Anleitung: Aus stumpfen Messern wieder scharfe Messer machen

Messer schärfen - aber richtig

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Wie Sie stumpfe Messer wieder scharf kriegen und was Sie beim Schleifen mit dem Wetzstein beachten sollten, zeigt das Video. Denn stumpfe Messer sind nicht nur unpraktisch, sondern auch gefährlich! Das Verletzungsrisiko ist deutlich größer als mit scharfen Messern, die auch ohne starken Druck schneiden und nur äußerst selten abrutschen.

Grund genug, neue Messer möglichst schonend zu behandeln – und alte nachzuschärfen. Am einfachsten gelingt das mit dem altbewährten Lansky-Schleifset. Es hilft Ungeübten, den richtigen Winkel beim Schleifen des Messers einzuhalten – Grundvoraussetzung für ein gutes Ergebnis beim Messer schärfen.

Foto: Frank Scholz Instructor: Messer schleifen

Mit einem Schärfset (z.B. von Lansky) lassen sich Messer kinderleicht schleifen.

Das richtige Gerät zum Messer schleifen

Dazu den Messerrücken einspannen und den Stein im passenden Winkel (oft 20 °) mit leichtem Druck bogenförmig vom Schaft bis zur Messerspitze über die Klinge führen. Mit diesem Schleifset erzielen auch Ungeübte gute Ergebnisse. Es beinhaltet neben der Anleitung eine Messer-Halterung, Schleiföl und fünf Schleifsteine mit unterschiedlicher Körnung. Tagesaktuelle Preise siehe unten:

Hier gibt es das Lansky Schärfset zu kaufen:




Foto: Frank Scholz Instructor: Messer schleifen

Wetzstäbe verleihen gut geschärften Messern den Feinschliff. Dazu abwechselnd beide Seiten der Klinge mit leichtem Druck über den Stahl schieben. Führen Sie dabei die Klinge am Wetzstahlschaft vorbei, und schwingen Sie sie nach unten durch.

Messer schleifen mit dem Wetzstab

Deutlich günstiger und genauso effektiv gelingt das Schärfen des Messers mit einem Schleifstein. Der Schleifstein eignet sich für alle normalen Stahlklingen, nicht aber für solche mit Wellenschliff - sie lässt man am besten beim Messermacher schärfen. Schleifsteine gibt es mit verschiedenen Körnungen, für den Hausgebrauch ideal sind Kombisteine mit einer groben und einer feinen Seite. Mit der groben (Körnung unter 500) lassen sich stumpfe sowie beschädigte Messer-Klingen wieder in Form bringen, mit der feinen (Körnung zirka 800–1000) werden Messer wieder richtig scharf. Damit sich der Stein nicht verschiebt, sollte der Schleifstein auf einer rutschfesten Auflage ruhen, die bei einigen Modellen dazugehört.

Bevor Sie mit dem Messerschärfen beginnen, legen Sie den Schleifstein in eine Schale mit Wasser und lassen ihn rund zehn Minuten »ziehen«. Dann nehmen Sie ihn heraus und beginnen mit der Messerspitze: Mit rechts halten Sie den Messergriff, mit links die vordere Klinge im 20-Grad-Winkel zum Schleifstein. Nun mit leichtem Druck die Messer-Klinge über den Stein schieben und ohne Druck zurückziehen, dabei den 20-Grad-Winkel einhalten. Hat man die Spitze des Messers einige Male über den Stein geführt, wiederholt man das mit Klingenmitte und -ende. Danach schärft man die andere Seite der Klinge.

Wichtig: beim Schleifen des Messers den Stein immer wieder mit Wasser benetzen und den entstehenden Schleifschlamm nicht abwischen!

Schleifgerät für unterwegs: Fiskars-Messerschärfer

Ideal zum Mitnehmen auf Tour ist der kompakte Fiskars Axt- und Messerschärfer. Er arbeitet mit einem langlebigen Keramik-Schleifkopf, dessen Schleifwinkel sich einstellen lässt. Gewicht: 90 Gramm, Preis: 16 Euro (tagesaktueller Preisvergleich siehe unten).




Weitere Praxistipps zum Thema "Messer schärfen"

  • Verwenden Sie beim Schneiden und Schnippeln niemals eine zu harte Unterlage. Alles, was härter ist als das Messer, macht die Klinge stumpf!
  • Hochwertige Messer gehören nicht in die Spülmaschine. Die dort eingesetzten Reinigungsmittel setzen dem Stahl zu. Am besten säubern Sie Messer direkt nach Gebrauch mit lauwarmem Wasser und einem milden Spülmittel oder – auf Tour – mit Outdoor-Seife.
  • Lagern Sie Ihr Messer nie zusammen mit anderen in einer(Besteck-)Schublade. Deutlich schonender ist ein Messerblock oder -brett aus Holz.
  • Bei Klappmessern ist die korrekte Lagerung kein Problem, hier liegt die Klinge geschützt. Andere Messer sollten aber am besten mit einem Klingenschutz transportiert werden oder in einem hölzernen Messerblock aufbewahrt werden.
  • Am längsten bleibt das Messer scharf, wenn man beim Schneiden und Schnitzen wenig Druck ausübt und die gesamte Klingenlänge benutzt. Schieben Sie die Klinge nie über die Schneidunterlage, sondern benutzen Sie dazu den Klingenrücken.
  • Wer ein gutes Messer bei Bedarf sofort mit dem Wetzstab bearbeitet und alle obigen Tipps beachtet, hält es sehr lange scharf.

Die besten Outdoor-Messer im Check

In der Fotostrecke stellen wir euch die besten Messer fürs nächste Outdoor-Abenteuer vor ...