Der 14. Mai steht vor der Tür, und damit einer der schönsten Anlässe im Outdoor-Kalender: der Tag des Wanderns. Während die Natur in voller Frühlingspracht erstrahlt, laden Wanderwege deutschlandweit dazu ein, die Verbindung zwischen Mensch und Natur zu feiern.
Tag des Wanderns – nicht zu verwechseln mit Vatertag!
Ja, der 14. Mai 2026 ist auch Christi Himmelfahrt und damit Vatertag. Und ja, an diesem Tag ziehen traditionell Väter-Gruppen mit Bollerwagen durch Parks und Feldwege. Aber Achtung: Der Tag des Wanderns und der Vatertag haben nichts miteinander zu tun – auch wenn die Bollerwagen-Karawanen manchmal so aussehen, als würden sie "wandern".
Der Tag des Wanderns, initiiert vom Deutschen Wanderverband (DWV), findet seit 2016 jährlich am 14. Mai statt und feiert das Wandern als nachhaltige, gesundheitsfördernde Freizeitaktivität. Es geht um Naturerlebnis, Entschleunigung und die Freude an der Bewegung in der Landschaft – nicht ums gesellige Beisammensein mit Bierkasten.
Wandern vor der Haustür – Deutschland ist ein Paradies
Du denkst, richtig wandern geht nur in den Alpen, im Schwarzwald oder im Harz? Weit gefehlt! Deutschland ist mit über 200.000 Kilometern markierten Wanderwegen eines der dichtesten Wandernetze Europas. Großartige Wanderwege sind nie weit entfernt.
Die perfekte Frühlingswanderung: Darauf solltest du achten
Der Mai ist die Königsdisziplin der Wandersaison – aber er hat seine Tücken. Damit deine Tour ein voller Erfolg wird, beachte folgende Punkte:
- Wetter im Blick behalten: Frühling bedeutet Wetterlotterie. Morgens strahlender Sonnenschein, mittags Wolken, nachmittags Regen – alles ist möglich. Pack nach dem Zwiebelprinzip und hab immer eine wind- und wasserdichte Jacke dabei. Eine leichte Softshell- oder Regenjacke gehört in jeden Rucksack.
- Sonnenschutz nicht unterschätzen: die Frühlingssonne täuscht! Besonders in höheren Lagen oder bei Reflektion durch Wasser ist die UV-Strahlung stark. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und eine Kappe oder einen Hut einpacken.
- Zeckenschutz ist Pflicht: ab etwa 7 Grad Celsius werden Zecken aktiv – und der Mai ist Hochsaison. Trag lange, helle Kleidung (da siehst du die Tierchen besser), steck die Hosenbeine in die Socken und verwende Zeckenschutzmittel. Nach der Wanderung den ganzen Körper absuchen, besonders Kniekehlen, Achseln und Leistengegend.
- Rücksicht auf die Natur: im Frühling ist Brut- und Setzzeit. Viele Wildtiere haben jetzt Nachwuchs und sind besonders empfindlich. Bleib auf den markierten Wegen, leine deinen Hund an und vermeide Lärm. Wildblumen nur mit den Augen pflücken, nicht abreißen.
- Schuhwerk und Bodenverhältnisse: nach Regen können Wege matschig und rutschig sein, Bäche führen mehr Wasser. Wasserdichte Wanderschuhe mit gutem Profil sind im Frühling Gold wert. In höheren Lagen kann auch im Mai noch Schnee liegen – informier dich vorher über die Bedingungen.
Unsere Buchempfehlungen zur Feier des Tages
Du willst dich noch intensiver mit dem Wandern beschäftigen oder suchst Inspiration für deine nächste Tour? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um deine Wanderbibliothek aufzustocken. Ob Wanderführer für konkrete Regionen, Erfahrungsberichte von Weitwanderern oder philosophische Betrachtungen über das Wandern– die richtige Lektüre macht Lust auf das nächste Abenteuer und hilft dir, neue Routen zu entdecken. Hier kommen unsere Top-Tipps für Bücher, die in keinem Wanderregal fehlen sollten:
Nadine Regel: "Mein Glück hat vier Pfoten"

Ein Herzensabenteuer auf vier Pfoten: Nadine Regel erfüllt sich 2023 einen Traum und wandert mit Hund Ralfi von München über die Alpen bis nach Verona; warm, nahbar und voller dieser kleinen Momente, die unterwegs plötzlich alles bedeuten.
Christine Thürmer: "Hiking Asia"

Die meistgewanderte Frau der Welt nimmt uns mit nach Südostasien: neue Wege, andere Bedingungen, überraschende Herausforderungen und jede Menge praktische Erfahrung aus erster Hand. Ein Buch, das den Horizont weitet.
Björn Dziambor: "7 Millionen Schritte auf dem Pacific Crest Trail"
Der Pacific Crest Trail ist eine der großen Ikonen des Weitwanderns. Gemeinsam mit seiner Frau Annika macht Björn Dziambor den Traum wahr und erzählt von Durchhaltewillen, Glücksmomenten und der Wucht einer Landschaft, die einen nicht mehr loslässt.
Max Baudrexl: "Fühlt sich nach Leben an"
2.700 Kilometer durch Norwegen, der Nase nach und dem eigenen Kompass folgend. Max Baudrexl macht Mut, loszugehen, auch ohne perfekten Plan, und zeigt, wie viel Leben in einem einfachen Schritt nach dem anderen stecken kann.
Verena Schmidt: "Zwei Sommer in den Rockies"
Wandern als Weg zu Heilung und Nähe: Verena Schmidt verbringt mit ihrer Tochter Analena zwei Sommer in den Rockies. Ein berührender Bericht über Natur, Familie und die Kraft, die entsteht, wenn man gemeinsam losgeht.





