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Wanderrucksack-Test: 30 bis 50 Liter

Wanderrucksäcke im Test: Welche sind leicht & bequem?

Mit einem Rucksack, der wenig wiegt, machen Touren noch mehr Spaß. Aber nur, wenn auch das Tragesystem überzeugt! Welche neuen Rucksäcke wir für 2019 empfehlen können, seht ihr hier ...

Je leichter ein Rucksack, desto bequemer trägt er sich – heißt es. Das trifft jedoch nur dann zu, wenn auch das Tragesystem funktioniert. Es muss die Last gleichmäßig auf Beckenkamm, Schultern und Hüfte verteilen, darf nicht drücken oder die Beweglichkeit einschränken.

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Test 2019: Wanderrucksäcke 30-50 Liter
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Im besten Fall belüftet es außerdem noch so gut, dass der Rücken trocken bleibt. Geht das? Natürlich, sagen fast alle Hersteller und werben mit Rucksäcken, die dreierlei versprechen: geringes Gewicht, hohe Laststabilität und komfortablen Sitz. Zehn solcher komfortorientierter Leichtrucksäcke zwischen rund 30 und 50 Litern haben wir uns genauer angeschaut. Sie wurden vermessen, gewogen, ausgelitert und an die Rücken der Tester & Testerinnen angepasst.

Die Testergebnisse im Überblick

Wanderrucksack / Link zum Testbericht Preis Testurteil
Crux AK47 269 Euro Überragend
Osprey Levity/Lumina 45 260 Euro Überragend
Deuter Speed Lite 32/ SL30 (Testsieger) 130 Euro Überragend
Vaude Zerum 38 LW (Kauftipp) 150 Euro Sehr gut
Exped Lightning 45 (Kauftipp) 180 Euro Sehr gut
Tatonka Pyrox 45+10/40+10 180 Euro Sehr gut
Ortovox Peak Light 32 180 Euro Gut
Gregory Paragon 48/Maven 45 190 Euro Gut
Jack Wolfskin EDS Dynamic 32 170 Euro Gut
Salewa MTN Trainer 28 150 Euro Gut

Tagesaktueller Preisvergleich der Rucksäcke

Anschließend zogen wir mit den Testrucksäcken los: auf lange Tages- und kurze Mehrtagestouren – das Metier von Rucksäcken dieser Größe. Dabei lag der Fokus nicht nur auf dem Sitz am Rücken, sondern auch auf den Ausstattungsdetails, mit denen Leichtrucksäcke oft geizen. Doch obwohl keiner der getesteten Wanderrucksäcke mehr als 1,6 Kilo wiegt, viele sogar unter einem, fehlt es den Rucksäcken nicht an Features.

Besonders engagiert geht Hersteller Osprey ans Werk: Sein Leichtrucksack Levity 45 war das leichteste Testmodell 2019: Es wiegt nur 825 Gramm, lockt aber mit einem effektiv ventilierenden Abstandsnetz-Tragesystem, vielen Taschen, Fächern und Befestigungsmöglichkeiten. Crux wiederum fertigt seinen wasserdicht verschweißten »AK 47« Alpinrucksack zu einem großen Teil aus Kevlar. Die extrem zähe, reißfeste und teure Aramidfaser steckt sonst eher in Schusswesten. »An Ausstattungsdetails oder der Materialgüte spart in unserem Testfeld keiner der zehn Hersteller«, freut sich outdoor-Equipment-Redakteur Frank Wacker. Und am Tragesystem? Schließlich drücken Alustreben, Polster und Versteifungen kräftig auf die Waage.

Wie komfortabel sind die Rucksäcke auf Tour?

Im Gegensatz zum erwähnten Abstandsnetz beim Osprey setzen alle anderen Hersteller bei ihren Rucksäcken auf sogenannte Kontaktrücken aus luftigen Schaumstoffpolstern. Bei den Rucksäcken von Crux, Deuter und Ortovox fällt diese Schicht sehr dünn aus, wodurch der Schwerpunkt näher am Körper liegt und sich der Rucksack besser kontrollieren lässt. Damit trotz dünner Polster nichts Kantiges wie Brotbox oder Wasserflasche ins Kreuz drückt, verfügen die meisten Test-Kandidaten zusätzlich über eine Kunststoffplatte.

Bei dem Wanderrucksack von Ortovox fällt sie derart steif aus, dass er etwas brettig am Rücken liegt, Schulter- und Hüftbewegungen dadurch ausbremst. Ist sie wie beim Deuter Speed Lite sehr dünn, muss man zwar sorgfältiger packen – also die Brotbox weg vom Rücken –, kann sich dafür aber kraftsparender und freier bewegen. Exped, Jack Wolfskin, Tatonka und Vaude warten mit einem zweigeteilten Tragesystem auf. Hier lässt sich der obere Teil samt Schulterträgern in der Höhe verschieben und somit auf die Rückenlänge der Besitzer anpassen.

