Reisereportage Slowenien Juliana Trail, Heft 06/2021 Daniel Hug
Heft 06/2021 Reisereportage Slowenien Juliana Trail
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Heft 06/2021 Reisereportage Slowenien Juliana Trail 11 Bilder

Wandern auf dem Juliana-Trail in Slowenien

Auf neuen Wegen Wandern auf dem Juliana-Trail in Slowenien

Gut zwei Wochen führt der Juliana-Trail durch die schönsten Landschaften Sloweniens und eröffnet Wanderern eine Welt abseits des Alpen-Mainstreams. Reisetipps und die GPX-Daten des Trails jetzt hier...

Die Julischen Alpen sind nicht nur hohe Gipfel, sondern auch grüne Täler und interessante Städte und Dörfer. Am besten entdecken kann man die Gegend auf dem Rundfernweg "Juliana-Trail" in 16 Etappen und insgesamt 270 Kilometer.

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Daniel Hug
Die eisblaue Soca war auch schon Filmkulisse in den »Chroniken von Narnia«.

Die Etappen des Juliana-Trail

1. Nach Mojstrana
Von Kranjska Gora am Fluss entlang zum Aussichtspunkt Srednji Vrh und weiter nach Mojstrana. Streckenlänge: 18 Kilometer, Dauer: 5,5 Stunden

2. Jesenice
Teilweise der Via Alpina folgend geht es in die Eisenstadt Jesenice. Streckenlänge: 21 Kilometer, Dauer: 6 Stunden

3. Begunje
Über den schönen Aussichtspunkt Heiliger Peter nach Begunje. Streckenlänge: 17 Kilometer, Dauer: 5 Stunden

4. Bleder See
Zur historischen Stadt Radovljica und weiter zum berühmten Bleder See. Streckenlänge: 15 Kilometer, Dauer: 4 Stunden

5. Goreljek
Erst durch die Vintgar-Klamm und die Wälder von Pokljuka, dann hinauf ins Biathlonzentrum Goreljek. Streckenlänge: 20 Kilometer, 7 Stunden

6. Bohinjer See
Über Almen und einen schönen Aussichtspunkt nach Stara Fužina. Streckenlänge: 20 Kilometer, Dauer: 6 Stunden

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Über 1000 Jahre reicht die Geschichte der Bleder Burg in die Vergangenheit.

7. Bohinjska Bistrica
Halbtagesetappe. Vormittags bietet sich Erholung am Bohinjer See an. Streckenlänge: 11 Kilometer, Dauer: 3 Stunden

8. Podbrdo
Über den Pass Vrh Bace steil hinab ins Dorf Baca und nach Podbrdo. Streckenlänge: 12 Kilometer, Dauer: 7 Stunden

9. Baska-Grapa-Tal
Aussichtsreiche Wanderung – und wegen der Höhenmeter eine der anstrengendsten Etappen. Streckenlänge: 18 Kilometer, Dauer: 6 Stunden

10. Most na Soci
Ursprüngliche Bergdörfer, Aussicht auf das Socǎ -Tal und ein Abstecher zum Sopota Wasserfall. Streckenlänge: 16 Kilometer, Dauer: 6 Stunden

11. Tolmin
»Spaziergang« vorbei am Zusammenfluss von Tolminka und Socǎ. Streckenlänge: 5 Kilometer, Dauer: 1,5 Stunden

12. Kobarid
Auf der Sonnenseite der Socǎ durch schöne Dörfer nach Kobarid. Streckenlänge: 17 Kilometer, Dauer: 4 Stunden

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Unten im Süden wird es wild und menschenleer auf dem Trail. Slowenien ist hier das Land der Berge, Klammen und Flüsse. Auf den Gipfel des abgelegenen Bergs Možic wandert man in Ruhe.

