Outdoor-Smartphones
Smartphone-Kauftipps, Tests & Outdoor-Apps
CAT S52 Smartphone Ralf Bücheler
CAT S52 Smartphone
Cat S52 Outdoor Smartphone
Gigaset GX290 Smartphone 2019
Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone im Test 14 Bilder

Test 2020: Outdoor-Smartphones

Test: Outdoor-Smartphones Diese 5 Smartphones sind hart im Nehmen

Kälte und Hitze, Matsch und Staub, Stöße und Schläge – kein Problem für diese getesteten Outdoor-Smartphones ...

Die wenigsten Smartphones zeigen heutzutage noch echte Nehmerqualitäten. In Zeiten des i-Phones sind leistungsstarke Kameras, große Displays und ein schickes Äußeres für viele Smartphone-User die ausschlaggebenden Kaufkriterien. Meistens sind diese Smartphones aber anfälliger für Schäden und so genannte "Spider-Apps" – also gerissene oder gesprungene Display-Scheiben. Wer hier auf Nummer sicher gehen will und sich dazu noch viel im Freien und in den Bergen bewegt, sollte über den Kauf eines "Outdoor-Smartphones" nachdenken: Hier kombinieren viele Hersteller eine stabile Außenhülle mit einem modernen Android-Betriebssystem und recht ordentlichen Kameras für Schnappschüsse und das Filmen der eigenen Outdoor-Aktivitäten.

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Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone im Test
Test: Outdoor-Smartphones (aus Heft 12/20) Smartphone-Test 2020 + 6 empfehlenswerte Outdoor-Apps
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2020 haben wir uns fünf interessante, neue Smartphone-Modelle herausgepickt. Diese Outdoor-Smartphones müssen viel wegstecken und lange durchhalten – wie gut ihnen das auf Tour und im Alltag gelang, zeigt der gemeinsame Smartphone-Test von OUTDOOR und der Fachzeitschrift CHIP.

Die Outdoor-Smartphones im Test 2020:

CAT S52: Das Outdoor-Phone mit Schick

Outdoor-Handys Test
CAT
Testfazit: Leichtes, alltagstaugliches Smartphone mit Nehmerqualitäten, das mit einem helleren Bildschirm noch besser abschneiden würde. Preis: ab 350 Euro (Online-Preisvergleich siehe unten)

Leicht, schlank, elegant – auf den ersten Blick sieht das Cat S52 nicht aus wie ein Outdoor-Handy, verbirgt es seine robusten Gene doch hinter einem smarten Design. Besonders hervorzuheben ist das Display aus ultrastabilem Gorilla Glass 6, das zudem von einer Folie geschützt wird – perfekt! Apropos Display: Der Touchscreen reagiert selbst bei Schmuddelwetter und Kälte tadellos. Schade nur, dass es dem Monitorim gleisenden Sonnenlicht an Leuchtpower mangelt, Details lassen sich kaum erkennen. Auch könnte die Positionsbestimmung unter Abschattung etwas genauer ausfallen. Für Touren reicht sie aber aus.

Cat S52 Smartphone-Shortfacts:

  • Testurteil: Gut
  • Gewicht: 212 Gramm
  • Speicher: 4 GB / 64 GB (intern) / 256 GB (erweiterbar)
  • Akku: 3100 mAh
  • Maße: 158 x 77 x 10 mm
  • Display: 5.65 Zoll / 1440x720 px (Größe / Auflösung)
  • Kameras: 12 MP (Haupt) / 8 MP (Front)
  • Preis: ab 350 Euro
  • Hier in unserem Partnershop bestellbar

Cyrus CS45 XA Smartphone: Nicht klein zu kriegen

Outdoor-Handys Test
Cyrus
Testfazit: Extrem robust, gut im Handling, genaue Standortbestimmung – das Cyrus ist wie geschaffen für wilde Abenteuer bei jedem Wetter.