Crux, Gregory und Osprey hingegen bieten ihre Tourenrucksäcke zumindest in zwei bis drei fixen Rückenlängen an – so findet man leichter einen gut passenden Rucksack. Damit nicht nur die Rückenlänge stimmt, sondern auch die Passform, verfügen die Kandidaten von Exped, Salewa und Vaude über eine zentrale Aluschiene, die sich herausnehmen und individuell zurechtbiegen lässt. »Eine sehr wirksame Methode, um den Tragekomfort bei Rucksäcken zu verbessern«, so Ausrüstungs-Redakteur Frank Wacker. Jedoch nicht die einzige, wie die abschließende Auswertung der Ergebnisse offenbart.

Fazit unseres Wanderrucksack-Tests 2019

Alle getesteten Rucksack-Modelle meistern die Trageprüfung, sechs davon sogar mit Bravour: Crux AK 47, Deuter Speed Lite 32, Exped Lightning 45, Osprey Levity 45, Tatonka Pyrox 45+10 und Vaude Zerum 38 LW. Sie punkten mit viel Komfort und zeigen Schwächen allenfalls in homöopathischer Dosierung.

Sie möchten keine Kompromisse eingehen und wollen das Beste? Dann sollten Sie sich die Rucksäcke von Crux, Deuter und Osprey näher ansehen. Sucht man einen extrem komfortabel und weich anliegenden Rucksack mit effektiver Rückenbelüftung, führt am Osprey Levity (Damen: Lumina) kein Weg vorbei. Das leichteste Modell im Test kostet zwar stolze 260 Euro, lässt sich aber vielseitig einsetzen, bei gemütlichen Tagestouren im Mittelgebirge genauso wie auf mehrtägigen Hüttentreks in den Alpen.

Legt man mehr Wert auf Robustheit und benötigt einen direkt wie rückennah sitzenden Lastenträger, der sich, etwa für deftige Touren in den Bergen, perfekt kontrollieren lässt, heißt der Favorit Crux AK 47. Der wasserdichte Rucksack trägt sich als einziger im Test selbst mit über 20 Kilo beladen richtig bequem. Doch das teure, langlebige Material hat seinen Preis: 269 Euro. Dagegen ist der Deuter Speed Lite 32 (Damen: 30 SL) geradezu ein Schnäppchen: Für 130 Euro erhält man mit ihm einen vielseitigen, bequemen und üppig ausgestatteten Rucksack für Touren aller Art. Und einen leichten, wiegt er doch nur 860 Gramm – leichter ist nur der (doppelt so teure) Osprey.

So testet outdoor Wanderrucksäcke

Volumenkontrolle: Hersteller ermitteln das Packvolumen oft auf ihre eigene Art und Weise, wodurch ein Größenvergleich zwischen verschiedenen Marken erschwert wird. Aus diesem Grund messen wir alle Rucksäcke mittels sogenannter Volumensäcke selbst.

Wiegeprobe: Sämtliche Testmodelle werden mit einer Präzisionswaage nachgewogen. Und zwar in Voll- und Minimalausstattung: Bei einigen Modellen lassen sich Hüftgurt, Rückenplatte, Deckelfach oder Alustrebe entfernen und zu Hause oder, für den Gipfelsturm, in der Hütte lassen.

Trageprüfung: Zuerst werden alle Rucksäcke, soweit möglich, auf die Rückenform und -länge der Prüfpersonen eingestellt. Danach belädt outdoor alle Rucksäcke nach gleichem Muster gleich schwer (bei Wanderrucksäcken dieser Größe mit zehn Kilo). Wie gut sich die einzelnen Modelle tragen, ermitteln die Tester auf mehreren Tagestouren, wobei sie die Rucksäcke in einstündlichen Abständen neu einstellen und durchwechseln. In diesem direkten Vergleich offenbaren sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Kandidaten besonders schnell – und deutlich.

Praxis-Check: Ausstattung und Bedienung der Rucksäcke ermitteln die Tester und Testerinnen ebenfalls auf Tour.

Qualitätstest: Hier zählen vor allem Robustheit und Langlebigkeit der eingesetzten Materialien, die Stärke der Zipper und die Güte der Nähte und Nahteinfassungen. Auch die Sauberkeit der Verarbeitung spielt eine Rolle.

Die besten Tourenrucksäcke aus älteren Tests:

Link zum Testbericht Preis Gewicht Volumen Testurteil
Fjällräven Abisko Friluft 45 200 Euro 1545g 61l überragend
Osprey Atmos 50 AG 220 Euro 1810g 58l überragend
Bach Shield 45 180 Euro 1820g 63l sehr gut
Gregory Zulu 40 160 Euro 1395g 47l sehr gut
Lowe Alpine Airzone Trek+ 130 Euro 1780g 43l sehr gut
Ortlieb Elevation Pro 280 Euro 1450g 42l sehr gut
Vaude Asymmetric 42 +8 140 Euro 1470g 52l sehr gut//

(Stand Oktober 2018)

Die getesteten Wanderrucksäcke im Detail:

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