Outdoor-Smartphones
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Samsung Galaxy XCover 6 Pro Smartphone Samsung
Samsung Galaxy XCover 6 Pro Smartphone
Samsung Galaxy XCover 6 Pro Smartphone
Outdoor Smartphone AGM Glory G1S
Crosscall Action-X5 Smartphone 19 Bilder

Test: Robuste Outdoor-Smartphones

Robuste Smartphones Diese 8 Smartphones sind hart im Nehmen

Update 2022

Kälte und Hitze, Matsch und Staub, Stöße und Schläge – kein Problem für diese Outdoor-Smartphones ...

Die wenigsten Smartphones zeigen heutzutage noch echte Nehmerqualitäten. In Zeiten des iPhones sind leistungsstarke Kameras, große Displays und ein schickes Äußeres für viele Smartphone-User die ausschlaggebenden Kaufkriterien. Meistens sind diese Smartphones aber anfälliger für Schäden und so genannte "Spider-Apps" – also gerissene oder gesprungene Display-Scheiben. Wer hier auf Nummer sicher gehen will und sich dazu noch viel im Freien und in den Bergen bewegt, sollte über den Kauf eines "Outdoor-Smartphones" nachdenken: Hier kombinieren viele Hersteller eine stabile Außenhülle mit einem modernen Android-Betriebssystem und recht ordentlichen Kameras für Schnappschüsse und das Filmen der eigenen Outdoor-Aktivitäten.

Was muss man beim Kauf eines robusten Smartphones beachten?

Geachtet werden sollte beim Kauf eines robusten Smartphones auf die offensichtlichen Aspekte wie Robustheit, Display und Bedienung. Aber auch die Leistung und die Akkulaufzeit sind auf Tour entscheidend. Auch der Satellitenempfang ist, gerade wer das Handy zur Orientierung nutzt, wichtig. Auch die Ausstattung in Form von LTE-Speed, WLAN und Co. kann für einen Kauf entscheidend sein. Zudem wird auch für Outdoorer immer wichtiger: die Kamera.

3 neue Modelle 2022

Samsung Galaxy XCover 6 Pro Smartphone
Samsung
Samsung Galaxy Xcover 6 Pro: Das erste Gerät der XCover-Reihe, das 5G-Netzwerke unterstützt.

Erst Ende Juli hat Samsung das neue widerstandsfähige Smartphone XCover6 Pro präsentiert: Durch sein robustes, schlankes Design, einem 6nm-Prozessor und austauschbarem 4050 mAh-Akku sowie umfangreichen Sicherheits-Features von Samsung Knox und One UI, eignet es sich sowohl für den Einsatz in dynamischen Arbeitsumgebungen als auch beim nächsten Outdoor-Abenteuer. Mit seiner langlebigen, nach Militär-Standard zertifizierten Außenhülle, seiner IP68-Zertifizierung und dem Gorilla-Glass Victus der neuesten Generation ist es so konstruiert, dass es auch extremen Wetterbedingungen, Stürzen und anderen Situationen im Freien trotzen kann. Der Preis für das neue 5G-Smartphone liegt bei 609 € (UVP).

Outdoor Smartphone AGM Glory G1S
AGM
Das Besondere am AGM Glory G1S: Eine integrierte Wärmebildkamera. Preis: 779 € (UVP).

Laut Hersteller besitzt das neue AGM Glory G1S die beste Wärmebildkamera unter allen Telefonen. Außerdem an Bord: 5G Snapdragon 480 Prozessor und eine 48MP-Hauptkamera von Sony. Dank IP68- und MIL-STD-810H-Zertifizierungen dürften auch Dreck, Wasser und schlechtes Wetter diesem robusten Smartphone nichts ausmachen (ein ausführlicher Testbericht folgt). Interessant, dass das AGM-Smartphone auch eine Aufladung via Docking-Station unterstützt und der chinesische Hersteller eine 60-Tage-Geld-zurück-Garantie, 24 Monate Garantie und lebenslangen technischer Support in Europa verspricht.

Crosscall Action-X5 Smartphone
Crosscall
Bietet eine zusätzliche Action-Cam: Das Outdoor-Smartphone Crosscall Action-X5. Preis: 549,90 € (UVP).

