Outdoor Smartphone Land Rover Explore Land Rover / Bullitt Group
Gigaset GX290 Smartphone 2019
Outdoor Smartphone Land Rover Explore - Adventure Pack 11 Bilder

Kaufberatung Outdoor-Smartphones

Diese Handys sind hart im Nehmen

Kälte und Hitze, Wasser und Staub, Stöße und Schläge – kein Problem für diese Smartphones ...

Die wenigsten Handys zeigen heutzutage noch echte Nehmerqualitäten. In Zeiten der Smart- und i-Phones sind leistungsstarke Kameras, große Displays und ein schickes Äußeres für viele Smartphone-User die ausschlaggebenden Kaufkriterien. Meistens sind diese Smartphones aber anfälliger für Schäden und so genannte „Spider-Apps“ – also gerissene oder gesprungene Display-Scheiben.

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Wer auf Nummer sicher gehen will und sich darüber hinaus viel im Freien und in den Bergen bewegt, sollte über den Kauf eines „Outdoorhandys“ nachdenken: Hier kombinieren viele Hersteller eine stabile Außenhülle mit einem modernen Android-Betriebssystem und recht ordentlichen Kameras für Schnappschüsse und oft auch das Fotografieren und sogar Filmen der eigenen Outdoor-Aktivitäten.

Daher durchforsten wir für euch kontinuierlich den Smartphone-Dschungel und stellen euch die interessantesten Outdoor-Smartphones vor ...

Wanderschuh-Test 2019
Ralf Bücheler

Wo liegen die Stärken aktueller Outdoor-Smartphones ?