Unverwüstlich – treffender lässt sich das CS45 XA Smartphone von Cyrus nicht charakterisieren. Die Sim- und MicroSD-Karten sitzen sogar in einem fest verschraubten Fach, eine zähe Hartglasfolie verstärkt zusätzlich den ohnehin bruch- und kratzfesten Monitor aus Gorilla Glass 5. Bedient wird das Outdoor-Smartphone über eine Kombination aus Touchscreen und Taste, was sehr gut klappt – außer mit Woll- und dicken Handschuhen. Zudem könnte der Bildschirm bei sonniger Witterung durchaus heller strahlen – kleine Nachteile, die das gut ausgestattete Mittelklassemodell mit hervorragendem Satellitenempfang und exakter Positionsermittlung wettmacht.

Cyrus CS45 XA Smartphone-Shortfacts:

  • Testurteil: Sehr gut
  • Gewicht: 238 Gramm
  • Speicher: 4 GB / 64 GB / 256 GB
  • Akku: 4400 mAh
  • Display: 5 Zoll / 1920x1080 px
  • Kameras: 21 MP (Haupt) / 8 MP (Front)
  • Maße: 155 x 77 x 14 mm
  • Preis: ab 290 Euro
  • Hier in unserem Partnershop bestellbar

Gigaset GX290: Das ultrahelle Ausdauer-Smartphone

Outdoor-Handys Test
Gigaset
Testfazit: Nichts für Grammzähler, doch ein günstiges Smartphone mit hellem Display und top Akkulaufzeit für ausgedehnte Wander- und Trekkingtouren.

Leicht ist es nicht, das GX290 von Gigaset, es wiegt 279 Gramm. Aber das hat einen Grund: In dem "Dickerchen" steckt ein zwar schwerer,aber äußerst ausdauernder Riesenakku (6200 mAh), der selbst Mehrtagestouren locker stemmt. Ähnlich potent zeigt sich das kräftig leuchtende Display, das auch in praller Sonne noch perfekt ablesbar bleibt, selbst mit Sonnenbrille. Kritikpunkte? Die mit Handschuhen teils eingeschränkte Bedienung (kein Handschuh-Modus) und der zwar gute, aber nicht sehr gute Satellitenempfang. Ein Lob verdient das stabile, an den Ecken verstärkte Gehäuse mit Schutzkappen für Anschlüsse.

Gigaset GX290 Smartphone-Shortfacts:

  • Testurteil: Sehr gut (Kauftipp 12/2020)
  • Gewicht: 279 Gramm
  • Speicher: 3 GB / 32 GB / 256 GB
  • Akku: 6200 mAh
  • Display: 6,1 Zoll / 1560x720 px
  • Kameras: 13 MP (Haupt) / 8 MP (Front)
  • Maße: 162 x 79 x 15 mm
  • Preis: ab 235 Euro
  • Hier in unserem Partnershop bestellbar

Das Gigaset GX290 im Test:

Samsung Galaxy XCover 4S: Klassiker zum Spartarif

Outdoor-Handys Test
Samsung
Testfazit: Wer ein preiswertes Smartphone ohne Schnickschnack zum Wandern und Biken sucht, könnte beim Samsung Xcover 4s fündig werden.

Das Samsung Galaxy Xcover zählt seit Jahren zu den beliebtesten Outdoor-Smartphones. Auch die jüngste Ausgabe, das Samsung Xcover 4s Smartphone, macht da keine Ausnahme – was nicht nur am günstigen Preis von 219 Euro liegt, vereint das robuste Schnäppchen doch sehr guten Satellitenempfang mit kompakten Abmessungen, geringem Gewicht und einem hellen Display. Dank mehrerer großer Tasten bleibt es selbst mit Handschuhen bequem bedienbar. Zwar fällt der Gerätespeicher mit nur 32 GB mager aus, doch lässt er sich durch MicroSDKarten um bis zu 512 GB erweitern – genug für Karten und Daten. Weiteres Plus: der wechselbare Akku.

Samsung Galaxy XCover 4s-Shortfacts:

  • Testurteil: Sehr gut
  • Gewicht: 172 Gramm
  • Speicher: 3 GB / 32 GB / 512 GB
  • Akku: 2800 mAh
  • Display: 5 Zoll / 1280x720 px
  • Kameras: 16 MP (Haupt) / 5 MP (Front)
  • Maße: 146 x 77 x 10 mm
  • Preis: ab 215 Euro
  • Hier bestellbar in unserem Partnershop

Das Samsung Galaxy XCover 4s im Test:

Samsung Galaxy XCover Pro: Top-Smartphone ohne Schwächen

Outdoor-Handys Test
Samsung
Testfazit: Nicht billig, aber ein gut ausgestattetes, leistungsstarkes Outdoor-Handy, das auf Touren und im Alltag gleichermaßen Spaß macht.

