitz – angenehm beim Wandern, Klettersteiggehen oder Biken. Ein dickes Lob gibt es auch für die Öffnung aus drei Y-förmig angeordneten Zips, über die sich der Packsack sehr variabel öffnen lässt (siehe Bild).

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Lademeister: Der Mystery Ranch Scree lässt sich über drei wie ein Y angeordnete Zips so variabel öffnen wie kein anderer Testkandidat.

Doch auch die anderen Allround-Tourenrucksäcke haben ihren Reiz: Der Ortlieb Atrack gefällt durch sein Duffle-Bag-artiges Handling, der Osprey Archeon spricht alle an, die auf den satten Sitz und die Lastkapazität wie bei einem Trekkingrucksack stehen.

Die Top-Rucksäcke fürs Gebirge kommen von Deuter, Tatonka und Exped: Ihre nah am Körper liegenden, ehr dünn gepolsterten Rücken mit schlank geschnittenen Packsäcken bieten selbst beim Klettern eine erstklassige Kontrolle, robuste Materialien widerstehen dem häufigen Kontakt mit rauem Fels, und die schnörkellose, funktionelle Ausstattung entspricht dem Wunsch vieler Bergsportler. Außerdem lassen sich die Modelle zum Klettern abspecken, indem man Hüftgurt, Deckelfach und Rückenplatte herausnimmt. Ganz oben auf dem Treppchen landet in dieser Gruppe der neue Deuter Guide mit den insgesamt stimmigsten Trageeigenschaften der Alpinrucksäcke. Dieser Rucksack bietet zudem das meiste Volumen – praktisch, wenn man auch mal in den Bergen zelten will. Ihm dicht auf den Fersen folgen der Cima Di Basso von Tatonka sowie der nässefeste Exped Mountain Pro.

Und die Leichtrucksäcke im Test? Auch sie punkten mit einer top Performance, erfordern aber Erfahrung. Der Macpac Pursuit, ein schnörkelloser, hochfunktioneller Alpinrucksack von unter einem Kilo Gewicht, muss so gepackt werden, dass der Inhalt den Rücken versteift – nur dann stimmt die Lastübertragung. Ohne Biwakmatte und Hüftgurt bringt er sogar nur 720 Gramm auf die Waage. Beim Trailblazer von Montane (120 €, 980 g) handelt es sich um einen preiswerten Leichttrekkingrucksack, der durch seine dünneren Materialien nicht ganz so robust ausfällt wie die Konkurrenz. Dafür sitzt er selbst bei Lauftempo wie festgeklebt, engt aber nicht ein.

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Durstlöscher: In allen Testmodellen lässt sich eine Trinkblase verstauen und der Schlauch an den Schulterträgern befestigen.

Fazit unseres großen Rucksack-Vergleichs: Hier ist für jeden Bergwanderer / Bergsportler etwas dabei. Die erste Wahl für Wanderungen und Hüttentreks heißt Fjällräven Abisko Friluft 35. Wer häufig mit Zelt loszieht, greift zum Bach Packman, der sich auch für Bergtouren eignet. Mystery Ranch liefert den idealen Multisportler zum Wandern, Klettersteiggehen und Biken. Geht es vorwiegend ins Gebirge, empfiehlt sich ein Alpinpack, etwa der überragende Deuter Guide. Auch Tatonka und Exped sind empfehlenswert. Grammzähler schließlich entscheiden sich für eines der Federgewichte von Macpac oder Montane.

Bach Packmann 44 (OUTDOOR Kauftipp 06/20)

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Back Packmann

NÄSSEFESTER ALLESKÖNNER

Beeindruckend: Der Packman von Bach trägt sich auch mit 20 Kilo traumhaft komfortabel. Ein wasserdichter Innensack hält das Gepäck auch bei Dauerregen trocken, während nasse Sachen dank Seitenzip außerhalb des Liners Platz finden. Über den Rollverschluss lässt sich das Packsackvolumen schrumpfen – ein Plus für Tagesund Bergtouren mit wenig Gepäck. Außerdem top: die enorm langlebigen Materialien.