  1. Starker Akku: Länger als einen Tag hält kaum ein Akku gängiger Smartphones durch – vor allem dann nicht, wenn man das Gerät auch zum Navigieren einsetzt. Die Akku-Leistung wird in Milliamperestunden(mAh) angegeben – je höher die Zahl, um so mehr Energie kann der Akku speichern. Üblich sind bei Geräten von Apple oder Samsung um die 3000, maximal 4000 mAh. Fast alle Outdoor-Handys bieten deutlich mehr Akku-Power. 5000 Milliamperestunden sind hier fast schon das Minimum. Bei einigen wie dem Crosscall Trekker X4 oder dem Land Rover Explore lässt sich die Laufzeit mit einem aufsteckbaren Akku-Pack ungefähr verdoppeln – praktisch vor allem auf langen Zelttouren abseits von Steckdosen.
  2. Hart im Nehmen: Abgesehen von einigen (eher neuen) Topmodellen stellen viele konventionelle Handys schon bei leichtem Nieselregen oder leichtem Frost den Betrieb ein. Möchte man sein Smartphone nicht in ein sperriges Schutzcase einsperren und im Winter nur in der warmen Innentasche transportieren, lohnen Outdoor-Geräte allemal. Schließlich besitzen sie mindestens die Schutzklasse IP68, das bedeutet: Ihr Gehäuse ist staubdicht und gegen dauerndes Untertauchen für mindestens 30 Minuten bis 1,5 Meter Tiefe geschützt. Einige Outdoor-Handys gehen noch weiter und erfüllen den Standard MIL-810G des US-Militärs, der unter anderem Stürze auf Beton aus 1,8 Meter Höhe und die Funktion bei Temperaturen zwischen –30 und 60 Grad Celsius vorschreibt. Zu diesen Modellen zählen zum Beispiel das Blackview BV9700, das Doogee S90 sowie das bereits erwähnte Crosscall Trekker X4. Wem diese Smartphone-Modelle auf Anhieb zu „klobig“ und schwer erscheinen, der sollte sich mal das China-Smartphone Cubot Quest für unschlagbare 190 Euro anschauen (Schutzklassse: IP68, Erklärung siehe unten). Es ist eines der leichtesten und schmalsten Outdoor-Smartphones auf dem Markt und überzeugte in unserem bisherigen Dauereinsatz auf ganzer Linie. Einzig die Kamera-Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen und im Dunkeln sind verbesserungswürdig.
  3. Gute Kamera: Dieser Punkt ist vielen Outdoor-Fans besonders wichtig – denn wer in beeindruckenden Landschaften unterwegs ist, will tolle Bilder davon machen. Viele Outdoor-Smartphones sind bereits mit sehr guten Kameras ausgestattet, teilweise sind sogar 16-Megapixel-Sensoren an Bord. Einige wie das Blackview BV9700c sowie das Dogee S90 überzeugen zudem mit zwei integrierten Objektiven für verschiedene Brennweiten. So kann man sich das Zusatzgewicht einer Digitalkamera sparen. Eine Besonderheit weist das CAT S61 16 MP (ca. 899 Euro) auf: Es besitzt eine Wärmebildkamera, mit der Temperaturunterschiede – etwa Kältebrücken beim Schlafsack – sichtbar werden. Und das Crosscall Trekker X4 (650 Euro) bietet neben der eigentlichen 12-MP-Kamera auch noch eine Actioncam, die über ein 170 Grad starkes Weitwinkelobjektiv verfügt und bis zu 120 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann.
  4. Speicher: Als Wanderer hat man in abgelegenen Regionen selten Empfang. Musik, Fotos und vor allem auch Topokarten für die Navigation lassen sich hier nicht abrufen, sondern müssen vorher im internen Smartphonespeicher gesichert werden – wenn der dafür groß genug ist. Zwar sind in diesem Punkt Outdoor-Smartphones mit ihren integrierten Speichern von meistens 64 Gigabyte (GB) vielen konventionellen Pendants unterlegen, doch dafür lässt sich bei allen Outdoor-Geräten der Speicherplatz über eine austauschbare Micro-SD-Karte erweitern. Das hat den Vorteil, dass man kapazitätsfressende Topokarten gebietsweise auf verschiedene Speicherkarten verteilen kann, die unterwegs je nach Region ins Gerät gesteckt werden. Auch Fotos und Videos lassen sich separat speichern. Wer hingegen ein Modell mit großem internen Speicher sucht, findet es im Blackview BV9700c (ca. 340 Euro) sowie im Dogee S90 (ca. 370 Euro), die beide über 128 GB verfügen.
  5. Wetter-Messung: Eine zuverlässige Wettervorhersage ist für Outdoorer ebenfalls essenziell für die Planung. Abseits vom Handynetz funktioniert aber keine Wetter-App. Deshalb haben viele Outdoor-Smartphones die notwendigen Werkzeuge wie Barometer, Thermometer & Co bereits eingebaut. Mit dem Crosscall Trekker X4 lässt sich außerdem die Lichtintensität über einen speziellen UV-Sensor ermitteln – praktisch fürs Hochgebirge und für Outdoorer, die zum Sonnenbrand neigen.

Schutz vor Schmutz: die IP-Angabe bei Outdoor-Handys

Outdoor-Handys & Smartphones sind von ihrer Beschaffenheit auf extreme Nutzung ausgelegt. Viele der aktuellen Mobiltelefone sind daher nach bestimmten IP-Kriterien zertifiziert, die einem Gerät bestimmte Schutzeigenschaften bescheinigen.

„IP“ steht für „International Protection“ und ist eine international anerkannte Norm, die den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser einstuft. Die IP-Angabe zeigt also an, wie gut beispielsweise ein Outdoor-Smartphone gegen das Eindringen von Staub oder Wasser geschützt ist.

Die erste Zahl beschreibt den Schutz vor Staub. Ein Gerät mit der Einstufung „IP0X“ ist demnach nicht vor Staub geschützt, während ein Gerät mit der Einstufung „IP6X“ vollständig staubdicht ist.

1. Ziffer Bedeutung:
Schutz gegen Fremdkörper  
0 kein Schutz
1 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 50 mm
2 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12,5 mm
3 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 2,5 mm
4 feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1 mm
5 gegen Staub in schädigender Menge
6 Staubdicht

Die zweite Ziffer weist auf die Wasserdichtigkeit eines Outdoor-Smartphones hin. Hier reicht die Skala von 0 bis 8. Eine 9 wird ausschließlich im Automobil-Bereich verwendet.

