Zustiegsschuhe fürs Klettern im Test Ralph Stöhr

Zustiegsschuhe im Test

Test Test: 9 Zustiegsschuhe im Vergleich

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Zustiegsschuhe sollen uns sicher zum Einstieg und wieder ins Tal bringen. Auch Kletterpassagen sollen sie meistern. 9 Zustiegsschuhe im Vergleich.

In diesem Artikel:

Was müssen Zustiegsschuhe können? Das Testfeld im Überblick

Die Modelle im Test: Adidas Terrex Skychaser XT GTX + Black Diamond Mission LT + Boreal Sendai + Five Ten Guide Tennie + La Sportiva Spire GTX + Lowa Innox Evo GTX Lo + Mammut Saentis Low + Salewa Speed Beat GTX + Scarpa Kalipè GTX

Was müssen Zustiegsschuhe können? Das Testfeld im Überblick

Zugegeben, für den Zustieg zu vielen Sportkletterfelsen reichen – wenn man keine Angst hat, sich die Zehen anzuschlagen – auch Sandalen oder sonstige Latschen. Doch kann ein kurzer Regenguss den entspannten Zustieg auch zum rutschigen Abstieg werden lassen.

Abseits von Gletschern, Eis- und kombinierten Wänden wird der Weg in den Klettergarten oder an die Wand heutzutage typischerweise in leichten, schaftlosen Schuhen angetreten. Das Spektrum reicht dabei von Approach Shoes über Multifunktionsschuhe bis zu Trailrunning Tretern.

Ob man bei der Wahl des Schuhs mehr Wert auf Komfort, Leichtigkeit, sicheren Halt oder Kletterperformance legt, hängt primär davon ab, wozu man den Schuh verwenden will. Ebenso, ob man einen wasserdichten Schuh wählt oder nicht. Mit Membran führen nasses Gras oder eine kleine Bachquerung nicht gleich zu nassen Socken. Fakt ist, dass es bei Zustiegsschuhen die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt – und wohl auch nie geben wird. So reicht dann die Palette unserer Schuhe vom Freizeitschuh mit Offroad-Qualitäten über Modelle, mit denen sich alle Zustiege in Mittelgebirgen locker meistern lassen, bis zu Kandidaten für alpine Zu- und Abstiege, mit denen man auch leichtere Routen im Fels klettern kann.

Auf sicheren Sohlen

Sehr unterschiedlichen Ansprüchen hat die Sohlenkonstruktion zu genügen. Einmal soll sie vor allem an der Ferse viel Dämp­fung bieten, damit bergab die Knie geschont werden. Dann sollte sie die Abrollbewegung über den Vorderfuß unterstützen, damit man bergauf nicht alles kraftaufwendig über ein abgeknicktes Zehengelenk stemmen muss. Eine gewisse Torsionsstabilität ist ebenfalls nützlich, um ein seitliches Wegknicken möglichst zu verhindern und so Kraft beim Queren an Hängen und beim seitlichen Antreten zu sparen.

Bloß nicht wegrutschen, lautet die Maxime, wenn es um den Sohlengummi und das Profil geht. Ist der Schuh auch für leichte Klettereien konzipiert, sorgt an der Spitze und der Innenseite des Vorderfußes eine gar nicht oder nur sehr flach profilierte "Climbing Zone" für möglichst viel Auflagefläche und damit Reibung. Dahinter sollte die Profilierung deutlich tiefer und so ausgerichtet sein, dass ein Abrutschen nach hinten verhindert wird. Das tiefste und möglichst aggressiv nach vorn ausgerichtete Profil ist an der Ferse gefragt, damit der Abstieg auch auf schlammigen Wegen nicht zur Rutschpartie wird. Eine deutliche Absatzkante ist hilfreich, komplett flache Sohlen, womöglich nur mit Noppen, schneiden hier schlecht ab.

Galt lange Zeit eine Sohle von Vibram als Garant für guten Grip, müssen sich die Italiener heute mit Reifenherstellern wie Continental (Adidas) oder Michelin (Boreal, Mammut) sowie diversen Eigenentwicklungen wie von Lowa, Black Diamond oder Five Ten messen. Den besten Grip bietet, vor allem auch auf nassem Fels, die Sohle von Adidas. Aber auch La Sportiva, Mammut und Scarpa bieten soliden Halt in nahezu jedem Gelände. Am besten klettern lässt es sich mit den Schuhen von Boreal, Black Diamond, Five Ten und Scarpa.

