Zahlreiche beeindruckende Felsformationen verstecken sich im Pfälzerwald. Einer davon ist besonders markant und gilt als Wahrzeichen der Pfalz: der Teufelstisch in Hinterweidenthal, nicht weit von Frankreich entfernt. Als der Teufel eines Nachts durch das Dahner Felsenland streifte, soll er für seine Rast die riesige Platte auf den schmalen Sockel drapiert haben. So lautet die Sage um die Entstehung des Teufelstischs. 14 Meter ist die Felsformation aus Buntsandstein hoch und gilt als die deutsche Kopie des Monument Valley in den USA. In der Nähe befindet sich ein Erlebnispark mit Spielplatz, Gasthof und Minigolfanlage. Von hier sind es nur 500 Meter bis zum Naturmonument. Der Felsen ist zu jeder Jahreszeit und Uhrzeit frei zugänglich, im Gegensatz zum Erlebnispark, der nur von Ostern bis Oktober öffnet.
Ausflugstipps am Teufelstisch
Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour
Diese Tour ist die klassische Wanderung für alle Teufelstisch-Besucher. Entweder man startet in Salzwoog oder am Erlebnispark Teufelstisch. Die beliebte Felsformation ist das erste Highlight auf der mittelschweren Rundwanderung. Auf Waldwegen durchwandert man die Teufelsküche sowie die Teufelsschmiede mit ihrem ambossförmigen Fels. Tief geht es in den Wald hinein zur verborgenen Schwammbornquelle. Aber auch Ausblicke bis zu den Wasgauer Hügeln warten.
11 km, 320 hm, 3,25 Stunden
Schusterland Radtour
Durch das Herz des Dahner Felsenlands führt die Schusterland Radtour. Ohne viele Höhenmeter geht es zu den Topspots der Region. Der Teufelstisch ist in wenigen Minuten zu Fuß erreicht. Die Rundtour passiert aber auch die sehenswerte Burg Bergwartstein, die Burgruine Lindebrunn und pittoreske Dörfer voller Fachwerkhäuser. Auch Ausblicke auf Felsformationen wie die Geiersteine, den Friedrichsfelsen und den Neding werden geboten. Einkehrmöglichkeiten gibt es zuhauf.
52,5 km, 460 hm, 4 Stunden
Dahner Rundwanderweg
Die Vielfalt des Dahner Felsenlands offenbart sich für Wanderer auf dem Dahner Rundwanderweg etwas abseits vom Teufelstisch. Rund um Dahn führt die anspruchsvolle Tour zu gleich mehreren Sehenswürdigkeiten. Am beeindruckendsten ist wohl das Burgenmassiv Alt Dahn – Grafendahn – Tanstein. Die drei Burgruinen stehen nebeneinander auf fünf Buntsandsteinfelsen und zählen zu den größten mittelalterlichen Wehranlagen der Pfalz. Besichtigt werden können sie von April bis Oktober. Viele weitere Felsformationen warten entlang des Wegs, wie der Hexenpilz, Braut und Bräutigam, das Dahner Felsentor und der 70 Meter hohe Jungfernsprung mitten in der Stadt Dahn mit Aussichtskanzel und Gipfelkreuz. Auf einige führen Leitern und Treppen hinauf zu Aussichtskanzeln, die Ausblicke über die felsenreiche Region schenken.
8,7 km, 476 hm, 7,5 Stunden
Felsenland Sagenweg
Die volle Ladung skurriler Felsen, Burgruinen und Ausblicke beschert der Felsenland Sagenweg. In fünf Tagen durchwandert man das Dahner Felsenland in Schlangenlinien von Dahn mit einem Abstecher nach Frankreich bis Bruchweiler-Bärenbach. Auch hier kommt man in Dahn an den sehenswerten Felsformationen vorbei, passiert aber auch die Burgruine Drachenfels. Sie ist ein absoluter Höhepunkt im Wasgau, stammt aus dem 13. Jahrhundert und kann über Leitern bestiegen werden. An der Grenze zu Frankreich gibt es besonders viele Burgen zu sehen, bevor man durch das Biosphärenreservat Pfälzer Wald das Ziel erreicht. Immer dabei: malerische Waldpfade, fantastische Ausblicke und ausreichend Einkehrmöglichkeiten.
86 km, 2360 hm, 5 Etappen
Klettern am Teufelstisch
Der Teufelstisch lädt zum Klettern ein und tatsächlich ist das sogar offiziell erlaubt. Drei Routen in den Schwierigkeitsgraden 6+, 7– und 8+ führen zum Gipfel. Jedoch gibt es keine Haken, sodass mobile Sicherungsgeräte sowie Erfahrung im traditionellen Klettern nötig sind. Wer es nach oben schafft, darf sich im Gipfelbuch eintragen und über einen Abseilring abseilen. Ansonsten gibt es im Dahner Felsenland insgesamt 50 ausgewiesene Kletterfelsen mit etwa 850 Routen. Besonders beliebt ist insbesondere der Rappenfels.





