OD 08/2021 Reisereportage: Wilder Kaiser Ralf Gantzhorn (†)
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OD 08/2021 Reisereportage: Wilder Kaiser 19 Bilder

Wandern im Kaisergebirge

Unter hohen Wänden Die schönsten Touren im Kaisergebirge

Im Wilden Kaiser wurde Alpingeschichte geschrieben. Man kann dort aber auch prima wandern – und wie!

Wer einmal im Wilden Kaiser wandern war, trägt Eindrücke nach Hause, die in der nächsten Saison als Sehnsucht wiederkehren. Deswegen pilgern jeden Sommer die Wanderer hierher. Vielleicht liegt es auch ein bisschen an der Nähe zu Bayern. Die Süddeutschen lieben das Kaisergebirge: Oft kommen sie als Tagesausflügler aus München – der Gebirgsstock liegt gleich hinter Kufstein und nur eine gute Stunde mit dem Auto von der Hauptstadt Bayerns entfernt.

OD 08/2021 Reisereportage: Wilder Kaiser
Ralf Gantzhorn (†)

Eine der schönsten Wanderungen führt hinauf zum aussichtsreichen Bergsattel Ellmauer Tor (1980 m), und zwar ganz ohne Seil und Haken und über einen normalen Wanderweg, der mitten ins Herz der kleinen Gebirgsgruppe zieht – der Wilde Kaiser misst 20 Kilometer in der Ost-West-Ausrichtung und 14 Kilometer von Norden nach Süden. In weiten Kehren zieht der Weg zum Sattel, zuerst noch über saftig grüne Wiesen und dann Meter für Meter weiter hinein in die Geröllhalden und Schotterpfade weiter oben. Immer tiefer dringen Wanderer so in das »Reich des Kaisers« vor.

Die Top-Touren im Wilden Kaiser

1 . Bergtour Ellmauer Tor

Vom Wanderparkplatz der Wochenbrunner Alm auf dem Wanderweg zur Gaudemushütte. Nun auf Weg 812 über Almwiesen durch Latschen und später über Geröllfelder ins Ellmauer Tor. Ab- wie Aufstieg.

Mehr zum Thema:
Länge 7,86 km
Dauer 4:33 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 873 Meter
Höhenmeter absteigend 873 Meter
Tiefster Punkt 1078 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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2. Wanderung auf die Ellmauer Halt (2344 m)

Von der Wochenbrunner Alm der Beschilderung zur Gruttenhütte folgen. Von dort aufwärts in das große Schotterkar »Hochgrubach«. Auf dem folgenden Anstieg über den Gamsängersteig besteht durch vorausgehende Bergsteiger Steinschlaggefahr! Im ersten Abschnitt quert man steiles, felsiges mit Gras durchsetztes, brüchiges Schrofengelände, bis man etwas oberhalb der Roten Rinnscharte die Jägerwandtreppe mit über 70 Trittleitern erreicht. Anschließend in leichter Kletterei zu einer Rinne – hier liegt manchmal bis weit in den Sommer hinein Schnee. Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich ein Notbiwak, die Babenstuber Hütte. Abstieg wie Aufstieg.

Mehr zum Thema:
Länge 9,52 km
Dauer 6:04 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 1144 Meter
Höhenmeter absteigend 1144 Meter
Tiefster Punkt 1085 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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OD 08/2021 Reisereportage: Wilder Kaiser
Ralf Gantzhorn (†)
Der Weg übers Kopftörl ist der anspruchsvollere Weg auf die Ellmauer Halt.

3. Bergtour zur Fritz-Pflaum-Hütte

Bei der Griesner Alm im Kaiserbachtal links über den Bach und auf breitem Wanderweg in Richtung Latschenbrennerei. Kurz vor der Brennerei zweigt in einem Waldstück rechts ein schmaler Wanderweg ab. Ein Steig führt zwischen die Felstürme von Lärchegg und Mitterkaiser hinauf ins klein Griesner Kar. Der sehr steil angelegte Weg führt zur wunderschön gelegenen Fritz-Pflaum-Hütte (1866 m, nicht bewirtschaftet). Nun über den Wanderweg 815 hinab durch das große Griesner Kar – flankiert von den Wänden des Predigtstuhls und des Mitterkaisers – zum Ausgangspunkt zurück.

