Tourentipps zum Wandern und Radfahren an Italiens Riviera

Traumrevier Ligurien

Wo sich Berge und Meer berühren, da verliert man sein Herz. outdoor zeigt Wanderwege und Mountainbike-Touren durch die atemberaubende Landschaft Liguriens.

So also sieht es aus, wenn zwei Welten aufeinanderprallen: wunderschön! In Ligurien tauchen die Alpen ins Meer, treffen Almen und Felsen auf Uferpromenaden und Sandstrände. Die drittkleinste der 20 italienischen Regionen sieht aus wie ein Regenbogen, der den Golf von Genua zwischen Ventimiglia und La Spezia umfasst. Im Süden bildet das Mittelmeer die natürliche Grenze, die Nordgrenze liegt nur zwischen sieben und fünfunddreißig Kilometer im Landesinneren. Unterteilt wird Ligurien in die Riviera di Ponente – sie reicht von der französischen Grenze bei Nizza bis Genua, der Hauptstadt der Region – und in die Riviera di Levante, die den Streifen östlich davon bildet.

Foto: Ben Wiesenfarth Das malerische Riomaggiore

Wie Vogelnester schmiegen sich die Orte an die Küste.

An der Küste pulsiert das Leben: Besucher tauchen hier ein in das bunte, lebendige Durcheinander von Einheimischen und Touristen in romantischen Altstädten, an Stränden, in Cafés, auf den Straßen und in den Zügen. Doch so beeindruckend das auch sein mag, dies ist nur der kleinere Teil Liguriens: Fast zwei Drittel der Fläche besteht aus Bergen, ein Drittel aus Hügelland. Das Hinterland offenbart einen komplett anderen Charakter als die Küste: Die Täler sind abgeschieden und ursprünglich. Kein Wunder, dass Sportler genauso viel Gefallen an der italienischen Riviera finden wie Badegäste.

Foto: Ben Wiesenfarth Auf dem Weg zum Monte Saccarello

Hoch hinauf geht es an der Grenze zu Frankreich: Der Monte Saccarello ist mit 2201 Meter der höchste Gipfel der Provinz.

Für Wanderer und Mountainbiker bieten sich hier viele Möglichkeiten: Von alpinen Unternehmungen wie der Kletterei durch die Felsen am Sentiero degli Alpini oder der Besteigung des höchsten Berges der Region, dem Monte Saccarello mit 2201 Meter Höhe, über eine mehrtägige Durchquerung bis zur gemütlichen Ausfahrt mit dem Fahrrad am Meer.

Da sind die berühmten Dörfer der Cinque Terre. Atemberaubend steil stürzt die Küste ins Meer ab, und trotzdem haben die Einheimischen den Südhängen auf schmalen Terrassen kultivierbare Erde abgerungen, um dort Wein anzubauen. Pfade hoch überm Meer bietet auch die Halbinsel von Portofino. Wer möchte, kann hier Wanderungen mit Bootsfahrten kombinieren und die karibisch klare See aus beiden Perspektiven genießen.

Foto: Ben Wiesenfarth Weitblick im Beigua Park

Die Weiten des Beigua-Parks bieten Mountainbikern viele Möglichkeiten.

Mountainbiker lieben es dagegen meist etwas wilder und erkunden deshalb das Hinterland im Naturpark von Antola oder im Park des Monte Beigua. Die Hochburg der Biker in dieser Region ist die Gegend um Finale Ligure. Und an der Grenze zu Frankreich warten ideale Voraussetzungen: Die alten Militärstraßen führen Moun­tainbiker auf bis über 2000 Meter.

Ob Sie nun biken oder wandern: Wo auch immer Sie Ihre Traumtour finden – Sie wandeln zwischen den Welten, dort, wo die Berge das Meer berühren.

21.04.2009
© outdoor
Ausgabe 03/2009