Preis: 230/230 €

Volumen: 55/51 l – im Deckel: 5/5 l

Gewicht: 2050–1220/1960–1215 g

Sonstiges: Minimalgewicht (s.o.) ohne Deckel, Rückenplatte und Hüftgurt gemessen. Alustrebe anpassen lassen.

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Packman
Gelungene Mischung: Das Bach-Tragesystem verbindet superbe Lastübertragung mit viel Bewegungsfreiheit, Kontrolle und luftigem Sitz.

Praxis/Ausstattung: Schlichter Einkammerpacksack mit regendichtem Liner und Seitenzipper. Hervorragend zu komprimieren (Rollverschluss). Abnehmbarer Deckel mit kleiner Öffnung, ein Hüftgurttäschchen.

Fazit: Der vielseitige, langlebige Bach Packman trifft voll ins Schwarze: Er bietet selbst mit 20 Kilo Komfort und lässt sich bei Bedarf zum schnörkellosen Kletterrucksack abspecken.

Testergebnis: Überragend

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Fjällräven Abisko Friluft 35

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Fjällräven

DER WANDERCHAMPION

Der Fjällräven Abisko Friluft 35 glänzt mit bestem Trageverhalten: Er besitzt bequeme Gurte, das Gewicht verteilt sich gleichmäßig, und der Hüftgurt kommt erst bei 14 Kilo Beladung ans Limit. Auch die Lastkontrolle ist sehr gut – so wie die Ausstattung und Bedienung. Der Packsack aus G-1000 Eco, ein Mischgewebe aus Recycelpolyester und Biobaumwolle, lässt sich mit umweltfreundlichem Grönlandwachs imprägnieren.

Preis: 190/190 €

Volumen: 50/47 l – im Deckel: 5/5

Gewicht: 1480/1460 g (o. Regenhülle)

Sonstiges: Das Tragesystem des Damenmodells fällt für sehr zierliche Personen ein wenig zu wuchtig aus

Praxis/Ausstattung: Gut komprimierbarer Einkammerpacksack, der sich über zwei parallele Zips wie ein Koffer öffnen lässt, Fronttasche (4 l), große Hüftgurttäschchen, abnehmbarer Deckel (165 g), Regenhülle.

Fazit: Fjällräven bietet mit dem Abisko Friluft ein superbes Netzrückenmodell. Er trägt sich klasse, wiegt recht wenig und empfiehlt sich zum Wandern, für Hüttentreks oder Kurztrips mit Zelt.

Testergebnis: Überragend

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Low Alpine Airzone Trek 35:45/ND33:40

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Lowe Alpine

LUFTIGER NEWCOMER

Beim neuen Lowe Alpine Airzone Trek besteht der Bezug von Hüftgurt und Netzrücken aus einem Stück Stretchmaterial, das viel Feuchtigkeit aufnimmt und ohne harte Nähte auskommt. Das feste Lendenpolster hingegen kann drücken – was man beim Probetragen schnell merkt. Die Lastübertragung geht in Ordnung. In Sachen Ausstattung sowie beim Material und der Verarbeitung lässt Lowe Alpine nichts anbrennen.

Preis: 160/160 €

Volumen: 47/42 l – im Deckel: 6/5 l

Gewicht: 1530/1450 g (o. Regenhülle)

Sonstiges: Höheneinstellung erlaubt ein Feintuning der Schulterträgerpassform. Experimentieren lohnt sich!

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Hersteller
Frischer Wind: Die Netzrücken von Fjällräven und Lowe Alpine bieten die beste Ventilation im Feld – sehr angenehm bei warmem Wetter.

Praxis/Ausstattung: Zweikammerpacksack, Bodenfach aber nur von innen zugänglich, große Frontöffnung, Front- und Seitenfächer aus Stretchstoff, höhenverstellbarer Deckel, Hüftgurttäschchen, Regenhülle.

Fazit: Kommt man mit dem festen Lendenpolster klar, ist der neue Lowe Alpine Airzone Trek ein solider Wanderpartner für (Mehrtages-)Touren mit nicht allzu schwerem Gepäck.