Wer gerne draußen mit seinem Smartphone viel filmt und fotografiert, dabei aber immer Angst hat, das Handy könnte bei einem Sturz oder beim Sport kaputt gehen, sollte sich eventuell mal das neue Crosscall Action-X5 anschauen. Es besitzt ein ähnliches Kamera-Setup wie das Vorgängermodell Crosscall Trekker X4, die Fotoqualität soll sich nach eigenen Angaben aber deutlich verbessert haben. Die wichtigsten technischen Daten aller drei Smartphone-Neuheiten haben wir hier in einer Tabelle für euch zusammengefasst:

Technische Daten im Vergleich

Techn. Daten AGM Glory G1S CROSSCALL ACTION-X5 Samsung Galaxy XCover 6 Pro 
Arbeitsspeicher 8 GB RAM 4 GB RAM 6 GB RAM
Speicherplatz 128 GB; SD-Erweiterung bis 512 GB 64 GB; SD-Erweiterung bis 512 GB 128 GB, SD-Erweiterung bis 1 TB
Prozessor Qualcomm Snapdr. 480 (8-core). 2.0 GHz Qualcomm SM6115 (8-core), 2.0 GHz 8-core, 2,4 Ghz, 1,8 Ghz
Betriebssystem Android 11 Android 11 Android 12
Netz 5G 4G 5G
Kamera Haupt: 48+2 MP (2340x1080) | Front: 16 MP 48+13 MP (120°FoV) | Front: 13MP (120° FoV) Haupt: 50+8 MP| Front: 13 MP
Display 6,5"  5,45" 6,4"
Disp.Auflösung 1080 x 2340 1440 x 720 1080 x 2408
Akku 5500 mAh (18 Watt) --> Schnelladefunktion 3850 mAh 4050 mAh; wechselbar!
Maße 174,8 x 84,2 x 17,5 mm 161,5 x 77,8 x 13,35 mm 168,8 x 79,9 x 9,9 mm
Gewicht 315g 235,5g 235 g
Wasserdicht IP68/69k IP68 IP68
Staubdicht IP68/69k IP68 IP68
Stoßfest MIL-STD-810H: 1,5m MIL-STD-810H: 1,5m; IK03 MIL-STD-810H: 1,5m
Anschlüsse USB-C, Aux USB-C, Aux USB-C, Aux
Weitere Features Laserpointer, Infrarot-LED, Wärmebildkamera, Nachtsichtkamera,  Dual-SIM + Micro-SD Slot Einzelkomponenten leicht reparierbar, Walkie Talkie Funktion Dual-SIM + Micro-SD Slot; Walkie Talkie Funktion, Samsung Datenschutz System Knox
UVP in € 779 € 549,90 € 609 €

5 Outdoor-Smartphones im Test

Robuste Smartphones müssen viel wegstecken und lange durchhalten – wie gut ihnen das auf Tour und im Alltag gelang, zeigte der gemeinsame Smartphone-Test 2020 von OUTDOOR und der Fachzeitschrift CHIP:

🏆 Die Gewinner auf einen Blick:

  • Das Gigaset GX290 ist unserer Outdoor Kauftipp! Nichts für Grammzähler, doch ein günstiges Smartphone mit hellem Display und top Akkulaufzeit für ausgedehnte Wander- und Trekkingtouren
  • Samsung Galaxy XCover Pro schneidet als Testsieger ab! Nicht billig, aber ein gut ausgestattetes, leistungsstarkes Outdoor-Handy, das auf Touren und im Alltag gleichermaßen Spaß macht.

Die Smartphones im Detail:

Test: CAT S52 – das Outdoor-Phone mit Schick

Outdoor-Handys Test
CAT
Testfazit: Leichtes, alltagstaugliches Smartphone mit Nehmerqualitäten, das mit einem helleren Bildschirm noch besser abschneiden würde. Preis: ab 350 Euro (Online-Preisvergleich siehe unten)

Leicht, schlank, elegant – auf den ersten Blick sieht das Cat S52 nicht aus wie ein Outdoor-Handy, verbirgt es seine robusten Gene doch hinter einem smarten Design. Besonders hervorzuheben ist das Display aus ultrastabilem Gorilla Glass 6, das zudem von einer Folie geschützt wird – perfekt! Apropos Display: Der Touchscreen reagiert selbst bei Schmuddelwetter und Kälte tadellos. Schade nur, dass es dem Monitorim gleisenden Sonnenlicht an Leuchtpower mangelt, Details lassen sich kaum erkennen. Auch könnte die Positionsbestimmung unter Abschattung etwas genauer ausfallen. Für Touren reicht sie aber aus.

