Sächsische Schweiz: Wandern im wunderschönen Bielatal

Sächsische Schweiz
Wandern im wunderschönen Bielatal

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.08.2025
Als Favorit speichern

Ausgangspunkt für unsere Entdeckungsreise durch das Bielatal ist Rathen, etwa sechs Kilometer elbabwärts von Königstein, wo das namensgebende Flüsschen Biela in die Elbe mündet. Die meisten unserer Mitreisenden aus der von Dresden kommenden S-Bahn schlendern direkt weiter zum Fähranleger, um auf die andere Elbseite hinüberzusetzen. Die großen Touristenmagnete Basteibrücke, Schrammsteine oder Lilienstein liegen alle rechts der Elbe im Nationalpark Sächsische Schweiz. Wir aber bleiben auf der linken Seite. Und zwar bei Christoph. Der hat hier vor ein paar Jahren einen alten Bauernhof am Elberadweg gekauft und zum gemütlichen Hostel umgebaut...

Wanderwege sind im Bielatal, wie überall in der Sächsischen Schweiz, reichlich vorhanden, gut gepflegt und gut gekennzeichnet. Eine Besonderheit sind Wegmarken mit grünem Pfeil: Dabei handelt es sich um Bergpfade, die besondere Trittsicherheit erfordern. Wege mit schwarzem Pfeil auf weißem Grund sind Zustiege zu Felsen und Kletterern vorbehalten.

Das Bielatal im Hinterland des Elbsandsteingebirges, Sächsische Schweiz
David Pinzer

Welche Anforderungen stellen die Touren?

Das Bielatal bietet Routen aller Schwierigkeitsgrade. Auf der Runde von Schweizermühle zur Grenzplatte kann von Kinderwagen bis Hund jeder mit. Auf den Tafelbergen und Kammwegen können sich Kraxelfreudige und Schwindelfreie austoben.

Wann ist die beste Reisezeit?

Der Sommer ist die Hauptsaison der Kletterregion. Gerade zur Ferienzeit trifft man viele Kinder-Klettercamps, etwa rund um die Herkulessäulen. Im Gegensatz zu den rechtselbischen Tourismus-Hotspots findet man aber auch in diesen Wochen im Bielatal ruhige Wege. Dazu hat der goldene Oktober im ausgedehnten Waldgebiet besonderen Charme.

Wie komme ich ins Bielatal?

Königstein bzw. das bereits erwähnte Rathen erreicht man komfortabel alle 30 Minuten ab Dresden mit der Bahn (S1). Im PKW geht es via A 4 ebenfalls über Dresden und auf der B 17 nach Pirna. Von dort sind es noch 20 Autominuten nach Königstein und 30 nach Rathen. Vor Ort fahren von März bis Oktober die Wanderbuslinien 242 und 245 über Rathen und Königstein ins Bielatal. Weitere gute Ausgangspunkte für Wanderungen im Bielatal sind der gleichnamige Ort Bielatal, der ehemalige Wasserkurort Schweizermühle.

Wo kann ich mich noch informieren?

Eigene Wanderführer zum Bielatal gibt es bisher nicht, aber die meisten Führer über die Sächsische Schweiz haben zumindest Kapitel dazu. Empfehlenswert ist das Buch von Detlef Krell: "Sächsische Schweiz mit Dresden". Von Sachsen Kartographie gibt es zudem die Wanderkarte "Rosenthal-Bielatal und Umgebung". Zahlreiche Wander- und Radtouren im Bielatal werden auch auf dem Tourismus-Portal saechsische-schweiz.de vorgestellt. Hier gibt es zudem Tipps für Unterkünfte und aktuelle Führungen und Veranstaltungen sowie die Infos zur Gästekarte.

Wo kann ich auf Tour übernachten?

In liebevoller Handarbeit von Christoph Hubrich und vielen Freiwilligen ausgebauter ehemaliger Bauernhof Hinterland Hostel Nähe Rathen an der Elbe. Die 29 Betten teilen sich in Zimmer, Familiensuite und Schlafsaal auf. Auch Zelten ist möglich. Details wie Pizzaofen und Saunawagen machen das Hostel zur Feel-good-Oase abseits der Touristenströme. Besonderheit: das solidarische Preissystem. Wer kann, zahlt etwas mehr, bei knappem Budget hilft die Soli-Kasse.

Das romantische Fachwerkensemble Schwenkehof liegt am Ortsende von Königstein und dem Beginn des Bielatals. Viele Touren starten vor der Haustür.

Das Bielatal im Hinterland des Elbsandsteingebirges, Sächsische Schweiz
David Pinzer

Wo kann ich gut einkehren?

Sächsische Gaumenfreuden vor Panoramakulisse: Auf dem Gipfel des Rauenstein lässt es sich wunderbar einkehren. Mehrmals im Jahr werden auch Sonnenaufgangsfrühstück und Käsefondue-Abende angeboten.

Der Gasthof Ottomühle an der Biela hat 400 Jahre Tradition und eine vielfältige Karte. Highlight: fangfrischer Fisch aus dem Bielatal.

Der komplette Reisebericht zum Download