Testergebnis: Gut

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Mystery Ranch Scree 32 (OUTDOOR Kauftipp)

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Mystery

ÜBERZEUGENDER TAUSENDSASSA

Innovativ: Der Packsack des Mystery Ranch Scree lässt sich über drei Y-förmig angeordnete Zipper aufklappen, von oben stopfen oder wie ein Duffle Bag packen. Außerdem gibt es zwei Extrafächer im Innern. Der Scree schmiegt sich kontrolliert an, lässt Bewegungsfreiheit, und durch die recht schmale Auflagefläche aus luftigem 3-Mesh-Material wird es am Rücken weniger heiß als sonst bei Körperkontaktrücken üblich.

Preis: 210/210 €

Volumen: 35/35 l – im Deckel: 3/3 l

Gewicht: 1270–970/1250–940 g

Sonstiges: Verstellung der Rückenlänge erfolgt über die verschiebbare Rückenplatte, XXL-Version erhältlich.

Praxis/Ausstattung: Gut komprimierbarer Einkammerpacksack mit enorm praktischer 3-Zip-Öffnung, Inneneinteilungen, zwei Deckeltaschen, Stretchseitentaschen, abnehmbarer Hüftgurt mit Täschchen.

Fazit: Ob Wandern, Klettersteiggehen oder Biken, der Mystery Ranch Scree 32 begeistert mit erstklassigem Trageverhalten. Extra Lob gibt es für die sehr praktische, variable 3-Zip-Öffnung.

Testergebnis: Überragend

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Ortlieb Atrack 35/Atrack ST 34

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Ortlieb

WASSERDICHTE RÜCKEN-DUFFLE

Beim besonders robusten, in Deutschland hergestellten Ortlieb Atrack handelt es sich um eine wasserdichte Duffle Bag mit vollwertigem Tragesystem. Sie wird über einen Zip zwischen den Rückenpolstern beladen. Im Innern schaffen vier Fächer Ordnung, Sperriges wie Schneeschuhe oder Snowboard passt außen in eine extra erhältliche Halterung. Das Tragegefühl ist recht luftig, komfortabel und kontrolliert.

Preis: 190/190 € (Herren/Damen)

Volumen: 36/35 l

Gewicht: 1540/1470 g

Sonstiges: Hüftgurt kann aufs Gesäß drücken, wenn er zu weit unten sitzt. Diverses Zubehör erhältlich.

Praxis/Ausstattung: Wasserdichter, einer Reisetasche gleichender Packsack mit vier Netzinnenfächern. Sehr variable Kompressionsriemen, Stretchseitenfächer, diverses Zubehör lieferbar. Gut bedienbar.

Fazit: Ortlieb bietet mit dem Atrack einen wasserdichten Wanderrucksack, der wie eine Reisetasche beladen wird. Er spielt seine Stärken auf Tages- und Hüttentouren aus oder beim Reisen.

Testergebnis: Sehr gut

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Osprey Archeon 45 Men/Women

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Osprey

NACHHALTIGER LASTESEL

Osprey setzt bei der neuen Archeon-Linie auf Nachhaltigkeit. Der Archeon 45 ist das mittelgroße Modell. Er besteht aus dickem Recyclenylon im derben Canvas-Look und besitzt vorwiegend Metallschnallen. Das Tragesystem punktet durch körpernahen, kontrollierten Sitz und starke Lastübertragung (bis 20 Kilo), der feste Hüftgurt schränkt Bewegungen jedoch ein. Die Ausstattung bietet alles, was man braucht.

Preis: 260/260 €

Volumen: 48/45 l – im Deckel: 6/8 l

Gewicht: 2190/1990 g (o. Regenhülle)

Sonstiges: Herren- und Damenmodelle gibt es in je zwei Rückenlängen: Herren S/M, L/XL; Damen WXS/S und WM/L.

Praxis/Ausstattung: Effektiv komprimierbarer Einkammerpacksack mit großer Frontöffnung und zwei Netzinnentaschen, Stretchseitenfächer, geräumige Deckeltasche, Hüftgurttäschchen, Regenhülle.

Fazit: Sie mögen langlebige Produkte aus strapazierfähigen Stoffen, die gerne auch schwerer sein dürfen? Dann könnte der Osprey Archeon 45 ein guter Hüttenrucksack für Sie sein.