Für die IP-Angabe bedeutet das folgendes: Wird für ein Outdoor-Smartphone angegeben, es habe eine „IP67-Zertifizierung“, dann ist es uneingeschränkt staubdicht und vor zeitweiligem Untertauchen in Wasser geschützt. Dennoch sollte man immer auf die genauen Herstellerangaben achten. Die IP-Schutzarten definieren nur einen Mindeststandard. Wie lange ein Outdoor-Smartphone wirklich untergetaucht werden darf und vor allem wie tief, steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Gerätes.

2. Ziffer Bedeutung:
Schutz gegen Wasser  
0 kein Schutz
1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen Tropfwasser bei 15° Gehäuseneigung
3 Schutz gegen Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Schutz gegen Spritzwasser
5 Schutz gegen Spritzwasser (mit hohem Druck)
6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen
9 Schutz gegen Wasser unter Hochdruck

Kratz- und stoßfest: Gorilla Glass

Der Begriff „Gorilla Glass“ ist eigentlich ein Markenname des US-amerikanischen Herstellers Corning für besonders robustes Glas das für Touchscreens verwendet wird. Längst hat sich der Begriff aber als Gattungsbezeichnung für besonders widerstandsfähiges Abdeckglas für Displays etabliert. Neben Corning bieten auch andere Hersteller vergleichbare Produkte an. Asahi Glass das „Dragontail“ und Schott das „Xensation Cover“.

Für das Gorilla Glass wird Alumosilikatglas verwendet, dass auf chemischer Ebene „vorgespannt“ wird. In den oberen Glasschichten wird dabei eine Druckspannung eingebracht, die die Rissbildung im Glas erschwert. Dadurch wird Gorilla Glass etwa doppelt bis dreifach so rissfest wie herkömmliches Glas. Zum Vergleich: herkömmliches Glas hält einen punktuellen Druck von etwa 5 Newton aus, bis es zur Rissbildung kommt. Gorilla Glass reißt dagegen erst bei etwa 40 Newton.

Mittlerweile sind Outdoor-Smartphones mit Gorilla Glass der fünften Generation erhältlich. Corning gibt an, dass dieses Glas Stürze aus bis zu 1,60 m Höhe auf harte und unebene Flächen, wie Asphalt, direkt auf die Glasseite, unbeschadet überstehen würde.

Praxistest: Crosscall Trekker X4 Smartphone

Highlight des Crosscall Trekker X4 (Modelljahr 2019) ist die eingebaute Action-Cam „X-Cam“ die neben Weitwinkelfotos auch Filmaufnahmen in 4K Qualität liefert. Dazu gibt es jede Menge Zubehör, wie z.B. einen Brustgurt, ein Dreibeinstativ oder einen Selfie-Stick. Diese Zubehörteile sind aber optional, und kommen dann noch zum relativ hohen Kaufpreis von rund 700 Euro hinzu. Zum Testbericht:

OD 2018 Outdoor-Smartphone Crosscall TrekkerX4
GPS & Outdoor-Handys

Weitere Test-Eindrücke im Video:

Test: Crosscall Trekker-X4 Smartphone
Test: Crosscall Trekker-X4 Smartphone

Praxistest: Samsung Xcover 4

Wasserdicht, stoßfest, staubgeschützt – wer ein robustes Smartphone zum Wandern und Biken sucht, sollte sich mal das preisgünstige Samsung Galaxy Xcover 4 anschauen. Das 170 Euro-Outdoorsmartphone bietet einen guten GPS-Empfang, eine SOS-Funktion und einen Wechselakku (2800 mAh), der sogar Wochenendtouren stemmt. Auch top: das große, selbst bei Sonne gut ablesbare und sogar mit Handschuhen bedienbare HD-Display. Schließlich lässt sich der 16-GB-Speicher – etwa für den Download von Karten – mit MicroSD-Chips um bis zu 256 GB erweitern. Zum Testbericht:

od-0119-tested-on-tour-samsung-xcover-4 (jpg)
GPS & Outdoor-Handys

Praxistest: Cat S41

Wem die Handykamera nicht ganz so wichtig ist, wie das robuste Äußere und die Outdoor-Tauglichkeit oder ein Handy für harte Arbeitseinsätze sucht, der könnte beim Cat S41 der englischen Bullitt Group fündig werden. Zusammen mit dem US-Baumaschinenhersteller Caterpillar bringen diese schon seit ein paar Jahren Outdoor-taugliche Handys und Smartphones auf den Markt. Dieses ist im Netz mittlerweile für unter 400 Euro zu haben (das größere Cat S61 mit Wärmebildkamera kostet dagegen fast das doppelte). Unseren Testbericht zum CAT S41 lest ihr hier:

CAT S41 Smartphone Test
GPS & Outdoor-Handys

Die Top-Outdoor-Smartphones im Preisvergleich:

(sofern bei unseren Partnern verfügbar)

Cubot Quest vs. Gigaset GX290 im Vergleich
Ralf Bücheler

Smartphone-Vergleich: Cubot Quest vs. Gigaset GX290

Cubot Quest Gigaset GX290
190 Euro 299 Euro
5,5" HD+ IPS Display (1440x720 px) 6,1“ 19,5:9 HD+ V-Notch Display (1560x720 Pixel)
Corning Gorilla Glas 5 Corning Gorilla Glas 3
4000 mAh starker nicht entfernbar Akku 6200 mAh starker nicht entfernbar Akku mit 9V 2A PE+
Sony 12,0 MP und 2,0 MP Dual Hauptkamera + 8 MP Frontkamera Sony 13 MP + 2 MP Dual Hauptkamera mit ArcSoft® Optimierung + 8 MP Frontkamera, Auflösung: 1080p Video
64GB Speicher (erweiterbar bis zu 128 GB) 32GB Speicher (erweiterbar bis zu 256 GB)
4 GB RAM 3 GB RAM
Pure Android 9.0 Pie Pure Android 9.0 Pie
IP68 Wasser- und Staubgeprüft IP68 Wasser- und Staubgeprüft
Sonstiges: NFC (Near Field Communication), Gesichtserkennung/ Fingerabdrucksensor, nur Bluetooth, kein Kopfhörereingang, GPS, 6P-Objektiv, Ladekabel im Lieferumfang enthalten Sonstiges: NFC (Near Field Communication), Wireless Charging bis zu 15W, winfache Bedienung dank Face-ID und multifunktionalem Fingerabdrucksensor, GPS, A-GPS und Glonass, Kopfhöreranschluss 3,5 mm, Ladekabel im Lieferumfang enthalten
Gewicht:  216 g Gewicht: 279 g
Maße: 16 cm (H), 7,5 cm (B), 0,8 cm (T) Maße: 16 cm (H), 8 mm (B), 1,5 cm (T)

Aktuell haben wir zwei relativ ähnliche Outdoor-Smartphones im Dauereinsatz: das China-Handy Cubot Quest und das Gigaset GX290, letzteres erst seit Ende September 2019 auf dem Markt. Sie unterscheiden sich lediglich in Preis, Gewicht, Akku-Größe und Telefonspeicher – Kamera, Betriebssystem und weitere Features liegen auf ähnlichem Niveau. Und können auch mit vielen modernen Smartphones – ohne IP-Zertifizierzung und Outdoor-Schutz – mithalten. Die Tabelle zeigt die Unterschiede / Gemeinsamkeiten. Durch das etwas höhere Gewicht und Preis des Gigaset-Smartphones, sehen wir das Cubot Quest derzeit leicht im Vorteil. Wer auf eine hochwertige Kamera verzichten kann, und diese lediglich für Schnappschüsse einsetzt, kann bedenkenlos zugreifen – zumal es nur unglaubliche 190 Euro kostet!

Unseren Cubot Quest „Pfützentest“ seht ihr im Video:

Outdoor-Smartphone im Test
Cubot Quest Smartphone wasserdicht?

Den Testbericht zum Gigaset GX290 gibt es hier:

Gigaset GX290 Outdoor-Smartphone im Test
GPS & Outdoor-Handys

Ebenfalls neu 2019:

Nokia 800 tough Outdoorhandy
GPS & Outdoor-Handys

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