Mehr zum Thema:
Länge 8,36 km
Dauer 5:11 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 944 Meter
Höhenmeter absteigend 948 Meter
Tiefster Punkt 982 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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4. Stripsenjoch-Feldberg (2-Tages-Tour)

  • Tag 1: Von der Griesner Alm (988 m, derzeit geschlossen) durch lichte Laubwälder und über weites Almgelände, stets unterhalb der Steilwände des Wilden Kaisers bergan bis zum Stripsenjochhaus (1577 m), wo man nach zwei Stunden Aufstieg übernachtet. Wer noch Lust hat, besteigt den Stripsenkopf mit 1807 m (+230 Hm, +1 Std.).
    Tag 2: Hinter der Hütte über ein kurzes, seilgesichertes Steigstück entlang einer Felswand Richtung Feldberg hinauf. Aussichtsreich verläuft der Weg entlang des Kammes zum Feldberg (1813 m), Abstieg über Vordere und Hintere Ranggenalm zurück zur Griesner Alm.
Mehr zum Thema:
Länge 11,81 km
Dauer 6:03 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 942 Meter
Höhenmeter absteigend 942 Meter
Tiefster Punkt 991 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Alpen­idylle am Wilden Kaiser

In luftiger Höhe hängt er in der mächtigen grauen Wand. Seine rechte Hand trägt sein ganzes Gewicht; er hat sie zu einer Faust geballt und in den schmalen Riss geklemmt. Blut verschmiert seine Finger, der Schweiß rinnt ihm über die Stirn in die Augen. Der in Heidelberg geborene Reinhard Karl, einer der größten Alpinisten Deutschlands, denkt nicht daran, dass er gerade Klettergeschichte schreibt. Mit seiner Begehung der »Pumprisse« im Jahre 1977, in der berühmt-berüchtigten Fleischbank am Wilden Kaiser, hat der Freidenker und Fotograf die alpine Schwierigkeitsskala gesprengt. »Helmut, Stand«, ruft er seinem Seilpartner Helmut Kiene zu, ebenfalls eine Legende der Klettergeschichte. Dann haben sie es geschafft: Sie haben soeben zum ersten Mal den siebten Grad geklettert, und mit dem Namen Reinhard Karl sollen auch der Wilde Kaiser und seine Kletterrouten in die Bergmemoiren eingehen. Das gewaltige Felsmassiv an der Grenze von Österreich zu Deutschland ist jedoch nicht nur in der Alpinszene bekannt geworden. Auch Wanderer zieht das Gebirge mit magnetischer Kraft an. Neulinge, die am Fuße der mehrere hundert Meter hohen Kalkwände stehen, ahnen oft nicht, dass auf fast alle Gipfel recht einfache Wege führen.

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Heiko Mandl
Kurz vor dem Ellmauer Tor öffnet sich ein Traumblick.

Aber hauptsächlich lockt wohl die Gebirgslandschaft in den Kaiserwinkl. Am Fuße der jähen Wände baden Wiesen und Almen im Sonnenlicht, mit kühl schimmernden Bergseen und gemütlichen Bauernwirtschaften – eine Alpen­idylle. Kein Skilift, keine kahlen Pistenstreifen durchziehen die Hänge am Wilden Kaiser, denn seit beinahe fünfzig Jahren stehen seine Gipfel unter Naturschutz, und die Einheimischen hüten ihr Juwel seither wie einen Goldschatz.