Cat S52 Smartphone-Shortfacts:

  • Testurteil: Gut
  • Gewicht: 212 Gramm
  • Speicher: 4 GB / 64 GB (intern) / 256 GB (erweiterbar)
  • Akku: 3100 mAh
  • Maße: 158 x 77 x 10 mm
  • Display: 5.65 Zoll / 1440x720 px (Größe / Auflösung)
  • Kameras: 12 MP (Haupt) / 8 MP (Front)
  • Preis: um 645 Euro
  • Hier auf Amazon bestellbar

Test: Cyrus CS45 XA Smartphone – nicht klein zu kriegen

Outdoor-Handys Test
Cyrus
Testfazit: Extrem robust, gut im Handling, genaue Standortbestimmung – das Cyrus ist wie geschaffen für wilde Abenteuer bei jedem Wetter.

Unverwüstlich – treffender lässt sich das CS45 XA Smartphone von Cyrus nicht charakterisieren. Die Sim- und MicroSD-Karten sitzen sogar in einem fest verschraubten Fach, eine zähe Hartglasfolie verstärkt zusätzlich den ohnehin bruch- und kratzfesten Monitor aus Gorilla Glass 5. Bedient wird das Outdoor-Smartphone über eine Kombination aus Touchscreen und Taste, was sehr gut klappt – außer mit Woll- und dicken Handschuhen. Zudem könnte der Bildschirm bei sonniger Witterung durchaus heller strahlen – kleine Nachteile, die das gut ausgestattete Mittelklassemodell mit hervorragendem Satellitenempfang und exakter Positionsermittlung wettmacht.

Cyrus CS45 XA Smartphone-Shortfacts:

  • Testurteil: Sehr gut
  • Gewicht: 238 Gramm
  • Speicher: 4 GB / 64 GB / 256 GB
  • Akku: 4400 mAh
  • Display: 5 Zoll / 1920x1080 px
  • Kameras: 21 MP (Haupt) / 8 MP (Front)
  • Maße: 155 x 77 x 14 mm
  • Preis: um 319 Euro
  • Hier in unserem Partnershop bestellbar

Test: Gigaset GX290 – das ultrahelle Ausdauer-Smartphone

Outdoor-Handys Test
Gigaset
Testfazit: Nichts für Grammzähler, doch ein günstiges Smartphone mit hellem Display und top Akkulaufzeit für ausgedehnte Wander- und Trekkingtouren.

Leicht ist es nicht, das GX290 von Gigaset, es wiegt 279 Gramm. Aber das hat einen Grund: In dem "Dickerchen" steckt ein zwar schwerer,aber äußerst ausdauernder Riesenakku (6200 mAh), der selbst Mehrtagestouren locker stemmt. Ähnlich potent zeigt sich das kräftig leuchtende Display, das auch in praller Sonne noch perfekt ablesbar bleibt, selbst mit Sonnenbrille. Kritikpunkte? Die mit Handschuhen teils eingeschränkte Bedienung (kein Handschuh-Modus) und der zwar gute, aber nicht sehr gute Satellitenempfang. Ein Lob verdient das stabile, an den Ecken verstärkte Gehäuse mit Schutzkappen für Anschlüsse.

Gigaset GX290 Smartphone-Shortfacts:

  • Testurteil: Sehr gut (Kauftipp 12/2020)
  • Gewicht: 279 Gramm
  • Speicher: 3 GB / 32 GB / 256 GB
  • Akku: 6200 mAh
  • Display: 6,1 Zoll / 1560x720 px
  • Kameras: 13 MP (Haupt) / 8 MP (Front)
  • Maße: 162 x 79 x 15 mm
  • Preis: um 290 Euro
  • Hier in unserem Partnershop bestellbar

Das Gigaset GX290 im Test:

Test: Samsung Galaxy XCover 4S – Klassiker zum Spartarif

Outdoor-Handys Test
Samsung
Testfazit: Wer ein preiswertes Smartphone ohne Schnickschnack zum Wandern und Biken sucht, könnte beim Samsung Xcover 4s fündig werden.

