Die richtige Ausrüstung in den Bergen

Wohnen unterwegs - Schlafsack und Isomatte

Besser schlafen unterwegs - Tipps von outdoor.

Auch beim Schlafsack kann man leicht ein halbes Kilo sparen – vorausgesetzt man setzt auf einen hochwertigen Daunenschlafsack. Dieser bringt bei gleicher Wärmeleistung nur die Hälfte eines Kunstfaserschlafsacks auf die Waage und lässt sich sehr viel kleiner verpacken. Außerdem profitiert man im Sommer vom höheren Schlafkomfort: Daune fühlt sich kuscheliger an und nimmt mehr Feuchtigkeit auf als Kunstfasern, deshalb schmort man nicht so schnell im eigenen Saft. Welches Modell mit welchem Temperaturbereich für Sie in Frage kommt, erfahren Sie im Kasten unten.

Bei der Isomatte sollten Sie nicht allein auf das Gewicht und den Schlafkomfort schauen, sondern auf ein möglichst gutes Wärme-Gewichts-Verhältnis. Viele Leichtmatten kommen aufgrund der durchgestanzten Schäume schon bei fünf Grad an ihre Grenzen – das reicht nur für Sommertouren. Die Favoriten der outdoor-Redaktion, nach Einsatzbereich geordnet, finden Sie ebenfalls im Kasten unten.

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Gute Nacht Tipps

Befolgen sie diese Ratschläge, schlafen sie auf Tour so komfortabel wie im Bett zu Hause:

Unebenheiten ­ausgleichen
Man findet im Gebirge nicht immer einen topf­ebenen Platz, um das Zelt aufzubauen. Damit Sie trotzdem gerade liegen, stopfen Sie so lange Bekleidung unter Ihre Isomatte, bis eine möglichst ebene Liegefläche entsteht.

Wärmflasche für den Schlafsack
Kriecht man unterkühlt in den Schlafsack, wird einem meist trotzdem nicht warm. Denn der Schlafsack funktioniert wie eine Thermoskanne, nicht wie ein Heizkörper. Abhilfe schafft ein mit heißem Wasser gefüllter Wassersack, den man gut 30 Minuten vor dem Ins-Bett-Gehen in den Schlafsack hineinlegt.

Schlafsacktuning – so geht‘s:
Fröstelt man nachts, zieht man Fleecejacke, Mütze, Handschuhe und dicke Socken an. Das Fußteil des Schlafsacks schützt man vor Kondenswasser, indem man die (trockene) Funktionsjacke wie ­eine Tüte über das ­Fußteil stülpt.

Schlafsack lüften wirkt Wunder
Ein Schläfer gibt mehr als einen Viertelliter Feuchtigkeit ab, die zum Teil im Schlafsack hängen bleibt. Deshalb sollte man diesen morgens mindestens 30 Mi­nuten lüften. Denn ob Daune oder Kunstfaser: feuchte Füllun­gen isolieren weniger.

08.10.2008
Autor: Redaktion Outdoor
© outdoor
Ausgabe 09/2008