Testergebnis: Gut

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Macpac Pursuit 40

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Macpac

SUPERBER MINIMALIST

Nur 960 Gramm bringt der Macpac Pursuit auf die Waage, ohne Biwakmatte (96 x 49 cm) und Hüftgurt sind es nochmals 230 Gramm weniger. Er glänzt mit top Kontrolle und engt durch schmale, bequeme Schulterträger nicht ein. Für eine gute Lastübertragung muss aber so gepackt werden, dass der Inhalt den Rucksack versteift. Typisch Macpac: das gewachste, edle Aztec-Material aus Polyester und Biobaumwolle (80/20 %).

Preis: 170 €

Volumen: 39 l – im Frontfach: 3 l

Gewicht: 960–730 g

Sonstiges: Boden aus 500D-CorduraStoff, restlicher Packsack aus AztecMaterial (Polyester/Biobaumwolle).

Praxis/Ausstattung: Schlichter, sehr gut komprimierbarer Einkammerpacksack mit Zipöffnung statt Schnürzug und Deckel. Frontfach, herausnehmbare Biwakmatte, abnehmbarer Hüftgurt, einfache Bedienung.

Fazit: Grammzähler aufgepasst: Fürs Klettern und Bergsteigen entwickelt, eignet sich der ultraleichte, bis ins Detail durchdachte Macpac Pursuit auch für Zelttouren mit wenig Gepäck.

Testergebnis: Überragend

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Montane Trailblazer 44

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Montane

SPORTIVES FEDERGEWICHT

Der Montane Trailblazer 44 ist ein Spezialist für Leichtgewichtsfans, die auch Zelttouren flott angehen und nicht mehr als zwölf Kilo schleppen. Die von Trailrunningpacks abgeschauten Schulterträger fallen im Brustbereich enorm breit aus und besitzen zwei Brustgurte. Dadurch sitzt der Trailblazer selbst bei Lauftempo wie angeschraubt und macht Bewegungen mit – was der Hüftgurt mit Stretcheinsätzen unterstützt.

Preis: 120 €

Volumen: 47 l – Hüftgurttaschen: je 2 l

Gewicht: 990 g

Sonstiges: Alustrebe im Rücken für optimale Passform anpassen (lassen), höhenverstellbare Schulterträger.

Praxis/Ausstattung: Einkammersack, über Rollverschluss gut komprimierbar, Fronttasche/-fach, Stretchseitenfächer, Brust-/Hüftgurttaschen. Die Bedienung der schmalen Riemen braucht Fingerspitzengefühl.

Fazit: Mit seinem niedrigen Gewicht und den für hohes Tempo optimierten Trageeigenschaften empfiehlt sich der preiswerte Montane Trailblazer 44 vor allem für sportliche Leichttrekker.

Testergebnis: Sehr gut

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Deuter Guide 44+/Guide 42+ SL

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Deuter

VERFEINERTER BESTSELLER

Die Modelle der Guide-Serie sind die meistverkauften Alpinrucksäcke Deutschlands. Dank gelungenem Facelift dürfte das auch so bleiben. Dem Guide gelingt der Spagat aus kontrolliertem, anschmiegsamem Sitz und hoher Flexibilität, die Lastübertragung ist sehr gut. Im Vergleich zum Vorgänger sinkt das Gewicht um rund 300 Gramm. Weiterhin top: die praxisgerechte Ausstattung und sehr solide Materialien.

Preis: 180/180 € (Herren/Damen)

Volumen: 52/48 l – im Deckel: 4/6 l

Gewicht: 1470–1080/1420–1040 g

Sonstiges: Für einen optimalen Sitz sollte man die beiden Alustreben im Rücken anpassen (lassen).

Praxis/Ausstattung: Gut komprimierbarer Zweikammerpacksack mit Seitenzip, höhenverstellbarer, Deckel, Hüftgurttäschchen, Hüftgurt/ Helmhalterung abnehmbar, Alustreben lassen sich herausnehmen.

Fazit: Ob Alpentrek oder Bergsteigen, der neue Deuter Guide glänzt mit hervorragendem Trageverhalten, funktioneller Ausstattung und Langlebigkeit. Der beste Alpinrucksack im Test.

