Die gute Nachricht: Ja, mit den richtigen Tipps und Tricks kannst du auch in der Allergiesaison unbeschwert wandern. Wir zeigen dir, wie du dich auf Tour vor Pollen schützt und deine Wanderungen im Frühling genießen kannst:
5 Tipps in der Pollenzeit

Pollenflug checken
Die Pollenkonzentration in der Luft ist nicht den ganzen Tag gleich. In ländlichen Gebieten ist sie morgens am niedrigsten. Also, stell dir den Wecker und starte deine Tour extra früh! Eine weitere Top-Gelegenheit: direkt nach einem Regenschauer. Die Luft ist dann wie reingewaschen und die Pollen sind am Boden gebunden.
- Morgens zwischen 5 und 10 Uhr auf dem Land
- Abends zwischen 18 und 24 Uhr in der Stadt
Tipp: Nutze Pollenflug-Apps oder Webseiten wie wetter.com oder pollenflug.de um aktuelle Belastungswerte abzurufen.

Die richtige Kleidung und Ausrüstung
Gute Funktionskleidung kann zusätzlich helfen, Pollen weniger haften zu lassen – glatte, atmungsaktive Materialien sind dabei im Vorteil. Besonders wichtig ist es, die Schleimhäute vor dem Kontakt mit fiesem Blütenstaub zu schützen. Außerdem ist eine gut sitzende (Sonnen-)Brille Pflicht, am besten eine, die an den Seiten abschließt, so hält sie die fiesen Pollen von deinen Augen fern. Eine Kappe oder ein Hut schützt nicht nur vor der Sonne, sondern verhindert auch, dass sich Pollen in deinen Haaren festsetzen und dich noch Stunden später ärgern.
- Sonnenbrille mit Seitenschutz: Schützt die Augen vor Pollenflug.
- Gesichtsmaske oder Buff: Ein leichter Schlauchschal über Nase und Mund kann das Einatmen von Pollen reduzieren.
- Cap: Verhindert auch, dass sich Pollen in deinen Haaren festsetzen.

Tour clever wählen
Nicht jeder Weg ist gleich pollenbelastet. Meide blühende Wiesen und Felder. Wähle stattdessen Touren in Nadelwäldern oder in höheren Lagen oberhalb der Baumgrenze – dort ist die Pollenbelastung meist deutlich geringer. Auch eine Wanderung an der Küste kann Wunder wirken, denn die Seeluft ist oft pollenarm.
- Nadelwälder, Gebirge (> Baumgrenze) oder Küste bevorzugen
- Blühende Wiesen und Felder meide

Pflege nach der Tour: Pollen entfernen
Die Tour war super, aber du hast eine Menge Pollen mitgebracht. Damit sie dich nicht in den eigenen vier Wänden weiter quälen, gilt: Zieh deine Wanderkleidung am besten schon im Flur oder Bad aus und nicht erst im Schlafzimmer. Danach geht's direkt unter die Dusche! Besonders wichtig: Haare waschen, denn dort sammeln sich Unmengen an Pollen. Eine Nasendusche mit Salzwasser kann zusätzlich helfen, die Schleimhäute zu reinigen.
- Duschen direkt nach der Fahrt oder der Wandertour
- Kleidung sofort wechseln
Extra-Tipp für Kontaktlinsenträger:innen: Greife in der Pollenzeit besser auf eine Brille zurück, um Reizungen zu vermeiden.

Medikamente gezielt einsetzen
Verlass dich nicht darauf, dass es schon gut gehen wird. Packe deine Notfall-Medikamente wie Antihistaminika-Tabletten, Nasenspray und Augentropfen immer in den Rucksack. Am besten nimmst du sie schon vor Beginn der Tour präventiv ein, wenn du weißt, dass du stark reagierst. So bist du für den Fall der Fälle gewappnet.
- Medikamente (Antihistaminika, Nasenspray etc.) einpacken
- Bei Bedarf schon vor der Tour präventiv einnehmen
Was hilft anstelle von Cortison bei einer starken allergischen Reaktion?
- Antihistaminika: Blockieren die Wirkung von Histamin, das bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird.
- Kalte Gesichtskompressen: Lindern Schwellungen und Juckreiz.
- Nasenduschen und inhalative Kochsalzlösungen: Reinigen und beruhigen die Nasenschleimhäute.
- Abseits des Akutfalls: Heilpflanzen wie Brennnesseln, Quercetin-haltige Lebensmittel (z. B. Äpfel und Zwiebeln) oder Kurkuma.