Das Samsung Galaxy Xcover Pro begeisterte unsere Tester auf Anhieb. Das teuerste Outdoor-Smartphone im Test 2020 ließ sich mit Unterstützung von drei Sondertasten selbst bei Schmuddelwetter und mit Handschuhen fast spielerisch bedienen, auch die Positionsbestimmung liegt auf hohem Niveau. Ebenfalls klasse: das stabile Design und das fein auflösende Full-HD-Display des Samsung Galaxy Xcover Pro Smartphones, das genug Leuchtkraft für sonnige Tage besitzt. Die flotte Performance und pfiffige Extras wie ein Wechselakku, der üppige Speicher für MicroSD-Karten (512 GB) oder die (vergleichsweise) gute Zwei-Linsen-Kamera mit Ultraweitwinkelobjektiv bescherten dem Samsung Xcover Pro schließlich den Testsieg in unserem Vergleichstest 2020.

Samsung Galaxy XCover Pro-Shortfacts:

  • Testurteil: Überragend (Testsieger 12/2020)
  • Gewicht: 219 Gramm
  • Speicher: 4 GB / 64 GB / 512 GB
  • Akku: 4050 mAh
  • Display: 6,3 Zoll / 2340x1080 px
  • Kameras: 25 MP (Haupt) / 13 MP (Front)
  • Maße: 160 x 77 x 10 mm
  • Preis: ab 429 Euro
  • Hier in unserem Partnershop bestellbar

Das Samsung Galaxy XCover Pro im Test:

Das Fazit unseres Outdoor-Smartphone Tests:

Unterm Strich zeigt der Test 2020: Outdoor-Smartphones stehen tatsächlich für ungetrübtes Surfen, Navigieren & CO. – bei jedem Wetter. Fasst man die Resultate aus Labor und Praxis zusammen und wirft einen Blick auf die Preise, zeigt sich, dass selbst günstige Smartphone-Modelle eine starke Vorstellung bieten. So kostet das Samsung Galaxy Xcover 4s nur 215 Euro, wiegt leichte 172 Gramm und liegt in puncto Performance sogar in der Spitzengruppe! Kaum mehr locker machen muss man für das Gigaset GX290 mit seinem bei jedem Licht perfekt ablesbaren Bildschirm. Außerdem macht die lange Akkulaufzeit dieses Smartphone trotz des etwas höheren Gewichts zur guten Wahl für ausgedehnte Mehrtagestouren, spart man sich doch die sonst nötige Powerbank zum Nachladen im Rucksack.

Als (nahezu) unzerstörbare Alternative für ambitionierte Touren bietet sich hingegen das Cyrus CS45 XA Smartphone an. Das konsequent auf Robustheit getrimmte, flott per Taste und Touchscreen bedienbare Phone mit hervorragendem Satellitenempfang knickt auch unter allerhärtesten Bedingungen nicht ein.

Wer dagegen nach einem Outdoor-Smartphone Ausschau hält, das auch im Alltag eine gute Figur abgibt, liegt mit dem schlanken Cat S52 richtig. Mit seinem schicken Äußeren sieht es einem normalen Smartphone zum Verwechseln ähnlich. Und es wiegt wenig (212g).

Das beste Testergebnis liefert aber das Samsung Galaxy Xcover Pro: Leicht, robust, gut im Handling, dazu ein alltagstaugliches Design, eine flotte Performance und eine ordentliche Kamera machen das mit 429 Euro teuerste Smartphone im Test zum idealen Allround-Smartphone für Outdoor-Touren und Alltag.

CAT S52 Smartphone
CAT / DERWOOD PAMPHILON
Schlanke, leichte Outdoor-Phones wie das Cat S52 oder die beiden Samsung XCover-Handys machen auch im Alltag jede Menge Spaß.

