Doga-Radweg: Von den Dolomiten zum Gardasee

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Eine Tour der Extreme
Doga-Radweg: Von den Dolomiten zum Gardasee

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.06.2026
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Die DOGA-Tour (Dolomiti-Garda) führt auf 110 Kilometern von Malè im Val di Sole bis Riva del Garda. Die Route verbindet die raue, alpine Welt der Brenta-Dolomiten mit dem mediterranen Klima des Gardasees. Mit 2.260 Höhenmetern im Aufstieg und 2.920 Metern Abfahrt ist sie eine sportliche Gravel-Strecke, die Erfahrung voraussetzt. Mindestens eine Zwischenübernachtung wird empfohlen. Die gut beschilderte Route kombiniert ruhige Asphaltnebenstraßen, breite Forstwege und technische Schotter-Passagen – meist abseits des Verkehrs.

Val di Sole: Auftakt im Apfeltal

Das Val di Sole gilt als Pilgerstätte des Radsports mit Weltcup-Strecken, Bikehotels und Bikeparks. Die Tour startet zwischen Apfelplantagen entlang der Noce, einem der besten Rafting-Flüsse weltweit (von National Geographic unter die Top 10 gelistet). Bei Dimaro-Carciato beginnt das Gravelgebiet mit gröberem Belag und steilen Anstiegen. Am Wegesrand warnen Schilder vor Bären – der Naturpark Adamello-Brenta ist ihr Revier.

Im Wald führt der Weg Kehre um Kehre aufwärts, bis sich der Blick öffnet: Im Süden ragen die Brenta-Dolomiten und die Gletscher der Adamello-Presanella-Gruppe auf, im Norden die Gipfel der Ortler-Cevedale.

Prato Carlo Magno und Madonna di Campiglio

Der höchste Punkt der Tour liegt bei Prato Carlo Magno. Die folgende Abfahrt führt fast bis Madonna di Campiglio, dem mondänen Skiort. Ein lohnender Abstecher führt zur Malga Ritorto: Von der Terrasse eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf die Brenta-Dolomiten – hell, nah, mit scharfen Kanten.

Nach einer technischen Abfahrt über Wurzeln und Steine erreicht man die tosenden Wasserfälle von Vallesinella. Das Rifugio Cascate, eine urige Backsteinhütte im Wald, serviert Trentiner Spezialitäten: Kartoffel-Rösti, würzigen Bergkäse, hauchdünn geschnittene Salami, handgemachte Strangolapreti (Spinat-Nocken in Salbeibutter) und Erdbeer-Tiramisu.

Val Brenta und die Sarca

Trentino Italien Fahrrad fahren Biken Fahrradtour Doga Radweg Gravelbike Schutzhütte am Talende Bivacco Roberti im Val Genova
Andreas Straufl/Lookphotos

Das Val Brenta bietet gezackte Felstürme und liegt im Winter als Skiparadies noch abseits der großen Touristenströme. Die Route passiert Pinzolo und Carisolo am Eingang des Val Genova, dem "Tal der Wasserfälle". Die Nardis-Wasserfälle stürzen von der Presanella über 130 Meter in die Tiefe.

Ab hier begleitet die Sarca die Route bis zum Ziel. Der Hauptzufluss des Gardasees bildet die natürliche Trennlinie zwischen den Brenta-Dolomiten und den Gardaseebergen. Der Radweg führt kilometerweit flach durch akkurat gepflegte Apfelplantagen.

Stenico und Comano Terme

Bis Stenico folgen steile Rampen mit technischem Schotter – teils sind Schiebepassagen nötig. Die Route verläuft an einer schroffen Felswand entlang, während sich rechts eine beeindruckende Schlucht öffnet. Tief unten windet sich die Sarca als türkis-grünes Band durch den Felsen.

Das malerische Dorf Stenico beeindruckt mit Steinhäusern, Adelspalazzi und plätschernden Brunnen. Darüber thront Castel Stenico, eines der ältesten Schlösser der Region. Nach über 70 Kilometern endet die erste Etappe in Comano Terme (630 m) mit seinem berühmten Thermalwasser.

Lago di Tenno und das mediterrane Finale

Der zweite Tag startet direkt mit einem Anstieg über dem nebelverhangenen Tal. Über den Wolken führt der Weg durch sanftes Hügelland bis zum Lago di Tenno – ein leuchtend türkisfarbener Bergsee, der an die Karibik erinnert.

Das mittelalterliche Dorf Canale di Tenno, eines der Borghi più belli d'Italia (schönsten Dörfer Italiens), klammert sich an den Hang. Ein Labyrinth aus engen Gassen, Torbögen und Steinhäusern mit Geranien führt durch das Dorf.

Der letzte Anstieg führt zum Rifugio San Pietro auf dem Monte Calino. Von der Terrasse bietet sich ein spektakulärer Blick über den gesamten Gardasee. Cremige Polenta mit würzigem Bergkäse und typisches Orzotto bilden den krönenden Abschluss – von der kühlen Bergluft der Dolomiten bis zur warmen, süßlichen Brise des Dolce Vita am See.

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Fabio Staropoli/Trentino Marketing

Die Brenta-Dolomiten

Die Dolomiti di Brenta liegen westlich der Etsch am äußeren Rand der Dolomiten. Als Teil des UNESCO-Weltnaturerbes gehören sie zum Naturpark Adamello-Brenta. Die Berggruppe beeindruckt mit zahlreichen Gipfeln über 3.000 Meter: Cima Tosa (3.173 m), Cima Brenta (3.151 m), Crozzon di Brenta (3.118 m), Cima d'Ambiez (3.102 m) und Torre di Brenta (3.008 m). Der Park erstreckt sich über Höhenstufen von 477 bis 3.558 Meter.

Praktische Informationen DOGA-Radweg

An- und Abreise: Die Anreise erfolgt am besten per Bahn von München über Innsbruck nach Trento/Trient, weiter mit der Kleinbahn ins Val di Sole (Fahrradreservierung verpflichtend). Für die Rückfahrt bietet sich der Bahnhof Rovereto an. Von Riva aus genügend Zeit einplanen – einzelne öffentliche Busse nehmen Fahrräder mit, außerdem verkehren private Shuttle-Anbieter.

Unterkünfte auf dem DOGA-Radweg

  • Hotel Michaela, Malé (Val di Sole): zehn Gehminuten vom Bahnhof, familiengeführt, abwechslungsreiches Frühstück. Idealer Startpunkt für Gravel-Touren.
  • WellResort Alchimia, Comano Terme: Vier-Sterne-Hotel mit modernisiertem Wellnessbereich, frischer und gesunder Küche. Highlight: Dachterrassen-Sauna mit Bergpanorama.
  • Albergo e Osteria Fiore, Comano Terme: familiengeführtes Hotel nahe den Thermalbädern. Osteria mit regionaltypischen Gerichten aus lokalen Zutaten, gute Weinkarte.
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WellResort Achimia

Restaurants

  • Maso Burba, Piano: familiengeführtes Top-Restaurant im Val di Sole. Trentiner Tradition in moderner Interpretation.
  • Rifugio Cascate, Madonna di Campiglio: Gemütliche Hütte mit Panoramaterrasse inmitten der Wasserfälle von Vallesinella, typische Trentiner Küche.
  • Rifugio San Pietro: Spektakulär an felsigem Hang oberhalb von Riva del Garda gelegen, tolle Küche mit fantastischem Gardasee-Blick.