Heiße Tipps für kalte Ohren

Wie Sie Ihre Ohren in der kalten Jahreszeit schützen

Foto: ISPO / Hersteller Bekleidungs-Neuheiten von der ISPO 2012
Unsere Ohren sind ein besonders empfindliches Sinnesorgan, das bei kalten Temperaturen gut geschützt werden muss. Hier einige Expertentipps.

Schnee, Eiseskälte, Windchill - der Winter kann ganz schön garstig sein. Doch wer will sich schon die ganze Zeit hinter dem Ofen verkriechen? Die kalte Jahreszeit bietet viele gute Gründe, sich trotz Minustemperaturen vor die Tür zu wagen, seien es Ski- und Schneeschuhtouren oder einfach nur ein schöner Winterspaziergang. Besonders wichtig ist es dabei, den Körper warmzuhalten. Ein paar Tipps dazu gibt es hier:

Foto: ISPO / Hersteller Bekleidungs-Neuheiten von der ISPO 2012

Mützen aus Merinowolle spenden angenehme Wärme und passen in jede Jackentasche: Beispielsweise das Pocket Hat von Icebreaker (29,90 Euro).

Ebenfalls wichtig: Schutz der Ohren

Unsere Ohren sind ein besonders empfindliches Sinnesorgan, da die Haut an den Ohren besonders dünn ist und über kein schützendes Muskelgewebe verfügt. Deshalb kühlen unsere Ohren bei Kälte sehr schnell aus. Bei Kälte ist zudem die Infektionsgefahr der Ohren größer, da die Schleimhäute nicht gut durchblutet werden. Erreger können sich dadurch leichter im Nasen-Rachenraum festsetzen. Eine hierdurch verschlossene Ohrtrompete/Paukenröhre kann nun eine Mittelohrentzündung verursachen. Und auch für Hörgeräteträger bringen Minustemperaturen die eine oder andere Herausforderung mit sich. Die Experten der Hear the World-Foundation haben einige gute Tipps für den "Hörschutz" in den Wintermonaten zusammengestellt:

  • Die Ohren sollten in der kalten Jahreszeit immer warm gehalten werden (Mützen, Stirnbänder, Ohrenschützer, gute Skihelme), denn dadurch bleiben die Schleimhäute gut durchblutet und können sich besser gegen Erreger wehren. Die Infektionsgefahr (z.B. Mittelohrentzündung) wird reduziert, man beugt Kälteschmerzen an der Ohrmuschel vor, die Ohren werden vor Erfrierungen geschützt.
  • Keinen Schutz vor Kälte bietet Watte in den Ohren. Ganz im Gegenteil: Diese kann sogar Gehörgangsentzündungen hervorrufen. Durch die Watte wird der Gehörgang nur schlecht belüftet, was ein feuchtwarmes Milieu schafft, in dem sich Erreger gut entwickeln können.
  • Nach dem Duschen, dem Schwimmbad- oder Saunabesuch sollte der Gehörgang immer möglichst gut getrocknet werden, bevor es hinaus in die Kälte geht.
  • Bei Ohrinfektionen (z.B. Mittelohrentzündung) sollte der Haus- oder HNO-Arzt aufgesucht werden. Unbehandelt können sie ausarten und zu größeren Schädigungen führen.
  • Leichte Kälteschäden der Ohrmuschel sind zwar schmerzhaft, gehen jedoch in einem normal beheizten Raum meist von alleine wieder weg. Leichtes Massieren der Ohren, um den Blutstrom in Gang zu bringen, kann das Aufwärmen unterstützen. Auf keinen Fall sollte heißes Wasser zum Einsatz kommen!
  • Bei stärkeren Erfrierungen sollte unmittelbar ein Arzt aufgesucht werden.
  • Ohrringe sollten bei längeren Aufenthalten in der Kälte heraus genommen werden. Metall nimmt Kälte schnell auf und kann die Körperstellen, mit denen es in Kontakt ist, besonders rasch auskühlen.
  • Um die Durchblutung anzuregen, sollte besonders in der kalten Jahreszeit auf gesunde Ernährung und viel Bewegung geachtet werden. Dies kommt auch der Ohrgesundheit zugute.

Spezielle Tipps für Hörgeräteträger

  • Auch für Hörgeräteträger gilt: Ohren und Hörgeräte bei Kälte immer warmhalten: Mütze, Stirnband und Co. verhindern das Abkühlen der Batterien.
  • Hörgeräteträger sollten im Winter vorsichtshalber immer neue Batterien in Reserve haben.
  • Auch nach längeren Aufenthalten in der Kälte sollten Hörgeräte niemals auf die Heizung gelegt werden.
  • Spezielle Trockenstationen, die beim Hörgeräteakustiker erhältlich sind, beugen Schäden durch Kondenswasser vor.
  • Die Batterien können in der Hosentasche, dank der Körperwärme, langsam wieder aufgewärmt werden.
  • Wasserresistente Hörgeräte reagieren bei Kondenswasser weniger anfällig.