Ein schwieriges Thema ist das Wiederbesohlen von leichten Zustiegs- und Multifunk­tionsschuhen. Ein kompletter Austausch der Sohle ist nur bei Schuhen möglich, die nach der sogenannten gezwickten Machart hergestellt wurden. Das sind in der Regel alle Bergstiefel oder schwere Wander- und Trekkingschuhe. Alle Schuhe im Test sind nach der "gestrobelten" Machart hergestellt oder die Sohle ist direkt angeschäumt oder verklebt. Man kann dies leicht erkennen, wenn man die Innensohle herausnimmt. Die entlang der Schuh-Innenseite verlaufende Strobelnaht oder die Verklebung ist dann direkt sichtbar. Bei diesen Schuhen kann in manchen Fällen die Sohle abgeschliffen und eine neue aufgeklebt werden. So bietet Lowa etwa für den Innox Evo eine Absatzreparatur an. Auf die Reparatur von Bergschuhen spezialisierte Betriebe wie etwa "Ready for Climbing" (www.kletterschuhe.de) können hier in einigen Fällen auch weiter helfen. Eine Anfrage lohnt sich auf jeden Fall.

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Passform und Schnürung

Wer bei langen Abstiegen keine Zehenqualen leiden will, sollte seinen Schuh so groß wählen, dass vorne ein bisschen Luft ist und man mit den Zehen auch bergab nicht anstößt. Das bedeutet aber auch, dass man bergauf bei Klettereinlagen mit abgeknicktem Zehengelenk noch mehr Luft hat – und dementsprechend keinen optimalen Druck auf die Spitze bringt.

Deshalb kommt der Passform und der Schnürung eine entscheidende Bedeutung zu. Der Schuh sollte dem Fuß seitlich Halt bieten, die Schnürung so selektiv zu regulieren sein, dass man beim Klettern den Vorderfuß möglichst gut fixieren und beim Bergabgehen ein Nachvornrutschen verhindern kann. Eine leichtgängige Schnellschnürung ist zwar komfortabler zu bedienen, der Schuh lässt sich in aller Regel aber nicht so gut für den jeweiligen Bedarf fixieren. Bei den bereits erwähnten Kletterkünstlern von Black Diamond, Boreal und Five Ten reicht die Schnürung bis in den Zehenbereich und gibt dem Fuß beim Klettern extra Halt. Alle anderen Modelle sitzen, vorausgesetzt der Schnitt passt, ebenfalls gut am Fuß. Hinten sollte der Schuh so konturiert sein, dass die Ferse solide sitzt und beim Bergaufgehen nicht hochrutscht, denn sonst sind Blasen vorprogrammiert.

Keiner für alles, aber …

Nahe dran am perfekten Universalschuh ist Adidas mit dem Skychaser XT GTX. Seine Sohle bietet den besten Grip in fast jedem Gelände. Ein Topkletterer ist der Sendai von Boreal, der zudem sehr bequem ist. Beim Komfort glänzt der Innox Evo GTX von Lowa. Einen Preistipp erhalten der Guide Tennie von Five Ten, vor allem wegen seiner guten Klettereigenschaften, und der sehr leichte und luftige Saentis Low von Mammut. Alle hier vorgestellten Schuhe sind auch als Damenmodell erhältlich.

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Die Zustiegsschuhe im Test:

Adidas Terrex Skychaser XT GTX

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Adidas Terrex Skychaser XT GTX

Adidas liefert mit dem Skychaser einen Multifunktionsschuh im wahrsten Sinne des Wortes. Ob Wandern, Trailrunning oder Zustiege über grobes Terrain, er steckt alles weg. Die Schnürung funktioniert bestens, spart allerdings den Zehenbereich aus. Bei der Dämpfung liegt der Skychaser im mittleren Bereich. Die Sohle bietet mit ihrem groben Profil und dem Continental-Gummi eine ausgezeichnete Traktion auf jedem Untergrund. Die Kletterperformance ist durch den weichen Sohlenaufbau und die Schnürung eingeschränkt.

