Bergsteigerdörfer: Magische Orte in den Alpen

Magische Orte in den Alpen
Bergsteigerdörfer stehen für naturnahen Tourismus

Update
ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.02.2026
Als Favorit speichern
Ardez, Graubünden, Schweiz
Foto: Roberto Moiola via Getty Images

Bergsteigerdörfer stehen seit 2008 für eine alternative, naturnahe Tourismusentwicklung. Zu den Beitrittskriterien gehören etwa ein regionaltypisches Ortsbild, ein überschaubares, aber hochwertiges Übernachtungsangebot, anspruchsvolle Bergsportmöglichkeiten und der weitgehende Verzicht auf technische Erschließungsmaßnahmen. Jahr für Jahr traten neue Orte in Österreich, Italien und der Schweiz dem Verbund bei, so zum Beispiel St. Antönien, Lavin, Guarda und Ardez in Graubünden, oder Dörfer wie Balme und Triora im italienischen Piemont/Ligurien. Damit spannte sich die Initiative nun auch über die Westalpen bis ans Mittelmeer.

Neuzugänge 2025

Letztes Jahr kamen diese drei Orte hinzu:

  • Baška grapa (Slowenien): Dieses Tal liegt eingebettet zwischen den Julischen Alpen und erstreckt sich entlang des Flusses Bača zwischen Tolmin und Bohinj. Die Region ist geprägt von malerischen Dörfern und alten Eisenbahnviadukten, die das kulturelle Erbe des Tals widerspiegeln. Ein weit verzweigtes Wegenetz erschließt die abwechslungsreiche Landschaft für Wanderer und Mountainbiker. Die Beitrittsfeier fand am 24. Mai 2025 statt.
  • Campo Vallemaggia (Schweiz, Tessin): Im hinteren Rovanatal gelegen, umfasst dieses Gebiet die vier Ortschaften Niva, Pian di Campo, Campo Vallemaggia und Cimalmotto. Umgeben von felsigen Gipfeln, lichten Lärchenwäldern und grünen Matten, starten vom Zentrum des Hauptorts verschiedene Wanderrouten. Besonders reizvoll sind Touren zur Alpe Magnello an der Grenze zu Italien oder über Cimalmotto zur Alpe Sfille ins Valle Onsernone.
  • Lauenen (Schweiz, Berner Oberland)
    Dieses charmante Dorf im Berner Oberland ist ein Vorzeigemodell für sanften Tourismus. Umgeben von geschützten Hochmooren und zwei Naturschutzgebieten, steht Lauenen für den Erhalt unberührter Lebensräume. Das größte Kapital ist die intakte Ökologie: Outdoor-Begeisterte finden am legendären Lauenensee und in den umliegenden Gipfeln ein Paradies für umweltbewusstes Wandern und authentische Naturerlebnisse – fernab vom Massentrubel.

Für 2026 ist auf Anfrage bei bergsteigerdoerfer.org bislang noch keine Aufnahme weiterer Dörfer geplant. In Deutschland stehen vier Alpendörfer für authentisches Flair und sanften Tourismus, sie liegen alle in Oberbayern: Ramsau, Kreuth, Sachrang und Schleching. Diese Orte erfüllen alle die strengen Kriterien der Alpenvereine.

Bergsteigerdörfer – unsere Top-Liste

1
Bergsteigerdörfer in den Alpen - Lungiarü - Südtirol
De Agostini via GettyImages

Lungiarü, Südtirol. Italien

2
Lauenen, Berner Oberland, Schweiz, Bergsteigerdorf
Pierre Longnus via Getty Images

Lauenen, Berner Oberland, Schweiz

3
Ötztal - Vent
Daniel Hug

Vent im Ötztal, Österreich

4
Bergsteigerdörfer in den Alpen -
De Agostini via GettyImages - Paularo - Forcella di Lius

Paularo, Friaul-Julisch Venetien, Italien

5
Wandern im Chiemgau - Geigelstein - Bayern
Chiemgau GmbH

Sachrang und Schleching, Bayern, Deutschland

6
Bergsteigerdörfer in den Alpen - Steinberg am Rofan
Westend61 via GettyImages

Steinberg am Rofan, Tirol, Österreich

7
Bergsteigerdörfer in den Alpen - Jezersko
Sjo via GettyImages

Jezersko in Slowenien

8
Bergsteigerdörfer in den Alpen - Triora
zpagistock / Moment RF via GettyImages

Triora, Ligurien, Italien

9
Neue Bergsteigerdörfer 2021
Stefan Schlumpf/ Switzerland

St. Antönien, Kanton Graubünden, Schweiz

10
Lunzer See, Niederösterreich
Westend61 via GettyImages

Lunz am See, Niederösterreich, Österreich

Hier noch einmal die wichtigsten DetailsIdee: Die Bergsteigerdörfer sind eine Initiative der Alpenvereine.

Ziele: Die Initiative fördert den Verzicht auf große technische Erschließungen (neue Skigebiete) und setzt auf lokale Produkte / umweltfreundliche Anreise.

Erweiterung: Die Zahl ist seit dem Start 2008 (damals 16) stetig gewachsen und wird durch Neuzugänge (z.B. Schweiz, Slowenien) weiter ausgebaut. Stand Februar 2026 sind es insgesamt 43 Bergsteigerdörfer im Alpenraum.

Standorte: Die meisten Bergsteigerdörfer befinden sich in Österreich (ca. 22), gefolgt von Italien, Deutschland, Slowenien und der Schweiz.

Deutschland: Hier gibt es vier offizielle Bergsteigerdörfer, alle in Oberbayern: Ramsau bei Berchtesgaden, Kreuth, Sachrang und Schleching.

Infos zum Weitwanderweg Bergsteigerdörfer

Vier Bergsteigerdörfer verbindet seit vergangenem Jahr der Weitwanderweg Bergsteigerdörfer: Guarda, Ardez und Lavin im Schweizer Unterengadin sowie Matsch im Südtiroler Obervinschgau. Auf sechs Etappen sammeln sich auf diesem alpinen Weitwanderweg etwa 5000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg an, verteilt auf knapp 100 Kilometer. Stellenweise kann per Bus abgekürzt werden. Übernachtet wird teils in Hütten, teils in Dörfern. Weitere Infos zum Weg: alpenvereinaktiv.com, Pauschalangebot unter eurotrek.ch

Noch mehr Alpenträume als PDF-Special