OD 1009 Vinschgau Tour 1 Klaus Fengler

Latschander Waal und Tscharser Schnalswaal

Wie ein Adernetz durchzogen einst die »Waale« genannten Bewässerungskanäle den Vinschgau und leiteten Wasser auf Felder und Weiden. Diese Tour auf historischen Pfaden führt zum längsten Waal des Vinschgaus und zu Reinhold Messners Schloss Juval, das man besichtigen kann.

Wie ein Adernetz durchzogen einst die »Waale« genannten Bewässerungskanäle den Vinschgau und leiteten Wasser auf Felder und Weiden. Diese Tour auf historischen Pfaden führt zum längsten Waal des Vinschgaus und zu Reinhold Messners Schloss Juval, das man besichtigen kann.

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Länge 13,30 km
Dauer 4:32 Std
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 544 Meter
Höhenmeter absteigend 605 Meter
Tiefster Punkt 561 m ü. M.
Höchster Punkt 885 m ü. M.
GPS-Daten . KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch

Konditionell leichte bis mittelschwere, technisch leichte Bergwanderung auf historischen Waalwegen im Vinschgau in Sütirol.

Anfahrt

Über den Reschenpass in den Vinschgau und auf der Umfahrungsstraße nördlich an Latsch vorbei. Beim Kreisverkehr rechts zur Talstation der St.-Martin-Bahn abbiegen.

Ausgangspunkt

Parkplatz vor der Talstation der St.-Martin-Seilbahn in Latsch, 639 m.

Einkehr

Jausenstation Sonnenhof, 830 m; Schlosswirt Juval, 927 m; diverse Restaurants in den Ortschaften.

Übernachtung

Schlosswirt Juval, Juval 2, I-39020 Kastelbell-Tschars, Tel. 0039/0473/668056, www.schlosswirtjuval.it.

In Latsch stehen verschiedene Pensionen, Ferienwohnungen und Hotels zur Auswahl. Auskunft erteilt der Tourismusverein Latsch-Martell, Tel. 0039/0473/623109, www.latsch-martell.it

Beste Zeit

Von April bis November. Von März bis September führt der historische Latschander Waal Wasser.

Karte

Kompass Wanderkarte 52, Vinschgau, Val Venosta, 1:50000, 7,50 Euro.

Info

Tourismusverband Vinschgau, Kapuzinerstraße 10, I-39028 Schlanders, Tel. 0039/0473/620480, info@vinschgausuedtirol.info, www.vinschgau-suedtirol.info; Tourismusverein Latsch–Martell, Hauptstraße 38 a, I-39021 Latsch, Tel. 0039/0473/623109, info@latsch.it, www.latsch-martell.it

outdoor-Tipp

Vom Sonnenhof unterhalb des Schlosses Juval kann man auf dem Weg Nummer 1 in etwa 15 Minuten zu der Burganlage aus dem 13. Jahrhundert hinaufsteigen. 1983 wurde das beeindruckende Gebäude von Reinhold Messner gekauft und saniert. Zahlreiche Kunst- und Ausstellungsgegenstände hat der Extrembergsteiger im Laufe der Jahre hier gesammelt. Im Frühling und Herbst werden Führungen angeboten. Im Restaurant Schlosswirt Juval erhält man Weine und Bioprodukte des Weinguts Unterortl und des Biohofs Oberortl. Mehr Info: www.naturns.it

Route

Vom Parkplatz folgt man der Hauptstraße zurück zum Kreisverkehr und überquert die Umgehungsstraße auf der linken Seite des Kreisels. Jetzt geht es geradeaus weiter bis zum Latschander Waal. Wer den Latschander Waal bis zu dessen Ende kennenlernen möchte, kann ihm zunächst links etwa eineinhalb Kilometer bis zum Abzweig nach Tiss folgen.  Ansonsten folgt man dem Weg mit der Nummer 3 rechts immer am Waal entlang Richtung

Schloss Kastelbell

. Etwas unterhalb verlaufen parallel die Bundesstraße und die Etsch. Recht abwechslungsreich führt der Weg durch Obsthaine, Weinberge und Kastanienhaine. Man kommt an einem Sammelbecken, einem sogenannten Tschött vorbei. Ein Tschött diente früher zur Speicherung, Erwärmung und Klärung des Wassers. Beim Schloss Kastelbell geht es auf dem Wanderweg Nummer 3 links weiter, der oberhalb der Ortschaft Kastelbell verläuft. Alternativ könnte man auch geradeaus in den Ort wandern, um später links bergauf auf dem Wanderweg Nummer 4 wieder zum

Waalweg

zu gelangen. Dort, wo die beiden Routen wieder zusammentreffen, hält man sich geradeaus, kommt am Hof Köstenplon vorbei und folgt immer dem Latschanderwaalweg Nummer 3. Dieser kreuzt bald den Wanderweg Nummer 1 b, der vom Schloss Kasten heraufzieht. Wieder gilt es, geradeaus weiter zu wandern; der Wanderweg Nummer 3 wird nun zum Schnalser Waalweg. Oberhalb von Tschars wird schließlich der Tscharser Schnalswaal erreicht. Er wurde Anfang des 16. Jahrhunderts in 13 Jahren gebaut und ist mit seinen elf Kilometern der längste Waal im Vinschgau. Die Route führt eben bis zur

Jausenstation Sonnenhof

unterhalb der

Burg Juval

. Jetzt kann man entweder zur Burg von Reinhold Messner aufsteigen oder direkt nach Staben absteigen und anschließend vom Bahnhof Schnalstal mit der Vinschgauer Bahn zurück nach Latsch fahren. Von der Haltestelle Schnalserhof auf der Ostseite des Schnalserbachs fährt auch ein Bus nach

Latsch

.

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