8 Skitouren-Tipps von Profis

Sie können die Fotostrecke mit den Richtungspfeilen der Tastatur bedienen
←   →
Foto: Wolfgang Ehn

Skitouren-Tipps von Wolfgang Ehn

Der Stuiben (1749 m) bei Garmisch ist nicht besonders hoch, aber hoch genug, um oberhalb der Baumgrenze zu gipfeln. Er ist nicht steil, oben sogar relativ flach, was ihn zu einem idealen Berg für Skitourenanfänger macht. Darüber hinaus gelten Touren dort als recht lawinensicher, und der Schnee ist meistens super. Das liegt an der Nordhanglage, die dank ihres sanften Gefälles auch noch Sonne abbekommt. Für ein besonderes Plus halte ich die Stuibenhütte (1640 m), eine urige kleine Alpenvereinshütte mit 30 Schlafplätzen. Man bringt sein Essen mit, und der Hüttenwirt Jochen Lingott kocht es – richtig gut! Die leichten Touren hier führen auf den Mauerschartenkopf (1919 m) und auf die Stuibenspitze (1908 m) und haben jeweils um die 500 Höhenmeter, wer etwas Anspruchsvolleres sucht, geht auf die Alpspitze (2628 m) oder die Grieskarscharte (2465 m). Da sollte man aber Lawinenrisiken einschätzen können.

Info: gapa.de/tourenplaner

Tourenski 2017 im Test

Skitouren-Tipps von Caja Schöpf

Ich bin bei Schnee so viel wie möglich auf Skiern unterwegs, aus Spaß ebenso wie aus Trainingsgründen. Dafür will ich nicht lange Auto fahren – umso besser, dass meine bayerische Heimat Ohlstadt direkt unter dem Heimgarten (1790 m) und dem Herzogstand (1731 m) liegt! Obwohl auf Letzteren eine Bahn führt, sind beide Berge in puncto Skitouren noch nicht so überlaufen. Oben wartet ein unschlagbares Panorama auf die umliegende Seenlandschaft, auf das Karwendel und das Wettersteingebirge. Bei guter Sicht sieht man sogar die Zillertaler Alpen und den Großglockner. Wer einen gemütlichen Aufstieg auf den Herzogstand will, nimmt die Aufstiegsspur entlang der Piste. Das dauert etwa zwei Stunden, und auch weniger geübte Skitourengeher sind dann noch fit genug, um bei der Abfahrt ihre Freude an den teilweise ganz schön steilen Hängen zu haben.

Info: Unter alpenvereinaktiv.com finden sich Tourendetails für Herzogstand und Heimgarten.

Tourenski 2017 im Test

Skitouren-Tipps von Franz Güntner

Der Rofanstock liegt als westlicher Teil der Brandenberger Alpen in Tirol und erhebt sich über dem Achensee und dem Inntal. Vielen mag er eher als Pistenskigebiet ein Begriff sein. Ich bin auch nur durch Zufall zum Skitourengehen dorthin gekommen und war überrascht, wie viel die Region auf kleinem Raum zu bieten hat. Auch die Aussichten hinüber ins Karwendel sind der Hit. Am Wochenende wird es oft voll, vor allem auf der Tour auf die Rofanspitze (2259 m), die sozusagen das Aushängeschild der Region bildet. Mit gutem Grund, denn auf das Panorama mit Berchtesgadener Alpen, Hohen Tauern, Zillertaler und Tuxer Alpen folgt eine Endlosabfahrt über 1630 Höhenmeter bis nach Wiesing. Mein Tipp: die ebenfalls wunderschöne, aber deutlich einsamere Tour von Achenkirch zum Kotalmjoch. Mit 1180 Höhenmetern und drei Stunden Gehzeit fordert sie etwas Kondition, ist aber technisch nicht zu hart.

Info: achensee.com/winter/skitouren

Tourenski 2017 im Test

Skitouren-Tipps von Olaf Beck

Etwas oberhalb von Akureyri, Islands »Hauptstadt des Nordens«, liegt das Fischerdorf Dalvik. Zahlreiche lohnende Gipfel ragen hier, kurz vor dem Polarkreis, über dem Eyjaförður auf, dem mit 50 Kilometern längsten Fjord des Landes. Die meisten Berge sind 1200 bis 1500 Meter hoch, abgeschieden und überwiegend menschenleer. Die langen, meist nicht allzu steilen Aufstiege kann man durchaus als Genuss bezeichnen. Bis Ende April locken die Nordhänge noch mit Pulverschnee, während die Südhänge dann mittags schon in bestem Firn liegen. Kleines Wellness-Schmankerl: Auch einfache Unterkünfte besitzen in der Regel einen »Hot Pot«, einen heißen Pool, in dem man nach der Tour herrlich entspannen kann.