13. Bovec
Lange Etappe entlang der Socǎ, die in diesem Abschnitt ein Wildwasserparadies für Kajaker ist. Streckenlänge: 21 Kilometer, Dauer: 6 Stunden

14. Log Pod Mangartom
Schluchten und Wasserfälle passierend zu einem Bilderbuchdorf. Streckenlänge: 12 Kilometer, Dauer: 4 Stunden

15. Über den Predel
Durch die Predelica-Schlucht und auf den Predel (teils gesichert). Abstieg ins italienische Tarvisio. Streckenlänge: 18 Kilometer, Dauer: 6 Stunden

16. Kranjska Gora
Die Schlussetappe führt durch Feuchtgebiete zum Ausgangsort. Streckenlänge: 19 Kilometer, Dauer: 5 Stunden

Der gesamte Juliana-Trail

Mehr zum Thema:
Länge 266,98 km
Dauer 77:36 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 6898 Meter
Höhenmeter absteigend 6899 Meter
Tiefster Punkt 852 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

Diese Tour findest du auch bei unserem Partner

Tipps zur Planung eurer Reise

  • Anspruch: Technisch ist der Juliana-Trail recht einfach. Die Etappenlängen variieren zwischen zehn bis 25 Kilometer, dreimal geht es über Pässe von etwa 900 Meter H.he.
  • Hinkommen: Mit dem Auto kommt man über Salzburg nach Villach und f.hrt von dort über den Wurzenpass nach Kranjska Gora. Züge verkehren über Salzburg und Villach bis ins slowenische Jesenice. Hier beginnt die dritte Etappe und man kann direkt in den Weitwanderweg einsteigen. Wer in Kranjska Gora mit Etappe eins loslegen möchte, nimmt den Bus von Jesenice nach Kranjska Gora (45 Minuten).
  • Herumkommen: Für den gesamten Trail wird ein Gepäcktransport angeboten. Einige Etappen sind mit Zug und Bus erreichbar. Außerdem gibt es Transfermöglichkeiten zum Bus, Zug und Flug. julian-alps.com/de
  • Orientieren: Für jede Etappe können eine Karte und GPS-Daten unter julian-alps.com heruntergeladen werden. Zudem ist die App Juliana Trail umsonst in den App Stores erhältlich. Gedruckte Karten liegen in den Touristinfos vor Ort aus.
  • Beste Reisezeit: Die beste Zeit für den Juliana-Trail ist von Mai bis Oktober. Manche der besonders niedrig gelegenen Etappen können das ganze Jahr über gegangen werden.
  • Informieren: Auskunft über den Trail gibt es auf der Website julian-alps.com und auch unter slovenia-outdoor.com

Übernachtungsmöglichkeiten

  • Grundsätzlich: Die Unterkünfte am Weg reichen von der einfachen Pension bis zum gehobenen Hotel. Vereinzelt gibt es auch Campingplätze, aber ob sich dafür das Mitnehmen von Zelt & Co. lohnt, ist fraglich. Wer es sich leicht machen will, bucht mit Hilfe von julian-alps.com eine Pauschale, auf Wunsch mit Gepäcktransport. Individualisten brauchen etwas Geduld und Eigeninitiative, da die einzelnen Unterkunftsbetriebe nicht auf der Trail-Website stehen.
  • Haus am See: Das Apartment-Hotel »Apartmaji Triglav« in Stara Fužina am Bohinj-See ist stilvoll und bodenständig zugleich. Wellness-Optionen wie Sauna lassen sich zubuchen. Grundpreis für zwei Personen mit Frühstück: 80 Euro. apartmajitriglav.si
  • Glamping: Im Kamp Koren bei Kobarid locken neben klassischen Camping-Möglichkeiten gemütliche Glamping-Hütten, für die man keine eigene Ausrüstung braucht. Glamping ab 50 Euro pro Nacht für zwei Personen. campingplatz-koren.de
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Slowenien ist ein Paradies für Grillfleischfans.