So haben wir die Outdoor-Smartphones getestet:

  • Robustheit: Bewertet werden Qualität von Gehäuse und Display, auch die IPKlasse und Tests nach US-Militärnorm gehen mit ein. Die Gehäuserobustheit checken wir auch in der Praxis (Untertauchen, Sturz).
  • Display: Maßgeblich sind Auflösung und Ablesbarkeit, vor allem bei Sonnenschein. Um sie zu bestimmen, misst das Chip-Testlabor die maximale Helligkeit und den Kontrast. Die Ergebnisse werden auf Touren überprüft und ergänzt.
  • Bedienung: Wir checken (auch bei Regen und mit Handschuhen), wie der Touchscreen auf Eingaben reagiert. Bonuspunkte gibt es für Tasten, vor allem für individuell belegbare.
  • Satellitenempfang: Beim Empfang prüfen die Tester im Gelände, wie genau die Smartphones Tracks aufzeichnen – insbesondere unter schwierigen Bedingungen wie in engen Tälern.
  • Akkulaufzeit: Im Akkutest bleibt das Display dauerhaft bei einer Leuchtdichte von 200 cd/mÇ eingeschaltet. Ein Script steuert das Handy, das per LTE mit dem Internet verbunden ist und verschiedene Aufgaben abarbeitet. Hinzu kommen Erfahrungen aus dem Praxistest: Schafft der Akku Tages- oder Wochenendtouren mit einer Ladung?
  • Leistung: Sie informiert über Schnelligkeit der Hardware, über die Grafikleistung und beinhaltet Resultate der Benchmarking-App »PC Mark for Android«.
  • Ausstattung: In die Note fließen Merkmale wie Lieferumfang, LTE-Speed, WLAN, Bluetooth, Dual-SIM, Speicherplatz oder Notruffunktion ein.
  • Kamera: Der Labortest analysiert die Bildqualität anhand spezieller Messcharts. Zusätzlich werden auf Tour geschossene Bilder beurteilt.
Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone im Test
Ralf Bücheler
Klasse: Empfehlenswerte Outdoor-Smartphones wie das Gigaset GX290 gibt es bereits ab rund 250 Euro.

Eigentlich konnten alle neuen Smartphone-Modelle 2020 im Test überzeugen. Nur was die Kameras angeht, besteht noch Luft nach oben. Hier liegen die Handys nur auf Einsteiger-Niveau. Der mehrtägige Praxistest der Outdoor-Smartphones umfasste Stürze, Schläge, Kratzer, Erschütterungen und auch Tauchbäder (siehe Video):

Wo liegen die Stärken aktueller Outdoor-Smartphones?

