Wie komme ich zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags?
Mit dem Auto über die Brennerautobahn (A 22) bis Brixen, dann ins Pustertal (SS 49) und bei Sankt Lorenzen Richtung Süden ins Gadertal (SS 244) abbiegen. Mögliche Zielorte sind: St. Kassian, La Villa, Abtei oder Pederü. Mit der Bahn: Überregional zunächst bis Bruneck oder Sankt Lorenzen. Von dort weiter mit Regionalbussen in den gewünschten Ort.
Wie komme ich herum?
Ein gut ausgebautes Busnetz verbindet die Orte, Wanderparkplätze und Bergbahnen. Mit dem Holidaypass (oft in Unterkünften inklusive) sind Bus und Bahn in ganz Südtirol kostenlos nutzbar. Pederü, ein beliebter Berggasthof und Ausgangspunkt für viele Wanderungen in der Fanesgruppe, erreicht man per Bus, Sammeltaxi oder Bike. Viele Wanderungen lassen sich als Rundtouren mit ÖPNV-Mobilität organisieren.
Wie kann ich mich auf Tour orientieren?
Für die Routenplanung in der Region empfehlen sich die KOMPASS-Karten 145 "Pragser Dolomiten" oder 51 "Gadertal/Val Badia". Dazu der Rother Wanderführer "Dolomiten 3 Gadertal" mit 55 Routen. Wer längere Touren plant, greift am besten zum KOMPASS-Wanderführer "Dolomiten Höhenweg 1–3".
Wo kann ich mich informieren?
Das Besucherzentrum des Naturparks Fanes-Sennes-Prags befindet sich in Sankt Vigil in Enneberg. Es bietet neben Infos auch interaktive Ausstellungen zu Themen wie der Entstehung der Dolomiten und der ladinischen Sagenwelt.
Der komplette Reisebericht zum Download
Bisher dachte ich, ich kenne die Dolomiten gut. Ich war schon an den Drei Zinnen, im Rosengarten, im Naturpark Puez-Geisler und auf dem Sellamassiv unterwegs. Jede dieser Regionen hat auf ihre Weise einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch dass die Dolomiten auch wasserreich, lebendig und fast lieblich sein können – das war mir bislang nicht bewusst. Für mich schienen sie eher gewaltig, geröllig und lebensfern. Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags sollte mich eines Besseren belehren.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die beste Wanderzeit im Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist von Juni bis September. In diesen Monaten sind die Wege meist schneefrei und weniger schlammig. Juli und August bieten die wärmsten Temperaturen, während im Juni und September die Natur ruhiger und weniger besucht ist. Zudem ist im September das Wetter tendenziell stabiler. Ab Mitte/Ende Oktober ist schon mit Neuschnee zu rechnen.

Wo kann ich auf Tour übernachten?
Im Naturpark laden bewirtschaftete Hütten zu Übernachtungen inmitten der Natur ein – ideal für mehrtägige Wanderungen oder Klettersteigtouren. Eine Empfehlung ist die Lavarellahütte auf 2042 Meter bei St. Vigil (etwa 1,5 Stunden ab Pederü). Oben warten gemütliche Zimmer, Lagerplätze, eine Sauna und sogar eine Microbrauerei. Die Küche überzeugt mit ladinischen und Südtiroler Spezialitäten.
Auch in den Talorten finden sich zahlreiche Unterkünfte. In St. Kassian bietet das Hotel Gran Paradiso gehobenen Komfort, ebenso wie das stilvolle Hotel La Majun in La Villa/Stern. Beide Häuser sind idealer Ausgangspunkt für Touren.

Wo kann ich gut einkehren?
Im urigen ladinischen Gasthaus Maso Runch Hof oberhalb von St. Kassian wird für 50 Euro ein sechsgängiges ladinisches Menü serviert – unbedingt reservieren! Sonntag ist Ruhetag.
Im Kellerrestaurant Cocun in St. Kassian gibt es zu den 1900 Weinsorten Gourmet-Gerichte wie Pasta mit geräuchertem Büffelmilch-Käse oder Kräuterseitling-Spießchen.