Das Samsung Galaxy Xcover zählt seit Jahren zu den beliebtesten Outdoor-Smartphones. Auch die jüngste Ausgabe, das Samsung Xcover 4s Smartphone, macht da keine Ausnahme – was nicht nur am günstigen Preis von 219 Euro liegt, vereint das robuste Schnäppchen doch sehr guten Satellitenempfang mit kompakten Abmessungen, geringem Gewicht und einem hellen Display. Dank mehrerer großer Tasten bleibt es selbst mit Handschuhen bequem bedienbar. Zwar fällt der Gerätespeicher mit nur 32 GB mager aus, doch lässt er sich durch MicroSDKarten um bis zu 512 GB erweitern – genug für Karten und Daten. Weiteres Plus: der wechselbare Akku.

Samsung Galaxy XCover 4s-Shortfacts:

  • Testurteil: Sehr gut
  • Gewicht: 172 Gramm
  • Speicher: 3 GB / 32 GB / 512 GB
  • Akku: 2800 mAh
  • Display: 5 Zoll / 1280x720 px
  • Kameras: 16 MP (Haupt) / 5 MP (Front)
  • Maße: 146 x 77 x 10 mm
  • Preis: um 250 Euro
  • Hier auf Amazon bestellen

Das Samsung Galaxy XCover 4s im Test:

Test: Samsung Galaxy XCover Pro – Top-Smartphone ohne Schwächen

Outdoor-Handys Test
Samsung
Testfazit: Nicht billig, aber ein gut ausgestattetes, leistungsstarkes Outdoor-Handy, das auf Touren und im Alltag gleichermaßen Spaß macht.

Das Samsung Galaxy Xcover Pro begeisterte unsere Tester auf Anhieb. Das teuerste Outdoor-Smartphone im Test 2020 ließ sich mit Unterstützung von drei Sondertasten selbst bei Schmuddelwetter und mit Handschuhen fast spielerisch bedienen, auch die Positionsbestimmung liegt auf hohem Niveau. Ebenfalls klasse: das stabile Design und das fein auflösende Full-HD-Display des Samsung Galaxy Xcover Pro Smartphones, das genug Leuchtkraft für sonnige Tage besitzt. Die flotte Performance und pfiffige Extras wie ein Wechselakku, der üppige Speicher für MicroSD-Karten (512 GB) oder die (vergleichsweise) gute Zwei-Linsen-Kamera mit Ultraweitwinkelobjektiv bescherten dem Samsung Xcover Pro schließlich den Testsieg in unserem Vergleichstest 2020.

Samsung Galaxy XCover Pro-Shortfacts:

  • Testurteil: Überragend (Testsieger 12/2020)
  • Gewicht: 219 Gramm
  • Speicher: 4 GB / 64 GB / 512 GB
  • Akku: 4050 mAh
  • Display: 6,3 Zoll / 2340x1080 px
  • Kameras: 25 MP (Haupt) / 13 MP (Front)
  • Maße: 160 x 77 x 10 mm
  • Preis: ab 429 Euro
  • Hier in unserem Partnershop bestellbar

Das Samsung Galaxy XCover Pro im Test:

Das Fazit unseres Outdoor Smartphone Tests 2020

Eigentlich konnten alle neuen Smartphone-Modelle 2020 im Test überzeugen. Nur was die Kameras angeht, besteht noch Luft nach oben. Hier liegen die Handys nur auf Einsteiger-Niveau.

Unterm Strich zeigt der Test 2020: Outdoor-Smartphones stehen tatsächlich für ungetrübtes Surfen, Navigieren & CO. – bei jedem Wetter. Fasst man die Resultate aus Labor und Praxis zusammen und wirft einen Blick auf die Preise, zeigt sich, dass selbst günstige Smartphone-Modelle eine starke Vorstellung bieten. So kostet das Samsung Galaxy Xcover 4s nur 215 Euro, wiegt leichte 172 Gramm und liegt in puncto Performance sogar in der Spitzengruppe! Kaum mehr locker machen muss man für das Gigaset GX290 mit seinem bei jedem Licht perfekt ablesbaren Bildschirm. Außerdem macht die lange Akkulaufzeit dieses Smartphone trotz des etwas höheren Gewichts zur guten Wahl für ausgedehnte Mehrtagestouren, spart man sich doch die sonst nötige Powerbank zum Nachladen im Rucksack.