Testergebnis: Überragend

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Exped Mountain Pro 40

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Exped

NÄSSEFESTER KLASSIKER

Im Exped Mountain Pro stecken die Gene guter alter Schweizer Bergrucksäcke. Er liegt wie eine zweite Haut an, engt nicht ein und bietet beim Klettern exzellente Kontrolle. Der schmale Hüftgurt kommt dem Klettergurt nicht in die Quere. Weiteres Plus: der regenfeste Packsack mit robustem, gepolstertem Boden. Für eine gute Lastübertragung muss aber so gepackt werden, dass der Inhalt die flexible Rückenplatte versteift.

Preis: 240/240 € (Herren/Damen)

Volumen: 45/42 l – im Deckel: 3/4 l

Gewicht: 1470–910/1300–880 g

Sonstiges: Rückenlängen: Herren M und L, Damen S. Für zierliche Personen fallen die Schulterträger zu breit aus.

Praxis/Ausstattung: Regendichter Einkammersack mit Rollverschluss, Deckelfach mit recht kleiner Öffnung, Dokumenten-/Kartenhülle und Rückenplatte herausnehmbar. Muss sorgfältig gepackt werden.

Fazit: Bergfüchse, die ihren Rucksack sorgfältig packen, finden im Exped Mountain Pro einen erstklassigen, wetterfesten und langlebigen Begleiter fürs Bergsteigen oder Skitourengehen.

Testergebnis: Sehr gut

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Gregory Alpinsto 35

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Gregory

VARIABLER BERGSPORTLER

Seit den achtziger Jahren gibt es den Gregory Alpinisto. Die aktuelle Version trägt sich bequem, eine spezielle Schultergurtfixierung bringt beim Klettern eine top Kontrolle. Doch der steife Rücken schränkt die Bewegungsfreiheit ein, die Lastübertragung könnte besser sein. Bestnoten gibt es dagegen für die Ausstattung. Ohne Hüftgurt, Rückenplatte, Biwakmatte, (100 x 26 cm) und Deckel sinkt das Gewicht auf unter ein Kilo.

Preis: 200 €

Volumen: 45 l – im Deckel: 5 l

Gewicht: 1640–965 g

Sonstiges: Rückenlängen S, M und L, der steife Alurahmen lässt sich kaum anpassen, muss also auf Anhieb sitzen.

Praxis/Ausstattung: Effektiv komprimierbarer Einkammerpacksack, der sich über den Seitenzip fast ganz öffnen lässt. Frontfach, Hüftgurttäschchen sowie großer, weit zu öffnender, abnehmbarer Deckel (6 l).

Fazit: Wen der steife Rücken nicht stört, bekommt mit dem Gregory Alpinisto 35 einen Tourenrucksack, der sich zum Federgewicht abspecken lässt. Die Lastübertragung könnte besser sein.

Testergebnis: Gut

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Tatonka Cima di Basso 40 und 38

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Tatonka

VERWANDLUNGSKÜNSTLER

Laststabiler Tourenpack oder Kletterrucksack, der ohne Hüftgurt, Deckel und Rückenplatte weniger als 800 Gramm wiegt: Der Tatonka Cima Di Basso kann beides. Nur sauber packen sollte man ihn, damit sich der Rücken nicht wie eine Tonne wölbt und drückt. Der Cima Di Basso liegt fest und kontrolliert an, trägt sich aber nicht ganz so flexibel wie die besten Modelle im Feld. Und die Ausstattung? Sie ist schlicht und funktionell.

Preis: 160/160 € (Herren/Damen)

Volumen: 42/40 l – im Deckel: 7/6 l

Gewicht: 1370–760/1330–750 g

Sonstiges: Beide Alustreben sollte man sich anpassen (lassen). Ein ReccoSender ist in den Rucksack eingebaut.

Praxis/Ausstattung: Gut komprimierbarer Einkammerpacksack. Über Seitenzip fast ganz zu öffnen. Frontfach, Hüftgurttäschchen, großer, weit zu öffnender, abnehmbarer Deckel. Muss ordentlich gepackt werden.

Fazit: Mit dem günstigen Tatonka Cima Di Basso kauft man zwei Modelle in einem: erstens einen schnörkellosen Lastesel für Hochtouren und zweitens einen ultraleichten Kletterrucksack.

