In der Nationalparkregion Sächsische Schweiz entsteht ein neuer grenzüberschreitender Wanderweg: Der "Weg zur Ruhe" soll ab 11. April 2026 offiziell eröffnet werden und Wandernden eine naturnahe Verbindung zwischen Deutschland und Tschechien bieten. Die rund acht Kilometer lange Route verläuft zwischen Schmilka auf deutscher und Hřensko auf tschechischer Seite und ist damit bereits der fünfte grenzüberschreitende Wanderweg zwischen beiden Nationalparks.
Sanfte Alternative mit Mehrwert
Der neue Pfad wurde bewusst als ruhige Alternative zur stark frequentierten Straßenverbindung entlang der Elbe konzipiert. Gleichzeitig ist er gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und ermöglicht vielfältige Anschlusswanderungen, etwa in Richtung Prebischtor oder Großer Winterberg.
Inhaltlich verbindet der "Weg zur Ruhe" zudem zwei besondere Erlebnisorte: den sächsischen "Weg zur Wildnis" sowie die tschechische Aussichtsplattform "Fénix". Beide thematisieren die Regeneration der Natur nach dem verheerenden Waldbrand von 2022 im Elbsandsteingebirge.
Naturerlebnis abseits der Klassiker
Die Streckenführung gilt als eher kurz, ruhig und naturnah – ein bewusster Kontrast zu den bekannten Hotspots der Region. Abschnitte führen durch Buchen- und Birkenwälder sowie über neu angelegte Passagen am Hang, die teils erst in den vergangenen Monaten erschlossen wurden. Bereits jetzt ist der Weg weitgehend markiert und begehbar, auch wenn bis zur offiziellen Einweihung noch kleinere Arbeiten – etwa an schlammigen Passagen – abgeschlossen werden.
Die feierliche Eröffnung ist für den 11. April 2026 geplant. Danach steht die Route ganzjährig zur Verfügung und dürfte sich schnell vom Geheimtipp zur festen Größe im Wegenetz der Elbsandsteinregion entwickeln. Mit dem "Weg zur Ruhe" setzen die Nationalparkverwaltungen ein Zeichen für sanften Tourismus und grenzüberschreitende Zusammenarbeit – und bieten Wandernden eine neue Perspektive auf eine Landschaft im Wandel.