Das Kalkmassiv wirkt wie von einem anderen Ort hierher versetzt: Zwischen den Grasbergen und den fast bis oben hin bewaldeten Gipfeln der Chiemgauer Alpen im Norden oder der Kitzbüheler Alpen im Süden sticht der Wilde Kaiser sofort ins Auge. Zwar reichen die höchsten Gipfel nur bis knapp über 2300 Meter, doch die steilen Felswände lassen das Kaisergebirge majestätisch wirken. Und leuchten die Wände am Ende schöner Sommertage im Abendrot, in starkem Kontrast zu den dunklen Wäldern und dem blauen Himmel, fühlt man sich fast schon an die Dolomiten erinnert.

Am Sattel zwischen den Kaiserbrüdern

Man steht hier unter dem Fleischbank-Pfeiler, oft beobachtet man Kletter-Seilschaften, die sich wie winzige Ameisen durch den grauen Fels kämpfen. An Insekten dachte auch Reinhard Karl bei seiner Erstbegehung im Pfeiler: »Weil wir in den furchtbaren Rissen pumpten wie die Maikäfer auf dem Hochzeitsflug, nennen wir unsere Tour ›Pumprisse‹. Helmut ist überzeugt, dass es mindestens Grad VII ist, der erste Siebener in den Alpen.« Nach Süden hin erheben sich beinahe kitschig die schneebedeckten Berge und Gletscher der Zentralalpen über die Pinzgauer Grasberge und die Kitzbüheler Alpen, und selbst der beeindruckende Großglockner mit seiner schimmernden Eiskappe, der höchste Berg Österreichs, scheint bei klarer Sicht zum Greifen nahe.

Während sich der Wilde Kaiser in seiner Berühmtheit sonnt, fristet sein kleiner Bruder, der Zahme Kaiser, wortwörtlich ein Schattendasein. Dichte, dunkle Wälder überziehen die nach Norden ausgerichteten Wände. Die höchsten Punkte, nur 300 Höhenmeter niedriger als jene des wilden Verwandten im Süden, zeichnen eine sanftere Zackenlinie in den Himmel; entsprechend »zahmer« geben sich Gipfel wie Naunspitze oder Roßkaiser.

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Heiko Mandl
Hinter dem Ellmauer Tor ragt die berühmte Fleischbank auf.

Genau im Sattel zwischen den zwei ungleichen Kaiserbrüdern bildet das Stripsenjoch auf 1500 Metern einen natürlichen Übergang. Es trennt dabei das nach Kufstein verlaufende Kaisertal von dem im Osten gelegenen Kaiserbachtal. Auf dem Joch thront seit 1902 das Stripsenjochhaus, seit Jahrzehnten von Bergsteigern und Wanderern als idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen in die höheren Regionen des Massivs geschätzt. Wer die Berghütte als Basis für eine Bergwoche nutzen will, kann auch in gut eineinhalb Wanderstunden direkt durch das Kaiserbachtal von der Griesneralm aus aufsteigen, statt den weiten Weg über das Ellmauer Tor zu wählen.

Ein zwei Stunden langer Marsch trennt das Ellmauer Tor vom Stripsenjoch mit seiner schönen Aussicht und seinen Annehmlichkeiten, vorbei an den imposanten Gipfeln von Predigtstuhl und Totenkirchl und immer wieder mit Blick auf die Fleischbank mit ihren berühmten Kletterrouten. Über Fels und Geröll und durch die steile Rinne führt der Eggersteig auf das Joch, zum Teil gesichert mit Drahtseil.

Man betritt dabei eine wüste Steinlandschaft ohne Pflanzen. Karg, fremd und gerade deswegen faszinierend brütet sie in der Sonne vor sich hin, die Steine strahlen zusätzlich Wärme zurück. Hin und wieder schenkt eine Brise Abkühlung, während die Füße über Geröll knirschen, Schritt um Schritt. Hoch über den Köpfen schweben Schwärme von Dohlen. Sie begleiten krächzend den Weg Richtung Norden, in der Hoffnung, den ein oder anderen Brotkrümel für ihr Konzert zu bekommen.