Testergebnis: Sehr gut

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Weitere Top-Rucksäcke aus unseren Tests:

Bach Packman 45/42

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Hersteller
outdoor Tourenrucksäcke im Test

Mit dem vielseitigen, langlebigen Packman traf Bach schon bei früheren OUTDOOR-Tests ins Schwarze: Der Rucksack bietet selbst mit 20 Kilo top Komfort und lässt sich bei Bedarf zum schnörkellosen Kletterrucksack abspecken.
Preis: 230 Euro
Gewicht: 2130 – 1320 g
Volumen: 62 l
Testurteil: Überragend (Testsieger Kontaktrücken 2018)
Zum Test und Preisvergleich: Bach Packman 45/42

Fjällräven Abisko Friluft 45/45 W

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Hersteller
outdoor Tourenrucksäcke im Test

Der Fjällräven Abisko ist das beste Netzrückenmodell seiner Größenklasse. Er trägt sich hervorragend, wiegt wenig und empfiehlt sich für Hüttentreks oder Kurztrips mit Zelt.
Preis: 200 Euro
Gewicht: 1545/1510 g
Volumen: 61 l
Testurteil: Überragend (Testsieger Netzrücken 2018)
Zum Test und Preisvergleich: Fjällräven Abisko Friluft 45/45 W

Osprey Exos 48/Eja 48

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Hersteller
outdoor Tourenrucksäcke im Test

Outdoorer, die mit jedem Gramm geizen, finden im Osprey Exos und der Damenvariante Eja den richtigen Tourenpartner für Hüttenwanderungen oder Zelttreks mit minimalem Gepäck.
Preis: 170 Euro
Gewicht: 1165/1090 g
Volumen: 51/57 l
Testurteil: Sehr gut
Zum Test und Preisvergleich: Osprey Exos 48/Eja 48

Tatonka Pyrox 45+10

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Tatonka
Outdoor Rucksack Test 2014

Dank seines innovativen Tragesystems gefällt der Tatonka Pyrox mit bombensicherem Sitz – perfekt für Wanderungen im ausgesetzten Terrain oder für Klettersteigtouren.
Preis: 180 Euro
Gewicht: 1575 g
Volumen: 53 l
Testurteil: Sehr gut
Zum Test und Preisvergleich: Tatonka Pyrox 45+10

Deuter Futura Vario 50+10

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Hersteller
outdoor Tourenrucksäcke im Test

Ob Hüttenwanderung oder Wochenendtour mit Zelt, auch der aktuelle Deuter Futura Vario überzeugt mit sehr gutem Trageverhalten, marktgerechter Ausstattung und Solidität.
Preis: 220 Euro
Gewicht: 2030 g
Volumen: 65 l
Testurteil: Sehr gut
Zum Test und Preisvergleich: Deuter Futura Vario 50+10

Black Diamond Speed 40

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Hersteller
Rucksack für Bergtouren

Sie suchen einen leichten, hochfunktionellen Allrounder für Bergtouren das ganze Jahr über? Dann gibt es keine Alternative zum Testsieger Black Diamond Speed 40.
Preis: 170 Euro
Gewicht: 1300 g
Volumen: 38 + 17 L
Testurteil: Überragend (Testsieger 2017)
Zum Test und Preisvergleich: Black Diamond Speed 40

Vaude Simony 48+8 / W36+8

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Hersteller
outdoor-Test: Tourenrucksäcke

Sie suchen ein gut ausgestattetes Alpinmodell für Klettersteige, Hochtouren und zum Skitourengehen? Dann wird Ihnen der leistungsstarke Vaude Simony gefallen.
Preis: 150 Euro
Gewicht: 1400/1350 g
Volumen: 45/40 l
Testurteil: Sehr gut
Zum Test und Preisvergleich: Vaude Simony 48+8 / W36+8

Osprey Variant 52

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Hersteller
Rucksack für Bergtouren

Wenn im Gebirge auch Treks mit Zelt anstehen, zählt der Tourenrucksack Osprey Variant 52 zu den Favoriten. Er trägt sich mit viel Gepäck angenehm und lässt sich bei Bedarf abspecken.
Preis: 200 Euro
Gewicht: 1570 g
Volumen: 63 l
Testurteil: Sehr gut (Kauftipp 2017)
Zum Test und Preisvergleich: Osprey Variant 52

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