Dolomiten: Cortina sagt Touristen-Chaos den Kampf an

Belluneser Dolomiten
Cortina sagt Touristen-Chaos den Kampf an

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.07.2026
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Cortina d’Ampezzo
Foto: Philip Geiger

Cortina d'Ampezzo greift durch: Mit einer neuen Initiative wollen die Behörden dem zunehmenden Fehlverhalten von Bergtouristen in den Dolomiten Einhalt gebieten. Ab sofort unterstützen zusätzliche Streifen der Provinzpolizei die örtliche Gemeindepolizei – vor allem in der Sommersaison, wenn die Berge besonders stark frequentiert sind.

Über eine Million Gäste – und viele überfordert

Die Dolomiten erleben weiterhin einen Tourismus-Boom: 2025 wurden im Belluneser Dolomitengebiet über 1,1 Millionen Gäste gezählt – ein Plus von elf Prozent. Doch mit den Besuchermassen wächst auch die Zahl der Probleme: Wanderer in Flip-Flops auf alpinen Steigen, wilde Campingplätze, laute Musik am Berg oder achtlos weggeworfener Müll sind längst keine Einzelfälle mehr.

Ein Vorfall macht die Dimension besonders deutlich: Vor wenigen Wochen musste ein Rettungshubschrauber seine Landung abbrechen, weil Touristen den Landeplatz zum Sonnenbaden missbrauchten. Am beliebten Sorapis-See (s.u.) bilden sich regelmäßig lange Schlangen schlecht ausgerüsteter Besucher.

Sorapissee - Belluno - Dolomiten - Italien
Francesco Vaninetti Photo via Getty Images

Information mit klaren Grenzen

Bis September sind rund zehn Polizei-Einsätze pro Monat geplant. Der Fokus liegt auf Aufklärung: Selbst Obstschalen gehören nicht in den Wald – sie locken Wildtiere an. Wildcampen bleibt verboten, für Übernachtungen gibt es Berghütten und Biwakplätze.

Die Gemeinde investiert 20.000 Euro in das auf drei Jahre angelegte Projekt. Wer sich trotz Aufklärung nicht an die Regeln hält, muss künftig mit Geldstrafen rechnen. Die Botschaft ist klar: Die Dolomiten sind ein Naturjuwel, das respektvolle Besucher verdient!