Sport, Genuss und Traditionen - Top-Tipps Trentino

Sie können die Fotostrecke mit den Richtungspfeilen der Tastatur bedienen
←   →
Foto: Ralf Brunel Sport, Genuss und Traditionen - Top-Tipps Trentino

Val di Fassa: Wo Mountainbiker sich wohl fühlen

Wuchtig ragt das Sella-Massiv über dem Fassatal auf. Es mit dem Mountainbike zu umrunden, ist eine Herausforderung an die Ausdauer. Vier große Anstiege gilt es auf der als »Sellaronda « berühmt gewordenen Tour zu bewältigen: Grödner-, Pordoi- und Sellajoch, außerdem den Campolongo-Pass, insgesamt 60 Kilometer und 4380 Höhenmeter. Wer die Traumstrecke fahren will, muss einen Mountainbike-Guide buchen sowie Bergbahnen und Lifte nutzen. Am besten kauft man dafür den Bikepass »Sellaronda« (30 Euro). Mit ihm lassen sich die Höhenmeter auf bis zu 730 reduzieren – an einem Tag machbar. Downhill-und Cross-Country-Fahrer sollten das Fassa Bike Resort am Belvedere in Canazei besuchen oder die anspruchsvolleren Strecken des Bike Park Buffaure in Pozza di Fassa wagen. Info: fassa.com

Val di Fassa: Das ladinische Museum in Fassa

Die Ladiner sind ein altes Dolomitenvolk mit einer eigenen Sprache und Kultur. Seine Geschichte ist eng verwoben mit dem Fassatal. Das neue Ladinische Museum in der Gemeinde Vigo di Fassa hat es sich zur Aufgabe gemacht, Besuchern die Welt der Ladiner näherzubringen. So lernen sie in Multimedia-Shows beispielsweise die einzelnen Phasen der traditionellen Landwirtschaft kennen, nehmen an den Ritualen einer ladinischen Hochzeit teil und erleben die manchmal ketzerische Heiterkeit des Fassaner Karnevals. Daneben stellt das Museum die ethnographische Sammlung des Ladinischen Kulturinstituts aus, zu der unter anderem die typischen Kostüme der Region gehören. Im Zeitalter der Globalisierung entfaltet dieses Museum einen ganz eigenen Charme. Info: istladin.net

Val die Fiemme: Ein natürlicher Tempel der Musik

Schon Geigenbaugenies wie Stradivari oder Guaneri schätzten es sehr: das Holz der Rotfichten im Val di Fiemme. Auch heute noch ist es wegen seiner Klangfülle sehr beliebt, Klaviere, Geigen und andere Instrumente aus den Fiemmefichten gehen in die ganze Welt. Doch auch ohne gefällt zu werden, erzeugen die Bäume Musik – im Sommer, wenn in den Dolomiten alljährlich das berühmte Festival »Klänge der Dolomiten« stattfindet. Denn jeder der Musiker darf sich einen der stolzen Bäume aussuchen und ihn auf seinen Namen taufen, wenn er ihm im Gegenzug ein Musikstück widmet. Wer diese Einspielungen hören will, holt sich im Büro des Fremdenverkehrsamtes Val di Fiemme in Predazzo Wanderkarte plus Audioguide ab und geht im klingenden Wald auf Entdeckungstour. Info: visitfiemme.it

Val die Fiemme: Bischofsplatz im neuen Glanz

Sieben Jahre lang hat die Gemeinde Fleims den alten Bischofspalast restauriert, der ihr von alters her als Sitz dient – daran angeschlossen die Museums-Pinakothek mit 150 Werken, unter anderem von Größen wie Michelangelo, Cristoforo und Unterperger. Die Sammlung blickt auf eine über 100 Jahre lange Geschichte zurück; nun erweckt eine ausgeklügelte Beleuchtung die Gemälde, aber auch Fresken der Pinakothek zu neuem Leben. Doch auch die dunklere Seite des Gebäudes steht den Besuchern jetzt offen: In den Gefängnissen erkennen sie im Fackelschein, was die Insassen früherer Zeiten in die Wände gekerbt haben – Gedanken, Erinnerungen, Zeichnungen, aber auch Geschichten von grausigen Verbrechen. Die Restaurationsarbeiten hat der Architekt Andrea Marastoni geleitet. Info: mcfiemme.eu

San Martino di Castrozza: Naturpark mit vielen Gesichtern

Seit fünfunddreißig Jahren steht im Parco Naturale Paneveggio – Pale di San Martino ein Stück Natur von außergewöhnlicher Schönheit unter Naturschutz. Der im Osten des Trentino gelegene Naturpark bietet auf 190 Quadratkilometern größte landschaftliche Vielfalt: im Norden die tiefen Wälder des Paneveggio, im Südosten die steil in den Himmel ragenden Dolomitengipfel der Pale di San Martino und im Westen die geheimnisvolle Porphyrkette der Lagorai. Stille Wanderwege durchziehen den Park bis hinauf zu den Gipfeln, die nötigen Informationen dazu erhalten Gäste in den vier Besucherzentren des Parks. Das Hauptbesucherzentrum ist in der Villa Welsperg im Val Canali untergebracht, doch auch ein Abstecher zum Besucherzentrum Paneveggio und seinem Hirschfreigehege lohnt. Info: parcopan.org

San Martino di Castrozza: Primierotal am Fuss der Palagruppe

Wer das Wandern gerne mit gutem Essen verbindet, dem macht der Tourismusverband von San Martino ein Angebot: »Genusswandern in den Dolomiten«. Dahinter verbirgt sich eine dreitägige Hüttenrunde über die beiden idyllisch auf etwa 1200 Meter Höhe gelegenen Rifugios Caltena und Fonteghi – kulinarische Genüsse inklusive. Denn zum Preis von 115 Euro gehören nicht nur die beiden Übernachtungen mit Frühstück, sondern auch zwei dreigängige Abendessen à la carte. Bei der Routenwahl hilft das im Angebot enthaltene Infomaterial: eine DVD, Wandervorschläge und Karten. Allzu lange Steigungen muss man aber in keinem Fall bewältigen: Der Startort der Runde, Fiera di Primero, liegt schon auf 750 Meter Höhe. »Genusswandern « gilt von April bis Ende Oktober. Info: sanmartino.com
Mehr zu dieser Fotostrecke: Reise-Informationen Trentino