Das finden wir gut: Robuster, sehr bequemer Schuh, perfekte Sohle mit viel Grip auch auf nassem Fels, prima Abrollen

Das finden wir nicht so gut: Schnürung im Zehenbereich wenig wirksam, Fersenhalt könnte besser sein

  • Obermaterial: Textil mit EVA-Rahmen
  • Membran: Gore-Tex
  • Passform: Mittelbreit geschnitten, Mittelfuß gut fixiert, Ferse etwas weiter, fällt groß aus
  • Sohle: Continental
  • Gewicht (Paar): 740 Gramm (UK 6,5)
  • Preis: 180,00 Euro

Fazit: Mit seiner Continental Sohle bietet der Terrex Skychaser besten Grip in jedem Gelände. Ein robuster Schuh auch für alpine Zustiege.

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Black Diamond Mission LT

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Black Diamond Mission LT

Erst seit etwas über einem Jahr hat Black Diamond auch Zustiegsschuhe im Programm. Schon durch die sockenartige Konstruktion und das wenig elastische Obermaterial sitzt der Schuh sehr gut am Fuß. Der Einstieg gestaltet sich dadurch aber vor allem bei hohem Rist recht beschwerlich. Die Sohle vermittelt ein gutes Gefühl zum Untergrund und bietet im trockenen Gelände und auf Fels viel Trittsicherheit. Zusätzlich fest geschnürt kann sich die Kletterperformance des Mission LT sehen lassen.

Das finden wir gut: Leichter, bequemer Schuh mit sehr gutem Sitz am Fuß, gute Schnürung, gute Kletterperformance

Das finden wir nicht so gut: Mühsamer Einstieg, Sohlenprofil stößt im matschigen Gelände an seine Grenzen, nicht wasserdicht

  • Obermaterial: Synthetik, Strickmaterial
  • Membran: ohne
  • Passform: Fällt schmal und kurz aus, niedrige Zehenkappe, insgesamt wenig voluminös
  • Sohle: BlackLabel-Mountain-Gummi
  • Gewicht (Paar): 620 Gramm (UK 6,5)
  • Preis: 140,00 Euro

Fazit: Ein gelungener, sehr angenehm zu tragender Zustiegsschuh mit guter Performance auf felsigem und trockenem Untergrund.

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Boreal Sendai

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Boreal Sendai

Dass Boreal nicht nur Kletterschuhe kann, beweisen die Spanier mal wieder mit ihrem Sendai. Der bequem geschnittene Schuh lässt sich mit der sehr weit nach vorn reichenden Schnürung sehr gut an den Fuß anpassen, und vermittelt so auch in Kletterpassagen ein sehr gutes Trittgefühl, auch Dank der großen Climbing-Zone. Die sehr torsionssteife Sohle gibt guten Halt auch bei Querungen. Das Profil könnte aber etwas tiefer sein. Die Dämpfung ist eher weich und der Schuh rollt gut ab.

Das finden wir gut: Sehr bequemer Schuh dank guter Dämpfung und gutem Abrollen, sehr torsionssteife Sohle, guter Halt bei Querungen, sehr gute Kletterperformance

Das finden wir nicht so gut: Schnürung etwas fummelig, keine Membran

  • Obermaterial: 1,8 mm Spaltleder
  • Membran: ohne
  • Passform: Im Zehenbereich relativ breit, ausgeprägte Unterstützung des Fußgewölbes, guter Fersenhalt
  • Sohle: Michelin OCX Terra
  • Gewicht (Paar): 780 Gramm (UK 6,5)
  • Preis: 134,95 Euro

Fazit: Der Sendai ist ein sehr bequemer Schuh mit gutem Sitz am Fuß. So bietet er viel Halt auch in grobem Gelände und klettert sich bestens.

Five Ten Guide Tennie

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Five Ten Guide Tennie

Den Guide Tennie hat Five Ten schon seit Jahren im Programm und immer wieder überarbeitet. Mit seiner torsionssteifen Sohle und der ausgeprägten Climbing-Zone hat der Schuh mit die besten Klettereigenschaften im Feld. Die Reibung auf trockenem Fels ist überragend. Auf nassem Gras oder matschigem Untergrund schwächelt das wenig ausgeprägte Profil etwas. Die Dämpfung ist hart. Der eher flach geschnittene Schuh sitzt gut am Fuß, und lässt sich durch die etwas schwergängige Schnürung sehr gut anpassen.