Am Ende eines langen Tages, nach acht Stunden auf den Beinen sitzen Wanderer am Stripsenjochhaus und strecken bei einer deftigen Brettljause ihre müden Füße gemütlich von sich, mit ein bisschen Glück genau dann, wenn die Abendsonne einen orangefarbenen Schimmer auf die Berge legt. Wer weiß, wie viele bekannte Kletterer und Alpinisten schon vor ihnen hier gesessen haben, nach einer Erstbesteigung oder einem persönlichen Erfolgserlebnis, und die Idylle hier oben genossen. Anstrengende Gipfeltour oder eine einfache Genusswanderung durch das Naturjuwel gleich hinter der Grenze zu Österreich? Beides hat seine Wirkung. Oder wie der große Reinhard Karl es formuliert hat: »Es ist egal, welchen Berg man besteigt, oben wird man immer weiter sehen. Was man da oben sucht, ich weiß es nicht. Die Wahrheit ist so kompliziert, dass sie niemand versteht. Eigentlich ist der Berg nur ein nominelles Ziel. Was zählt, sind die Stunden, Minuten, Sekunden, wie man sie verbringt.«

Wilder Kaiser: Reiseinfos

Charakter


Steile Kalkwändeinmitten grüner Almen prägen den Wilden Kaiser. Der höchste Gipfel ist das Ellmauer Halt mit 2344 Meter. So rau die Berge auf den ersten Blick wirken mögen: Auf fast alle führen Wanderwege oder leichte Klettersteige. Der nördlich liegende Zahme Kaiser ist eher gemäßigt; er erstreckt sich von der Naunspitze bis zum Roßkaiser. Eine Mautstraße führt zur Griesner Alm (1024 m), einem perfekten Ausgangspunkt für Gipfeltouren.

Hütten


Gaudeamushütte: Tel. 0043/5358/2262
Stripsenjochhütte: Tel. 0043/664/3559094, www.stripsenjoch.at
Griesner Alm: Tel. 0043/5352/64443, www.griesneralm.at, Info: aufgrund eines Brandes bis voraussichtlich Sommer 2022 geschlossen.
Wochenbrunner Alm: Tel. 0043/5358/2180, www.wochenbrunn.com

Unterkünfte

Wein- & Gourmethotel: »Dahoam beim Greil« ist das Motto des familiengeführten Hotels in Söll. Die Dachterrasse des kleinen, feinen Domizils punktet mit Liegestuhlplätzen und einem herrlichen Panoramablick auf die wilden Zacken des Kaisergebirges. Zudem bietet das Haus in seinem Restaurant klassische österreichische Küche und erlesene Weine aus aller Welt. hotelgreil.com

Kaiserlich campen: In Scheffau wurde auf der »Biker-Ranch« ein Campingplatz mit 46 Stellplätzen und bester Kaisersicht errichtet. Acht Superior-Plätze sind mit jeweils eigenem Badezimmer und Toilette ausgestattet. Ein super Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Ausflüge. Der hauseigene See lädt nach der Tour zum Relaxen ein. www.kaiser.camp

Träumen in Bäumen: Die Hoteliersfamilie Hochfilzer hat sich in Ellmau einen Traum erfüllt. Sie baute in den Garten ihrer Anlage ein wunderschönes Baumhaus für vier Personen mit allem Drum und Dran. In Sommernächten können die Gäste sogar das Bett auf die Terrasse rollen und unter freiem Himmel schlafen. hotel-hochfilzer.com

Anreise

Von München (etwa 100 km) über die A 8 nach Rosenheim, dann über die Inntalautobahn bis Abfahrt Kufstein und weiterfahren in den Kaiserwinkl oder nach Ellmau. Anreise mit dem Zug: Von München direkt mit dem EC Richtung Innsbruck, Ausstieg Bahnhof Kufstein und mit der Buslinie 4060 weiter nach Scheffle, Ellmau und Going. Von Wörgl direkte Busverbindung (Linie 4060) nach Scheffau, Ellmau und Going, vvt.at. Alternativ per Bahnhofshuttle zum Feriendomizil (24-h-Service, mind. 48 Stunden vor Anreise online unter tirol-taxi.at oder telefonisch unter 00 43/5 12/58 41 57 buchen). Weitere Infos unter: www.oebb.at

