Tipps zum Thema Wildcampen
Wo darf ich mein Zelt aufschlagen?

Wildcampen

Wildcampen ist zwar vielerorts verboten, wird oft aber auch gedulded – vorausgesetzt man verhält sich entsprechend und hinterlässt keine Spuren ...

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Foto: Franz Güntner

Die Grundregeln fürs "wilde" Camping in freier Natur

  • Bis auf Fußspuren bitte nichts hinterlassen! Das dürfte eigentlich selbstverständlich sein, allerdings gibt es immer wieder auch Unwissende (oder Ignoranten) unter den Wildcampern. Wer Müll verursacht, nimmt ihn natürlich mit und entsorgt ihn an ansprechender Stelle korrekt. Sollte schon etwas da sein, sammelt ihr ein paar Karmapunkte mehr und entsorgt den Müll der vorherigen "Übeltäter" am besten gleich mit. Die Natur dankt wird es euch danken!
  • Ein rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Natur und Tier ist ebenfalls ein Muss beim Wildcamping. Wer also abends in der Dämmerung seine großen Musikboxen auspackt und laut zu seinem neuen Lieblingshit mitgrölt, ist fehl am Platz. Besonders zur Dämmerung und zum Sonnenaufgang werden die Wildtiere aktiv, Lärm jagt sie aus ihrem natürlichen Lebensraum davon. Außerdem sollte man stets darauf achte, wo man hintritt, um das Landschaftsbild und die Lebensgrundlage der Tiere nicht zu zerstören.
  • Wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist, lassen wir das Feuer aus. In den meisten Schutzgebieten und im Wald ist das Entzünden eines Feuers verboten. Darunter fällt auch das romantische Kerzenlicht, Fackeln oder große Campingkocher. Wer auf seinem eigenen Grundstück ein Lagerfeuer entzündet oder an dafür vorgesehenen Plätzen, sollte stets darauf achten es möglichst klein zu halten und beim Verlassen sichergehen, dass es wirklich aus ist. Bei akuter Trockenheit wird aus einem kleinen Feuer schnell ein lodernder Waldbrand!
  • Bitte kein #onlyforthegram. Wer bei erster Gelegenheit sein Handy zückt, um ein Bild zu machen und es anschließend auf Instagram hochzuladen, sollte sich das zweimal überlegen. In letzter Zeit gibt es vermehrt Postings von Menschen, die an unerlaubten Stellen Wildcampen und das dann auch noch (öffentlich) posten. Überwiegend wird dabei auch noch der Standort markiert. Dann ist es meist nur noch eine Frage der Zeit, bis das unberührte Fleckchen Erde zum Trampelpfad wird!
  • Die richtige Vorbereitung ist alles. Wer sich mit seinem Zelt auf dem Weg zum Campingausflug macht, sollte darauf gefasst sein, dass Google Maps oft nicht ausreicht, um beispielsweise die genaue Größe eines Naturschutzgebietes richtig zu erfassen. Also im besten Fall vorab Infos bei der regionalen Tourismusbehörde einholen.
  • Ein frisch gefangener Fisch zum Abendessen beim Wildcamping – authentischer geht’s wohl kaum. Doch so einfach ist es dann doch nicht und oft ist das sogar eine Straftat! Zur Berechtigung wird in den meisten Fällen (und Ländern) ein Angelschein benötigt, in manchen deutschen Bundesländern reicht ein Touristenfischerschein. Hier ist es sinnvoll sich vorab über die Angelmöglichkeiten am Reiseziel zu informieren.
  • Wenn einen der Hunger am Abend nach einer langen Wanderung im Zelt überkommt, fehlen einem oft noch ein paar Kräuter, eine Handvoll Nüsse oder ein paar Beeren für die Frische. Hier darf man sich in der Natur bedienen, allerdings in Maßen und nicht in Massen – also rein für den Eigenbedarf. Streng verboten ist das Jagen von Wildtieren, besonders wenn man den notwendigen Jagdschein dazu nicht besitzt.

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