Das finden wir gut: Bequemer Schuh mit sattem Sitz am Fuß, sehr gute Reibung am Fels, guter Seitenhalt

Das finden wir nicht so gut: Mühsame Schnürung, harte Dämpfung, wenig ausgeprägtes Profil, nicht wasserdicht

  • Obermaterial: Wildleder
  • Membran: ohne
  • Passform: Mittelbreiter, eher flacher Schnitt, geräumige, gut gepolsterte Ferse
  • Sohle: Five Ten C4 Stealth Rubber
  • Gewicht (Paar): 760 Gramm (UK 7,0)
  • Preis: 120,00 Euro

Fazit: Wer einen bequemen Schuh mit sehr guter Performance auf Fels und trockenem Untergrund sucht, liegt beim Guide Tennie genau richtig.

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La Sportiva Spire GTX

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
La Sportiva Spire GTX

Als einziger Schuh im Test verfügt der Spire GTX über die Surround-Technologie von Gore-Tex und kann so auch nach unten über die Sohle abdampfen. Diese baut dadurch auch höher und der Schuh wirkt klobiger. Mit seinem tiefen Profil und ausgerägtem Absatz greift der Schuh auch im Schnee und tiefen Matsch bestens. Die torsionssteife Sohle rollt zudem gut ab. Die effektive Schnellschnürung hält den Schuh fest am Fuß, sie reicht aber nicht weit nach vorn. Für diffizile Kletterpassagen ist der Spire GTX wenig geeignet.

Das finden wir gut: Robuster, bequemer Schuh, sehr gute Sohle mit viel Grip in Matsch und Schnee, prima Abrollen

Das finden wir nicht so gut: Schnürung im Zehenbereich wenig wirksam, zum Klettern weniger geeignet

  • Obermaterial: Synthetik, Mesh
  • Membran: Gore-Tex Surround
  • Passform: Mittelbreiter, voluminöser Schuh mit breiter Ferse, der hohe Schaftrand kann an die Knöchel stoßen
  • Sohle: Vibram XS Trek mit Impact Break System
  • Gewicht (Paar): 810 Gramm (UK 7,0)
  • Preis: 189,00 Euro

Fazit: Mit dem Spire GTX kommt von La Sportiva ein robuster, komfortabler Schuh, dem Nässe und grobes Gelände keine Probleme bereiten.

Lowa Innox Evo GTX Lo

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Lowa Innox Evo GTX Lo

Reinschlüpfen und sich wohl fühlen: Der Innox Evo ist mit der bequemste Schuh im Test. Mit der gut laufenden Schnürung lässt er sich sehr gut am Fuß fixieren. Die Dämpfung ist eher auf der weichen Seite. Die vorn im Vergleich etwas dünnere Sohle vermittelt einen guten Kontakt zum Untergrund, der durch das strukturierte Profil und den Absatz auch rutschiger sein darf. Der Schuh rollt gut ab, ist aber weniger torsionsstabil. Anspruchsvollere Passagen im Fels sind nicht sein Ding.

Das finden wir gut: Äußerst bequemer und geschmeidiger Schuh mit gutem Halt am Fuß, gutes Sohlenprofil

Das finden wir nicht so gut: Wenig torsionssteif, Schnürung im Zehenbreich wenig wirksam, verminderte Kletterperformance

  • Obermaterial: Synthetik, Textil
  • Membran: Gore-Tex
  • Passform: Mittelbreiter Schnitt, Mittelfuß gut fixiert, guter Fersenhalt
  • Sohle: Lowa Enduro Evo
  • Gewicht (Paar): 720 Gramm (UK 6,5)
  • Preis: 150,00 Euro

Fazit: Der Innox Evo GTX Lo ist ein sehr bequemer Allroundschuh für den Alltag und nicht allzu extremes Gelände.

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Mammut Saentis Low

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Mammut Saentis Low

Das Leichtgewicht von Mammut besitzt einen dünnen, niedrigen Sohlenaufbau. Dies vermittelt ein sehr direktes Gehgefühl. Ein steiniger Untergrund drückt aber dennoch nicht zu stark durch. Von der Torsionssteifigkeit eher auf der weichen Seite, macht der Saentis Low durch das am Sohlenrand leicht hochgezogene Profil aber auch in Querungen eine gute Figur. Der Schuh sitzt fest am Fuß, auch dank der flachen Zehenbox und einer ausgeprägten Fersenmulde. Klettern lässt es sich mit dem Schuh allerdings nur bedingt.

