Neue Everest-Regel: Nur noch mit 7000er-Erfahrung auf den Gipfel?

7.000er-Pflicht
Everest-Zulassung: Strengere Regeln geplant

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.03.2026
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Stau am Gipfel des Mount Everest
Foto: Suraj Pokhrel via Getty Images

Wer künftig den Mount Everest besteigen möchte, muss sich auf strengere Voraussetzungen einstellen. Die Regierung von Nepal plant laut aktuellen Berichten eine Reform der Zulassungsregeln für den höchsten Berg der Welt.

Kern der vorgeschlagenen Änderungen ist eine neue Qualifikationsanforderung: Bergsteiger sollen vor der Erteilung einer Everest-Genehmigung nachweisen müssen, dass sie bereits einen Gipfel über 7.000 Meter Höhe bestiegen haben – und zwar innerhalb Nepals. Damit beabsichtigt die Regierung sicherzustellen, dass nur ausreichend erfahrene Alpinisten den gefährlichen Aufstieg wagen.

In den vergangenen Jahren war die Kritik an der steigenden Zahl unerfahrener Everest-Aspiranten gewachsen. Immer wieder kam es zu gefährlichen Situationen durch überfüllte Routen, Staus in großen Höhen und unzureichende Vorbereitung einzelner Expeditionsteilnehmer. Die Behörden sehen in strengeren Zulassungsregeln einen wichtigen Schritt, um die Sicherheit am Berg zu erhöhen und gleichzeitig die Belastung für Umwelt und Infrastruktur zu reduzieren.

Auch die lokale Bergsteigerbranche verfolgt die Pläne mit gemischten Gefühlen. Während erfahrene Guides die Maßnahmen überwiegend begrüßen, befürchten einige Veranstalter wirtschaftliche Einbußen durch sinkende Teilnehmerzahlen.

Die Regierung betont jedoch, dass Sicherheit und Nachhaltigkeit Vorrang hätten. Ob und wann die neuen Regeln in Kraft treten, ist derzeit noch offen. Experten rechnen jedoch damit, dass die Änderungen bereits in den kommenden Besteigungssaisons umgesetzt werden könnten.