Trekking Sauerland/ 01/2022 Fabian Weiss
Trekking Sauerland/ 01/2022
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Trekking Sauerland/ 01/2022 8 Bilder

Wanderweg Uplandsteig im Sauerland

Mehrtagestour im Sauerland Unterwegs auf dem Uplandsteig

Der Uplandsteig im Sauerland ist noch nicht so bekannt wie andere Mehrtagestouren hierzulande. Man fragt sich, warum.

Etappenübersicht Uplandsteig

Start- und Zielpunkt der Rundwanderung ist Willingen (Upland), im nordöstlichen Teil des Rothaargebirges. So erwandert ihr den Uplandsteig mit Zelt:

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Trekking Sauerland/ 01/2022
66 Kilometer durch Nordhessen Uplandsteig - Sauerland (aus Heft 01/2022)
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Etappe 1: Willingen – Trekkingplattform U1 – Eimelrod (U2)

Von der Willinger Touristeninformation geht es durch den Kurgarten in Richtung Schwalefeld. Nach 2,5 km verläuft der Uplandsteig durch einen Buchenwald in das Itterbachtal und quert die Landstraße. Kurz darauf erreicht man den Burgring der Schwalenburg sowie die Trekkingplattform U1. Von dort durch das Aartal nach Rattlar und bis nach Hemmigshausen. Hier dem »alten Schulpfad« nach Eimelrod folgen zur Plattform U2 auf der Bockelau.

Mehr zum Thema:
Länge 25,19 km
Dauer 7:15 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 584 Meter
Höhenmeter absteigend 620 Meter
Tiefster Punkt 599 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Etappe 2: Trekkingplattform U2 – Bömighäuser See – Grotenberg – Usseln (U3)

Am Böhminghäuser See vorbei führt der Uplandsteig Richtung Welleringhausen. Am Grotenberg endet der Weg in einer Kreuzung mit den Optionen Tal- oder Bergvariante. Für die Bergvariante an der Abzweigung kurz hinter Welleringhausen links halten und den bewaldeten Hügel bis zur Landstraße umgehen. Dort rechts abbiegen und nach 200 Metern wieder links. Hier beginnt der Aufstieg zur Hochheide auf das Hochplateau des Kahlen Pön. Bei Kilometer 42,5 führt der Pfad zum Skihang des Pön-Liftes. Hier zur Plattform U3 oberhalb des Örtchens Usseln absteigen.

Mehr zum Thema:
Länge 18,44 km
Dauer 5:10 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 439 Meter
Höhenmeter absteigend 267 Meter
Tiefster Punkt 560 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Im grünen Bereich: Zeltfans bietet der Weg kleine Plattformen mitten in der Natur.

Etappe 3: Trekkingplattform U3 – Neuer Hagen – Willingen

Von der Trekkingplattform U3 den Skihang hinaufsteigen in Richtung Graf-Stolberg-Hütte. Rechts hinunter zur Diemelquelle. Hier der breiten Abzweigung nach links bis Auf’m Knoll folgen. Weiter Richtung Schöne Aussicht und die nächste Kreuzung links. Dem Weg rechts bergauf auf den Krutenberg folgen und nach 500 Metern links abbiegen, nach 50 Metern rechts talabwärts. Am Hillekopf nördlich bis Hildfeld weiter. Dem Weg rechts bergauf folgen und dann sofort wieder links entlang der Grenze Hessen/Nordrhein-Westfalen in Richtung Hochheide. Bei Kilometer 53 heißt es links abbiegen zur Hochheide, nun die Hoppecke-Quelle passieren. Anschließend den Hauptweg verlassen und auf einem schmalen Pfad rechts abbiegen durch Erika. Am Clemensberg links halten zum Gipfelkreuz. Bergab die Heide über die »Sauheide« verlassen. Am Oberen Burbecker Platz rechts den Waldaufstieg nehmen und dann den Weg auf den Langenberg. Richtung Richtplatz absteigen und nach 100 Metern links auf den breiten Waldweg bis zum Skilift Ritzhagen. Von hier an links halten und weiter talabwärts bis an den Start- und Zielort Willingen wandern.

Mehr zum Thema:
Länge 27,81 km
Dauer 7:43 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 463 Meter
Höhenmeter absteigend 591 Meter
Tiefster Punkt 730 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Tipps zur Planung eurer Reise ins Sauerland

  • Hinkommen: Die Anreise erfolgt am besten mit dem Zug bis Bahnhof Willingen (Upland). Mit dem Auto gelangt man von Frankfurt über die A5 nach Gießen, dann über Marburg nach Willingen. Dritte Alternative: Man lässt sich zu Hause vom Willingen Urlaubs-Express abholen. Mehr Information: hellwig-reisen.de
  • Herumkommen: Alle Zelt-Plattformen liegen nahe der neun Gemeinden der Region und sind gut zu Fuß erreichbar. Wer einzelne Etappen überspringen will, nutzt das kostenlose Ticket für den ÖPNV und die Sammeltaxis des Sauerlandes, das man bei Buchung der Plattformen erhält. Alles Wichtige hier: trekkingpark.de
  • Orientieren: Die Qualitätswanderwege im Trekkingpark Sauerland sind gut ausgeschildert. Eine Wanderkarte der Region erhält man nach der Buchung der Plattformen per Post oder kann sie vor Ort abholen.
  • Beste Reisezeit: Die Trekking-Camps sind vom 1. April bis 15. November geöffnet. Von Juni bis Juli schmücken blühende Rapsfelder das Land, und Schleckermäuler können Ende August/ Anfang September unterwegs wild wachsende Blaubeeren naschen.
  • Surfen: Auf trekkingpark.de finden sich alle wichtigen Informationen rund um die Wanderwege, Zeltplattformen, die Region und vieles mehr
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Ende August, Anfang September: Das ist die Zeit, um den Proviant mit köstlichen Blaubeeren aufzustocken.