Das finden wir gut: Luftig, leicht und bequem, der schlanke Schnitt gibt dem Fuß einen guten Halt, griffiges Profil

Das finden wir nicht so gut: Nicht wasserdicht (auch mit Membran erhältlich), wenig torsionsstabil, kein Kletterkünstler

  • Obermaterial: Synthetik, Mesh
  • Membran: ohne
  • Passform: Recht schmaler, schlanker Schnitt mit flachem Zehenbereich und sehr gutem Fersenhalt
  • Sohle: Michelin
  • Gewicht (Paar): 570 Gramm (UK 6,5)
  • Preis: 130,00 Euro

Fazit: Der leichteste Schuh im Feld glänzt mit viel Komfort und einem sehr direkten Gehgefühl mit gutem Grip auch auf weichem Untergrund.

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Salewa Speed Beat GTX

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Salewa Speed Beat GTX

Recht leicht und mit ausgezeichnetem Gehkomfort kommt der Speed Beat von Salewa daher. Der Schuh rollt gut ab und die Sohle bietet auch in Matsch und Schnee genügend Grip. Im Zehenbereich bietet der Speed Beat allerdings nur breiten Füßen ausreichend Halt. Die Schnürung ist dort wenig wirksam, zieht den Schuh aber fest in die Ferse, was vor allem bergab ein sicheres Gefühl gibt. Die Dämpfung ist gut. Durch die weiche, wenig torsionsteife Sohle landet der Speed Beat beim Klettern im Mittelfeld.

Das finden wir gut: Leicht mit angenehm luftigem Gehkomfort, guter Fersenhalt, ausgeprägtes Profil mit viel Grip

Das finden wir nicht so gut: Schnürung im Zehenbereich wenig wirksam, keine Anziehschlaufe an der Ferse

  • Obermaterial: Synthetik, Mesh
  • Membran: Gore-Tex Extended Comfort
  • Passform: Breit im Zehenbereich, gute Fußgewölbestütze, guter Fersenhalt, Schaftrand kann am Knöchel reiben
  • Sohle: Pomoca Speed Hiking
  • Gewicht (Paar): 690 Gramm (UK 6,5)
  • Preis: 170,00 Euro

Fazit: Ein komfortabler Allrounder. Der leichte Speed Beat bietet einen gelungen Mix aus Zustiegs- und Trailrunningschuh.

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Scarpa Kalipè GTX

Zustiegsschuhe im Test KLETTERN
Volker Leuchsner
Scarpa Kalipè GTX

Der Kalipè ist neu im Programm von Scarpa und weist alle Eigenschaften eines klassischen Zustiegsschuhs auf: robuster Lederschaft, gute Dämpfung und eine auf guten Grip in felsigem Gelände ausgelegte Sohle. Der Schuh sitzt dank der präzisen Schnürung und der flachen Zehenbox gut am Fuß. Wer eine wenig ausgeprägte Ferse besitzt, vermisst hier etwas Halt. Die Torsionssteifigkeit der Sohle liegt im mittleren Bereich. Der Schuh knickt im Zehenbereich leicht ab, das erfordert Kraft in den Zehen beim Klettern.

Das finden wir gut: Ein robuster und bequemer Schuh mit guter Dämpfung, große Climbing-Zone, guter Sitz am Fuß

Das finden wir nicht so gut: Schnürung könnte etwas weniger fummelig sein, relativ flaches Sohlenprofil

  • Obermaterial: Suede Leder
  • Membran: Gore-Tex Extended Comfort
  • Passform: Schmaler Schnitt mit flacher Zehenbox und wenig ausgeprägter Ferse, fällt eher groß aus
  • Sohle: Vibram Exagon Grip
  • Gewicht (Paar): 730 Gramm (UK 6,5)
  • Preis: 159,00 Euro

Fazit: Das wenig ausgeprägte Profil und die große Climbing Zone deuten es an: Der Kalipè ist etwas für trockenes Gelände und leichte Kletterei.

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