  1. Starker Akku: Länger als einen Tag hält kaum ein Akku gängiger Smartphones durch – vor allem dann nicht, wenn man das Gerät auch zum Navigieren einsetzt. Die Akku-Leistung wird in Milliamperestunden(mAh) angegeben – je höher die Zahl, um so mehr Energie kann der Akku speichern. Üblich sind bei Geräten von Apple oder Samsung um die 3000, maximal 4000 mAh. Fast alle Outdoor-Handys bieten deutlich mehr Akku-Power. 5000 Milliamperestunden sind hier fast schon das Minimum. Bei einigen wie dem Crosscall Trekker X4 oder dem Land Rover Explore lässt sich die Laufzeit mit einem aufsteckbaren Akku-Pack ungefähr verdoppeln – praktisch vor allem auf langen Zelttouren abseits von Steckdosen.
  2. Hart im Nehmen: Abgesehen von einigen Topmodellen stellen viele konventionelle Handys schon bei leichtem Nieselregen oder leichtem Frost den Betrieb ein. Möchte man sein Smartphone nicht in ein sperriges Schutzcase einsperren und im Winter nur in der warmen Innentasche transportieren, lohnen Outdoor-Geräte allemal. Schließlich besitzen sie mindestens die Schutzklasse IP68, das bedeutet: Ihr Gehäuse ist staubdicht und gegen dauerndes Untertauchen für mindestens 30 Minuten bis 1,5 Meter Tiefe geschützt. Einige Outdoor-Handys gehen noch weiter und erfüllen den Standard MIL-810G des US-Militärs, der unter anderem Stürze auf Beton aus 1,8 Meter Höhe und die Funktion bei Temperaturen zwischen –30 und 60 Grad Celsius vorschreibt. Zu diesen Modellen zählen zum Beispiel das Blackview BV9700, das Doogee S90 sowie das bereits erwähnte Crosscall Trekker X4. Wem diese Smartphone-Modelle auf Anhieb zu "klobig" und schwer erscheinen, der sollte sich mal das China-Smartphone Cubot Quest für unschlagbare 190 Euro anschauen (Schutzklassse: IP68, Erklärung siehe unten). Es ist eines der leichtesten und schmalsten Outdoor-Smartphones auf dem Markt und überzeugte in unserem bisherigen Dauereinsatz auf ganzer Linie. Einzig die Kamera-Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen und im Dunkeln sind verbesserungswürdig.
  3. Gute Kamera: Dieser Punkt ist vielen Outdoor-Fans besonders wichtig – denn wer in beeindruckenden Landschaften unterwegs ist, will tolle Bilder davon machen. Viele Outdoor-Smartphones sind bereits mit sehr guten Kameras ausgestattet, teilweise sind sogar 16-Megapixel-Sensoren an Bord. Einige wie das Blackview BV9700c sowie das Dogee S90 überzeugen zudem mit zwei integrierten Objektiven für verschiedene Brennweiten. So kann man sich das Zusatzgewicht einer Digitalkamera sparen. Eine Besonderheit weist das CAT S61 16 MP (ca. 899 Euro) auf: Es besitzt eine Wärmebildkamera, mit der Temperaturunterschiede – etwa Kältebrücken beim Schlafsack – sichtbar werden. Und das Crosscall Trekker X4 (650 Euro) bietet neben der eigentlichen 12-MP-Kamera auch noch eine Actioncam, die über ein 170 Grad starkes Weitwinkelobjektiv verfügt und bis zu 120 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann.
  4. Speicher: Als Wanderer hat man in abgelegenen Regionen selten Empfang. Musik, Fotos und vor allem auch Topokarten für die Navigation lassen sich hier nicht abrufen, sondern müssen vorher im internen Smartphonespeicher gesichert werden – wenn der dafür groß genug ist. Zwar sind in diesem Punkt Outdoor-Smartphones mit ihren integrierten Speichern von meistens 64 Gigabyte (GB) vielen konventionellen Pendants unterlegen, doch dafür lässt sich bei allen Outdoor-Geräten der Speicherplatz über eine austauschbare Micro-SD-Karte erweitern. Das hat den Vorteil, dass man kapazitätsfressende Topokarten gebietsweise auf verschiedene Speicherkarten verteilen kann, die unterwegs je nach Region ins Gerät gesteckt werden. Auch Fotos und Videos lassen sich separat speichern. Wer hingegen ein Modell mit großem internen Speicher sucht, findet es im Blackview BV9700c (ca. 340 Euro) sowie im Dogee S90 (ca. 370 Euro), die beide über 128 GB verfügen.
  5. Wetter-Messung: Eine zuverlässige Wettervorhersage ist für Outdoorer ebenfalls essenziell für die Planung. Abseits vom Handynetz funktioniert aber keine Wetter-App. Deshalb haben viele Outdoor-Smartphones die notwendigen Werkzeuge wie Barometer, Thermometer & Co bereits eingebaut. Mit dem Crosscall Trekker X4 lässt sich außerdem die Lichtintensität über einen speziellen UV-Sensor ermitteln – praktisch fürs Hochgebirge und für Outdoorer, die zum Sonnenbrand neigen.

Schutz vor Schmutz: die IP-Angabe bei Outdoor-Handys

Outdoor-Handys & Smartphones sind von ihrer Beschaffenheit auf extreme Nutzung ausgelegt. Viele der aktuellen Mobiltelefone sind daher nach bestimmten IP-Kriterien zertifiziert, die einem Gerät bestimmte Schutzeigenschaften bescheinigen.

"IP" steht für "International Protection" und ist eine international anerkannte Norm, die den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser einstuft. Die IP-Angabe zeigt also an, wie gut beispielsweise ein Outdoor-Smartphone gegen das Eindringen von Staub oder Wasser geschützt ist.

Die erste Zahl beschreibt den Schutz vor Staub. Ein Gerät mit der Einstufung "IP0X" ist demnach nicht vor Staub geschützt, während ein Gerät mit der Einstufung "IP6X" vollständig staubdicht ist.