**Info:* visitakureyri.is, geführte Reisen zum Beispiel mit hauser-exkursionen.de

Tourenski 2017 im Test

Skitouren-Tipps von Flory Kern

Für mich sind die Lyngen Alps in Norwegen das perfekte Skitourenrevier. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten für spannende Abfahrten in dieser Küstengebirgskette nordöstlich von Tromsø, auch Skidurchquerungen sind möglich. Neben wilder alpiner Szenerie ist es immer wieder der Blick hinunter aufs Meer, der dieses Revier so einzigartig macht. Was ich besonders liebe: den letzten Schwung direkt am Wasser machen und am Abend vor einer Blockhütte sitzen und den Blick über den Fjord schweifen lassen. Meine Lieblingstour führt auf den Kagentinden (1228 m). Auf dem windigen Gipfel fühlt es sich eher an, als wäre man auf 4000 Metern. Die unbeschreibliche Abfahrt führt durch steile Rinnen nordseitig und sogar über einen mächtigen Gletscher.

Info: visitlyngenfjord.com, flory-kern.de

Tourenski 2017 im Test

Skitouren-Tipps von Dan Patitucci

Für mich sind und bleiben sie die schönsten Berge der Welt: die Dolomiten. Die verschneite Gipfelwelt mit all den wilden Zacken, Zähnen und Mauern, die zum meistens blauen Himmel streben, lässt nicht nur mein Fotografenherz höher schlagen. Skitouren gehören zu meinen größten Leidenschaften. Und ob Grödner-, Gader- oder Villnösstal, um nur ein paar zu nennen, Skitourengeher haben dort alle Möglichkeiten der Welt, vom leichten Einsteigerweg bis zum anspruchsvollen Skibergsteigen auf Dreitausender. Da es auch viele Pisten gibt, kommt man den Gipfeln per Seilbahn schon ein gutes Stück näher, wenn man will. Ein forderndes Abenteuer ist die Tour auf den Sas Dai Ciamorces (2999 m), wenn man beim etwa vierstündigen Aufstieg über den berühmten Pisciadù-Klettersteig geht. Auch die Abfahrt durch das steile Val Setus ist sehr anspruchsvoll.

Info: Kompass Skitouren-Atlas Dolomiten, Franco und Laura Gionto, 14,95 Euro

Tourenski 2017 im Test

Skitouren-Tipps von Christoph Jorda

Den outdoor-Fotografen und leidenschaftlichen Tourengänger zieht es mit seinen Tourenski gerne in die Mieminger Kette: Hier ist für jeden etwas dabei! Von steilen, engen Rinnen über weite, offene Hänge bis zu guten Aussichten. Besonders mag ich die Skitour von Biberwier über den Höllkopf und durchs Tajatörl nach Ehrwald. Ausgangspunkt ist Marienbergjoch (1789 m) oder die Seilbahnstation über Biberwier. Für den Aufstieg muss man 3h 30 min einplanen. Abfahrt und Rückkehr aus dem Tajatörl nach Nordosten hinab und dann nach links ins Brendlkar, zu guter letzt fährt man auf der Skipiste nach Ehrwald hin aus. Unbedingt: Vorher die Rückfahrt nach Biberwier organisieren!

Karte: Kompass, WK 5, 9,99 Euro

Tourenski 2017 im Test

Skitouren-Tipps von Ben Wiesenfarth

"Der Aufstieg auf das Gottesackerplateau ist lang, aber dafür nimmt man gleich drei Gipfel auf einmal mit. Besonders schön sind die vielen Abfahrtsvarianten bei dieser Gipfel-Rundtour über die Oberen Gottesackerwände (2033 m)", meint outdoor-Fotograf und Skitouren-Crack Ben Wiesenfarth. Ausgangspunkt der Tour ist Riezlern im Kleinwalsertal, Mahdtalhaus (1060m, Höhenunterschied: 1300 m, Gehzeiten: 4 h 30 Min Aufstieg). Noch ein Tipp: Die landschaftlich schöne Tour ist beliebt. Unbedingt stabile Lawinenlage abwarten!

Info: kompass.de; Karte: Kompass, WK 3, 9,99 Euro

Auch schön:
Skitour in den Berner Alpen
Skitour im Mont-Blanc-Massiv

Tourenski 2017 im Test
Mehr zu dieser Fotostrecke: Wintersaison 2015: Die Highlights für Skitourengeher