Als (nahezu) unzerstörbare Alternative für ambitionierte Touren bietet sich hingegen das Cyrus CS45 XA Smartphone an. Das konsequent auf Robustheit getrimmte, flott per Taste und Touchscreen bedienbare Phone mit hervorragendem Satellitenempfang knickt auch unter allerhärtesten Bedingungen nicht ein.

Wer dagegen nach einem Outdoor-Smartphone Ausschau hält, das auch im Alltag eine gute Figur abgibt, liegt mit dem schlanken Cat S52 richtig. Mit seinem schicken Äußeren sieht es einem normalen Smartphone zum Verwechseln ähnlich. Und es wiegt wenig (212g).

Das beste Testergebnis liefert aber das Samsung Galaxy Xcover Pro: Leicht, robust, gut im Handling, dazu ein alltagstaugliches Design, eine flotte Performance und eine ordentliche Kamera machen das mit 429 Euro teuerste Smartphone im Test zum idealen Allround-Smartphone für Outdoor-Touren und Alltag.

CAT S52 Smartphone
CAT / DERWOOD PAMPHILON
Schlanke, leichte Outdoor-Phones wie das Cat S52 oder die beiden Samsung XCover-Handys machen auch im Alltag jede Menge Spaß.

So wurden die Outdoor-Smartphones von uns getestet

  1. Robustheit: Bewertet werden Qualität von Gehäuse und Display, auch die IPKlasse und Tests nach US-Militärnorm gehen mit ein. Die Gehäuserobustheit checken wir auch in der Praxis (Untertauchen, Sturz).
  2. Display: Maßgeblich sind Auflösung und Ablesbarkeit, vor allem bei Sonnenschein. Um sie zu bestimmen, misst das Chip-Testlabor die maximale Helligkeit und den Kontrast. Die Ergebnisse werden auf Touren überprüft und ergänzt.
  3. Bedienung: Wir checken (auch bei Regen und mit Handschuhen), wie der Touchscreen auf Eingaben reagiert. Bonuspunkte gibt es für Tasten, vor allem für individuell belegbare.
  4. Satellitenempfang: Beim Empfang prüfen die Tester im Gelände, wie genau die Smartphones Tracks aufzeichnen – insbesondere unter schwierigen Bedingungen wie in engen Tälern.
  5. Akkulaufzeit: Im Akkutest bleibt das Display dauerhaft bei einer Leuchtdichte von 200 cd/mÇ eingeschaltet. Ein Script steuert das Handy, das per LTE mit dem Internet verbunden ist und verschiedene Aufgaben abarbeitet. Hinzu kommen Erfahrungen aus dem Praxistest: Schafft der Akku Tages- oder Wochenendtouren mit einer Ladung?
  6. Leistung: Sie informiert über Schnelligkeit der Hardware, über die Grafikleistung und beinhaltet Resultate der Benchmarking-App »PC Mark for Android«.
  7. Ausstattung: In die Note fließen Merkmale wie Lieferumfang, LTE-Speed, WLAN, Bluetooth, Dual-SIM, Speicherplatz oder Notruffunktion ein.
  8. Kamera: Der Labortest analysiert die Bildqualität anhand spezieller Messcharts. Zusätzlich werden auf Tour geschossene Bilder beurteilt.
Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone im Test
Ralf Bücheler
Klasse: Empfehlenswerte Outdoor-Smartphones wie das Gigaset GX290 gibt es bereits ab rund 250 Euro.

Der mehrtägige Praxistest der Outdoor-Smartphones umfasste Stürze, Schläge, Kratzer, Erschütterungen und auch Tauchbäder (siehe Video):

Wo liegen die Stärken aktueller Outdoor Smartphones?