Herumkommen

Die regionalen Linienbusse verkehren regelmäßig zwischen den vier Kaiserorten und können mit der GästeCard kostenlos genutzt werden. Zusätzlich ist von Mitte Juni bis Anfang Oktober der Kaiserjet, ein großer Wanderbus, täglich im Stundentakt im Einsatz. Er verbindet die Ortszentren von Ellmau, Going, Scheffau und Söll mit allen Bergbahn- Talstationen, Badeseen, dem Kaiserbad und den Ausflugszielen in der Region (Fahrplan-Download auf wilderkaiser.info). Alternativ holt ein Bergsteiger-Taxi Gäste zu einer fixen Zeit vor Ort ab und fährt Wanderziele auf der Kaiser-Südseite (7,50 Euro) wie auf der Kaiser-Nordseite (15 Euro) an. Anmeldung bis 17 Uhr am Vortag online (wilderkaiser.info) oder in den Tourist-Infobüros.

Einkehr

Bestnoten: Wer gern mal eine Pause von Knödel, Kaiserschmarrn und Co. einlegen will, dem sei die Pizzeria Memory in Ellmau ans Herz gelegt. Regelmäßig gewinnt sie den Titel für die beliebteste Pizza Tirols. Auch Stars wie Arnold Schwarzenegger lassen sich dort ab und an blicken. Top-Service und selbstgemachtes Eis runden das Ganze perfekt ab. Memory-ellmau.at

Traditionshaus: Im Zentrum von Scheffau liegt der Traditionsgasthof Weberbauer. Mit einer der schönsten Fassaden des Ortes ist das Wirtshaus ein wahres Schmuckstück und strahlt viel Charme aus. Drinnen verwöhnt Familie Wieser die Gäste mit Spezialitäten aus der Tiroler und österreichischen Küche, aber auch internationale Gerichte fehlen auf der Karte nicht. gasthof-weberbauer.at

Beste Zeit


Die Touren zu den Gipfeln sollte man vor Mitte/Ende Mai nicht unternehmen, vorher ist in jedem Fall mit Altschnee zu rechnen. Touren in mittlere Regionen ab Anfang Mai; im Herbst bis Oktober. Achtung bei nasskaltem Wetter: Es besteht Rutschgefahr. Außerhalb der Ferienzeit ist gerade der Juni eine herrliche Wanderzeit.

Buchtipp


Kaisergebirge, M. Stadler, A. und A. Strauß, Bergverlag Rother 2008, 36 Euro. Außerdem: Gebhard Bendler aus Wörgl ist Alpinhistoriker und Bergführer. Zwischen Juni und September führt er Gäste auf die Gipfel des Kaisergebirges. Als Autor hat er sich in seinem Buch »Wilder Kaiser – von Sommerfrischlern, Kletterlegenden, Skipionieren und dem Bergdoktor« mit der Geschichte der Region auseinandergesetzt. Erfrischend erzählt mit vielen Hintergrundstorys und Anekdoten. 39,95 Euro, tyroliaverlag.at

Karten

ÖAV, Alpenvereinskarte Kaisergebirge, Nr. 8, 1:25000, 9,80 Euro; Freytag & Berndt, WK 301, Kufstein – Kaisergebirge – Kitzbühel, 1:50000, 6,95 Euro. Vor Ort in den Infobüros erhaltet ihr die Wanderkarte Wilder Kaiser vom Alpenwelt Verlag im Maßstab 1:25 000, 6,90 Euro.

Infos

Tourismusverband Wilder Kaiser, Dorf 35, A-6352 Ellmau
Tel. 0043/50509 www.wilderkaiser.info;

Tourismusverband Kaiserwinkl, Dorf 15, A-6345 Kaiserwinkl
Tel. 0043/501100
www.kaiserwinkl.com

Auf kitzbueheler-alpen.com findet ihr außerdem wertvolle Tipps zur Region St.Johann und speziell zur Nordseite des Kaisergebirges.

Weitere Tourentipps im Kaisergebirge

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