Wenn der Magen knurrt

  • Für Grillfleischfans: Üppige Fleischgerichte kommen im Lacni Kekec in Kranjska Gora auf den Tisch – eine gute Adresse für Wanderer, die sich vor oder nach dem Juliana-Trail mit einem Grillteller stärken wollen. lacni-kekec.si
  • Gourmetküche: Auch echte Feinschmecker haben auf dem Juliana-Trail Grund zur Freude: Die mit Abstand besten Adressen sind das Triglav Bohinj (restaurant-triglav-bohinj.com) in Stara Fužina und das Hiša Franko (hisafranko.com) in der Nähe von Kobarid. Letzteres besitzt sogar zwei Michelin-Sterne.
  • Štrud’l und mehr: Im Štrud’l in Bohinjska Bistrica gibt es traditionelle Hausmannskost wie etwa Zganci, eine Art Polenta aus Maismehl mit Sauermilch – und süße Strudel als Dessert. strudl.si
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Auf dem Juliana Trail erleben Wandernde die Alpen abseits des Mainstreams.

Tipps von Reisejournalistin Judith Beck

Mitbringsel: Auf der Suche nach Souvenirs werdet ihr in Bohinjska Bistrica bestimmt fündig: In der Destilarna Karakter gibt es Alpengin (en.karakterdistillery.com) und bei Gorjuške Holzschmuck und Pfeifen (bohinj.si/ ponudniki/sreco-lotric).

Wettbewerb: Im Frühsommer treffen sich im Soča-Tal Outdoor-Sportler, um sich beim MTB-Marathon oder Trailrunning (diverse Distanzen) zu beweisen. Termin 2021: 2. bis 4. Juli. soca-outdoor.com

Ziegenreich: Unweit von Kobarid grasen auf den Hochebenen Schafe und Ziegen – vor allem beim Dorf Drežnica auch die fotogenen Drežnica-Ziegen, die einzige autochthone slowenische Ziegenrasse. dreznica.si/de

Juliana-Trail – der Reisebericht

Seit 2019 erschließt ein sechzehntägiger Rundtrek den Triglav-Nationalpark sowie angrenzende Gebiete: der Juliana-Trail, 270 Kilometer lang. 270 Kilometer Zeit, über Gott und die Welt nachzudenken und den Augen und dem Magen etwas Gutes zu tun. Vor schroffen Felswänden weiden Kühe, Ziegen und Schafe auf üppig grünen Weiden, Grundlage der reichen Käsekultur, die jede Region Sloweniens anders auslebt. Mohant in Bohinj, Schafskäse in Bovec oder Tolminc in Tolmin – ums Schlemmen kommt man in den nächsten 16 Tagen nur schwer herum. Typische Alpenkost mit geräuchertem Schinken und dunklem Brot gehören ebenso auf den Speiseplan wie Cevapcici, fruchtige Weißweine oder Cappuccino, der jenem in Italien in nichts nachsteht. Slowenien wirkt wie eine Mischung aus Österreich, Italien und Balkan – vielleicht sogar wie ein Best of? Auch das Wandern auf dem Juliana-Trail liegt eher auf der Genussseite. Für den Weg reicht eine gute Kondition, ein Bergsteiger muss man nicht sein. Moderate 7600 Höhenmeter verteilen sich auf zweieinhalb Wochen, der höchste Punkt liegt auf 1326 Metern. »Vor allem unten im Süden wird es wild und ursprünglich«, gibt Marko Lenarčič mir noch mit auf den Weg...den kompletten Reisebericht findet ihr in der neuen OUTDOOR-Ausgabe 06/2021 – ab 4.5. im Kiosk und online als E-Paper.

Ort: Seebensee, Tirol (A)
OUTDOOR / lookphotos / Norbert L. Maier

Mehr über die diesjährigen Reisepläne der OUTDOOR-Redakteure erfahrt ihr im Podcast:

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