Bushcraft-Tipps: Angeln Angelrute bauen & Fisch ausnehmen

1/9 Die Angelbox Schritt 1: Die Angelbox

2/9 Die Angelrute Schritt 2: Die Angelrute

3/9 Den Haken festbinden Schritt 3: Den Haken festbinden

4/9 Die Angelleine fixieren Schritt 4: Die Angelleine fixieren

5/9 Den Köder anbringen Schritt 5: Den Köder anbringen

6/9 Einen Fisch betäuben Schritt 6: Einen Fisch betäuben

7/9 Den Fisch aufschneiden Schritt 7: Den Fisch aufschneiden

8/9 Den Fisch ausnehmen Schritt 8: Den Fisch ausnehmen

9/9 Den Fisch zubereiten Schritt 4: Den Fisch zubereiten

Angeln mit der selbstgebauten Angelrute Daniel Geiger
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Bushcraft-Tipps: Angeln & Fisch ausnehmen

Wie ihr euch in 5 Schritten eine Angelrute baut und was ihr beim Fisch ausnehmen beachten solltet ...

Bushcraft – das Wort stammt aus dem Amerikanischen und lässt sich in die beiden Wörter "Bush" und "Craft" aufteilen. Mit Bush ist die Natur, die Wildnis oder platt gesagt der Wald gemeint. Craft bedeutet so viel wie die Kunst oder ein Handwerk. Und genau darum geht's. Die Kunst in der Wildnis zu leben oder auch überleben. Dass man dafür gar nicht viel braucht, zeigen euch unsere Bushcraft-Experten.

Hier erfahrt ihr, was ihr alles an Zubehör für eure Anglerrute braucht und wie darauf eine Angel entsteht, mit der ihr auch dicke Fische an Land ziehen könnt. Doch wenn die Beute am Haken hängt oder im Netz zappelt, ist das erst die halbe Miete. Wie man den Fisch dann richtig ausnimmt und lecker zubereitet, wollen wir euch in den folgenden Media-Blöcken im Detail zeigen ...

Hinweis: Angeln ist in Deutschland und vielen anderen Ländern nur mit gültigem Angelschein erlaubt.

Das braucht ihr für eure Angelrute:

  • daumendick, möglichst gerader Stock
  • Haken in verschiedenen Größen
  • Angelschnur in zwei Stärken
  • Bleigewichte
  • selbstklebender Filz (10 x 2)
  • Messer
  • Säge
  • Köder
Angeln und Fisch ausnehmen
Daniel Geiger

Diese Materialien braucht ihr fürs Fisch ausnehmen & zubereiten:

  • Messer
  • stabiler, mehr als daumendicker Schlagstock
  • Ast als Grillspieß
  • Spreizhölzchen
  • Wasser zum Auswaschen des Fisches
  • Salz, Pfeffer, Kräuter, Zitrone
  • alles fürs Lagerfeuer

In den folgenden Media-Blöcken findet ihr eine Schritt für Schritt Anleitung dafür. Los geht's!

Im Video (unten) bekommt ihr außerdem zwei zusätzliche Tipps, die euch das Fisch-Ausnehmen ein wenig erleichtern und das ganze noch etwas "sauberer" machen:

Das Zubehör passt in eine kleine Blechdose. Inhalt: je 30 m Angelschnur in zwei Stärken (ultraleicht und geflochten mit einem Durchmesser von 0,12 mm und 10,5 kg Reißfestigkeit sowie stabile "Monofil" mit 0,5 mm Durchmesser und 20 kg), Schwimmer, Bleigewichte, unterschiedlich große Haken, die man in ein aufgeklebtes Filzstück einhakt.

Für die Angelrute sägt ihr den daumendicken Ast auf rund zwei Meter Länge zu. Am dünneren Ende kerbt man das Holz mit dem Messer ein paar Millimeter ein – dort wird später die Angelschnur verknotet (s. Schritt 4). Der Abstand zum Stockende sollte etwa eine Daumenlänge betragen.

Fädelt die Leine durch die Hakenöse und führt sie am Schaft nach unten. Anschließend die parallel zum Schaft laufende Schnur durch Umwickeln (von unten nach oben, mindestens sechs Wickelungen) am Schaft fixieren und oben am Schaft verknoten. Dabei zieht sich der Knoten zusammen.

Im nächsten Schritt verknotet ihr die Schnur in der Kerbe der Angelrute (siehe Schritt 2). Dabei nutzt man eine ähnliche Knotentechnik wie beim Haken (üben!) Die Leine sollte 1,5 Mal so lang sein wie die Angelrute. Tipp: Für kleine Fische nur kleine Haken und die dünne Leine nutzen – sie fallen weniger auf.

Regenwürmer sind ideale Allroundköder, Insekten oder Maden funktionieren auch. Falls der Köder nicht untergeht, eines der Bleigewichte anbringen. Mit dem Schwimmer "stellt" man die Tiefe ein, in der der Köder im Wasser treibt. Das hängt davon ab, wo die Fische schwimmen.

Ein gefangener Fisch zappelt kräftig. Er sollte mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf betäubt werden. Das geht am besten mit einem stabilen, schweren Stock. Wichtig: Leichte Schläge quälen das Tier, weil es nicht das Bewusstsein verliert, zu starke zerbrechen den Schädel. Dann den betäubten Fisch mit dem Bauch nach oben halten...

... und mit einem Stich ins Herz töten. Der Einstichpunkt liegt zwischen den Brustflossen (siehe Bild). Anschließend das Messer im flachen Winkel ins Waidloch (vor der Afterflosse) einstechen und den Bauchraum bis zum Kiemenansatz auftrennen. Achtung: Schneidet man zu tief verletzt die Gallenblase, schmeckt der Fisch bitter.

Zum Öffnen die Bauchlappen leicht nach außen drücken, vorsichtig die Innereien aus dem Bauchraum lösen und sie mit den Kiemen in Richtung Kopf herausziehen. Bei Forellen zudem die dunklen Nieren entlang der Wirbelsäule mit der Messerspitze (oder einem Löffel) herauskratzen. Das Fischinnere mit klarem Wasser gründlich ausspülen.

Jetzt spreizt man den Bauchraum mit einem kurzen Ast auf und führt den angespitzen Grillspieß durch den Mund ein. Danach an der Schwanzflosse wieder durch die Haut stechen, um den Fisch zu fixieren. Mit Salz, Pfeffer Kräutern und eventuell etwas Zitronensaft würzen. Rund 20 Minuten über der Glut grillen.

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