Unterkunftsmöglichkeiten am Uplandsteig

  • Die Zeltplattformen: Insgesamt neun Trekkingplätze gibt es im Trekkingpark Sauerland. Vier Plätze (U1–U4) befinden sich entlang des Uplandsteiges, vier (D1– D4) entlang des Diemelsteiges. Die neunte Plattform D/U teilen sich beide Pfade. Jede Plattform bietet Platz für zwei Zelte mit je maximal zwei Personen. Wer hier nächtigen will, muss die Plattformen im Voraus buchen über trekkingpark.de. Die Übernachtung kostet 13 Euro pro Zelt. Ausgestattet sind die Plätze mit einem Kompostklo. Wasserquellen sind ausgeschildert. Für Ausrüstung und Proviant muss man selber sorgen, Müll muss vollständig wieder mitgenommen werden. Mülltüten gibt es in der Tourist-Information gratis. Um die Zelte auf der Plattform zu befestigen, werden Zeltspannleinen benötigt. Dran denken: Unbedingt genügend Zeltschnur für die 5x4 Meter großen Plattformen mitnehmen. Übernachten abseits der Plattform ist aus Naturschutzgründen nicht erlaubt.
  • Belohnung: Wer sich nach der erfolgreichen Wanderung belohnen möchte, ist beim Hotel Edelweiß samt Sauna, Whirlpool und Infrarotkabinen genau richtig. Das fantastische Fünf- Sterne-Frühstücksbuffet des Hotels sollte man sich auch nicht entgehen lassen. edelweiss-willingen.de
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Man muss schon ein bisschen schauen, um die Zeltplattform bei Eimelrod im Gebüsch zu entdecken.

Wenn der Magen knurrt:

  • Graf-Stolberg-Hütte: Lieber Sauerländer Wildsülze oder doch die vegane Kartoffelsuppe? Die Graf-Stolberg-Hütte punktet neben einer variantenreichen Speisekarte auch mit einer tollen Aussicht. wandern-sauerland.de
  • Ettelsberg-Hütte: Die rustikale Hütte am Rande der Hochheide liegt nahe der Ettelsberg- Seilbahn. Wirt Siggi genießt Kultstatus und unterhält seine Gäste gerne mit Alphorn und Schleudertrompete. Zu essen gibt es Erbsensuppe im Glas und brennenden Hüttengeist.ettelsberg/siggis-hütte
  • Hochheidehütte: Inmitten Deutschlands malerischer Heidelandschaft kann man sich hier allerlei Deftiges und Süßes aus der Region zu Gemüte führen. hochheidehütte-niederfels.de
Lisa Alix Brandau - Reiseautorin
OUTDOOR

Die Tipps von Reiseautorin Lisa Alix Brandau

  • Pfadwechsel: Für fünf Kilometer verlaufen der Upland- und der Diemelsteig auf demselben Weg. Wer Zeit hat, macht auf diesem Abschnitt einen Abstecher zum Diemelsee. Hier lohnt ein Aufstieg auf den St. Muffert – wegen des Panoramablicks. trekkingpark.de
  • Bruchauser Steine: Die vier Vulkanfelsen ragen weithin sichbar aus dem Wald des Rothaargebirges. 16 Kilometer Wanderung bringen einem das Naturmonument ganz nah. bruchhauser-steine.de
  • Curioseum: Wer auf Kitsch, Kunst und Krempel steht, ist in diesem Museum goldrichtig. Sammler aufgepasst: Von Oldtimern bis Schallplatten – hier gibt es Schätze für jeden. Curioseum-willingen.de

"Stille Größe" – der Reisebericht vom Uplandsteig

Und sollte man nach drei Tagen auf dem Uplandsteig noch Zeit und Kraft haben, könnte man gleich noch den Diemelsteig angehen, eine mehrtägige Runde, die an den Nordostbogen des Uplandsteigs andockt. Das Schöne: Seit Juni 2021 locken beide Wege mit nagelneuen Zelttrekking-Plattformen aus Holz, die man zuvor online über die Webseite der Tourist-Information oder telefonisch bucht. Trubel und nächtliche Beschallung muss man nicht befürchten: Die neun Plattformen entlang der beiden Wanderwege liegen verborgen und bieten nur je zwei Zelten à zwei Personen Platz. All das klang verlockend, und weil man Rundtouren starten kann, wo man will, folgen wir dem Rat Andrew Kespers und steigen kurz vor Ende der zweiten Etappe in den Uplandsteig ein: zu Füßen des Kahlen Pön (776 m). Der Weg teilt sich dort kurz in eine Tal- und eine Bergvariante. Im Tal wären wir wettergeschützt und könnten in der Geo-Infostube »Im Ohl« sogar noch Gold waschen – in keinem Berg in Deutschland steckt mehr davon als im Kahlen Pön, heißt es. Aber wir entscheiden uns für die Gipfelvariante und steigen bergan... den kompletten Reisebericht findet ihr in der neuen OUTDOOR-Ausgabe 01/2022 – im Kiosk und online als E-Paper.

Titel Heft 01/2022
Lars Schneider
OUTDOOR-Ausgabe 01/2022

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