Hoch über dem Lennetal im Sauerland thront die Burg Altena – ein geschichtsträchtiger Ort, der 1914 als Heimat der ersten Jugendherberge der Welt in die Geschichte einging. Bis heute zieht die eindrucksvolle Höhenburg Wandernde aus nah und fern an. Besonders im Herbst, wenn sich die Wälder in leuchtende Farben tauchen und Nebel über der Lenne liegt, entfaltet die Region ihren ganz eigenen Zauber.
Die Burg Altena selbst ist ein architektonisches Schmuckstück des Mittelalters. Sie erhebt sich auf dem Sporn des Klusenbergs und bietet nicht nur einen herrlichen Blick ins Tal, sondern auch einen Einblick in über 800 Jahre Geschichte.
Drei empfehlenswerte Touren im Herbst
- Kurze Rundtour zur Burg Altena: Ein einfacher Rundweg (ca. 4,4 km) startet am Parkplatz "Langer Kamp" im Tal, führt das Talbett entlang und dann den Aufstieg zum Burgberg hoch – ideal für eine halbe Tagesetappe.
- Themenweg Drahthandelsweg & Burg Altena: Wer etwas mehr Zeit mitbringt: Auf dem historischen Drahthandelsweg wandert man entlang eines alten Handelswegs der Drahtindustrie und erreicht schließlich die Burg Altena. Im Herbst sind die Abschnitte durch Wald und Höhen gut für farbenfrohe Aufnahmen.
- Längere Tour: Von der Dechenhöhle zur Burg Altena: Ca. 17 km anspruchsvollere Strecke, mit einem eindrucksvollen Aufstieg, Waldpassagen, Aussichtspunkten und dann Abschluss an der Burg. Eine gute Herbstwanderung für aktive Wandernde.
Weitere Wander-Highlights in Nordrhein-Westfalen

Sauerland-Höhenflug
Stets oberhalb von 400 Metern befinden sich Wanderer auf dem Weitwanderweg Sauerland-Höhenflug. Wie der Name schon andeutet, wird es hier aussichtsreich. In zehn bis 12 Tagen geht es über die prägenden Gebirgskämme des Sauerlands mit Ausblicken auf die umliegenden Wälder, Berge und Täler. Beginnen kann man entweder in Altena (194 km) oder in Meinerzhagen (200 km). Auf der vierten Etappe treffen die Varianten aufeinander und führen quer durch den Naturpark Sauerland Rothaargebirge bis ins hessische Korbach.
250 km, 5000 hm

Wildnis-Trail
Wer sie zu sehen bekommt, hat richtig viel Glück: Die scheue Wildkatze. In der Eifel und in den benachbarten Ardennen gibt es zwar die größte Population Mitteleuropas, doch meist versteckt sie sich im Wald und kommt erst in der Dämmerung aus ihrem Versteck. Nichtsdestotrotz kann man auf dem Wildnis-Trail in ihrem Zeichen wandern und vielleicht ihre Spuren entdecken. Im Nationalpark Eifel wird die Natur zu großen Teilen sich selbst überlassen und so wandert man in vier Tagen durch diese entstehende Wildnis von Monschau-Höfen bis Zerkall, erlebt rauschende Bäche, Ausblicke auf Stauseen und ein vielfältiges Naturschutzgebiet.
84 km, 2000 hm

Wisent-Pfad
Als einer von 13 Rothaarsteig-Spuren führt der Wisent-Pfad durch die Heimat der Europäischen Bisons. Dank einem Naturschutzprojekt leben die mächtigen Rinder frei in den Wäldern bei Bad Berleburg. Schmale Waldwege führen zu den Tieren und auf den Rothaarkamm von Wingeshausen nach Schmallenberg-Jagdhaus. Durch ein malerisches Flusstal wird der Wisent-Pfad zu einer schönen Rundwanderung, die rund 4,5 Stunden in Anspruch nimmt.
13,5 km, 250 hm

Uplandsteig
Wenn die Heide im August violett erstrahlt, erleben Wanderer den Uplandsteig zu seiner wohl schönsten Zeit. Die drei- bis viertägige Weitwanderung führt einmal rund um das Städtchen Willingen im Hochsauerland. Dabei wandert man nicht nur durch eine der beeindruckendsten Hochheiden Deutschlands, sondern auch durch tiefe Wälder, Moore und auf die höchsten Gipfel des Sauerlands. Rund 40 Aussichtspunkte schenken herrliche Ausblicke auf die Mittelgebirgslandschaft, Upländer Dörfer und den Diemelsee. Trekking-Camps machen den Uplandsteig auch mit dem Zelt machbar.
67 km, 1250 hm