1. Ziffer Bedeutung:
Schutz gegen Fremdkörper  
0 kein Schutz
1 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 50 mm
2 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12,5 mm
3 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 2,5 mm
4 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1 mm
5 gegen Staub in schädigender Menge
6 Staubdicht

Die zweite Ziffer weist auf die Wasserdichtigkeit eines Outdoor-Smartphones hin. Hier reicht die Skala von bis 8. Eine 9 wird ausschließlich im Automobil-Bereich verwendet.

Für die IP-Angabe bedeutet das folgendes: Wird für ein Outdoor-Smartphone angegeben, es habe eine "IP67-Zertifizierung", dann ist es uneingeschränkt staubdicht und vor zeitweiligem Untertauchen in Wasser geschützt. Dennoch sollte man immer auf die genauen Herstellerangaben achten. Die IP-Schutzarten definieren nur einen Mindeststandard. Wie lange ein Outdoor-Smartphone wirklich untergetaucht werden darf und vor allem wie tief, steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Gerätes.

2. Ziffer Bedeutung:
Schutz gegen Wasser  
0 kein Schutz
1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen Tropfwasser bei 15° Gehäuseneigung
3 Schutz gegen Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Schutz gegen Spritzwasser
5 Schutz gegen Spritzwasser (mit hohem Druck)
6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen
9 Schutz gegen Wasser unter Hochdruck

Kratz- und stoßfest: Gorilla Glass

Der Begriff "Gorilla Glass" ist eigentlich ein Markenname des US-amerikanischen Herstellers Corning für besonders robustes Glas das für Touchscreens verwendet wird. Längst hat sich der Begriff aber als Gattungsbezeichnung für besonders widerstandsfähiges Abdeckglas für Displays etabliert. Neben Corning bieten auch andere Hersteller vergleichbare Produkte an. Asahi Glass das "Dragontail" und Schott das "Xensation Cover".

Für das Gorilla Glass wird Alumosilikatglas verwendet, dass auf chemischer Ebene "vorgespannt" wird. In den oberen Glasschichten wird dabei eine Druckspannung eingebracht, die die Rissbildung im Glas erschwert. Dadurch wird Gorilla Glass etwa doppelt bis dreifach so rissfest wie herkömmliches Glas. Zum Vergleich: herkömmliches Glas hält einen punktuellen Druck von etwa 5 Newton aus, bis es zur Rissbildung kommt. Gorilla Glass reißt dagegen erst bei etwa 40 Newton.

Mittlerweile sind Outdoor-Smartphones mit Gorilla Glass der fünften Generation erhältlich. Corning gibt an, dass dieses Glas Stürze aus bis zu 1,60 m Höhe auf harte und unebene Flächen, wie Asphalt, direkt auf die Glasseite, unbeschadet überstehen würde.

Crosscall Trekker X4 Smartphone 2019
Crosscall
Sogar unterwassertauglich: Das Crosscall Trekker X4 Smartphone mit eingebauter Action-Cam.


Praxistest: Crosscall Trekker X4 Smartphone

Highlight des Crosscall Trekker X4 (Modelljahr 2019) ist die eingebaute Action-Cam "X-Cam" die neben Weitwinkelfotos auch Filmaufnahmen in 4K Qualität liefert. Dazu gibt es jede Menge Zubehör, wie z.B. einen Brustgurt, ein Dreibeinstativ oder einen Selfie-Stick. Diese Zubehörteile sind aber optional, und kommen dann noch zum relativ hohen Kaufpreis von rund 700 Euro hinzu. Zum Testbericht:

Crosscall Trekker X4 Smartphone 2019
GPS & Outdoor-Handys

Praxistest: Cat S42

Dieses "Catphone" überzeugte uns in erster Linie mit seinem leistungsstarken 4200 mAh Akku, der auch in unserem zweiwöchigen Praxis-Einsatz am Berg und im Alltag für lange Laufzeiten sorgte. Bei sporadischer Nutzung des CAT S42 Smartphones auf einer Hüttentour in den Alpen (nur zum Fotografieren und gelegentlich im WLAN surfen) hielt der Akku locker die kompletten vier Tage durch. Bei aktiviertem GPS (bspw. in Google Fit oder Maps), kamen wir in unserem Test 2020 auf rund 5% Akku-Minderung pro Stunde. Schade, dass das CAT S42 keine Möglichkeit mehr bietet, das Gerät auch mittels eines speziellen Verbindungskabels als Powerbank zu nutzen (wie es noch beim CAT S41 – siehe unten – der Fall war.) Zum Testbericht:

Catphone CAT S42
GPS & Outdoor-Handys

Praxistest: Cat S41

Wem die Handykamera nicht ganz so wichtig ist, wie das robuste Äußere und die Outdoor-Tauglichkeit oder ein Handy für harte Arbeitseinsätze sucht, der könnte beim Cat S41 der englischen Bullitt Group fündig werden. Zusammen mit dem US-Baumaschinenhersteller Caterpillar bringen diese schon seit ein paar Jahren Outdoor-taugliche Handys und Smartphones auf den Markt. Dieses ist im Netz mittlerweile für unter 400 Euro zu haben (das größere Cat S61 mit Wärmebildkamera kostet dagegen fast das doppelte). Unseren Testbericht zum CAT S41 lest ihr hier:

CAT S41 Smartphone Test
GPS & Outdoor-Handys

Die Top-Outdoor-Smartphones im Preisvergleich:

(sofern bei unseren Partnern verfügbar)

Cubot Quest vs. Gigaset GX290 im Vergleich
Ralf Bücheler

Smartphone-Vergleich: Cubot Quest vs. Gigaset GX290

Cubot Quest Gigaset GX290
190 Euro 299 Euro
5,5" HD+ IPS Display (1440x720 px) 6,1“ 19,5:9 HD+ V-Notch Display (1560x720 Pixel)
Corning Gorilla Glas 5 Corning Gorilla Glas 3
4000 mAh starker nicht entfernbar Akku 6200 mAh starker nicht entfernbar Akku mit 9V 2A PE+
Sony 12,0 MP und 2,0 MP Dual Hauptkamera + 8 MP Frontkamera Sony 13 MP + 2 MP Dual Hauptkamera mit ArcSoft® Optimierung + 8 MP Frontkamera, Auflösung: 1080p Video
64GB Speicher (erweiterbar bis zu 128 GB) 32GB Speicher (erweiterbar bis zu 256 GB)
4 GB RAM 3 GB RAM
Pure Android 9.0 Pie Pure Android 9.0 Pie
IP68 Wasser- und Staubgeprüft IP68 Wasser- und Staubgeprüft
Sonstiges: NFC (Near Field Communication), Gesichtserkennung/ Fingerabdrucksensor, nur Bluetooth, kein Kopfhörereingang, GPS, 6P-Objektiv, Ladekabel im Lieferumfang enthalten Sonstiges: NFC (Near Field Communication), Wireless Charging bis zu 15W, winfache Bedienung dank Face-ID und multifunktionalem Fingerabdrucksensor, GPS, A-GPS und Glonass, Kopfhöreranschluss 3,5 mm, Ladekabel im Lieferumfang enthalten
Gewicht:  216 g Gewicht: 279 g
Maße: 16 cm (H), 7,5 cm (B), 0,8 cm (T) Maße: 16 cm (H), 8 mm (B), 1,5 cm (T)

2019 hatten wir zwei relativ ähnliche Outdoor-Smartphones im Dauereinsatz: das China-Handy Cubot Quest und das Gigaset GX290, letzteres kam erst Ende September 2019 auf den Markt. Sie unterscheiden sich lediglich in Preis, Gewicht, Akku-Größe und Telefonspeicher – Kamera, Betriebssystem und weitere Features liegen auf ähnlichem Niveau. Und können auch mit vielen modernen Smartphones – ohne IP-Zertifizierzung und Outdoor-Schutz – mithalten. Die Tabelle zeigt die Unterschiede / Gemeinsamkeiten. Durch das etwas höhere Gewicht und Preis des Gigaset-Smartphones, sehen wir das Cubot Quest derzeit leicht im Vorteil. Wer auf eine hochwertige Kamera verzichten kann, und diese lediglich für Schnappschüsse einsetzt, kann bedenkenlos zugreifen – zumal es nur unglaubliche 190 Euro kostet!

Unseren Cubot Quest "Pfützentest" seht ihr im Video:

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