  1. Starker Akku: Länger als einen Tag hält kaum ein Akku gängiger Smartphones durch – vor allem dann nicht, wenn man das Gerät auch zum Navigieren einsetzt. Die Akku-Leistung wird in Milliamperestunden(mAh) angegeben – je höher die Zahl, um so mehr Energie kann der Akku speichern. Üblich sind bei Geräten von Apple oder Samsung um die 3000, maximal 4000 mAh. Fast alle Outdoor-Handys bieten deutlich mehr Akku-Power. 5000 Milliamperestunden sind hier fast schon das Minimum. Bei einigen Modellen lässt sich die Laufzeit mit einem aufsteckbaren Akku-Pack sogar verdoppeln – praktisch vor allem auf langen Zelttouren abseits von Steckdosen.
  2. Hart im Nehmen: Abgesehen von einigen Topmodellen stellen viele konventionelle Handys schon bei leichtem Nieselregen oder leichtem Frost den Betrieb ein. Möchte man sein Smartphone nicht in ein sperriges Schutzcase einsperren und im Winter nur in der warmen Innentasche transportieren, lohnen Outdoor-Geräte allemal. Schließlich besitzen sie mindestens die Schutzklasse IP68, das bedeutet: Ihr Gehäuse ist staubdicht und gegen dauerndes Untertauchen für mindestens 30 Minuten bis 1,5 Meter Tiefe geschützt. Einige Outdoor-Handys gehen noch weiter und erfüllen den Standard MIL-810G des US-Militärs, der unter anderem Stürze auf Beton aus 1,8 Meter Höhe und die Funktion bei Temperaturen zwischen –30 und 60 Grad Celsius vorschreibt.
  3. Gute Kamera: Dieser Punkt ist vielen Outdoor-Fans besonders wichtig – denn wer in beeindruckenden Landschaften unterwegs ist, will tolle Bilder davon machen. Viele Outdoor-Smartphones sind bereits mit sehr guten Kameras ausgestattet, teilweise sind sogar 16-Megapixel-Sensoren an Bord. Einige wie das Blackview BV9700c oder das Dogee S90 überzeugen zudem mit zwei integrierten Objektiven für verschiedene Brennweiten. So kann man sich das Zusatzgewicht einer Digitalkamera sparen. Eine Besonderheit weist bspw. das AGM Glory G1S oder das CAT S61 auf: Beide besitzten eine Wärmebildkamera, mit der Temperaturunterschiede – etwa Kältebrücken beim Schlafsack – sichtbar werden. Und das Crosscall Action-X5 (48+13 MP, ca. 550 Euro) bietet neben der eigentlichen Kamera auch noch eine Actioncam, die über ein 120 Grad starkes Weitwinkelobjektiv verfügt.
  4. Speicher: Als Wanderer hat man in abgelegenen Regionen selten Empfang. Musik, Fotos und vor allem auch Topokarten für die Navigation lassen sich hier nicht abrufen, sondern müssen vorher im internen Smartphonespeicher gesichert werden – wenn der dafür groß genug ist. Zwar sind in diesem Punkt Outdoor-Smartphones mit ihren integrierten Speichern von meistens 64 Gigabyte (GB) vielen konventionellen Pendants unterlegen, doch dafür lässt sich bei allen Outdoor-Geräten der Speicherplatz über eine austauschbare Micro-SD-Karte erweitern. Das hat den Vorteil, dass man kapazitätsfressende Topokarten gebietsweise auf verschiedene Speicherkarten verteilen kann, die unterwegs je nach Region ins Gerät gesteckt werden. Auch Fotos und Videos lassen sich separat speichern.
  5. Wetter-Messung: Eine zuverlässige Wettervorhersage ist für Outdoorer ebenfalls essenziell für die Planung. Abseits vom Handynetz funktioniert aber keine Wetter-App. Deshalb haben viele Outdoor-Smartphones die notwendigen Werkzeuge wie Barometer, Thermometer & Co bereits eingebaut. Mit dem Crosscall Trekker X4 lässt sich außerdem die Lichtintensität über einen speziellen UV-Sensor ermitteln – praktisch fürs Hochgebirge und für Outdoorer, die zum Sonnenbrand neigen.

FAQs zum Thema Outdoor Smartphone

Welches ist das beste Outdoor Smartphone?