Rothaarsteig
Eine Fernwanderung voller Sinneseindrücke bietet der Rothaarsteig von Brilon nach Dillenburg. Als "Weg der Sinne" führt er zu sprudelnden Quellen, über duftende Blumenwiesen und auf aussichtsreiche Berge, wie den Kahlen Asten (841 m). Sein Verlauf über den Kamm des Rothaargebirges macht ihn zu einem der schönsten Höhenwege Europas. Wer ausreichend Zeit für die Besichtigung der Bruchhauser Steine, der Ginsburg und weiterer Highlights haben möchte, kann den Rothaarsteig in 12 Etappen bewandern. Sportlich ist er aber auch in sechs oder klassisch in acht Etappen machbar.
157 km, 3000 hm

Hermannshöhen
Als weiterer schöner Höhenweg in NRW führt der Hermannsweg (156 km) über den Kamm des Teutoburger Waldes. Zusammen mit dem Eggeweg (70 km) bildet er die rund zweiwöchige Fernwanderung Hermannshöhen von Rheine im Münsterland nach Marsberg im Sauerland. Hohe Berge werden zwar nicht bestiegen, aussichtsreich ist die Wanderung trotzdem dank einiger Türme und alter Burgen. Namenspatron des Wegs ist Hermann der Cherusker, an dessen 53,5 Meter hohem Denkmal man auf der achten Etappe vorbei kommt.
226 km, 4000 hm

Ruhrhöhenweg
Das Ruhrgebiet ist mit fünf Millionen Einwohnern der größte Ballungsraum in Deutschland. Sein namensgebende Fluss entspringt in Winterberg im Sauerland. Seinem Lauf bis zur Mündung in den Rhein folgt der Ruhrhöhenweg. Dabei wandert man selten am Ufer der Ruhr entlang, sondern folgt ihr in den benachbarten Hügeln und Bergen. So ist man abseits der Ballungsräume auf waldreichen Pfaden unterwegs und erlebt in zehn Tagen eine naturnahe Seite des Ruhrgebiets inklusive historischer Sehenswürdigkeiten.
240 km, 4000 hm

Hohe Mark Steig
Nördlich des Ruhrgebiets erstreckt sich der Naturpark Hohe Mark – ein Naturparadies voller Wiesen, Wälder, Heiden und Wasserlandschaften. In sechs Etappen wandert man auf dem Hohe Mark Steig größtenteils flach von Wesel am Niederrhein, durch das Münsterland und nördliche Ruhrgebiet bis nach Olfen. Wer noch einen Tag dran hängt, kann auf der Wasserroute (18 km) nach Haltern am See ein sehenswertes Auenland entdecken.
160 km, 780 hm

Sauerland-Waldroute
Mit dem Rauschen der Bäume in den Ohren und federndem Moos unter den Füßen durchquert man auf der Sauerland-Waldroute die Mittelgebirgsregion in Westfalen auf bis zu 19 Etappen. Los geht es in Iserlohn durch den Naturpark Sauerland Rothaargebirge. Nach fünf Etappen teilt sich der Weg in Warstein im Naturpark Arnsberger Wald in eine Nord- und eine Südroute. Das offizielle Ende ist in Marsberg, man kann die Varianten aber auch zu einer Rundtour kombinieren. Ruhige Fichten-, Misch- und Buchenwälder wechseln sich mit belebten Seeufern und Ortschaften ab. Wer genügend Zeit mitbringt, kann auch Burgen, Schlösser und Museen besuchen.
246 km, 5300 hm

Nideggen
Im Wald der Rureifel verbergen sich skurrile Felsformationen, an denen sogar geklettert werden kann. Eine vierstündige Wanderung führt ab dem mittelalterlichen Dorf Nideggen zu den Highlights dieser Buntsandsteinfelsen. Am Rurufer entlang erlebt man das wilde Flüsschen, an Aussichtspunkten ist das Tal zu überblicken. Zu Beginn oder Ende der Wanderung lockt ein Besuch der Burg Nideggen inklusive Einkehr im Burgrestaurant.
16 km, 380 hm