Besonders überzeugte uns im Test das Samsung Galaxy XCover Pro. Es ist top ausgestattet, leistungsstark und bereitet auf Tour als auch im Alltag viel Freude. Der einzige Nachteil: es ist nicht ganz billig. Wohingegen das Gigaset GX290 besonders mit seinem Preis ab 235 Euro punktet und dazu noch mit einer top Akkulaufzeit und hellem Display ausgestattet ist. Nur das Gewicht könnte deutlich besser sein.

Welche Smartphones sind stabil?

Outdoor-Handys und Smartphones sind im Gegensatz zu Alltags-Handys von ihrer Beschaffenheit auf extreme Nutzung ausgelegt. Viele der aktuellen Modelle sind daher nach bestimmten IP-Kriterien zertifiziert. Diese beschreiben den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser. Meist sind die besonders stabilen Smartphones zudem mit Gorilla Glass ausgestattet, welche besonders rissfest sind und somit Stürze von bis zu 1,60 Metern aushalten.

Welches Outdoor Smartphone hat die beste Kamera?

Viele Outdoor-Handys sind inzwischen mit guten Kameras ausgestattet, teilweise sogar mit 16 Megapixel-Sensoren. Empfehlenswert ist beispielsweiße das Blackview BV9700c sowie das Doogee S90, die mit zwei integrierten Objektiven mit verschiedenen Brennweiten ausgestattet sind. Das CAT S61 16 MP kommt sogar mit einer Wärmebildkamera mit welchem Temperaturunterschiede, wie etwa beim Schlafsack, sichtbar werden. Auch top ist das Crosscall Trekker X4, dass mit seiner Actioncam überzeugt.

Wie teuer ist ein robustes Outdoor Smartphone?

Mindestens 220 Euro sollte man für ein Outdoor Smartphone einplanen. Wer aber keine Abstriche machen möchte, sollte noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Schnitt liegen die am besten ausgestatteten Modelle zwischen 350 und 450 Euro.

Welche Hersteller bieten robuste Smartphones an?

Neben den bekannten Herstellern Samsung oder CAT stellen ebenfalls sehr gute Outdoor Smartphones die Firmen Blackview, Doogee, Cyrus und Oukitel her.

Welches Outdoor Smartphone hat die längste Akkulaufzeit?

Besonders überzeugend war in unserem Test die Akkulaufzeit vom Gigaset GX290 (Plus). Im Standby-Modus soll das Plus-Modell bis zu 600 Stunden aktiv sein, die Sprechzeit rund 50 Stunden betragen und mit Musikwiedergabe 100 Stunden laufen. Von Vorteil sind aber auch inzwischen all jene Modelle, welche mit einem wechselbaren Akku ausgestattet sind, beispielsweise das Samsung Galaxy XCover und das XCover Pro.

Weitere Smartphones im Praxistest

Crosscall Trekker X4 Smartphone

Highlight des Crosscall Trekker X4 (Modelljahr 2019) ist die eingebaute Action-Cam "X-Cam" die neben Weitwinkelfotos auch Filmaufnahmen in 4K Qualität liefert. Dazu gibt es jede Menge Zubehör, wie z.B. einen Brustgurt, ein Dreibeinstativ oder einen Selfie-Stick. Diese Zubehörteile sind aber optional, und kommen dann noch zum relativ hohen Kaufpreis von rund 650 Euro hinzu. Zum Testbericht:

Crosscall Trekker X4 Smartphone 2019
GPS & Outdoor-Handys

Cat S42

Dieses "Catphone" überzeugte uns in erster Linie mit seinem leistungsstarken 4200 mAh Akku, der auch in unserem zweiwöchigen Praxis-Einsatz am Berg und im Alltag für lange Laufzeiten sorgte. Bei sporadischer Nutzung des CAT S42 Smartphones auf einer Hüttentour in den Alpen (nur zum Fotografieren und gelegentlich im WLAN surfen) hielt der Akku locker die kompletten vier Tage durch. Bei aktiviertem GPS (bspw. in Google Fit oder Maps), kamen wir in unserem Test 2020 auf rund 5% Akku-Minderung pro Stunde. Schade, dass das CAT S42 keine Möglichkeit mehr bietet, das Gerät auch mittels eines speziellen Verbindungskabels als Powerbank zu nutzen (wie es noch beim CAT S41 – siehe unten – der Fall war.) Um 300 Euro – hier auf Amazon kaufen. Zum Testbericht:

Catphone CAT S42
GPS & Outdoor-Handys

Schutz vor Schmutz: die IP-Angabe bei Outdoor-Handys

Outdoor-Handys & Smartphones sind von ihrer Beschaffenheit auf extreme Nutzung ausgelegt. Viele der aktuellen Mobiltelefone sind daher nach bestimmten IP-Kriterien zertifiziert, die einem Gerät bestimmte Schutzeigenschaften bescheinigen.

"IP" steht für "International Protection" und ist eine international anerkannte Norm, die den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser einstuft. Die IP-Angabe zeigt also an, wie gut beispielsweise ein Outdoor-Smartphone gegen das Eindringen von Staub oder Wasser geschützt ist.

Die erste Zahl beschreibt den Schutz vor Staub. Ein Gerät mit der Einstufung "IP0X" ist demnach nicht vor Staub geschützt, während ein Gerät mit der Einstufung "IP6X" vollständig staubdicht ist.

1. Ziffer Bedeutung:
Schutz gegen Fremdkörper  
0 kein Schutz
1 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 50 mm
2 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12,5 mm
3 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 2,5 mm
4 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1 mm
5 gegen Staub in schädigender Menge
6 Staubdicht

Die zweite Ziffer weist auf die Wasserdichtigkeit eines Outdoor-Smartphones hin. Hier reicht die Skala von bis 8. Eine 9 wird ausschließlich im Automobil-Bereich verwendet.

Für die IP-Angabe bedeutet das folgendes: Wird für ein Outdoor-Smartphone angegeben, es habe eine "IP67-Zertifizierung", dann ist es uneingeschränkt staubdicht und vor zeitweiligem Untertauchen in Wasser geschützt. Dennoch sollte man immer auf die genauen Herstellerangaben achten. Die IP-Schutzarten definieren nur einen Mindeststandard. Wie lange ein Outdoor-Smartphone wirklich untergetaucht werden darf und vor allem wie tief, steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Gerätes.

2. Ziffer Bedeutung:
Schutz gegen Wasser  
0 kein Schutz
1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen Tropfwasser bei 15° Gehäuseneigung
3 Schutz gegen Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Schutz gegen Spritzwasser
5 Schutz gegen Spritzwasser (mit hohem Druck)
6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen
9 Schutz gegen Wasser unter Hochdruck

Kratz- und stoßfest: Gorilla Glass

Der Begriff "Gorilla Glass" ist eigentlich ein Markenname des US-amerikanischen Herstellers Corning für besonders robustes Glas das für Touchscreens verwendet wird. Längst hat sich der Begriff aber als Gattungsbezeichnung für besonders widerstandsfähiges Abdeckglas für Displays etabliert. Neben Corning bieten auch andere Hersteller vergleichbare Produkte an. Asahi Glass das "Dragontail" und Schott das "Xensation Cover".

Für das Gorilla Glass wird Alumosilikatglas verwendet, dass auf chemischer Ebene "vorgespannt" wird. In den oberen Glasschichten wird dabei eine Druckspannung eingebracht, die die Rissbildung im Glas erschwert. Dadurch wird Gorilla Glass etwa doppelt bis dreifach so rissfest wie herkömmliches Glas. Zum Vergleich: herkömmliches Glas hält einen punktuellen Druck von etwa 5 Newton aus, bis es zur Rissbildung kommt. Gorilla Glass reißt dagegen erst bei etwa 40 Newton.

Mittlerweile sind Outdoor-Smartphones mit Gorilla Glass der fünften Generation erhältlich. Corning gibt an, dass dieses Glas Stürze aus bis zu 1,60 m Höhe auf harte und unebene Flächen, wie Asphalt, direkt auf die Glasseite, unbeschadet überstehen würde.

Crosscall Trekker X4 Smartphone 2019
Crosscall
Sogar unterwassertauglich: Das Crosscall Trekker X4 Smartphone mit eingebauter Action-Cam.

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